Kategorie: Allgemein

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Eurobonds – Saurer Apfel

Rund um die »Euro­bonds« ist es auf­fäl­lig ruhig gewor­den. Die Staats­ver­schul­dun­gen in Euro­pa dürf­ten eher nicht klamm­heim­lich zurück­be­zahlt wor­den sein. Die­se Ruhe kurz vor der Bun­des­tags­wahl in Deutsch­land kann nicht ver­wun­dern. Doch kaum jemand zwei­felt dar­an, dass die »Euro­kis­te« spä­tes­tens ab Okto­ber geöff­net wird. Die Wahl­kampf­stra­te­gen trau­en sich auch nicht, das zum The­ma zu machen. Die Par­tei­en könn­ten im Grun­de genom­men nur ver­lie­ren, wenn sie sich damit befass­ten und so beißt der­zeit kei­ner in die­sen sau­ren Apfel Lehnt man die Bonds ab, wie die CDU und die FDP das ver­kün­den, sähe man sich nach der Wahl gezwun­gen, das Wort zu bre­chen. Denn die…

Australien erhebt Gebühr auf bestimmte Einlagen 0

Australien erhebt Gebühr auf bestimmte Einlagen

Ab Janu­ar 2016 sol­len in Aus­tra­li­en Bank­gut­ha­ben von mehr als 250.000 aus­tra­li­schen Dol­lar mit einer Gebühr in Höhe 0,05% belas­tet wer­den. Kei­ne fal­schen Hoff­nun­gen bit­te, das hat nichts mit Erkennt­nis­sen zu tun, die man im Hin­blick auf die Archi­tek­tur des Geld­sys­tems gewon­nen hat. Man kann es eher als eine Ver­zweif­lungs­tat der Regie­rung wer­ten, irgend­wie Herr der immer grö­ßer wer­den­den Pro­ble­me zu wer­den. Man sieht sich einem wach­sen­den Defi­zit des Staats­haus­hal­tes aus­ge­setzt und einem Rück­gang der Kon­junk­tur­aus­sich­ten, bedingt durch nach­las­sen­de Nach­fra­ge aus Chi­na. Die Wel­le der Gegen­wehr for­miert sich natür­lich bereits und man kann erwar­ten, dass das letzt­lich poli­tisch Umge­setz­te sich…

Regionale Vielfalt statt globaler „Drohnen-Ökonomie“ – Andreas Bangemann 0

Regionale Vielfalt statt globaler „Drohnen-Ökonomie“ – Andreas Bangemann

Von 23. bis 26. 5. 2013 wur­de Bri­xen zum Mit­tel­punkt der euro­päi­schen Nach­hal­tig­keits­be­we­gung. Die mit „think more about“ beti­tel­te Ver­an­stal­tungs­rei­he hat den Anspruch, sich um aktu­el­le „Kern­fra­gen“ zu küm­mern. Das deu­tet schon das sym­pa­thi­sche Logo des Kon­gres­ses an. Eine Kugel, aus der ein Seg­ment her­aus­ge­schnit­ten ist und Schich­ten, sowie ein unver­sehr­ter gel­ber Kern zu sehen ist.

Die von rund 400 Gäs­ten besuch­te, abwechs­lungs­rei­che Ver­an­stal­tung eröff­ne­te Gün­ther Rei­fer vom Ter­ra-Insti­tut in Bri­xen. Das Mot­to lau­te­te „Die Kunst der Frei­heit“. Gün­ther Rei­fer beton­te, dass der die­ses Jahr zum drit­ten Mal statt­fin­den­de Kon­gress mehr bewir­ke, als rei­ne Wis­sens­ver­mitt­lung. Immer sei­en die­se Tage Aus­gangs­punkt von viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten und ganz kon­kre­ten Pro­jek­ten gewe­sen. So ent­ste­he als Ergeb­nis ver­gan­ge­ner Kon­gres­se im
Süd­ti­ro­ler Vinsch­gau ein Gemein­wohlÖko­no­mie-Pro­jekt in Zusam­men­ar­beit mit meh­re­ren Gemein­den. Das Ter­ra-Insti­tut und die Freie Uni­ver­si­tät Bozen beglei­ten die­ses Pro­jekt wis­sen­schaft­lich. Unter Lei­tung von Frau Prof. Dr. Susan­ne Elsen ist unter ande­rem auch geplant, bei dem Pro­jekt mit einer regio­na­len Wäh­rung zu arbei­ten.

„Wäre das Wirt­schafts­wachs­tum ein Mensch…

…säße die­ser wegen schwe­rer sozia­ler und öko­lo­gi­scher Ver­bre­chen im Gefäng­nis.“ Hele­na Nor­berg-Hodge, weit­ge­reis­te Auto­rin und Fil­me­ma­che­rin, sorg­te mit ihrer Key­note für einen emo­tio­na­len Auf­takt der „Tage der Nach­hal­tig­keit“. Die Trä­ge­rin des Alter­na­ti­ven Nobel­prei­ses berich­te­te, wie welt­weit immer mehr Men­schen das Wirt­schafts­sys­tem als gegen das Leben gerich­tet wahr­neh­men. Viel­falt, als eine Grund­la­ge allen mensch­li­chen und natür­li­chen Lebens wer­de aus Effi­zi­enz­grün­den zer­stört. Es kom­me zu einer Anpas­sung an ein mono­kul­tu­rel­les Modell, bei dem nur noch Kapi­tal­in­ter­es­sen im Vor­der­grund ste­hen. Glo­ba­le Dere­gu­lie­rung und gleich­zei­tig eine immer stär­ke­re regio­na­le Regu­lie­rungs­wut zer­stö­re loka­le Gemein­schaf­ten und ver­ein­sa­me den ein­zel­nen Men­schen.

Eine – wie sie es nennt – „Droh­nen-Öko­no­mie“ zer­stö­re…

Helmut Creutz 2013
Foto: Privat
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Helmut Creutz – Die andere Sicht auf die Dinge

„Was ist das über­haupt für eine Wis­sen­schaft, in der man – abge­se­hen von weni­gen Aus­nah­men – die ent­schei­den­den Ursa­chen unse­rer wesent­li­chen Mise­ren und Zwän­ge nicht wahr­nimmt und uns damit ohne gang­ba­re Aus­we­ge in die Zukunft ent­lässt?“ Offen­bar muss man außer­halb des Wis­sen­schafts­be­trie­bes der Schul­öko­no­mie ste­hen, um sei­nen Blick für Zusam­men­hän­ge zu öff­nen, die man inner­halb nicht ent­deckt. Hel­mut Creutz hat nicht die Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten ana­ly­siert, son­dern die gesell­schaft­li­chen Ergeb­nis­se, wel­che unser Wirt­schaf­ten erzeugt. Sei­ne im Lau­fe von Jahr­zehn­ten ent­stan­de­ne Samm­lung an Wirt­schafts­gra­fi­ken ist ein Schatz, des­sen wah­rer Wert von vie­len erst noch ent­deckt wer­den wird. Nie­mand vor ihm hat über­zeu­gen­der beschrie­ben und…

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Raus aus dem Teufelskreis!

Schul­den wer­den mit zusätz­li­chen Schul­den bekämpft. Anti­bio­ti­ka-Resis­ten­zen mit neu­en Super-Anti­bio­ti­kas. Pes­ti­zid­re­sis­tent gewor­de­ne Schäd­lin­ge mit noch wirk­sa­me­ren Pes­ti­zi­den. Krank­hei­ten ver­ur­sa­chen­de Medi­ka­men­te mit bis­her nicht da gewe­se­nen und wir­kungs­vol­le­ren Medi­ka­men­ten gegen die Sym­pto­me der neu auf­tau­chen­den Krank­hei­ten. Die­ser Teu­fels­kreis sorgt zuneh­mend für jenes zählba­re Wirt­schafts­wachs­tum, das Poli­ti­ker nahe­zu aller Par­tei­en nach wie vor ganz oben auf der Agen­da ihrer Zukunfts­po­li­tik ste­hen haben. Auf die­se Dumm­heit mit jeweils stär­ke­ren Anfein­dun­gen und Hass­ti­ra­den zu reagie­ren, ent­sprä­che dem in der Ein­lei­tung im Grun­de als sinn­los dar­ge­stell­tem Prin­zip, Pro­ble­me mit Maß­nah­men zu bekämp­fen, die nur wie­der neue und weit grö­ße­re Pro­ble­me zur Fol­ge haben. Solan­ge wir die in…

Helmut Creutz 2013
Foto: Privat
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Sommertagung in Wuppertal 13. und 14. Juli 2013

Welch schö­ner Anlass: Hel­mut Creutz fei­ert am 8. Juli sei­nen 90. Geburts­tag. Kurz dar­auf, am 13. und 14. 7. wer­den er und vie­le ande­re auf unse­rer dies­jäh­ri­gen Som­mer­ta­gung anwe­send sein. Das Pro­gramm fin­den Sie hier als PDF-Datei. Anmel­dun­gen sind mit die­sem For­mu­lar mög­lich. (Auf die blaue Schrift kli­cken)

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Sommertagung in Nürnberg 8.6.2013

Die dies­jäh­ri­ge Som­mer­ta­gung in Nürn­berg bie­tet allen Inter­es­sier­ten wie­der infor­ma­ti­ve Vor­trä­ge und Raum und Zeit für span­nen­de Dis­kus­sio­nen. Am 8.6.2013 ab 10 Uhr wird es fol­gen­de Vor­trä­ge geben: Dr. Chris­toph Körner„Glaube, Geld, Zins, Jesu, Tem­pel­rei­ni­gung“ Stef­fen Hen­ke „Bricht unser Finanz­sys­tem zusam­men?“ Prof. Dr. Dr. Wolf­gang Ber­ger „Es geht auch ohne Kri­se“ Zum Ende des Tages dann auch noch eine künst­le­ri­sche Dar­bie­tung des Bewe­gungs­künst­lers Jona­than Ries, der die Robin­so­na­de von Sil­vio Gesell auf außer­ge­wöhn­li­che Wei­se in Bewe­gungs­thea­ter umge­setzt hat. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind im Link hin­ter die­sem Bild zu fin­den:

02/2013 eBook 0

HUMANE WIRTSCHAFT 03/2013 eBook

Die HUMANE WIRTSCHAFT 03/2013 nun auch wie­der als E-Book. Ein paar Pro­ble­me mit der Tech­nik führ­ten zur Ver­spä­tung unse­rer aktu­el­len Aus­ga­be als eBook. Die .mobi-Ver­si­on, die bei­spiels­wei­se mit dem Ama­zon-Kind­le-E-Book-Reader gele­sen wer­den kann, steht aber nun in unse­rem Shop für 4,- € zum Down­load bereit. Hier geht’s zur Bestel­lung

„Kunst der Freiheit“ als Motto auf den Tagen der Nachhaltigkeit in Brixen 0

„Kunst der Freiheit“ als Motto auf den Tagen der Nachhaltigkeit in Brixen

Von 23. bis 26. Mai 2013 fin­den in Bri­xen die Tage der Nach­hal­tig­keit statt. Die HUMANE WIRTSCHAFT ist mit einem Info­stand ver­tre­ten. Frei für neue Wege und neu­es Den­ken „Die Kunst der Frei­heit“: um die­ses The­ma dre­hen sich die Tage der Nach­hal­tig­keit „think more about“, die vom 23. bis 26. Mai 2013 im Forum Bri­xen und im Bil­dungs­haus Klos­ter Neu­stift statt­fin­den. Dabei sind über 40 Per­sön­lich­kei­ten aus aller Welt, um neue Ansät­ze für eine zukunfts­fä­hi­ge und inno­va­ti­ve Unter­neh­mens­füh­rung und ein nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zu dis­ku­tie­ren. Ver­an­stal­ter des Kon­gres­ses sind Ter­ra Insti­tu­te und das Bil­dungs­haus Klos­ter Neu­stift in Zusam­men­ar­beit mit den Uni­ver­si­tä­ten…

Die Chance auf Vollbeschäftigung 0

Die Chance auf Vollbeschäftigung

in Deutsch­land wäh­nen sich schon vie­le kon­ser­va­ti­ve Wirt­schafts­po­li­ti­ker auf dem Wege zur Voll­be­schäf­ti­gung. Davon sind wir aber noch weit ent­fernt, wenn man die Arbeits­lo­sig­keits­sta­tis­ti­ken seit 1950 betrach­tet, die Sie auf der FAZ-Inter­net­sei­te gra­fisch dar­ge­stellt fin­den. DIE WELT wur­de durch die aktu­el­le Dis­kus­si­on um Lohn­un­ter­gren­zen zu einem dra­ma­ti­schen Warn­ruf „Wir wer­fen die Chan­ce auf Voll­be­schäf­ti­gung weg“ pro­vo­ziert: Als Bei­spiel ange­bots­po­li­ti­schen Den­kens ist dies ein ganz lesens­wer­ter Arti­kel!! – Aber die Wirt­schaft besteht aus Ange­bot u n d Nach­fra­ge. Voll­be­schäf­ti­gung ist nicht nur (!) durch Fle­xi­bi­li­sie­rung zu errei­chen. Da fehlt es letzt­lich doch an Prei­selas­ti­zi­tät. Wir brau­chen des­halb auch eine hin­rei­chen­de gesamt­wirt­schaft­li­che…

Leitzinssenkung – aber steigende Realzinsen 0

Leitzinssenkung – aber steigende Realzinsen

Die EZB senk­te am 02. Mai 2013 den Leit­zins, um die Kon­junk­tur im Euro-Raum zu sta­bi­li­sie­ren. Aber sie behaup­te­te in der Pres­se­kon­fe­renz, die Infla­ti­ons­er­war­tun­gen sei­en immer noch sta­bil. Das ist ein­deu­tig falsch. Die aktu­el­len Infla­ti­ons­ra­ten u n d die Erwar­tun­gen sind in den letz­ten Mona­ten deut­lich gesun­ken. Die aktu­el­len Infla­ti­ons­ra­ten ver­öf­fent­li­chen die natio­na­len und euro­päi­schen Sta­tis­tik­be­hör­den monat­lich. Die mit­tel- und lang­fris­ti­gen Infla­ti­ons­er­war­tun­gen kann man an der Dif­fe­renz der Ren­di­ten der infla­ti­ons­ge­si­cher­ten und der nor­ma­len Anlei­hen glei­cher Lauf­zeit im Kurs­blatt und in der täg­lich her­aus­ge­ge­be­nen Ren­di­te­ta­bel­le der Deut­schen Finanz­agen­tur für die Bun­des­an­lei­hen able­sen. Da tut sich was und die EZB ver­schließt…

Bayerische Blütenpracht – Ute Scheub 0

Bayerische Blütenpracht – Ute Scheub

Der baye­ri­sche Chiem­gau­er ist Deutsch­lands erfolg­reichs­tes Regio­geld. Vom Trach­ten­ver­ein über den Frau­en­not­ruf bis zu Geschäfts­leu­ten und Mikro­kre­dit­neh­mern – alle pro­fi­tie­ren von ihm.
„Gestat­ten, mein Name ist Chiem­gau­er. Ich bin mehr Schein als Sein, was im Übri­gen nicht nur für mich, son­dern für alle Geld­schei­ne der Welt gilt. Sie wun­dern sich viel­leicht, was für ein schi­ckes, grü­nes Kleid ich tra­ge. Das tue ich aber nur, wenn ich ein Ein-Chiem­gau­er- Schein bin. Als Zwei-Chiem­gau­er–
Schein bevor­zu­ge ich ein oran­ge­far­be­nes Out­fit, als Fün­fer ein gel­bes, als Zeh­ner bin ich rot, als Zwan­zi­ger blau und als Fünf­zi­ger lila. Eine ein­zi­ge Blü­ten­pracht, nicht wahr? …“

Wachstum im Euro-Raum durch Geldpoltik 0

Wachstum im Euro-Raum durch Geldpoltik

EU-Streit über Spar­kurs: Wie Bar­ro­so sich kurz eine eige­ne Mei­nung erlaub­te http://tinyurl.com/cv73g37 Dazu 2 EB-Leser­kom­men­ta­re vom 24.02.2013 gegen 02:00 Uhr:  Wachs­tum ist ohne Staats­aus­ga­ben mög­lich Bar­ro­so hat rich­tig fest­ge­stellt, dass die Rezes­si­on im Euro-Raum uner­träg­lich für die Bür­ger ist. Auch Deutsch­land beginnt dar­un­ter zu lei­den und auch bei uns ist die Abwahl der Bun­des­re­gie­rung des­we­gen nicht mehr undenk­bar, obwohl die Oppo­si­ti­on kei­ne öko­no­misch über­zeu­gen­de Alter­na­ti­ve bie­tet. Aber danach wird nicht gefragt wer­den. Der Unmut ent­schei­det und sucht sich und fin­det eine „Alter­na­ti­ve für Deutsch­land“!!! – Lei­der wird in der Debat­te sel­ten beach­tet, dass Wachs­tum auf zwei­er­lei beru­hen kann: 1. auf guten Struk­tur­re­for­men,…

Wachstum im Euro-Raum durch Geldpoltik 0

Wachstum im Euro-Raum durch Geldpoltik

EU-Streit über Spar­kurs: Wie Bar­ro­so sich kurz eine eige­ne Mei­nung erlaub­te Kom­men­tar: Wachs­tum ist ohne Staats­aus­ga­ben mög­lich Bar­ro­so hat rich­tig fest­ge­stellt, dass die Rezes­si­on im Euro-Raum uner­träg­lich für die Bür­ger ist. Auch Deutsch­land beginnt dar­un­ter zu lei­den und auch bei uns ist die Abwahl der Bun­des­re­gie­rung des­we­gen nicht mehr undenk­bar, obwohl die Oppo­si­ti­on kei­ne öko­no­misch über­zeu­gen­de Alter­na­ti­ve bie­tet. Aber danach wird nicht gefragt wer­den. Der Unmut ent­schei­det und sucht sich und fin­det eine „Alter­na­ti­ve für Deutsch­land“!!! – Lei­der wird in der Debat­te sel­ten beach­tet, dass Wachs­tum auf zwei­er­lei beru­hen kann: 1. auf guten Struk­tur­re­for­men, die immer emp­feh­lens­wert sind, die sich aber…

Zaubermittel der Zentralbanken – falsch eingesetzt 0

Zaubermittel der Zentralbanken – falsch eingesetzt

In der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG schreibt Lisa Nien­haus zu „Kon­junk­tur – Wir­kungs­lo­ser Sti­mu­lus“ Sie stellt dar, wel­che außer­or­dent­li­chen Sti­mu­li die Noten­ban­ken und die Regie­run­gen seit dem Aus­bruch der Finanz­kri­se im Herbst 2008 gesetzt haben und dass die erhoff­te Wir­kung aus­ge­blie­ben sei. Es sei daher unge­wiss, ob die Zau­ber­mit­tel der Noten­ban­ken aus­rei­chen. Mein Leser­kom­men­tar auf FAZ.net: Ein Zau­ber­mit­tel der Zen­tral­ban­ken ist die Steue­rung der Infla­ti­ons­er­war­tun­gen. Die EZB bezif­fer­te ihr Infla­ti­ons­ziel schon vor 10 Jah­ren auf „unter, aber nahe 2%“. Das Ziel der Geld­wert­sta­bi­li­tät im Sin­ne einer Null-Inflation/Deflation wur­de auf­ge­ge­ben, weil sich die Men­schen bei Geld­wert­sta­bi­li­tät noch ähn­lich ver­hal­ten wie bei Defla­ti­on. Sie…

Ende des Papiergeldes? 0

Ende des Papiergeldes?

in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG fin­den Sie regel­mä­ßig die Kolum­ne May­ers Welt­wirt­schaft. Dort wird heu­te ein neu­es Buch bespro­chen, das mit volks­wirt­schaft­li­chen Mythen auf­räu­men will. Ein Kom­men­tar dazu: Ver­harm­lo­sung der Defla­ti­on  (und der Geld­wert­sta­bi­li­tät) ========================================================= Zum Satz: „Tat­säch­lich ist ein fal­len­der Trend der Prei­se sogar von Vor­teil, denn so wird es mög­lich, auf die ein­fachs­te Form des Spa­rens, die Hal­tung von Geld, einen posi­ti­ven Zins zu erzie­len.“ Es ist rich­tig, dass Spa­ren durch die Hal­tung von Geld bei Defla­ti­on einen posi­ti­ven Real­zins erbringt. Das ist aber nur ein indi­vi­du­el­ler Vor­teil, kein gesamt­wirt­schaft­li­cher. Denn wenn die Spa­rer ihre Erspar­nis­se in Bar­geld anle­gen, feh­len dem…

Nutze es oder verliere es! 0

Nutze es oder verliere es!

Alles braucht sei­ne Zeit. Japan lebt seit mehr als 20 Jah­ren mit immensen Staats­schul­den und einer kaum in den Griff zu bekom­men­den Defla­ti­on. Japan wird auch immer als Gegen­bei­spiel benutzt, wenn Geld­re­for­mer Zins und Zin­ses­zins als den Motor der zer­stö­re­ri­schen Ungleich­ver­tei­lung anpran­gern.  20 Jah­re Nied­rigst­zins hät­ten angeb­lich auch kei­ne ande­re Situa­ti­on geschaf­fen, als die unse­re, heißt es dann. Man über­sieht bei die­sem ober­fläch­li­chen Hin­se­hen geflis­sent­lich, dass Nied­rigst­zins immer nur für die gilt, die sich damit zufrie­den geben. Über­all auf der Welt ver­fü­gen die Rei­chen, sowie die insti­tu­tio­nel­len Anle­ger über jene orga­ni­sa­to­ri­schen Mit­tel, die es braucht, um Kapi­tal dort­hin flie­ßen zu las­sen, wo…

Vom Geld und anderen Gemeingütern – Pat Christ 0

Vom Geld und anderen Gemeingütern – Pat Christ

„Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand“ nennt sich ein Ver­ein, der für die Bewah­rung und Demo­kra­ti­sie­rung aller öffent­li­chen Insti­tu­tio­nen und für die gesell­schaft­li­che Ver­fü­gung über die natur­ge­ge­be­nen Gemein­gü­ter ein­tritt. Was­ser, Bil­dung, Mobi­li­tät, Ener­gie und vie­les ande­re sol­len wie­der demo­kra­tisch kon­trol­liert wer­den. Das ers­te Pro­jekt 2011 war die Kam­pa­gne „Wollt-ihr­wis­sen“ zum Was­ser-Volks­ent­scheid in Ber­lin. Dabei ging es um die Offen­le­gung von PPP-Geheim­ver­trä­gen. Zahl­rei­che GiB-Akti­vis­tIn­nen bekämp­fen vor Ort in ihren Städ­ten und Gemein­den Pri­va­ti­sie­rungs­be­stre­bun­gen. Hier­zu gehö­ren attac-Grup­pen, loka­le Zusam­men­schlüs­se gegen Public Pri­va­te Part­nership (PPP) und gegen die Bahn­pri­va­ti­sie­rung, sowie loka­le Anti­pri­va­ti­sie­rungs­bünd­nis­se. Der Ver­ein selbst ist orga­ni­sa­to­risch und poli­tisch unab­hän­gig.

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Hilflos in Europa

Zuneh­mend wer­den Ver­mu­tun­gen geäu­ßert, wonach die gro­ßen Geld­ver­mö­gen längst aus Zypern abge­wan­dert sind und sich der Gläu­bi­ger-Betei­li­gung, die jetzt beschlos­sen wur­de, ent­zo­gen haben. Im Wett­ren­nen zwi­schen dem „Hasen“ Poli­tik und den schlau­en Igeln der Finanz­wirt­schaft steht der Sie­ger schon von Beginn an fest. Die alter­na­tiv­lo­se Poli­tik ist chan­cen­los. Glaubt denn ernst­haft jemand, dass die mit größ­ter Pro­fes­sio­na­li­tät und unter Ein­satz moderns­ter Werk­zeu­ge ver­wal­te­ten Rie­sen­ver­mö­gen gedul­dig war­ten, bis die büro­kra­ti­sche Poli­tik sie belangt? Kann man es den Akteu­ren ver­übeln? Es ist ein alter Hut: Wenn der Ban­ken­run des „klei­nen Man­nes“ sich auf­macht, nach­dem die Ban­ken wie­der auf­ma­chen, dann ist das Wesent­li­che bereits…

Kindle-Version der Zeitschrift 0

HUMANE WIRTSCHAFT für den E-Book-Reader

Die HUMANE WIRTSCHAFT gibt es jetzt auch in einer E-Book-Reader-Ver­si­on. Jeder, der noch im März in unse­rem Online-Shop ein Kon­to anlegt, kann die­ses eBook der aktu­el­len Aus­ga­be mit dem Gut­schein­code: fre­e_­mo­bi kos­ten­los her­un­ter­la­den. Den Gut­schein­code set­zen Sie beim Check-out im Shop ein. Die .mobi-Ver­si­on, die bei­spiels­wei­se mit dem Ama­zon-Kind­le-E-Book-Reader gele­sen wer­den kann kos­tet ab April dann 4,- €. Die­ser Gut­schein­code gilt selbst­ver­ständ­lich auch für bereits bestehen­de Kun­den. Hier geht’s zur Bestel­lung

Wachstum ist nicht gleich Entwicklung 3

Wachstum ist nicht gleich Entwicklung

Wer mate­ri­el­les Wachs­tum mit Evo­lu­ti­on gleich­setzt, erlebt einen schmerz­li­chen Höhe­punkt: die Revo­lu­ti­on. Andre­as Ban­ge­mann

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WEF Davos 2013 – Ungleichheit zerstört alles

Welt­wirt­schafts­fo­rum in Davos vom 23. bis 27. Janu­ar 2013 Also avail­ab­le in English (Jakob Jor­da­ens – „Fest des Boh­nen­kö­nigs“ – Wiki­pe­dia) Wenn sich die­se Woche in Davos wie jedes Jahr die mäch­ti­gen Wirt­schafts­len­ker und Poli­ti­ker zum Stell­dich­ein tref­fen, wird ein­mal mehr resü­miert und nach vor­ne geblickt. Wie es anläss­lich des „Boh­nen­kö­nig­fest des Pomp und der Pla­ti­tü­den“ (Sunday Times Online 2006: „Bean­fe­ast of pomp and pla­ti­tu­de“) zu einem Schwer­punkt­the­ma, wie der wach­sen­den sozia­len Ungleich­heit kom­men kann, dar­über kann man treff­lich spe­ku­lie­ren. Die Ver­mu­tung, es han­de­le sich dabei um eine Form des „Soci­al Washing“ , ist nicht von der Hand zu wei­sen. Man…

Neue Euroscheine sollen changieren 0

Neue Euroscheine sollen changieren

Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) will nach und nach die 2002 ein­ge­führ­ten Euro­schei­ne gegen neue aus­tau­schen. Den Anfang macht im Mai 2013 die Fünf-Euro-Note. Ein wesent­li­che Ände­rung der neu­en Schei­ne besteht dar­in, dass sie „chan­gie­ren“ sol­len. Das hört sich inter­es­sant an, beson­ders für Befür­wor­ter einer völ­lig neu­en Geld­ord­nung. Im Wort steckt Wan­del, Ver­än­de­rung, Tausch. Natür­lich sind wir rea­lis­tisch genug und wis­sen, dass sich chan­gie­ren in die­sem Fall auf ein neu­es Sicher­heits­merk­mal bezieht. Die Zahl des Wer­tes der neu­en Schei­ne soll sich durch Ver­än­dern des Blick­win­kels auf den Schein in der Far­be ver­än­dern. Immer schon legt die Zen­tral­bank höchs­ten Wert auf die…

Kalender 1913 von Erich Mühsam 1

Kalender 1913 von Erich Mühsam

Bild wiki­pe­dia: Müh­sam wäh­rend sei­ner Lehr- und Wan­der­jah­re, um 1906   Janu­ar: Der Rei­che klappt den Pelz empor, und mol­lig glüht das Ofen­rohr. Der Arme klebt, daß er nicht frier, sein Fens­ter zu mit Pack­pa­pier. Febru­ar: Im Fasching schaut der rei­che Mann sich gern ein armes Mäd­chen an. Wie zärt­lich oft die Lie­be war, wird im Novem­ber offen­bar. März: Im Jah­re acht­und­vier­zig schien die neue Zeit hin­auf­zu­ziehn. Ihr, mei­ne Zeit­ge­nos­sen wißt, daß heut noch nicht mal Vor­märz ist. April: Wer Diplo­ma­te wer­den will, nehm sich ein Mus­ter am April. Aus hei­term Blau bricht der Orkan, und nie­mand hat‚s nach­her getan.…

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Jahresfeier 2012: Mit Freu(n)den den Wandel gestalten

Von 1. bis 4. Novem­ber 2012 fin­det die tra­di­tio­nel­le Jah­res­fei­er der HUMANEN WIRTSCHAFT statt, wie immer in der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wup­per­tal. Das in herr­li­cher Natur des Ber­gi­schen Lan­des gele­ge­ne Tagungs­haus bil­det wie immer den Rah­men für eine Ver­an­stal­tung, in der die Macher der Zeit­schrift, gemein­sam mit Auto­ren, Lesern und vie­len Gäs­ten das Jahr aus­klin­gen las­sen. Man tauscht sich aus, ver­netzt sich, schmie­det Plä­ne und feilt an Kon­zep­ten für ganz kon­kre­te Pro­jek­te. Für vie­le Gäs­te war und ist die­se Fei­er auch immer eine wich­ti­ge „Hoff­nungs­tank­stel­le“, in Zei­ten, die Angst machen kön­nen. Angst vor einer unge­wis­sen Zukunft, wohin sich die Volks­wirt­schaf­ten in…

Der unsichtbare Elefant 0

Bundestags-Enquete: Unsichtbarer Elefant bleibt unentdeckt.

Zwar hat der Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Mit­glied der Kom­mis­si­on „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät“, Dr. Her­mann Ott, eine wich­ti­ge For­de­rung auf­ge­stellt, indem er als ein Ergeb­nis der Kom­mis­si­ons­ar­beit das Absen­ken des Res­sour­cen­ver­brauchs als unab­ding­bar dar­stell­te. Unschein­bar, aber durch­aus bri­sant, kommt auch die Erkennt­nis daher, dass es nicht genü­ge den Res­sour­cen­ver­brauch weni­ger stark anstei­gen zu las­sen, als die Wirt­schafts­leis­tung. Bri­sant, weil die­se Erkennt­nis den Wirt­schafts-Pro­gram­men nahe­zu aller Par­tei­en dia­me­tral ent­ge­gen­steht. Poli­tisch sind wir auf dem Weg, den ein „Wachs­tums­be­schleu­ni­gungs­ge­setz“ pflas­tert und bei des­sen Erlass haben Fra­gen der Umwelt und der Res­sour­cen nur am Ran­de eine Rol­le gespielt. Die Kom­mis­si­on, maß­geb­lich mit Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten aller Par­tei­en…

UMA-Talk mit Steffen Henke 1

UMA-Talk mit Steffen Henke

Ter­min­hin­weis für Novem­ber Die Schau­spie­le­rin Ute Maria Ler­ner aus Köln hat in die­sem Jahr das For­mat „UMA-Talk“ ins Leben geru­fen, im Rah­men des­sen sie außer­ge­wöhn­li­che Per­so­nen zu einem Gespräch ein­lädt. Am 24.9.2012 war Stef­fen Hen­ke bei ihr – bes­ser gesagt im Licht­haus Rema­gen am Neu­markt in Köln – zu Gast und erzähl­te in mit­reis­sen­der Art von sei­nem Lieb­lings­pro­jekt, dem „flie­ßen­den Geld“ Er sagt: „Den Feh­ler im Finanz­sys­tem kann jeder ver­ste­hen. Alter­na­ti­ve Lösungs­an­sät­ze sind längst vor­han­den, sie haben sich nur noch nicht her­um­ge­spro­chen. Flie­ßen­des Geld kann eine wesent­li­che Grund­la­ge für eine bes­se­re Welt bil­den, damit nicht der Mensch dem Geld dient, son­dern das…

ESM – Der Rettungsschirm ist gerettet und darf jetzt retten,… 5

ESM – Der Rettungsschirm ist gerettet und darf jetzt retten,…

…fragt sich nur: Wen oder was eigent­lich? Ein Kom­men­tar von Dr. Ger­hardus Lang Unter dem Titel „Abfuhr für Euro-Skep­ti­ker“ hat Wil­helm Höl­ke­mei­er in der Neu­en Würt­tem­ber­gi­schen Zei­tung (NWZ) einen Kom­men­tar zum der­zei­ti­gen Urteil des BVG zum ESM- Ret­tungs­schirm ver­fasst. Zu die­sem Kom­men­tar habe ich auch einen Kom­men­tar ver­fasst, da es sich hier um ein typi­sches Ver­hal­ten der poli­tisch kor­rek­ten Bericht­erstat­tung han­delt. Die­se geht kon­form mit der Poli­tik, deren Haupt­be­mü­hen dar­in liegt, immer das Gegen­teil von dem dar­zu­stel­len, was man eigent­lich tut. Gleich­zei­tig fegt man alle die vom Tisch, die ver­su­chen –  mit aller­dings untaug­li­chen Mit­teln -, dem Irr­sinn  Ein­halt zu…

Geldpolitik mit „Allradantrieb“ – Ein Kommentar zu Trichets Erläuterungen 0

Geldpolitik mit „Allradantrieb“ – Ein Kommentar zu Trichets Erläuterungen

In der Finan­ci­al Times Deutsch­land hat Tri­chet sein Ver­ständ­nis der außer­ge­wöhn­li­chen Maß­nah­men der Noten­ban­ken dar­ge­legt und dazu Stel­lung genom­men, in wel­chem Ver­hält­nis sie zur übli­chen Zins­po­li­tik ste­hen und in wel­cher Rei­hen­fol­ge vom nor­ma­len auf „All­rad­an­trieb“ und umge­kehrt umzu­schal­ten sei. Ein lesens­wer­ter Kom­men­tar mit der Über­schrift „Das Recht der Noten­ban­ken auf Außer­ge­wöhn­li­ches“ Er hebt mit Recht her­vor, dass die außer­ge­wöhn­li­chen Instru­men­te nicht nur eine Fort­set­zung der Stan­dard­geld­po­li­tik mit ande­ren Mit­teln sei­en. Des­halb gebe es auch kei­ne zwin­gen­de Rei­hen­fol­ge für den Ein­satz der Stan­dard­geld­po­li­tik und der außer­ge­wöhn­li­chen Instru­men­te sowie für ihren Rück­zug. Damit erklärt sich, war­um die EZB unter Tri­chet die Zins­sen­kun­gen…

Helmut Creutz Vortrag auf DVD 0

Helmut Creutz DVD „Meine zehn wichtigsten Grafiken“

Der Vor­trag von Hel­mut Creutz in der Sil­vio-Gesell-Tagunggs­stät­te bald auf DVD.

Ver­zö­ge­run­gen schei­nen in die­sem Jahr nicht nur in der Poli­tik an der Tages­ord­nung zu sein. Wir haben im Lau­fe der Pro­duk­ti­on des Hel­mut-Creutz-Vide­os fest­stel­len müs­sen, dass zur opti­ma­len Umset­zung doch erheb­lich mehr Auf­wand erfor­der­lich war und immer noch ist. Die­se „Mehr­ar­beit“ wird in einem her­vor­ra­gen­den Pro­dukt enden, hat aber lei­der eine Ver­zö­ge­rung der Aus­lie­fe­rung des Vide­os zur Fol­ge. Die qua­li­ta­ti­ve Auf­wer­tung die­ses her­vor­ra­gen­den Vor­tra­ges unse­res Freun­des Hel­mut Creutz ist die War­te­zeit aber sicher wert.

Das vor­aus­sicht­li­che Aus­lie­fe­rungs­da­tum von Anfang August muss aber lei­der nun doch um 6 Wochen nach hin­ten ver­scho­ben wer­den, also auf die zwei­te Sep­tem­ber­wo­che.