Kategorie: Finanzmarktkrise

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Stabile Währung durch Haltegebühr auf Geld – Ein Positionspapier

Den Zentral­ban­ken gelingt es immer noch nicht, den Geld­wert stabil zu halten. Nied­ri­ge Infla­ti­ons­ra­ten und Zinsen führen außer­dem auf den Güter- und den Kapi­tal­märk­ten zu neuen Proble­men. Eine spür­ba­re Belas­tung der liqui­den Mittel, die den Geld­strom in Fluss hält, könnte die Proble­me lösen und den Noten­ban­ken nega­ti­ve Leit­zin­sen ermög­li­chen. Die…

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Bofinger sollte den Notenbanken maßvoll helfen

Beitrag von Eckhard Behrens, Heidel­berg Nun hat sich auch ein bekann­ter deut­scher Ökonom die Forde­rung zu eigen gemacht, das Bargeld abzu­schaf­fen. Auch er will damit der Noten­bank mehr Spiel­raum für ihre Geld­po­li­tik verschaf­fen. Das ist ein sehr berech­tig­tes Anlie­gen. Es ist rich­tig, das Bargeld wegen seiner Hort­bar­keit ins Auge zu…

© Martin Bangemann 1

Experten entdecken umlaufgesichertes Geld

In der inter­na­tio­na­len Presse häufen sich die konstruk­ti­ven Beiträ­ge zu einer Lösung für die derzei­ti­gen Turbu­len­zen. Robert Skidelsky empfiehlt Silvio Gesell und „Gestem­pel­tes Geld“ Der briti­sche Wirt­schafts­his­to­ri­ker und bedeu­ten­de Keynes-Biograph hat in einem Beitrag für das Maga­zin „New States­man“ dafür plädiert hinsicht­lich der Lösun­gen im Falle Grie­chen­lands über den Vorschlag…

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Minuszinsen – Wer gewinnt, wer verliert? – Andreas Bangemann

Mythos vom „Klei­nen Sparer“ – Warum nied­ri­ge Zinsen für viele Geld­an­le­ger von Vorteil sind. – Zusam­men­fas­sung: Für Geld­an­la­gen bekommt man welche – für Kredi­te muss man sie bezah­len: Zinsen. Oft wird jedoch über­se­hen, dass man auch Zinsen bezahlt, wenn man über­haupt keine Schul­den hat. Zinsen stecken nämlich in allen Prei­sen…

Zentralbanken kaufen im großen Stil Aktien 2

Zentralbanken kaufen im großen Stil Aktien

Ende 2013 belief sich laut Statis­tik der Wert aller welt­weit an den Börsen gehan­del­ter Aktien auf 64,3 Billio­nen US-Dollar. Dieser Wert dürfte sich bis Juni 2014 vergrö­ßert haben. Seit 2008 herrscht Welt­wirt­schafts­kri­se, doch keiner weiß so recht, was als nächs­tes passiert. Zinsen fallen auf Null und darun­ter, doch auf den…

EZB senkt Leitzinsen und führt erstmals „Strafzinsen“ ein 0

EZB senkt Leitzinsen und führt erstmals „Strafzinsen“ ein

Gerade wird gemel­det, dass die EZB es getan hat. Der Leit­zins wurde auf 0,15% gesenkt. Und für über Nacht gepark­te Gelder von Geschäfts­ban­ken bei der Zentral­bank wird ein Minus­zins von 0,1 % fällig. Das Ganze hat nichts mit grund­sätz­li­chen Einsich­ten zu tun, sondern ist eine Verzweif­lungs­tat. Mit ihr erhofft man…

HUMANE WIRTSCHAFT 01/2014 3

Größte Bank Europas gibt nur noch Taschengeld heraus

HSBC, die „Hong­kong & Shang­hai Banking Corpo­ra­ti­on Holdings plc), hat ihren Sitz in London und ist die größte Bank Euro­pas. Ihre Bilanz­sum­me belief sich 2012 auf rund 2,7 Billio­nen US-Dollar (Euro­päi­sche Billio­nen) und sie beschäf­tig­te 270.000 Mitar­bei­ter. Sie gehört laut FSB („Finan­ci­al Stabi­li­ty Board“) zu jenen 28 Groß­ban­ken, die als…

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Eurobonds – Saurer Apfel

Rund um die »Euro­bonds« ist es auffäl­lig ruhig gewor­den. Die Staats­ver­schul­dun­gen in Europa dürf­ten eher nicht klamm­heim­lich zurück­be­zahlt worden sein. Diese Ruhe kurz vor der Bundes­tags­wahl in Deutsch­land kann nicht verwun­dern. Doch kaum jemand zwei­felt daran, dass die »Euro­kis­te« spätes­tens ab Okto­ber geöff­net wird. Die Wahl­kampf­stra­te­gen trauen sich auch nicht,…

Australien erhebt Gebühr auf bestimmte Einlagen 0

Australien erhebt Gebühr auf bestimmte Einlagen

Ab Januar 2016 sollen in Austra­li­en Bank­gut­ha­ben von mehr als 250.000 austra­li­schen Dollar mit einer Gebühr in Höhe 0,05% belas­tet werden. Keine falschen Hoff­nun­gen bitte, das hat nichts mit Erkennt­nis­sen zu tun, die man im Hinblick auf die Archi­tek­tur des Geld­sys­tems gewon­nen hat. Man kann es eher als eine Verzweif­lungs­tat…

Widersprüchliche EZB-Politik 1

Widersprüchliche EZB-Politik

In der Süddeut­schen Zeitung hat Claus Hulver­scheidt am 04. Mai unter der Über­schrift „Sparen, aber nicht totspa­ren“ der Bundes­re­gie­rung gera­ten, die Bereit­schaft der EU-Kommis­­si­on, Frank­reich mehr Zeit für das Errei­chen des Defi­zit­ziels zu gewäh­ren, zu tole­rie­ren. Im Inter­net habe ich diesen Kommen­tar leider nicht gefun­den. Zu dem Kommen­tar habe ich…

Zaubermittel der Zentralbanken – falsch eingesetzt 0

Zaubermittel der Zentralbanken – falsch eingesetzt

In der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG schreibt Lisa Nien­haus zu „Konjunk­tur – Wirkungs­lo­ser Stimu­lus“ Sie stellt dar, welche außer­or­dent­li­chen Stimu­li die Noten­ban­ken und die Regie­run­gen seit dem Ausbruch der Finanz­kri­se im Herbst 2008 gesetzt haben und dass die erhoff­te Wirkung ausge­blie­ben sei. Es sei daher unge­wiss, ob die Zauber­mit­tel der Noten­ban­ken…

Nutze es oder verliere es! 0

Nutze es oder verliere es!

Alles braucht seine Zeit. Japan lebt seit mehr als 20 Jahren mit immensen Staats­schul­den und einer kaum in den Griff zu bekom­men­den Defla­ti­on. Japan wird auch immer als Gegen­bei­spiel benutzt, wenn Geld­re­for­mer Zins und Zinses­zins als den Motor der zerstö­re­ri­schen Ungleich­ver­tei­lung anpran­gern.  20 Jahre Nied­rigst­zins hätten angeb­lich auch keine andere Situa­ti­on geschaf­fen,…

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Hilflos in Europa

Zuneh­mend werden Vermu­tun­gen geäu­ßert, wonach die großen Geld­ver­mö­gen längst aus Zypern abge­wan­dert sind und sich der Gläu­­bi­ger-Betei­­li­gung, die jetzt beschlos­sen wurde, entzo­gen haben. Im Wett­ren­nen zwischen dem „Hasen“ Poli­tik und den schlau­en Igeln der Finanz­wirt­schaft steht der Sieger schon von Beginn an fest. Die alter­na­tiv­lo­se Poli­tik ist chan­cen­los. Glaubt denn…

ESM – Der Rettungsschirm ist gerettet und darf jetzt retten,… 5

ESM – Der Rettungsschirm ist gerettet und darf jetzt retten,…

…fragt sich nur: Wen oder was eigent­lich? Ein Kommen­tar von Dr. Gerhardus Lang Unter dem Titel „Abfuhr für Euro-Skep­­ti­ker“ hat Wilhelm Hölke­mei­er in der Neuen Würt­tem­ber­gi­schen Zeitung (NWZ) einen Kommen­tar zum derzei­ti­gen Urteil des BVG zum ESM- Rettungs­schirm verfasst. Zu diesem Kommen­tar habe ich auch einen Kommen­tar verfasst, da es…

„Deutschland braucht die Inflation“ 2

„Deutschland braucht die Inflation“

Es ist schon ein bemer­kens­wer­tes Ereig­nis, dass man heute (05.09.2012) auf SPIEGEL ONLINE lesen kann: „Geld­po­li­tik in der Krise Deutsch­land braucht die Infla­ti­on Ein Kommen­tar von Wolf­gang Münchau“ Kommen­tiert wird die Infla­ti­ons­angst ange­sichts der von der EZB voraus­sicht­lich geplan­ten weite­ren Käufe von Staats­an­lei­hen. Dieser Angst wird mit guten Argu­men­ten entge­gen­ge­tre­ten…

Vereinigte Staaten von Europa? 2

Vereinigte Staaten von Europa?

Unter der Über­schrift „Entwe­der – oder“ hat Mark Schie­r­itz in DIE ZEIT vom 31.08.2012 auf Seite 3 sauber darge­legt, dass eine falsche Alter­na­ti­ve disku­tiert wird. Und er lenkt den Blick auf Konstruk­ti­ons­feh­ler der Währungs­uni­on, die zum Teil schon beho­ben sind. Dafür gebührt ihm große Aner­ken­nung. Wer ihm folgt, kann endlich…

Das Bailout-Verbot ist in den Euro-Verträgen unvollkommen geregelt 2

Das Bailout-Verbot ist in den Euro-Verträgen unvollkommen geregelt

Charles B. Blan­k­art hat in der FAZ vom 13. August 2012 mit dem Titel „Die Euro-Zauber­­lehr­­lin­ge“ einen ordnungs­po­li­tisch ausge­zeich­ne­ten Beitrag geschrie­ben, an den man gut anknüp­fen kann. Sie finden seinen Beitrag unter http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-die-euro-zauberlehrlinge-11853410.html oder kurz: http://tinyurl.com/c8vznyc Ich gehe nur auf die fehlen­de Insol­venz­ord­nung ein und verbrei­te mich nicht zu den…

Geldpolitik mit „Allradantrieb“ – Ein Kommentar zu Trichets Erläuterungen 0

Geldpolitik mit „Allradantrieb“ – Ein Kommentar zu Trichets Erläuterungen

In der Finan­ci­al Times Deutsch­land hat Trichet sein Verständ­nis der außer­ge­wöhn­li­chen Maßnah­men der Noten­ban­ken darge­legt und dazu Stel­lung genom­men, in welchem Verhält­nis sie zur übli­chen Zins­po­li­tik stehen und in welcher Reihen­fol­ge vom norma­len auf „Allrad­an­trieb“ und umge­kehrt umzu­schal­ten sei. Ein lesens­wer­ter Kommen­tar mit der Über­schrift „Das Recht der Noten­ban­ken auf…

25 Billionen US-Dollar in „Schwarzen Löchern“ 3

25 Billionen US-Dollar in „Schwarzen Löchern“

Der Pullit­­zer-Preis­­trä­ger von 1990 für inves­ti­ga­ti­ven Jour­na­lis­mus Joe Kilzer hat für „Trib­Li­ve“ unter­sucht, wie es um die Steu­er­ge­rech­tig­keit im Hinblick auf große Geld­ver­mö­gen steht. Seine Erkennt­nis­se konn­ten erwar­tet werden, sind aber ange­sichts der sich welt­weit zuspit­zen­den „Schul­den­kri­sen“ dennoch aufschluss­reich. Demnach wird geschätzt, dass sich welt­weit rund 25 Billio­nen US-Dollar auf…

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Geldsystem: 13 ½ Gründe für eine Erneuerung

“Was bedeu­tet es, wenn die drin­gen­de Aufga­be jetzt nicht darin besteht, um jeden Preis zu handeln, sondern viel­mehr darin, Inven­tur zu machen, um unsere Schwie­rig­kei­ten zu erhel­len?”[1] Das Gefühl des Getrie­ben­seins beherrscht mitt­ler­wei­le alle Berei­che des mensch­li­chen Lebens. Die Drama­tik der Ereig­nis­se nimmt zu und mit ihr die Zahl der…

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Geldsystem: 13 ½ Gründe für eine Erneuerung 2. Teil

Fort­set­zung von Teil 1 | 8 | Insta­bi­li­tät und wach­sen­de Kriegs­ge­fah­ren. Arme Gebie­te werden zum Spiel­ball von Speku­la­tio­nen mit Geld. Welt­weit operie­ren­de Groß­kon­zer­ne eignen sich die Rohstoff­vor­kom­men der Entwick­lungs­län­der an, beuten Land und Leute aus und haben nur ihre eigene Kapi­tal­ent­wick­lung im Auge.  Geld, das schnell herein­kommt, ist genau­so schnell…

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Zuckerbrot Zins ist vergammelt

Und die Peit­sche Infla­ti­on wird von Geis­ter­hand geführt Die Noten­ban­ken haben für die Geld­po­li­tik ein Instru­ment, mit dem sie direk­ten Einfluss nehmen können: die Höhe des „Haupt­ref­an­zie­rungs­zin­sat­zes“. Das ist der Zins zu dem sich die Geschäfts­ban­ken Geld bei der Zentral­bank leihen können. Die Verän­de­rung dieses Zins­sat­zes hat direk­ten Einfluss auf…

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Ein Schuldschein zum Nachdenken

Nahezu alle Wirt­­schafts-Prin­t­­me­­di­en und viele Radio­sen­der beschäf­tig­ten sich heute mit einem rund 450 Jahre alten Schuld­schein über 400 Gulden, den die Stadt Mitten­wal­de in Bran­den­burg gegen die Stadt Berlin geltend macht. Bisher ist es aber in keinem Fall der Bericht­erstat­tung über ein unter­halt­sa­mes Füllen des Sommer­lochs hinaus­ge­gan­gen. Dabei böte die…

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Reichenzwangsabgabe: Absurd und Absurdesabsurd

Wie kamen die wirk­lich Reichen in Deutsch­land zu Reich­tum? In aller Regel durch Geld­ver­mö­gen. Wer hat, dem wird gege­ben und zwar mit mathe­ma­ti­scher Genau­ig­keit. Zins und Zinses­zins sind uns – vornehm­lich von Wirt­schafts­wei­sen und Anla­ge­be­ra­tern – als 8. Welt­wun­der verkauft worden. Nun fordert das DIW die Einfüh­rung einer Reichen­ab­ga­be. Die…

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip 0

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip

Nicht nur nach der Größe der Bank im euro­päi­schen Maßstab, sondern auch im Verhält­nis zum Geschäfts­feld und zur Größe und Leis­tungs­fä­hig­keit des Sitz­lan­des.

Fünf vor Zwölf © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 3

LIBOR – Lug und Trug

Hätte man sich ausden­ken sollen, was noch hätte passie­ren müssen, damit das ohne­hin auf lange Zeiten verlo­re­ne Vertrau­en zu Banken, noch weiter zerrüt­tet wird,  man wäre darauf nicht so schnell gekom­men: Ein ganzes „Orches­ter“ an führen­den Groß­ban­ken hat mit dem LIBOR so eine Art „Urme­ter“ der Finanz­welt mani­pu­liert.  René Zeyer…

(c) Martin Bangemann 1

Stiglitz: „Renditestreben spaltet die Gesellschaft“

Der US-Ameri­­ka­­ni­­sche Wirt­schafts­pro­fes­sor und Nobel­preis­trä­ger Joseph E. Stiglitz sagt es in einem Inter­view, das er „FoxBusi­ness“ gege­ben hat, sehr deut­lich. Sehr schön darin auch die Beschrei­bung der Perso­nen, welche nach Rendi­te stre­ben (im engli­schen nennt er sie „rent seekers“): Sie bean­spru­chen ein stets größer werden­des Stück des (Leistungs)-kuchens, zu dessen…

Ökonomen streiten über Bankenunion 0

Ökonomen streiten über Bankenunion

Von Eckhard Behrens Wir haben im Euro-Währungs­­­raum sowohl Staats­schul­den­kri­sen als auch Banken­kri­sen. Sie hängen zum Teil mitein­an­der zusam­men, weil Banken Staats­pa­pie­re halten und Banken­kri­sen, die auf ande­ren Grün­den beru­hen, wie z.B. auf der Immo­bi­li­en­kri­se in Spani­en, die Staa­ten zur Reka­pi­ta­li­sie­rung der Banken nöti­gen, wozu sie große neue Schul­den machen. Zur…

Foto unter CC-Lizenz von "teejaybee" auf Flickr 5

Im Sumpf der Schuldenbremse

Bevor wir in den „Sumpf“ eintau­chen, müssen wir fest­hal­ten: Das Konzept einer Schul­den­brem­se als Mittel um ein vor dem Kollaps stehen­des Geld­sys­tem zu retten, ist gelin­de gesagt ein volks­wirt­schaft­li­cher Aber­witz. Das volks­wirt­schaft­li­che Schul­den­ma­chen ist unlös­bar verbun­den mit dem Aufbau von Geld­ver­mö­gen. Die Halter von Geld­ver­mö­gen inter­es­siert es besten­falls peri­pher, wer…

Tötet die Boten! 8

Tötet die Boten!

Den Über­brin­gern schlech­ter Nach­rich­ten geht es zuneh­mend schlech­ter. Wenn die Hans-Böck­­ler-Stif­­tung (PDF) oder die Frie­d­­rich-Ebert-Stif­­tung (PDF) wieder einmal Studi­en vorle­gen, die nach­wei­sen, dass die Spal­tung der Gesell­schaft in immer mehr Arme – sogar solche mit Arbeits­plät­zen – und wenige Super­rei­che unge­min­dert fort­schrei­tet, dann wird das zuneh­mend stär­ker als poli­tisch einsei­ti­ge…