Kategorie: Allgemein

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Hilflos in Europa

Zuneh­mend wer­den Ver­mu­tun­gen geäu­ßert, wonach die gro­ßen Geld­ver­mö­gen längst aus Zypern abge­wan­dert sind und sich der Gläu­bi­ger-Betei­li­gung, die jetzt beschlos­sen wur­de, ent­zo­gen haben. Im Wett­ren­nen zwi­schen dem „Hasen“ Poli­tik und den schlau­en Igeln der Finanz­wirt­schaft steht der Sie­ger schon von Beginn an fest. Die alter­na­tiv­lo­se Poli­tik ist chan­cen­los. Glaubt denn ernst­haft jemand, dass die mit größ­ter Pro­fes­sio­na­li­tät und unter Ein­satz moderns­ter Werk­zeu­ge ver­wal­te­ten Rie­sen­ver­mö­gen gedul­dig war­ten, bis die büro­kra­ti­sche Poli­tik sie belangt? Kann man es den Akteu­ren ver­übeln? Es ist ein alter Hut: Wenn der Ban­ken­run des „klei­nen Man­nes“ sich auf­macht, nach­dem die Ban­ken wie­der auf­ma­chen, dann ist das Wesent­li­che bereits…

Kindle-Version der Zeitschrift 0

HUMANE WIRTSCHAFT für den E-Book-Reader

Die HUMANE WIRTSCHAFT gibt es jetzt auch in einer E-Book-Rea­der-Ver­si­on. Jeder, der noch im März in unse­rem Online-Shop ein Kon­to anlegt, kann die­ses eBook der aktu­el­len Aus­ga­be mit dem Gut­schein­code: free_­mo­bi kos­ten­los her­un­ter­la­den. Den Gut­schein­code set­zen Sie beim Check-out im Shop ein. Die .mobi-Ver­si­on, die bei­spiels­wei­se mit dem Ama­zon-Kind­le-E-Book-Rea­der gele­sen wer­den kann kos­tet ab April dann 4,- €. Die­ser Gut­schein­code gilt selbst­ver­ständ­li­ch auch für bereits bestehen­de Kun­den. Hier geht’s zur Bestel­lung

Wachstum ist nicht gleich Entwicklung 3

Wachstum ist nicht gleich Entwicklung

Wer mate­ri­el­les Wachs­tum mit Evo­lu­ti­on gleich­setzt, erlebt einen schmerz­li­chen Höhe­punkt: die Revo­lu­ti­on. Andre­as Ban­ge­mann

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WEF Davos 2013 – Ungleichheit zerstört alles

Welt­wirt­schafts­fo­rum in Davos vom 23. bis 27. Janu­ar 2013 Also avail­able in Eng­lish (Jakob Jor­da­ens – „Fest des Boh­nen­kö­nigs“ – Wiki­pe­dia) Wenn sich die­se Woche in Davos wie jedes Jahr die mäch­ti­gen Wirt­schafts­len­ker und Poli­ti­ker zum Stell­dich­ein tref­fen, wird ein­mal mehr resü­miert und nach vor­ne geblickt. Wie es anläss­li­ch des „Boh­nen­kö­nig­fest des Pomp und der Pla­ti­tü­den“ (Sun­day Times Online 2006: „Bean­fe­ast of pomp and pla­ti­tu­de“) zu einem Schwer­punkt­the­ma, wie der wach­sen­den sozia­len Ungleich­heit kom­men kann, dar­über kann man treff­li­ch spe­ku­lie­ren. Die Ver­mu­tung, es han­de­le sich dabei um eine Form des „Soci­al Washing“ , ist nicht von der Hand zu wei­sen. Man…

Neue Euroscheine sollen changieren 0

Neue Euroscheine sollen changieren

Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) will nach und nach die 2002 ein­ge­führ­ten Euro­schei­ne gegen neue aus­tau­schen. Den Anfang macht im Mai 2013 die Fünf-Euro-Note. Ein wesent­li­che Ände­rung der neu­en Schei­ne besteht dar­in, dass sie „chan­gie­ren“ sol­len. Das hört sich inter­es­sant an, beson­ders für Befür­wor­ter einer völ­lig neu­en Geld­ord­nung. Im Wort steckt Wan­del, Ver­än­de­rung, Tau­sch. Natür­li­ch sind wir rea­lis­ti­sch genug und wis­sen, dass sich chan­gie­ren in die­sem Fall auf ein neu­es Sicher­heits­merk­mal bezieht. Die Zahl des Wer­tes der neu­en Schei­ne soll sich durch Ver­än­dern des Blick­win­kels auf den Schein in der Far­be ver­än­dern. Immer schon legt die Zen­tral­bank höchs­ten Wert auf die…

Kalender 1913 von Erich Mühsam 1

Kalender 1913 von Erich Mühsam

Bild wiki­pe­dia: Müh­sam wäh­rend sei­ner Lehr- und Wan­der­jah­re, um 1906   Janu­ar: Der Rei­che klappt den Pelz empor, und mol­lig glüht das Ofen­rohr. Der Arme klebt, daß er nicht frier, sein Fens­ter zu mit Pack­pa­pier. Febru­ar: Im Fasching schaut der rei­che Mann sich gern ein armes Mäd­chen an. Wie zärt­li­ch oft die Lie­be war, wird im Novem­ber offen­bar. März: Im Jah­re acht­und­vier­zig schien die neue Zeit hin­auf­zu­ziehn. Ihr, mei­ne Zeit­ge­nos­sen wißt, daß heut noch nicht mal Vor­märz ist. April: Wer Diplo­ma­te wer­den will, nehm sich ein Mus­ter am April. Aus hei­term Blau bricht der Orkan, und nie­mand hat‚s nach­her getan.…

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Jahresfeier 2012: Mit Freu(n)den den Wandel gestalten

Von 1. bis 4. Novem­ber 2012 fin­det die tra­di­tio­nel­le Jah­res­fei­er der HUMANEN WIRTSCHAFT statt, wie immer in der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wup­per­tal. Das in herr­li­cher Natur des Ber­gi­schen Lan­des gele­ge­ne Tagungs­haus bil­det wie immer den Rah­men für eine Ver­an­stal­tung, in der die Macher der Zeit­schrift, gemein­sam mit Auto­ren, Lesern und vie­len Gäs­ten das Jahr aus­klin­gen las­sen. Man tauscht sich aus, ver­netzt sich, schmie­det Plä­ne und feilt an Kon­zep­ten für ganz kon­kre­te Pro­jek­te. Für vie­le Gäs­te war und ist die­se Fei­er auch immer eine wich­ti­ge „Hoff­nungstank­stel­le“, in Zei­ten, die Angst machen kön­nen. Angst vor einer unge­wis­sen Zukunft, wohin sich die Volks­wirt­schaf­ten in…

Der unsichtbare Elefant 0

Bundestags-Enquete: Unsichtbarer Elefant bleibt unentdeckt.

Zwar hat der Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Mit­glied der Kom­mis­si­on „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät“, Dr. Her­mann Ott, eine wich­ti­ge For­de­rung auf­ge­stellt, indem er als ein Ergeb­nis der Kom­mis­si­ons­ar­beit das Absen­ken des Res­sour­cen­ver­brauchs als unab­ding­bar dar­stell­te. Unschein­bar, aber durch­aus bri­sant, kommt auch die Erkennt­nis daher, dass es nicht genü­ge den Res­sour­cen­ver­brauch weni­ger stark anstei­gen zu las­sen, als die Wirt­schafts­leis­tung. Bri­sant, weil die­se Erkennt­nis den Wirt­schafts-Pro­gram­men nahe­zu aller Par­tei­en dia­me­tral ent­ge­gen­steht. Poli­ti­sch sind wir auf dem Weg, den ein „Wachs­tums­be­schleu­ni­gungs­ge­setz“ pflas­tert und bei des­sen Erlass haben Fra­gen der Umwelt und der Res­sour­cen nur am Ran­de eine Rol­le gespielt. Die Kom­mis­si­on, maß­geb­li­ch mit Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten aller Par­tei­en…

UMA-Talk mit Steffen Henke 1

UMA-Talk mit Steffen Henke

Ter­min­hin­weis für Novem­ber Die Schau­spie­le­rin Ute Maria Ler­ner aus Köln hat in die­sem Jahr das For­mat „UMA-Talk“ ins Leben geru­fen, im Rah­men des­sen sie außer­ge­wöhn­li­che Per­so­nen zu einem Gespräch ein­lädt. Am 24.9.2012 war Stef­fen Hen­ke bei ihr – bes­ser gesagt im Licht­haus Rema­gen am Neu­markt in Köln – zu Gast und erzähl­te in mit­reis­sen­der Art von sei­nem Lieb­lings­pro­jekt, dem „flie­ßen­den Geld“ Er sagt: „Den Feh­ler im Finanz­sys­tem kann jeder ver­ste­hen. Alter­na­ti­ve Lösungs­an­sät­ze sind längst vor­han­den, sie haben sich nur noch nicht her­um­ge­spro­chen. Flie­ßen­des Geld kann eine wesent­li­che Grund­la­ge für eine bes­se­re Welt bil­den, damit nicht der Men­sch dem Geld dient, son­dern das…

ESM – Der Rettungsschirm ist gerettet und darf jetzt retten,… 5

ESM – Der Rettungsschirm ist gerettet und darf jetzt retten,…

…fragt sich nur: Wen oder was eigent­li­ch? Ein Kom­men­tar von Dr. Ger­har­dus Lang Unter dem Titel „Abfuhr für Euro-Skep­ti­ker“ hat Wil­helm Höl­ke­mei­er in der Neu­en Würt­tem­ber­gi­schen Zei­tung (NWZ) einen Kom­men­tar zum der­zei­ti­gen Urteil des BVG zum ESM- Ret­tungs­schirm ver­fasst. Zu die­sem Kom­men­tar habe ich auch einen Kom­men­tar ver­fasst, da es sich hier um ein typi­sches Ver­hal­ten der poli­ti­sch kor­rek­ten Bericht­erstat­tung han­delt. Die­se geht kon­form mit der Poli­tik, deren Haupt­be­mü­hen dar­in liegt, immer das Gegen­teil von dem dar­zu­stel­len, was man eigent­li­ch tut. Gleich­zei­tig fegt man alle die vom Tisch, die ver­su­chen –  mit aller­dings untaug­li­chen Mit­teln -, dem Irr­sinn  Ein­halt zu gebie­ten.…

Geldpolitik mit „Allradantrieb“ – Ein Kommentar zu Trichets Erläuterungen 0

Geldpolitik mit „Allradantrieb“ – Ein Kommentar zu Trichets Erläuterungen

In der Finan­ci­al Times Deutsch­land hat Tri­chet sein Ver­ständ­nis der außer­ge­wöhn­li­chen Maß­nah­men der Noten­ban­ken dar­ge­legt und dazu Stel­lung genom­men, in wel­chem Ver­hält­nis sie zur übli­chen Zins­po­li­tik ste­hen und in wel­cher Rei­hen­fol­ge vom nor­ma­len auf „All­rad­an­trieb“ und umge­kehrt umzu­schal­ten sei. Ein lesens­wer­ter Kom­men­tar mit der Über­schrift „Das Recht der Noten­ban­ken auf Außer­ge­wöhn­li­ches“ Er hebt mit Recht her­vor, dass die außer­ge­wöhn­li­chen Instru­men­te nicht nur eine Fort­set­zung der Stan­dard­geld­po­li­tik mit ande­ren Mit­teln sei­en. Des­halb gebe es auch kei­ne zwin­gen­de Rei­hen­fol­ge für den Ein­satz der Stan­dard­geld­po­li­tik und der außer­ge­wöhn­li­chen Instru­men­te sowie für ihren Rück­zug. Damit erklärt sich, war­um die EZB unter Tri­chet die Zins­sen­kun­gen…

Helmut Creutz Vortrag auf DVD 0

Helmut Creutz DVD „Meine zehn wichtigsten Grafiken“

Der Vor­trag von Hel­mut Creutz in der Sil­vio-Gesell-Tagunggs­stät­te bald auf DVD.

Ver­zö­ge­run­gen schei­nen in die­sem Jahr nicht nur in der Poli­tik an der Tages­ord­nung zu sein. Wir haben im Lau­fe der Pro­duk­ti­on des Hel­mut-Creutz-Videos fest­stel­len müs­sen, dass zur opti­ma­len Umset­zung doch erheb­li­ch mehr Auf­wand erfor­der­li­ch war und immer noch ist. Die­se „Mehr­ar­beit“ wird in einem her­vor­ra­gen­den Pro­dukt enden, hat aber lei­der eine Ver­zö­ge­rung der Aus­lie­fe­rung des Videos zur Fol­ge. Die qua­li­ta­ti­ve Auf­wer­tung die­ses her­vor­ra­gen­den Vor­tra­ges unse­res Freun­des Hel­mut Creutz ist die War­te­zeit aber sicher wert.

Das vor­aus­sicht­li­che Aus­lie­fe­rungs­da­tum von Anfang August muss aber lei­der nun doch um 6 Wochen nach hin­ten ver­scho­ben wer­den, also auf die zwei­te Sep­tem­ber­wo­che.

(Hu)manigfaltiges 04/2012 0

(Hu)manigfaltiges 04/2012

Kurz­nach­rich­ten und Hin­wei­se:
[SFFO] Boden­spe­ku­la­ti­on mit Acker­land auch in Deutsch­land – Agrar­mi­nis­ter rat­los?
Geld­sys­te­me sind kein Natur­ge­setz
04/2012 www.humane-wirtschaft.de 37
Deut­sche Frie­dens­ge­sell­schaft for­dert Abschaf­fung des Zins- und Zin­ses­zins­sys­tems
Die Über­schul­dung als Sys­tem­feh­ler erken­nen
Lust auf neu­es Geld – Die DVD Jetzt bestel­len
Gren­zen der Model­le in den Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten
Fran­zö­si­scher Prä­si­dent Hol­lan­de spricht Klar­text: (ARD, 7. Mai 2012, 22:45 Uhr, „Die Nacht als Frank­reich rot wur­de“)
Dr. Nor­bert Blüm: (18. 5. 2012, Süd­deut­sche Zei­tung)
Hei­ner Geiß­ler: (29. 1. 2012, WELT am SONNTAG)
Dirk C. Fleck – Die vier­te Macht

25 Billionen US-Dollar in „Schwarzen Löchern“ 3

25 Billionen US-Dollar in „Schwarzen Löchern“

Der Pul­lit­zer-Preis­trä­ger von 1990 für inves­ti­ga­ti­ven Jour­na­lis­mus Joe Kil­zer hat für „Tri­b­Li­ve“ unter­sucht, wie es um die Steu­er­ge­rech­tig­keit im Hin­bli­ck auf gro­ße Geld­ver­mö­gen steht. Sei­ne Erkennt­nis­se konn­ten erwar­tet wer­den, sind aber ange­sichts der sich welt­weit zuspit­zen­den „Schul­den­kri­sen“ den­no­ch auf­schluss­reich. Dem­nach wird geschätzt, dass sich welt­weit rund 25 Bil­lio­nen US-Dol­lar auf Bank­kon­ten in Län­dern befin­den, die sich durch nied­ri­ge Steu­ern und/oder gut gehü­te­te Bank­ge­heim­nis­se aus­zeich­nen. Bei die­sen Sum­men ver­wi­schen zuneh­mend die Moti­ve der Hal­ter die­ser Geld­an­la­gen. Gewinn­ver­la­ge­run­gen durch Grün­dung von Toch­ter­un­ter­neh­men ver­lie­ren gegen­über dem Ver­ste­cken von Geld­ver­mö­gen an Gewicht. Unter dem Strich steht nur eines fest: Die Nut­zung die­ser inter­na­tio­na­len Bank­ver­ste­cke erfolgt…

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Geldsystem: 13 ½ Gründe für eine Erneuerung

“Was bedeu­tet es, wenn die drin­gen­de Auf­ga­be jetzt nicht dar­in besteht, um jeden Preis zu han­deln, son­dern viel­mehr dar­in, Inven­tur zu machen, um unse­re Schwie­rig­kei­ten zu erhellen?”[1] Das Gefühl des Getrie­bens­eins beherrscht mitt­ler­wei­le alle Berei­che des mensch­li­chen Lebens. Die Dra­ma­tik der Ereig­nis­se nimmt zu und mit ihr die Zahl der Rat­schlä­ge von allen Sei­ten, was wohl jetzt als nächs­tes zu tun ist. Poli­ti­ker han­deln sprung­haft und meist “alter­na­tiv­los”. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger  ver­har­ren mit dem Gefühl der Macht­lo­sig­keit in einer lethar­gi­schen Erstar­rung. Sich ganz auf sich selbst kon­zen­trie­rend, die gro­ßen Din­ge teil­nahms­los beob­ach­tend, bewäl­tigt man sei­nen All­tag. Den­no­ch ist die Lage…

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Geldsystem: 13 ½ Gründe für eine Erneuerung 2. Teil

Fort­set­zung von Teil 1 | 8 | Insta­bi­li­tät und wach­sen­de Kriegs­ge­fah­ren. Arme Gebie­te wer­den zum Spiel­ball von Spe­ku­la­tio­nen mit Geld. Welt­weit ope­rie­ren­de Groß­kon­zer­ne eig­nen sich die Roh­stoff­vor­kom­men der Ent­wick­lungs­län­der an, beu­ten Land und Leu­te aus und haben nur ihre eige­ne Kapi­tal­ent­wick­lung im Auge.  Geld, das schnell her­ein­kommt, ist genauso schnell wie­der ver­schwun­den und hin­ter­lässt wirt­schaft­li­ch rui­nier­te Regio­nen oder gan­ze Län­der. Insta­bi­le poli­ti­sche Ver­hält­nis­se, eine zer­stör­te Umwelt, gro­ße Armut und laten­te Kriegs­ge­fah­ren sind die Fol­ge. | 9 | Wach­sen­de Umwelt­schä­den. Nicht der Nut­zen einer nöti­gen Maß­nah­me für eine intak­te Umwelt steu­ert die Rea­li­sie­rung erfor­der­li­cher Pro­jek­te, son­dern ein­zig die Ren­ta­bi­li­tät des ein­ge­setz­ten Kapi­tals.…

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Zuckerbrot Zins ist vergammelt

Und die Peit­sche Infla­ti­on wird von Geis­ter­hand geführt Die Noten­ban­ken haben für die Geld­po­li­tik ein Instru­ment, mit dem sie direk­ten Ein­fluss neh­men kön­nen: die Höhe des „Haupt­re­f­an­zie­rungs­zin­sat­zes“. Das ist der Zins zu dem sich die Geschäfts­ban­ken Geld bei der Zen­tral­bank lei­hen kön­nen. Die Ver­än­de­rung die­ses Zins­sat­zes hat direk­ten Ein­fluss auf die Zins­ent­wick­lung am Geld­markt. Zuletzt hat die EZB den Haupt­re­fi­nan­zie­rungs­zins­satz auf von 1% auf 0,75% gesenkt. His­to­ri­sch nied­ri­ge Anla­ge­zin­sen und zugleich his­to­ri­sch rie­si­ge Geld­ver­mö­gen bestim­men die Sze­ne­rie am Geld­markt. Wer vom Erar­bei­te­ten etwas zurück­le­gen will, hat bei „siche­ren“ Anla­gen mit Ver­lus­ten zu rech­nen, weil die nied­ri­gen Zin­sen von der Infla­ti­on…

Schüler lernen sparen mit Zinseszins 3

Schüler lernen sparen mit Zinseszins

Das passt wun­der­bar zu der Geschich­te des Schuld­schei­nes aus dem bran­den­bur­gi­schen Mit­ten­wal­de von ges­tern. Ein 2010 gegrün­de­ter Ver­ein, der soge­nann­te Geld­leh­rer aus­bil­det flan­kiert, den schu­li­schen Unter­richt mit Stun­den, in wel­chen den Schü­le­rin­nen und Schü­lern „das Ein­mal­eins“ des Umgangs mit Geld bei­ge­bracht wird.  Wie „Zeit-Online“ am 17.7.2012 unter der Über­schrift „Geld­leh­rer – War­um ist spa­ren so wich­tig?“ berich­tet, gibt es in dem Ver­ein bereits 69 sol­cher Geld­leh­rer. Die meis­ten davon sind oder waren Geld- bzw. Ver­mö­gens­be­ra­ter. Ein Schelm, wer böses dabei denkt!  Was die Kin­der dabei ler­nen kön­nen ist klar. Zitat:   »Manu­el ist 16 Jah­re alt, spart monat­li­ch 50 Euro und erhält vier…

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Ein Schuldschein zum Nachdenken

Nahe­zu alle Wirt­schafts-Print­me­di­en und vie­le Radio­sen­der beschäf­tig­ten sich heu­te mit einem rund 450 Jah­re alten Schuld­schein über 400 Gul­den, den die Stadt Mit­ten­wal­de in Bran­den­burg gegen die Stadt Ber­lin gel­tend macht. Bis­her ist es aber in kei­nem Fall der Bericht­erstat­tung über ein unter­halt­sa­mes Fül­len des Som­mer­lochs hin­aus­ge­gan­gen. Dabei böte die Sache reich­li­ch Stoff zum Nach­den­ken. Das gelie­he­ne Geld war laut Urkun­de mit 6% zu ver­zin­sen und ist wohl nie zurück­ge­zahlt wor­den, denn son­st wäre der Schuld­schein ver­nich­tet wor­den. Alle Bericht­erstat­ter erfreu­en sich an der Berech­nung der fäl­li­gen Zin­sen. Rund 110 Mil­lio­nen Euro wäre allei­ne die Zin­sen ohne die Berech­nung von Zin­ses­zin­sen.…

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Reichenzwangsabgabe: Absurd und Absurdesabsurd

Wie kamen die wirk­li­ch Rei­chen in Deutsch­land zu Reich­tum? In aller Regel durch Geld­ver­mö­gen. Wer hat, dem wird gege­ben und zwar mit mathe­ma­ti­scher Genau­ig­keit. Zins und Zin­ses­zins sind uns – vor­nehm­li­ch von Wirt­schafts­wei­sen und Anla­ge­be­ra­tern – als 8. Welt­wun­der ver­kauft wor­den. Nun for­dert das DIW die Ein­füh­rung einer Rei­chen­ab­ga­be. Die Logik dahin­ter wol­len wir mal auf­dröseln: Die Rei­chen wur­den durch Geld­ver­mö­gen, Zins und Zin­ses­zins immer rei­cher, unter ande­rem weil der Staat die Geld­ver­mö­gen in Form von Ver­schul­dung auf­ge­nom­men hat. Die Rei­chen wur­den also rei­cher durch den reich­li­ch flie­ßen­den Zins der Staats­schul­den. Die Schul­den des Staa­tes wuch­sen mit den Geld­ver­mö­gen mit.…

HW Logo 3D 0

Wie konnte YouTube so lange ohne humane Wirtschaft auskommen?

Der YouTube-Kanal der HUMANEN WIRTSCHAFT star­tet mit einem kur­zen Aus­schnitt des Vor­tra­ges von Hel­mut Creutz in der Sil­vio-Gesell-Tagunggs­stät­te. Der gesam­te Vor­trag wird dem­nächst als DVD ver­füg­bar sein und auch in vie­len For­ma­ten zum Down­load bereit­ge­stellt wer­den. Besu­chen Sie unse­ren YouTube Kanal HIER

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip 0

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip

Nicht nur nach der Grö­ße der Bank im euro­päi­schen Maß­stab, son­dern auch im Ver­hält­nis zum Geschäfts­feld und zur Grö­ße und Leis­tungs­fä­hig­keit des Sitz­lan­des.

Fünf vor Zwölf © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 3

LIBOR – Lug und Trug

Hät­te man sich aus­den­ken sol­len, was noch hät­te pas­sie­ren müs­sen, damit das ohne­hin auf lan­ge Zei­ten ver­lo­re­ne Ver­trau­en zu Ban­ken, noch wei­ter zer­rüt­tet wird,  man wäre dar­auf nicht so schnell gekom­men: Ein gan­zes „Orches­ter“ an füh­ren­den Groß­ban­ken hat mit dem LIBOR so eine Art „Urme­ter“ der Finanz­welt mani­pu­liert.  René Zey­er ver­gleicht das und sagt, es sei als wür­de in Paris hin­ter ver­schlos­se­nen Türen der Urme­ter um einen Zen­ti­me­ter abge­feilt. Die Aus­wir­kun­gen die­ser Betrü­ge­rei­en in alle Berei­che sind immens und kön­nen kaum in Zah­len aus­ge­drückt wer­den. Die Ent­de­ckung der Mani­pu­la­ti­on der Groß­ban­ken am LIBOR ist eine Art Offen­ba­rungs­eid der Finanz­welt, denn…

Wo ist unser Geld? Stuttgarter Geldreformer mit gelungenem Lehrvideo 5

Wo ist unser Geld? Stuttgarter Geldreformer mit gelungenem Lehrvideo

Immer mehr regio­na­le Grup­pen wer­den zu För­de­rern und Akti­ven für eine huma­ne Wirt­schaft. Seit geraum­er Zeit arbei­tet die Regio­nal­grup­pe Stutt­gart an einem Video, anhand dem leicht ver­ständ­li­ch erklärt wer­den soll, wie unser Geld funk­tio­niert und vor allem wohin es geht. Dazu wur­de eine anspre­chen­de Web­sei­te ein­ge­rich­tet und ein aus­ge­zeich­ne­tes Lehr­vi­deo erstellt: Kon­takt zu der Grup­pe über stuttgart@humane-wirtschaft.de

Griechenland Paket © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 4

Angebliche „Geburtsfehler“ des Euro

Der „Geburts­feh­ler“ des Euro und ord­nungs­po­li­ti­sche Alter­na­ti­ven Eck­hard Beh­rens Prof. Bie­den­kopf hat in einem Gast­kom­men­tar „Unser euro­päi­scher Auf­trag“ im Han­dels­blatt vom Frei­tag, den 06. Juli 2012, auf Sei­te 80 zur aktu­el­len euro­pa­po­li­ti­schen Ent­wick­lung Stel­lung genom­men und den weit ver­brei­te­ten Zen­tra­li­sie­rungs­vor­schlä­gen einen wei­te­ren hin­zu­ge­fügt. Sein klar auf­ge­bau­ter Gast­kom­men­tar macht es leicht, in einem sehr wesent­li­chen Punkt zu wider­spre­chen. Der Euro hat einen „Geburts­feh­ler“, aber einen ande­ren als vie­le mei­nen. Es fehlt nicht ein euro­päi­scher Finanz­mi­nis­ter oder eine eigen­stän­di­ge Finanz­agen­tur, die die Haus­halts­sou­ve­rä­ni­tät der Mit­glied­staa­ten stän­dig ein­schrän­ken, son­dern es fehlt eine euro­pa­recht­li­che Rege­lung der Staa­ten­in­sol­venz. – Dar­über hin­aus brau­chen wir eine euro­pa­recht­li­ch…

Fußballtheorie © Martin Bangemann 4

Böses Foul: EM-Halbfinale für umstrittene Änderung des Melderechts genutzt

In ganz Euro­pa rich­tet sich das öffent­li­che Leben nach dem Zeit­plan einer Fuß­ball-Euro­pa- oder -welt­meis­ter­schaft aus. Wich­ti­ge Ver­an­stal­tun­gen und Tref­fen wer­den ter­min­li­ch außer­halb die­ser so vie­le in den Bann zie­hen­den Groß­ver­an­stal­tun­gen gelegt. Die meis­ten Spie­le der Euro 2012 in Polen und der Ukrai­ne wur­den um 20:45 Uhr ange­pfif­fen. Dadurch konn­te das „Tages­ge­schäft“ eini­ger­ma­ßen nor­mal abge­wi­ckelt wer­den. Aus­ge­rech­net am 28.6.2012 um kurz nach 20:45 Uhr, als das Halb­fi­nal­spiel der deut­schen Natio­nal­mann­schaft gegen Ita­li­en ange­pfif­fen wur­de, stand im deut­schen Bun­des­tag eine höchst bri­san­te Geset­zes­än­de­rung auf dem Pro­gramm. Vor lee­ren Rän­gen wur­de das Mel­de­we­sen geän­dert. Mel­de­äm­ter wer­den dem­nach zu Anlauf­stel­len für „Ban­den-Wer­bung“. Ohne…

(c) Martin Bangemann 1

Stiglitz: „Renditestreben spaltet die Gesellschaft“

Der US-Ame­ri­ka­ni­sche Wirt­schafts­pro­fes­sor und Nobel­preis­trä­ger Jose­ph E. Sti­glitz sagt es in einem Inter­view, das er „Fox­Busi­ness“ gege­ben hat, sehr deut­li­ch. Sehr schön dar­in auch die Beschrei­bung der Per­so­nen, wel­che nach Ren­di­te stre­ben (im eng­li­schen nennt er sie „rent see­kers“): Sie bean­spru­chen ein stets grö­ßer wer­den­des Stück des (Leistungs)-kuchens, zu des­sen Ver­grö­ße­rung sie selbst aber nichts bei­tra­gen. Im wei­te­ren Ver­lauf des Inter­views rela­ti­viert Sti­glitz das Ren­di­te­stre­ben und spricht nur noch von der Ren­di­te, die der „Land­be­sitz“ abwirft. Für sein neu­es Buch, „Pri­ce of Ine­qua­li­ty“, das sich mit der gesell­schaft­li­chen Sche­ren­ent­wick­lung von Arm und Reich aus­ein­an­der­setzt, war er aber offen­bar gezwun­gen, den…

Ökonomen streiten über Bankenunion 0

Ökonomen streiten über Bankenunion

Von Eck­hard Beh­rens Wir haben im Euro-Wäh­rungs­raum sowohl Staats­schul­den­kri­sen als auch Ban­ken­kri­sen. Sie hän­gen zum Teil mit­ein­an­der zusam­men, weil Ban­ken Staats­pa­pie­re hal­ten und Ban­ken­kri­sen, die auf ande­ren Grün­den beru­hen, wie z.B. auf der Immo­bi­li­en­kri­se in Spa­ni­en, die Staa­ten zur Reka­pi­ta­li­sie­rung der Ban­ken nöti­gen, wozu sie gro­ße neue Schul­den machen. Zur Bewäl­ti­gung der Ban­ken­kri­sen, die die Kräf­te der natio­na­len Staa­ten über­schrei­ten, wird eine gemein­sa­me euro­päi­sche Poli­tik gefor­dert unter dem Stich­wort „Ban­ken­uni­on“. Nun end­li­ch beginnt eine offe­ne Kon­tro­ver­se unter den aner­kann­ten Öko­no­men über die Euro-Schul­den­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung. Die Not­wen­dig­keit einer „Ban­ken­uni­on“ ist dabei einer der aktu­el­len Streit­ge­gen­stän­de, bei der tra­di­tio­nel­le Kampf­li­ni­en zwi­schen den Öko­no­men…

Ab welchem Maß ist man versklavt? 6

Ab welchem Maß ist man versklavt?

Das herr­schen­de Geld­sys­tem ist so auf­ge­baut, dass es allen Men­schen zuneh­mend mehr von deren Leis­tung weg­nimmt. In Prei­sen und Steu­ern ste­cken die Zin­sen der Schul­den­auf­nah­me von Unter­neh­men und Staa­ten. Die Zin­sen flie­ßen zu den Geld­ver­mö­gens­be­sit­zern, ohne dass die­se selbst dafür eine Leis­tung erbrin­gen muss­ten. Immer höhe­re Geld­ver­mö­gen füh­ren zu immer höhe­ren Schul­den, die durch Leis­tungs­stei­ge­run­gen nicht mehr aus­rei­chend bedient wer­den kön­nen. Immer grö­ßer wer­den­de Antei­le der Pro­duk­te der Arbeit aller Leis­ten­den wer­den Geld­ver­mö­gens­be­sit­zern über­tra­gen. Der Lohn aus Arbeit sinkt ent­spre­chend. Ange­sichts der­lei Ent­wick­lun­gen stellt sich die­se Fra­ge: Wenn jemand 100% der erbrach­ten Leis­tung von Arbei­te­rin­nen und Arbei­tern stiehlt, wird das…

Gar nichts gut am Zuckerhut 1

Gar nichts gut am Zuckerhut

Rio20+! Fest­hal­ten am Wachs­tum hat sys­tem­be­ding­te Grün­de, bricht aber allen Umwelt­be­mü­hun­gen das Genick! Rund 50.000 Men­schen rei­sen um die Welt, weil sie sich Gedan­ken um eine „nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung“ machen. Als man sich vor 20 Jah­ren das ers­te Mal in Rio traf, sprach man vom „wich­tigs­ten Mei­len­stein der inter­na­tio­na­len Umwelt­po­li­tik“. 20 Jah­re, geprägt von Absichts­er­klä­run­gen mit heh­ren Zie­len und einem den­no­ch immer grö­ßer wer­den­den Res­sour­cen­ver­brauch mit all sei­nen bedroh­li­chen Fol­gen für Men­sch und Natur. Es scheint als sei der Umwelt am meis­ten gedient, wenn der­lei „Umwelt­gip­fel“ erst gar nicht statt­fin­den und die tau­sen­de Besu­cher bes­ser einen Wald­spa­zier­gang in ihrer Hei­mat mach­ten. Immer­hin: Es…