HUMANE WIRTSCHAFT ...mehr als eine Zeitschrift

© Foto - Krijn van Duijvenbode 0

Einige Vorträge der Jahresfeier „nahezu live“

Lie­be Freun­de, Inter­es­sen­ten, Abon­nen­ten und sol­che die es wer­den wol­len. Heu­te Mor­gen begann unse­re Jah­res­fei­er mit meh­re­rern inter­es­san­ten Vor­trä­gen, die Sie nun hier „unge­schnit­ten“ anhö­ren kön­nen. Hier der Vor­trag von Mar­kus Püh­rin­ger: „Im Bann des Gel­d­es. Eine Anlei­tung zur Über­win­dung des Kapi­ta­lis­mus.“ Der stu­dier­te Volks­wirt Mar­kus Püh­rin­ger ist selb­stän­dig und Vor­stands­mit­glied der Grü­nen in Linz, Öster­reich. (1 Stun­de 3 Minu­ten) Mehr zu Mar­kus Püh­rin­ger lesen Sie hier    Wei­ter geht’s mit dem Vor­trag von Prof. Dr. Felix Fuders: „Ein Geld, das wün­schens­wer­te Ent­wick­lun­gen in Fluss bringt“ – Ana­ly­se der glo­ba­len Kri­se und Mög­lich­kei­ten prak­ti­scher Umset­zun­gen im Klei­nen. Felix Fuders ist Buch­au­tor und…

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Narrenfreiheit

Mit die­sem Aus­schnitt aus der jüngs­ten „Anstalt“ wird eine rie­si­ge Gemein­de kri­ti­scher Geis­ter bedient. Jener, die sich vor allem im Netz bewe­gen und die „Main­stream-Medi­en“ regel­mä­ßig zum Feind erklä­ren, weil sie mani­pu­la­tiv auf der Linie der herr­schen­den Poli­tik berich­ten wür­den. Tat­säch­li­ch fehlt es den aller­meis­ten gro­ßen Medi­en an einer glaub­wür­di­gen Selbst­re­fle­xi­on. Wer ange­sichts der offen­sicht­li­chen Gleich­ge­schaltet­heit von „aus­ge­wo­ge­ner Bericht­erstat­tung“ spricht, dem muss Befan­gen­heit unter­stellt wer­den. Um so mehr muss eine Kaba­rett-Sen­dung wie die­se „Anstalt“ zu den­ken geben, denn sie fin­det auf dem Kanal eines eigent­li­ch auch am Pran­ger ste­hen­den Sen­ders statt. Da kann man nun viel hin­ein­deu­ten. Wenn Aus­ge­wo­gen­heit in Kaba­rett-…

Leserbriefe 05/2014 0

Leserbriefe 05/2014

Boden­re­for­me­ri­sches Klein­od im Tes­sin Seit ewi­gen Zei­ten bin ich abon­niert, inspi­riert und begeis­tert von Eurer Arbeit. Ich betreue im Tes­sin ein Gelän­de, wo Men­sch ein­fach und güns­tig Feri­en machen kann. Es han­delt sich um ein Gelän­de, das Kind der Schwei­zer Frei­wirt­schafts-Sze­ne ist, in Stif­tungs­for­mat, damit mit dem Grund und Boden nicht spe­ku­liert wer­den kann: http://meraggia.ch Seit 20 Jah­ren, mei­nem Arbeits­be­ginn hier, beschäf­tigt mich das Geld-Sys­tem, so logi­sch sind die Feh­ler, so unglaub­li­ch, wie wenig auf den Punkt geschaut wird mit kon­struk­ti­ven statt urtei­len­den Schlüsse(l)n. Als Deut­sch-Schwei­zer wuss­te ich nicht, was für tol­le Früch­te in der ita­lie­ni­schen Schweiz wach­sen, aber nicht…

Die Sprache der Blaumeisen – Johannes Heimrath, Lara Mallien 0

Die Sprache der Blaumeisen – Johannes Heimrath, Lara Mallien

Micha­el Belei­tes hat es gewagt, die kata­stro­pha­len Fol­gen des Uran­berg­baus in der DDR öffent­li­ch zu machen: 1988 erschien sei­ne im Unter­grund her­ge­stell­te Doku­men­ta­ti­on »Pech­blen­de«. Nach der Wen­de publi­zier­te er über die Zwangs­kol­lek­ti­vie­rung der Bau­ern in der DDR, deren Fol­gen sich bis heu­te fatal aus­wir­ken. Zehn Jah­re lang war er Säch­si­scher Landes­beauftragter für die Sta­si-Unter­la­gen. Heu­te lebt er auf sei­nem öko­lo­gi­schen Gärt­ner­hof in Blan­ken­stein bei Dres­den und forscht zu einer orga­nis­mi­schen Bio­lo­gie. „Die hohen Rufe über uns in den Bäu­men – das sind die Kern­bei­ßer“, erklärt Micha­el Belei­tes, als er uns am Ende unse­res Rund­gangs den stei­len Tal­hang des klei­nen Flüss­chens…

Ökonomie und Gottesglaube. – Christian Mayer 0

Ökonomie und Gottesglaube. – Christian Mayer

Öko­no­mie und Got­tes­glau­be. Eine Liai­son zwi­schen Teu­fel und Weih­was­ser? – Chris­ti­an May­er – „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will, und stets das Gute schafft.“ Wie­viel doch in Mephis­tos Satz aus Goe­thes Faust steckt, beweist sich die­ser Tage an der Rea­li­tät. Die­ses Wech­sel­spiel – das nicht zuletzt auf Hegel zurück­geht –, dass näm­li­ch das Eine stets das Ande­re mit sich bringt, hat die Wirt­schafts­welt erreicht. Wur­de vor dem gro­ßen Crash 2008 das Hohe­lied des frei­en unab­hän­gi­gen Mark­tes gera­de­zu besun­gen, folgt aus dem dama­li­gen Extrem nun ein ande­res, ent­ge­gen­ge­setz­tes. Zumin­dest mit Bli­ck auf den Sach­bü­cher­markt. Seit…

„Das Geld für die Zinsen fehlt in der Wirtschaft!“ – Helmut Creutz 0

„Das Geld für die Zinsen fehlt in der Wirtschaft!“ – Helmut Creutz

Ähn­li­ch wie das Unge­heu­er von Loch Ness, taucht auch die­se Ver­mu­tung in den Dis­kus­sio­nen übers Geld immer wie­der ein­mal auf. Begrün­det wird sie meist damit, dass ja die Schuld­ner nur die Kre­dit­sum­me gelie­hen und damit kein Geld zur Ver­fü­gung haben, um dar­über hin­aus auch noch Zin­sen zu zah­len. Selbst von Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern wird das manch­mal mit dem Bei­spiel einer Insel ver­mit­telt, auf der es bis­her nur einen Güter­aus­tau­sch gab, bis ein Frem­der erschien und den Bewoh­nern eine bestimm­te Men­ge an Metall­stü­cken als Zah­lungs­mit­tel zur Ver­fü­gung stell­te. – Denn die­se Geschich­te hat­te den Haken, dass der Frem­de die­se aus­ge­lie­he­nen Zah­lungs­mit­tel nach einem…

Dem Problem näher als der Lösung – Jens Brehl im Interview mit Dr. Uwe Krüger 0

Dem Problem näher als der Lösung – Jens Brehl im Interview mit Dr. Uwe Krüger

Wäh­rend in den Medi­en Skan­da­le und Kri­sen an pro­mi­nen­ten Stel­len und zu den bes­ten Sen­de­zei­ten prä­sen­tiert wer­den, man­gelt es meist an Lösungs­vor­schlä­gen. Hart­nä­ckig hält sich der Glau­bens­satz, nur schlech­te Nach­rich­ten sei­en gute Nach­rich­ten. Dem wider­spricht Dr. Uwe Krü­ger, der an der Uni­ver­si­tät Leip­zig Jour­na­lis­tik lehrt. Er pro­mo­vier­te zum The­ma „Netz­wer­ke deut­scher Jour­na­lis­mus-Eli­ten in Poli­tik und Wirt­schaft“ und setzt sich dar­über hin­aus für einen lösungs­ori­en­tier­ten Jour­na­lis­mus ein. „Was ist lösungs­ori­en­tier­ter Jour­na­lis­mus und was kann er leis­ten?“ „Wer den gan­zen Tag nur mit Pro­ble­men kon­fron­tiert ist, sieht bald nur noch schwarz. Der lösungs­ori­en­tier­te Jour­na­lis­mus hat daher sozia­le und öko­lo­gi­sche Inno­va­tio­nen der Zivil­ge­sell­schaft im…

Eine Welt ohne Krieg ist möglich – Ein Kommentar von Wilhelm Schmülling 1

Eine Welt ohne Krieg ist möglich – Ein Kommentar von Wilhelm Schmülling

Eine Welt ohne Krieg ist mög­li­ch – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling – Wer sich nach Frie­den sehnt, berei­te den Krieg vor. Fla­vi­us Vege­ti­us: „Qui desi­de­rat pacem, pra­epa­ret bel­lum.” Seit mehr als 2000 Jah­ren hat die Welt nach die­sem Mot­to gehan­delt. Und was wur­de erreicht? Taci­tus: „Soli­tu­di­nem faci­unt, pacem apel­lant.“ Sie schaf­fen eine Wüs­te und nen­nen das Frie­den. Nach dem mör­de­ri­schen Zwei­ten Welt­krieg war es klar: „Nie wie­der Krieg“. Die Welt war geret­tet. Wir brauch­ten uns nicht für einen neu­en Krieg vor­zu­be­rei­ten – glaub­ten wir. Für eine andau­ern­de fried­li­che Welt waren die Vor­aus­set­zun­gen gut. Das Wort von Taci­tus wur­de nicht…

Wissen und Gewissen – Im Schattenreich der Überwachung – Ilija Trojanow 0

Wissen und Gewissen – Im Schattenreich der Überwachung – Ilija Trojanow

Als ich klein war, wur­de unse­re klei­ne Woh­nung in Sofia ver­wanzt. Im Rah­men einer groß­an­ge­leg­ten tech­ni­schen Akti­on. Der Lei­ter der 3. Unter­ab­tei­lung der II. Abtei­lung der VI. Haupt­ab­tei­lung der bul­ga­ri­schen Staats­si­cher­heit (DeSe), ein Offi­zier namens Pan­te­leew, hat­te vor­ge­schla­gen, eine Rei­he von Mikro­fo­nen in unse­rer Woh­nung zu instal­lie­ren, um die ope­ra­ti­ve Ermitt­lung gegen das ver­däch­ti­ge Objekt G.K.G. (mein Onkel) zu unter­stüt­zen. Die Umset­zung erfolg­te an einem son­ni­gen Früh­lings­tag. Zu die­sem Zweck muss­ten alle Bewoh­ner aus dem Haus ent­fernt wer­den. Der Chef mei­nes Onkels wur­de ange­wie­sen, die­sen auf Dienst­rei­se zu schi­cken (ein Agent hat­te zu über­prü­fen, ob er in den Zug stieg,…

Neue Schriftenreihe zu Alternativer Ökonomie – Rezension von Günther Moewes 0

Neue Schriftenreihe zu Alternativer Ökonomie – Rezension von Günther Moewes

Schrift über „Piket­tys Kri­sen­ka­pi­ta­lis­mus“ Unter der Über­schrift „Öko­no­mi­sches Alpha­be­ti­sie­rungs­pro­gramm“ hat der rüh­ri­ge klei­ne pad-Ver­lag aus Berg­ka­men eine Rei­he von bis­her 15 Titeln her­aus­ge­bracht, in der u. a. auch zwei frü­he­re Auf­sät­ze aus der „Huma­nen Wirt­schaft“ und ein (stark erwei­ter­ter) aus der „Zeit­schrift für Sozi­al­öko­no­mie“ erschie­nen sind. Ziel der Anfang 2012 begon­ne­nen Rei­he ist es, Alter­na­ti­ven zur gän­gi­gen neo­li­be­ra­len Main­stream-Öko­no­mie zu erläu­tern. Ganz im Sin­ne der For­de­rung des im Mai 2014 in den Medi­en ver­brei­te­ten „Inter­na­tio­na­len Mani­fests für eine plu­ra­le­re Öko­no­mie“ von Wirt­schafts­stu­den­ten aus 21 Län­dern. Und weil die Schrif­ten­rei­he sich nicht an rei­che Neo­li­be­ra­le wen­det, sind die anspruchs­vol­len, aber all­ge­mein­ver­ständ­li­chen…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Nicht fassbarer Überfluss – Editorial

oder: war­um viel nie genug ist. Seit Wochen beob­ach­te ich die Rot­bu­che neben unse­rer Ter­ras­se. Sie trägt die­ses Jahr zahl­lo­se Früch­te. Es müs­sen eini­ge Tau­send der drei­kan­ti­gen Nüs­se sein, noch ein­ge­packt in eine höl­zer­ne, durch wei­che Sta­cheln leicht pik­sen­de Hül­le. Jede ein­zel­ne Buch­ecker hat das Poten­ti­al, zu einem pracht­vol­len bis zu 40 Meter hohen Baum zu wer­den. Was für eine ver­schwen­de­ri­sche Fül­le die Natur doch pro­du­ziert! Die Eich­hörn­chen freut der üppig gedeck­te Tisch beson­ders. Ihr Lieb­lings­ge­richt wird als Win­ter­vor­rat an unzähl­ba­ren Stel­len ver­gra­ben. Zwei Drit­tel der Vor­rats­kam­mern fin­det die­ser lie­bens­wer­te Wald­be­woh­ner nie wie­der. Wel­che Ver­schwen­dung! Über­fluss, der zum Segen der…

© Erich Westendarp / pixelio.de 0

Deutsche Bahn AG: Unternehmen Zukunft oder Auslaufmodell auf dem Abstellgleis? – Dirk Löhr

Ist die – 1994 vom dama­li­gen Kanz­ler Kohl initi­ier­te Bahn­re­form ein nach­hal­ti­ges und zukunfts­fä­hi­ges Modell? Kann die not­wen­di­ge Ver­kehrs­wen­de weg vom moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr hier­mit bewäl­tigt wer­den? 20 Jah­re Bahn­re­form geben Anlass zu einer Bestands­auf­nah­me. Fehl­ge­lei­te­te Unter­neh­mens­po­li­tik: Der Tanz um das gol­de­ne Kalb der betriebs­wirt­schaft­li­chen Effi­zi­enz 20 Jah­re Bahn­re­form – und noch sind die Pri­va­ti­sie­rungs­an­stren­gun­gen nicht am Ziel. Noch ist die Deut­sche Bahn AG (DB AG) zu 100 % in der Hand des Bun­des. Aller­dings hät­te sie nie und nim­mer eine Chan­ce, den „Duck-Test“ zu bestehen: „If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck, then…

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Wuppertaler Freilichtbühne – Sommercamp 2014 – Jonathan Ries

Wup­per­ta­ler Frei­licht­büh­ne – Som­mer­camp 2014 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer aus vie­len Län­dern leis­te­ten im August eine Woche lang Zukunfts­ar­beit an his­to­ri­scher Stät­te – Jona­than Ries in gewis­ser jugend­li­cher Enthu­si­as­mus wur­de nach über 80 Jah­ren Wan­der­vo­gel-Bewe­gung, und Frei­wirt­schaft in der alten Frei­licht­büh­ne mit dem ers­ten „WFLB Som­mer­camp“ (WFLB steht für „Wup­per­ta­ler Frei­licht­büh­ne“) wie­der geweckt. Die­se jugend­be­weg­ten und frei­wirt­schaft­li­chen Impul­se sol­len jedes Jahr von Som­mer­camp zu Som­mer­camp gestei­gert und wei­ter­ge­tra­gen wer­den. So lässt sich Wunsch und Anspruch der Mit­glie­der des Trä­ger­ver­eins der Frei­licht­büh­ne und der auf glei­chem Gelän­de befind­li­chen Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te, FJvD (Frei­wirt­schaft­li­cher Jugend­ver­band von Deutsch­land e. V.) umschrei­ben. Es kamen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer aus…

Leuchtturm © Martin Bangemann 0

Silvio-Gesell-Tagungsstätte Wuppertal –Leuchtturmprojekte – Redaktion

Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te Wup­per­tal – Leucht­turm­pro­jek­te im Zei­chen des Wan­dels – Redak­ti­on Seit 2012 aus Anlass des 150. Geburts­tags Sil­vio Gesells das Kunst­pro­jekt „GesellSchaf(f)tKunst“ unter der Lei­tung von Kars­ten Behr das Gelän­de im Ber­gi­schen Land zum Anlauf­punkt für Inter­es­sier­te vie­ler Inter­es­sens­ge­bie­te mach­te, ent­wi­ckeln sich span­nen­de Pro­jek­te an die­sem Ort. Wup­per­ta­ler Frei­licht­büh­ne Der auf meh­re­re Jah­re ange­leg­te Wie­der­auf­bau des Klein­ods, in dem nach Fer­tig­stel­lung rund 900 Kunst­be­geis­ter­te Platz fin­den wer­den, lenk­te Auf­merk­sam­keit auf das Haus und sei­ne Geschich­te. Wie in den Zei­ten des ursprüng­li­chen Baus der Büh­ne bie­ten sich Frau­en und Män­ner an, die im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes Hand anle­gen. Das ers­te…

© S. Hofschlaeger / pixelio.de 0

Kapitaldelikte und Heuchelei im 21. Jahrhundert – Reino Kropfgans

Kapi­tal­de­lik­te und Heu­che­lei im 21. Jahr­hun­dert – Piket­tys Best­sel­ler – bleibt er fol­gen­los? – Reino Kropf­gans Die Stu­die „Kapi­tal im 21. Jahr­hun­dert“ des fran­zö­si­schen Öko­no­men Tho­mas Piket­ty macht welt­weit Furo­re mit sei­ner exzel­lent empi­ri­sch gestütz­ten The­se, dass in unse­rem Wirt­schafts­sys­tem fast unver­meid­li­ch die Rei­chen immer rei­cher und die Armen immer ärmer wer­den. Kann sol­ch ein wis­sen­schaft­li­ch geführ­ter Nach­weis etwas an die­ser Tat­sa­che ändern? Für Reino Kropf­gans ist die hit­zi­ge Dis­kus­si­on um die The­sen von Piket­ty nur eine insze­nier­te Debat­te, die den Schein von Demo­kra­tie auf­recht­erhal­ten und beschwich­ti­gen soll. Er meint: „Die Olig­ar­chen in Ost und West wer­den wei­ter­hin die Fäden…

© Grace-Winter / pixelio.de 0

Die Wettbewerbs-Logik dort überwinden, wo sie herkommt – in der Biologie – Michael Beleites

The­sen zum Buch „Umwelt­re­so­nanz – Grund­zü­ge einer orga­nis­mi­schen Bio­lo­gie“ – Micha­el Belei­tes War­um gibt es in vie­len Kran­ken­häu­sern so min­der­wer­ti­ges, unge­sun­des Essen, obwohl die Medi­zi­ner über die Bedeu­tung der Ernäh­rung bei Hei­lungs­pro­zes­sen gut unter­rich­tet sind? War­um über­dün­gen vie­le Bau­ern ihre Fel­der mit syn­the­ti­schen Dün­ge­mit­teln, obwohl sie gen­au wis­sen, dass dadurch die ange­bau­ten Pflan­zen anfäl­li­ger gegen Krank­hei­ten und Schäd­lin­ge wer­den und die Qua­li­tät ihrer Pro­duk­te dar­un­ter lei­det? War­um fah­ren vie­le Men­schen täg­li­ch über 100 Kilo­me­ter mit dem Auto zur Arbeit, obwohl sie das weder wol­len, noch gut­hei­ßen? Sie alle und wir alle sind Teil eines Sys­tems, das sich auf die Idee…

Wertvoller Lebensraum © 2014, Pat Christ
Foto: © Pat Christ
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Die Wachstumszwangsverbrämer – Pat Christ

Ob „wert­ori­en­tiert“, „nach­hal­tig“, „ethi­sch“ oder „anders“: Wachs­tum bleibt wei­ter Gebot Vol­le Kon­zen­tra­ti­on auf „wert­ori­en­tier­tes Wachs­tum“, das ver­sprach die CeWe Color Hol­ding AG bei der Haupt­ver­samm­lung vor weni­gen Jah­ren den Aktio­nä­ren. Euro­pas größ­tes Foto­ent­wick­lungs­un­ter­neh­men steht mit die­sem Ver­spre­chen nicht allei­ne. Seit geraum­er Zeit häu­fen sich Aus­sa­gen von Fir­men­chefs, man wol­le nicht mehr um jeden Preis wach­sen, ver­fol­ge kei­ne „bedin­gungs­lo­se Expan­si­on“ (Tele­kom Aus­tria) – son­dern stre­be ein „nach­hal­ti­ges“ und „wert­ori­en­tier­tes“ Wachs­tum an. Dass nur die Pro­duk­ti­on, dass nur das Wachs­tum nicht stockt! Dar­auf kommt es aller­dings bei aller Wert­ori­en­tie­rung wei­ter­hin an. Was gen­au mit „wert­ori­en­tiert“ gemeint ist, bleibt ohne­hin fast immer im…

Schenkhaus Schenkenzell 0

Neues Leben für alte Sachen – Harald im Spring

Neue Ide­en haben in der Pha­se der Ent­ste­hung nicht sel­ten etwas Aben­teu­er­li­ches. Wenn in einem Ort namens Schen­ken­zell, des­sen Bür­ger­meis­ter Schenk heißt, das Kon­zept eines Schenk­hau­ses umge­setzt wird, mutet das auf char­man­te Wei­se zwin­gend an. „Es geht im SCHENK­haus auch um eine neue Kul­tur des Umgangs mit den Din­gen und unter­ein­an­der. Schließ­li­ch las­sen wir doch alle eines Tages alles zurück. War­um soll­ten wir dann nicht bereits zu Leb­zei­t­en mit­ein­an­der tei­len?“, sagt Mit­in­itia­tor Harald im Spring und zeigt im nach­fol­gen­den Text Moti­ve und Zusam­men­hän­ge auf, die hin­ter der Neu­grün­dung ste­cken. Viel zu oft ste­hen Din­ge unge­nutzt in der Ecke oder fül­len…

Karen Wendt 0

Auf anständige Weise investieren – Pat Christ

Karen Wendt ent­wi­ckel­te die frei­wil­li­gen Ban­ken­ge­set­ze „Äqua­tor-Prin­zi­pi­en“ mit. Mit­te des 19. Jahr­hun­derts stieg der Finan­zie­rungs­be­darf in den USA rasant an. Gleich­zei­tig wuchs das Risi­ko für Inves­to­ren. Wie konn­te man wis­sen, in wel­ches Pro­jekt man inves­tie­ren soll­te? Dies war die Geburts­stun­de der Finanz­agen­tu­ren. Das ältes­te heu­te noch exis­tie­ren­de Rating­un­ter­neh­men ist Moody’s, gegrün­det 1900. Seit­her wur­den zahl­rei­che Rating­agen­tu­ren ins Leben geru­fen. Wobei sich die Schwer­punk­te ver­än­der­ten. In jüngs­ter Zeit wird auf Ethik-Rating gro­ßen Wert gelegt. Als „Gold­stan­dard“ der Finanz­in­dus­trie gel­ten welt­weit die Äqua­tor-Prin­zi­pi­en. Sie sol­len bei inter­na­tio­na­len Finan­zie­run­gen hel­fen, öko­lo­gi­sche und sozia­le Risi­ken zu iden­ti­fi­zie­ren, sie zu ver­mei­den oder zumin­dest zu beherr­schen.…

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Termine 05/2014

Z. B. in Zie­ren­berg (bei Kas­sel), 3. bis 5. Okto­ber 2014 „Tran­si­ti­on – Impul­se für eine Welt im Wan­del”
Fünf­te Transition-(Un-)Konferenz für Tran­si­ti­on-Akti­vis­ten und –Inter­es­sier­te aus Deutsch­land, Öster­reich & Schweiz. The­men: Degrow­th & Reco­no­my, Team­work, In Tran­si­ti­on: The­men & Struk­tu­ren. Work­shops, Vor­trä­ge, Bar­camp, Kul­tur­pro­gramm.
Ort: Zen­trum Hel­fen­stei­ne, Auf dem Dörn­berg 13, 34289 Zie­ren­berg
Infor­ma­tio­nen: http://www.transition-initiativen.de

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Dette Glashouwer bei der Jahresfeier der HUMANEN WIRTSCHAFT 2014

Weil in ihrem, wie im Leben der meis­ten Men­schen Geld immer fehlt, ging sie auf die Suche dana­ch. Als Künst­le­rin woll­te sie wis­sen, was Geld ist, wel­che Wir­kung das Geld­sys­tem auf Men­sch und Natur hat und ob ein Wan­del mög­li­ch ist. Auf ihren Rei­sen spricht sie mit Wis­sen­schaft­lern, Phi­lo­so­phen und Visio­nä­ren und oft wird ein neu­es Büh­nen­pro­gramm dar­aus. Im Leben von Dette Glas­hou­wer dreht sich also vie­les um das The­ma Geld und so blieb es nicht aus, dass sie sich Gedan­ken über die per­sön­li­che Bezie­hung zum Geld mach­te. Wie finan­ziert man Kunst, ohne sich „zu ver­kau­fen“? Wie ver­än­dert man das Den­ken…

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Sind Sie ein Gewinner im aktuellen Geldsystem?

Der Umver­tei­lungs­ef­fekt durch Zins und Zin­ses­zins ist im ers­ten Moment für vie­le nicht erkenn­bar. Men­schen, die selbst kei­ne Schul­den haben, sehen sich häu­fig außer­halb die­ses Mecha­nis­mus, da sie ja direkt kei­ne Zin­sen bezah­len. Das stimmt so natür­li­ch nicht, denn in allen Prei­sen des täg­li­chen Lebens ste­cken die Zin­sen der ent­spre­chen­den Anbie­ter. Auch der Staat muss sei­ne Steu­ern in einer Höhe fest­set­zen, mit der auch sein eige­ner Schul­den­dienst gewähr­leis­tet bleibt. Die Höhe des Zins­an­teils in den ver­schie­de­nen Prei­sen ist natür­li­ch sehr unter­schied­li­ch und durch­aus nicht unum­strit­ten. Doch Tat­sa­che bleibt: Zin­sen müs­sen erar­bei­tet wer­den Lesen Sie auch: Der Mythos vom „Klei­nen Spa­rer“…

Quelle: https://www.facebook.com/Ordensleute 0

Diese Wirtschaft tötet – Christoph Rinneberg

Rede zur Haupt­ver­samm­lung der Deut­schen Bank in Frankfurt/M, 22.05.2014 Sehr geehr­te Gast­ge­ber, sehr geehr­te Gäs­te die­ser Haupt­ver­samm­lung, Sie sind heu­te Mor­gen, sofern Sie über den Haupt­ein­gang in die­se Fest­hal­len-Ver­samm­lung gelangt sind, über Pla­ka­te mit einer har­ten Bot­schaft begrüßt wor­den: „Die­se Wirt­schaft tötet.“ Dies hat kein Gerin­ge­rer gesagt als Papst Fran­zis­kus, in sei­nem ers­ten Apos­to­li­schen Schrei­ben vom 24. Novem­ber 2013. Ich spre­che hier für die „Initia­ti­ve Ordens­leu­te für den Frie­den“ (IOF), die seit fast einem Vier­tel­jahr­hun­dert all­mo­nat­li­ch vor der Zen­tra­le der Deut­schen Bank Mahn­wa­che gegen das herr­schen­de Wirt­schafts- und Finanz­sys­tem hält. Viel­leicht erin­nern sich eini­ge von Ihnen an unse­re rund 20…

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Hochzeit für Geldverbesserer? – Beate Bockting

Im Auf­trag des grü­nen EU-Par­la­men­ta­riers Sven Gie­gold hat der frü­he­re Chef­öko­nom der Finan­ci­al Times Deutsch­land eine „Kurz­stu­die“ zu alter­na­ti­ven Geld­re­form-Ide­en, unter ande­rem auch zum Frei­geld, ver­fasst. Hier die Ant­wort der INWO Deutsch­land. Als Redak­teur und Kolum­nist beim Ber­li­ner Tages­spie­gel, der Wirt­schafts­Wo­che und dem Mana­ger Maga­zin, dann als lang­jäh­ri­ger Chef­öko­nom der Finan­ci­al Times Deutsch­land, spä­ter auch der ande­ren Wirt­schafts­me­di­en von Gru­n­er & Jahr, wie Capi­tal, Bör­se Online und Impul­se, ver­fügt Tho­mas Fri­cke über viel Erfah­rung im Wirt­schafts­jour­na­lis­mus. Ange­sichts sei­ner ober­fläch­li­chen Dar­stel­lun­gen alter­na­ti­ver Geld­re­form­ide­en in die­ser „Stu­die“ belegt er aber lei­der exem­pla­ri­sch die dies­be­züg­li­che Scheu­klap­pen­men­ta­li­tät der Wirt­schafts­jour­na­lis­ten, die sich erst durch den…

Profil Volker Viehoff 0

Wertschöpfung durch Wertschätzung – Volker Viehoff

Die­sen Leit­spruch habe ich vor etwa zehn Jah­ren für mein Bera­tungs­un­ter­neh­men aus­ge­wählt. Er ver­kör­pert für mich mei­ne Erfah­run­gen, die ich bis dahin und seit­her in mei­nem Berufs­le­ben gemacht hat­te. Ob als Mit­ar­bei­ter, Füh­rungs­kraft oder spä­ter als Bera­ter – mein Erken­nen ist in die­ser grif­fig for­mu­lier­ten Wei­se gut aus­ge­drückt. Wel­ches Erken­nen? Dass die Wert­schät­zung, mit der Men­schen sich in einem Wirt­schafts­kon­text begeg­nen, eben Quel­le der wirt­schaft­li­chen Wert­schöp­fung ist. Das, was als „mess­bar“ in zähl­ba­ren Ergeb­nis­sen abge­bil­det erscheint, hat sei­nen Ursprung in Vor­gän­gen, die nun mal mit „Zäh­len, Mes­sen, Wie­gen“ nichts zu tun haben. Dem Vor­gang der Mes­sung – letzt­li­ch in einem…

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Die Stiftung FuturoVerde – Horst Hamm

Eine neue Stif­tung will die Wirt­schaft wie­der gemein­nüt­zig machen und dazu bei­tra­gen, dass Unter­neh­men Gewin­ne nicht län­ger auf Kos­ten der Natur, ande­rer Regio­nen und zukünf­ti­ger Gene­ra­tio­nen erwirt­schaf­ten müs­sen. In einem Leucht­turm-Pro­jekt der Quer­den­ker GmbH in Cos­ta Rica will Futuro­Ver­de, zu Deut­sch „grü­ne Zukunft“, in Koope­ra­ti­on mit ins­ge­samt zehn betei­lig­ten Fir­men vor­ma­chen, wie das geht. Schon die Vor­ge­schich­te ist unge­wöhn­li­ch: Bereits vor sie­ben Jah­ren haben die Quer­den­ker GmbH und Bau­mIn­vest mit Hil­fe deut­scher Inves­to­ren damit begon­nen, im Nor­den Cos­ta Ricas ehe­ma­li­ge Wei­de­flä­chen nach öko­lo­gi­schen Grund­sät­zen wie­der auf­zu­fors­ten. Im Gegen­satz zu den meis­ten Wie­der­auf­fors­tungs­pro­jek­ten ging es von vorn her­ein nicht dar­um, den…

Geldgipfel 2014 0

Von der Energiewende zur Geldwende – Bericht der Redaktion

Die GLS Bank Stif­tung ver­an­stal­te­te am 1. Und 2. Mai 2014 in den Räu­men der Uni­ver­si­tät Wit­ten-Her­de­cke den ers­ten soge­nann­ten „Geld­gip­fel“. Ein Ziel der von der „Gemein­schafts­bank Lei­hen und Schen­ken“ in Bochum gegrün­de­ten GLS Bank Stif­tung ist die Arbeit an den Grund­la­gen der Geld­ord­nung. Geld soll als nach­hal­ti­ges, sozia­les und öko­lo­gi­sches Gestal­tungs­mit­tel wir­ken und eine die­nen­de Funk­ti­on für Wirt­schaft und Gesell­schaft wahr­neh­men. „Ohne uns dem The­ma Geld zuzu­wen­den, wer­den wir auf die zen­tra­len Zukunfts­fra­gen des Kli­ma­wan­dels, der Zer­stö­rung natür­li­cher Lebens­grund­la­gen, des sys­tem­im­ma­nen­ten Wachs­tums­zwangs und einer wach­sen­den sozia­len Ungleich­heit nur unbe­frie­di­gen­de Ant­wor­ten fin­den kön­nen.“ Das schrei­ben Lukas Beck­mann, Vor­stand der Stif­tung…

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Smarte neue Welt – Notizen zu Überwachung und Kunst – Marcus Klug

Der fol­gen­de Bei­trag ist an ein­zel­ne Gedan­ken von Michel Fou­cault zur „Öko­no­mie der Sicht­bar­keit“ ange­lehnt. Im heu­ti­gen digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­zeit­al­ter erlebt die­se Art von Öko­no­mie eine neue Stu­fe der Per­fek­ti­on. Man muss nur die Sicht­bar­keit durch die Trans­pa­renz aus­tau­schen und die mecha­ni­schen Geset­ze der Macht durch die Ord­nung der smar­ten neu­en Welt. Ich fol­ge die­sen Spu­ren in mei­nen Noti­zen – ange­lehnt an die Aus­stel­lung „Smart New World”, die noch bis zum 10. August 2014 in Düs­sel­dorf zu sehen ist. Was heißt es ein Indi­vi­du­um in der heu­ti­gen digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft zu sein? Über­all hin­ter­las­sen wir unse­re Spu­ren, sobald wir den digi­ta­len Raum…

Freiberuflichen Hebammen droht das Berufsverbot – Pat Christ 0

Freiberuflichen Hebammen droht das Berufsverbot – Pat Christ

Es geht um mehr als die Haft­pflicht Dilem­ma der Heb­am­men ver­weist auf die Tra­gik des öko­no­mi­sier­ten Medi­zin­sys­tem. Wie fatal es sein kann, wenn es kei­ner­lei Wett­be­werb gibt, zeigt sich die­ser Tage am Bei­spiel der Heb­am­men. Mit­glie­der des Bun­des frei­be­ruf­li­cher Heb­am­men Deutsch­land (BfHD) kön­nen nur bei der Nürn­ber­ger Ver­si­che­rung eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung abschlie­ßen. Nie­mand son­st bie­tet dies noch an. Aber auch die Nürn­ber­ger Ver­si­che­rung will im Juli 2015 aus­stei­gen. „Das bedeu­tet Berufs­ver­bot für frei­be­ruf­li­che Heb­am­men“, kom­men­tiert BfHD-Vor­sit­zen­de Ruth Pin­no. Geburts­kli­ni­ken wie­der­um kla­gen über zuneh­men­den Wett­be­werbs­druck. Was bereits vor 20 Jah­ren dazu führ­te, dass immer mehr geburts­me­di­zi­ni­sche Abtei­lun­gen schlie­ßen muss­ten. Zwi­schen 1994 und…