Wo ist unser Geld? Stuttgarter Geldreformer mit gelungenem Lehrvideo 5

Wo ist unser Geld? Stuttgarter Geldreformer mit gelungenem Lehrvideo

Immer mehr regio­na­le Grup­pen werden zu Förde­rern und Akti­ven für eine humane Wirt­schaft. Seit gerau­mer Zeit arbei­tet die Regio­nal­grup­pe Stutt­gart an einem Video, anhand dem leicht verständ­lich erklärt werden soll, wie unser Geld funk­tio­niert und vor allem wohin es geht. Dazu wurde eine anspre­chen­de Websei­te einge­rich­tet und ein ausge­zeich­ne­tes Lehr­vi­deo erstellt:…

Griechenland Paket © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 4

Angebliche „Geburtsfehler“ des Euro

Der „Geburts­feh­ler“ des Euro und ordnungs­po­li­ti­sche Alter­na­ti­ven Eckhard Behrens Prof. Bieden­kopf hat in einem Gast­kom­men­tar „Unser euro­päi­scher Auftrag“ im Handels­blatt vom Frei­tag, den 06. Juli 2012, auf Seite 80 zur aktu­el­len euro­pa­po­li­ti­schen Entwick­lung Stel­lung genom­men und den weit verbrei­te­ten Zentra­li­sie­rungs­vor­schlä­gen einen weite­ren hinzu­ge­fügt. Sein klar aufge­bau­ter Gast­kom­men­tar macht es leicht,…

Fußballtheorie © Martin Bangemann 4

Böses Foul: EM-Halbfinale für umstrittene Änderung des Melderechts genutzt

In ganz Europa rich­tet sich das öffent­li­che Leben nach dem Zeit­plan einer Fußball-Europa- oder ‑welt­meis­ter­schaft aus. Wich­ti­ge Veran­stal­tun­gen und Tref­fen werden termin­lich außer­halb dieser so viele in den Bann ziehen­den Groß­ver­an­stal­tun­gen gelegt. Die meis­ten Spiele der Euro 2012 in Polen und der Ukrai­ne wurden um 20:45 Uhr ange­pfif­fen. Dadurch konnte…

(c) Martin Bangemann 1

Stiglitz: „Renditestreben spaltet die Gesellschaft“

Der US-Ameri­­ka­­ni­­sche Wirt­schafts­pro­fes­sor und Nobel­preis­trä­ger Joseph E. Stig­litz sagt es in einem Inter­view, das er „FoxBusi­ness“ gege­ben hat, sehr deut­lich. Sehr schön darin auch die Beschrei­bung der Perso­nen, welche nach Rendi­te stre­ben (im engli­schen nennt er sie „rent seekers“):  Sie bean­spru­chen ein stets größer werden­des Stück des (Leistungs)-kuchens, zu dessen…

Ökonomen streiten über Bankenunion 0

Ökonomen streiten über Bankenunion

Von Eckhard Behrens Wir haben im Euro-Währungs­­raum sowohl Staats­schul­den­kri­sen als auch Banken­kri­sen. Sie hängen zum Teil mitein­an­der zusam­men, weil Banken Staats­pa­pie­re halten und Banken­kri­sen, die auf ande­ren Grün­den beru­hen, wie z.B. auf der Immo­bi­li­en­kri­se in Spani­en, die Staa­ten zur Reka­pi­ta­li­sie­rung der Banken nöti­gen, wozu sie große neue Schul­den machen. Zur…

Ab welchem Maß ist man versklavt? 6

Ab welchem Maß ist man versklavt?

Das herr­schen­de Geld­sys­tem ist so aufge­baut, dass es allen Menschen zuneh­mend mehr von deren Leis­tung wegnimmt. In Prei­sen und Steu­ern stecken die Zinsen der Schul­den­auf­nah­me von Unter­neh­men und Staa­ten. Die Zinsen flie­ßen zu den Geld­ver­mö­gens­be­sit­zern, ohne dass diese selbst dafür eine Leis­tung erbrin­gen muss­ten. Immer höhere Geld­ver­mö­gen führen zu immer…

Gar nichts gut am Zuckerhut 1

Gar nichts gut am Zuckerhut

Rio20+! Fest­hal­ten am Wachs­tum hat system­be­ding­te Gründe, bricht aber allen Umwelt­be­mü­hun­gen das Genick! Rund 50.000 Menschen reisen um die Welt, weil sie sich Gedan­ken um eine „nach­hal­ti­ge Entwick­lung“ machen. Als man sich vor 20 Jahren das erste Mal in Rio traf, sprach man vom „wich­tigs­ten Meilen­stein der inter­na­tio­na­len Umwelt­po­li­tik“. 20…

Foto unter CC-Lizenz von "teejaybee" auf Flickr 5

Im Sumpf der Schuldenbremse

Bevor wir in den „Sumpf“ eintau­chen, müssen wir fest­hal­ten: Das Konzept einer Schul­den­brem­se als Mittel um ein vor dem Kollaps stehen­des Geld­sys­tem zu retten, ist gelin­de gesagt ein volks­wirt­schaft­li­cher Aber­witz. Das volks­wirt­schaft­li­che Schul­den­ma­chen ist unlös­bar verbun­den mit dem Aufbau von Geld­ver­mö­gen. Die Halter von Geld­ver­mö­gen inter­es­siert es besten­falls peri­pher, wer…

Tötet die Boten! 8

Tötet die Boten!

Den Über­brin­gern schlech­ter Nach­rich­ten geht es zuneh­mend schlech­ter. Wenn die Hans-Böck­­ler-Stif­­tung (PDF) oder die Frie­d­rich-Ebert-Stif­­tung (PDF) wieder einmal Studi­en vorle­gen, die nach­wei­sen, dass die Spal­tung der Gesell­schaft in immer mehr Arme – sogar solche mit Arbeits­plät­zen – und wenige Super­rei­che unge­min­dert fort­schrei­tet, dann wird das zuneh­mend stär­ker als poli­tisch einseitige…

„Lust auf neues Geld“  lockte viele Menschen nach Leipzig 1

„Lust auf neues Geld“ lockte viele Menschen nach Leipzig

Am 9. Juni hatte die „Neues Geld gemein­nüt­zi­ge GmbH“ zu einer Tages­ver­an­stal­tung in die Stadt geru­fen, die sinn­bild­lich für den Aufbruch zum Wandel steht: Leip­zig. Zwei­tau­send Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer folg­ten dem Ruf und bilde­ten einen impo­san­ten Rahmen für ein Programm, das es in sich hatte. Die Veran­stal­ter unter Leitung des Geschäfts­füh­rers Stef­fen Henke
hatten ein abwechs­lungs­rei­ches Programm zusam­men­ge­stellt: Musik, Akro­ba­tik, Kaba­rett, Unter­hal­tung und natür­lich viel Infor­ma­ti­on zum Thema Geld.

„Kein Recht im Unrecht – kein gutes Leben im schlechten“ – Andreas Bangemann 0

„Kein Recht im Unrecht – kein gutes Leben im schlechten“ – Andreas Bangemann

Durch unser Geld­sys­tem und das darauf aufbau­en­de Boden­recht werden allen Menschen dieser Erde Tag für Tag immer größer werden­de Teile ihrer eige­nen Leis­tung wegge­nom­men. Auch im Hinblick auf Paten­te und das Urhe­ber­recht gibt es zu hinter­fra­gen­de Entwick­lun­gen, die Räume für Privi­le­gi­en schaf­fen, von denen nur sehr wenige profi­tie­ren. Das geschieht für viele unbe­merkt, denn es werden dazu in den seltens­ten Fällen direk­te Rech­nun­gen ausge­stellt. Die in unse­rem Recht und dem genutz­ten Geld­sys­tem veran­ker­ten Mecha­nis­men sorgen für die Bedie­nung dieser Privi­le­gi­en über die Preise und Steuern,
die jeder von uns für den Lebens­un­ter­halt bezahlt.

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes 1

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes

Im klei­nen Wäld­chen der Silvio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wupper­tal entpuppt sich das im Mai gestar­te­te Kunst­pro­jekt anläss­lich des 150. Geburts­ta­ges von Silvio Gesell zu einer vernet­zen­den Kraft. Täglich besu­chen Inter­es­sier­te das Gelän­de und lassen sich von dem Gedan­ken inspi­rie­ren, wie eine Wirt­schaft wohl ausse­hen könnte, wenn sie wich­ti­ge Elemen­te von Austausch­pro­zes­sen in der Natur abbil­den würde. „Flie­ßen“ und „Werden und Vergäng­lich­keit“ waren die künst­le­ri­schen Impul­se für die Arbei­ten auf dem Gelän­de. Fast täglich kommen neue Kunst­wer­ke hinzu, denn Kars­ten Behr, der künst­le­ri­sche Leiter des Projek­tes, arbei­tet stän­dig in seinem „Zauber­wald“ und inte­griert mehr und mehr Künst­ler aus der Region. Das idyl­lisch gele­ge­ne Tagungs­haus entpuppt sich durch die Aktion zu einem Hort der Begeg­nung von Krea­ti­ven auf vielen Gebieten.

Es arbeitet noch immer: das Geld 0

Es arbeitet noch immer: das Geld

Seit 2008 ist die Welt in Finanz­fra­gen wach­ge­rüt­telt. Bis dahin Ahnungs­lo­se, in Finanz­fach­krei­sen ebenso wie unter „Norma­len“, haben erken­nen müssen, dass in unse­rem Geld­sys­tem so manches im Argen liegt. Die persön­li­chen Schuld­zu­wei­sun­gen an die Gieri­gen und Macht­hung­ri­gen über­wie­gen bis heute die analy­ti­schen Beschrei­bun­gen des Gesche­hens, das offen­bar zu keinem Ende kommen…

Betrüger ahmen das herrschende Geldsystem nach 0

Betrüger ahmen das herrschende Geldsystem nach

Sergej Mavro­di fühlt sich im Recht und durch die Abläu­fe im bestehen­den Geld­sys­tem bestä­tigt. Was er mit seinem Schnee­balls­sys­tem für Finanz­an­la­gen macht, sieht er iden­tisch im Großen, insbe­son­de­re im Vorge­hen der Noten­ban­ken, ablau­fen. Er sieht nicht ein, warum sein System wider­recht­lich sein soll, wenn um uns herum alles genau so…

Onkel Dagobert und die World Economics Association 0

Onkel Dagobert und die World Economics Association

2011 gegrün­det sieht sich die WEA (World Econo­mics Asso­cia­ti­on) als Think Tank für eine zukunfts­fä­hi­ge Wirt­schafts­wis­sen­schaft und die eigene Arbeit als Angriff auf das Estab­lish­ment. In den regel­mä­ßi­gen Ausga­ben ihrer „Real-world econo­mics reviews“ wird deut­lich, dass die große Zahl an Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern, die sich in der WEA verei­nen, hinsicht­lich vieler Punkte…

Big Data – Gute Zeit, um in die Verantwortung zu gehen 0

Big Data – Gute Zeit, um in die Verantwortung zu gehen

Wissens­vor­sprung Zu allen Zeiten wurden Daten gesam­melt. Vor dem Inter­net, war es ein größe­rer Aufwand, an sie heran­zu­kom­men. Wenn mich meine Erin­ne­rung nicht trügt, war es in einer Fern­seh­sen­dung Ende der 70er Jahre, als ein Repor­ter­team von einem belie­bi­gen vorbei­fah­ren­den Auto das Kenn­zei­chen notier­te und nach eini­ger Zeit an der…

Katja Kipping – Sympathisch, aber nicht zu 100% 1

Katja Kipping – Sympathisch, aber nicht zu 100%

Die neue Partei­vor­sit­zen­de hat ein sympa­thi­sches Wesen. Das darf man auch dann sagen, wenn man ansons­ten nicht viel von der Links­par­tei hält. Sie hat das Herz am rech­ten Fleck und denkt sach­lich und bürger­nah über viele Themen nach. Wenn sie 100% Steu­ern für alle fordert, die mehr als 40.000,-€ monat­lich verdienen,…

Die Grenzen des Tellerrands 1

Die Grenzen des Tellerrands

Dr. Thomas Gambke, Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­ter für die Grünen, derzeit Mitglied in der 2011 vom Bundes­tag einge­setz­ten Enquete-Kommis­­si­on „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät – Wege zu nach­hal­ti­gem Wirt­schaf­ten und gesell­schaft­li­chem Fort­schritt in der Sozia­len Markt­wirt­schaft“ hat die rich­ti­ge Einstel­lung, um in einer solchen Kommis­si­on mitzu­wir­ken und sie zu wahr­lich neuen poli­ti­schen Konzep­ten zu führen:…

Hollande ärgert Merkel  – Bürger wissen Abhilfe 0

Hollande ärgert Merkel – Bürger wissen Abhilfe

Der Wahl­er­folg von Hollan­des Sozia­lis­ten ist Zünd­stoff für die Gazet­ten heute. Wenn man sich ange­wöhnt im Inter­net neben den eigent­li­chen Beiträ­gen auch die Kommen­ta­re der Leser zu beach­ten, findet man so manche Perle: Zitat aus dem Kommen­tar­be­reich der Süddeut­schen: Gegen Krisen gibt es eine alte Idee, nämlich eine alter­na­ti­ve, regional…

Club of Rome prangert das bestehende Geldsystem an 10

Club of Rome prangert das bestehende Geldsystem an

Unter Feder­füh­rung von Bernard Lietaer bringt der Club of Rome dieser Tage einen Report unter dem Titel „Money and Sustaina­bi­li­ty: the miss­ing Link“ heraus. Darin werden die Insta­bi­li­tät und Zerstö­rung hervor­ru­fen­den Fehler im bestehen­den Geld­sys­tem eindeu­tig benannt: Die Kredi­t­­ver­­­ga­­be-Praxis der Geschäfts­ban­ken verstärkt die Aufschwung- und Krisen­pha­sen der Wirt­schaft.  Der Zinseszins…

Karl Marx Kreditkarte 1

Karl Marx Kreditkarte

Die Spar­kas­se Chem­nitz bringt eine Karl-Marx-Kredi­t­­kar­­te heraus:   Was dazu wohl der Meis­ter selbst gesagt hätte? Viel­leicht hätte es ihm nicht einmal allzu viel ausge­macht, denn der Zirku­la­ti­ons­sphä­re des Geldes hat er hinsicht­lich der Entwick­lun­gen der Gesell­schaft sowie­so kein Gewicht beigemes­sen. Warum dann nicht Werbe­trä­ger auf einer Kredit­kar­te sein? Ist…

Italien: Wer das gesetzliche Zahlungsmittel benutzt gilt als Steuerhinterzieher 3

Italien: Wer das gesetzliche Zahlungsmittel benutzt gilt als Steuerhinterzieher

In ihrer Verzweif­lung grei­fen die Volks­ver­tre­ter Euro­pas zu immer bürger­feind­li­che­ren Mitteln.  Wir laufen auf den Zusam­men­bruch des euro­päi­schen Währungs­sys­tems zu. Eines System, das die Poli­ti­ker einge­führt und ganz offen­sicht­lich falsch konzi­piert haben. Es wurden Fehler bei der Beur­tei­lung der Wirt­schafts­kraft der einzel­ner Länder gemacht und vor allem wurde das „Funda­ment“…

UN-Generalsekretär fordert neues Wirtschaftssystem… 2

UN-Generalsekretär fordert neues Wirtschaftssystem…

…will aber am bestehen­den nichts ändern. So muss man die Meldung aus dem Hambur­ger Abend­blatt fort­set­zen, denn was soll daran neu sein? (Zitat): „Mit intel­li­gen­ten Maßnah­men können Regie­run­gen Wachs­tum schaf­fen, Armut bekämp­fen, Arbeit schaf­fen und sozia­len Fort­schritt beschleu­ni­gen und gleich­zei­tig die natür­li­chen und endli­chen Ressour­cen der Erde scho­nen“  Wenn ein…

Schulden-Verschiebebahnhof Spanien 3

Schulden-Verschiebebahnhof Spanien

Auf rund 100 Milli­ar­den Euro wird der Bedarf für die Rettung der spani­schen Banken taxiert. Die ange­dach­ten 3% Zinsen für dieses „Paket“ werden in Spani­en begrüßt: „Der spani­sche Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Fernan­do Jimé­nez Lator­re beton­te, ein Zins­satz von 3,0 Prozent und eine Lauf­zeit von 15 Jahren wären «sehr attrak­ti­ve Bedin­gun­gen»“. Frank­fur­ter Rundschau…

Einkommensgruppen in Deutschland - © Martin Bangemann 0

Einkommen und Einkommensunterschiede – Helmut Creutz

Wie das Jahres­ein­kom­men des VW-Chefs Winter­korn mit rund 17 Millio­nen, hat auch das des BMW-Chefs Reit­ho­fer mit rund 6,2 Mio. kürz­lich Schlag­zei­len gemacht. Nicht ohne Grund, denn selbst wenn man dieses letzt­ge­nann­te Einkom­men um den Steuer-Höchst­be­trag auf 3,4 Millio­nen redu­ziert, liegt es noch beim 86-fachen des verfüg­ba­ren Einkom­mens eines Durch­schnitts-Haus­halts in unse­rem Land, das 2007 bei 40.550 Euro gele­gen hat. Dieser bereits schwer nachvollziehbare
Unter­schied nimmt jedoch noch erheb­lich zu, wenn man – wie Walter Wüllen­we­ber kürz­lich im Stern – zum Vergleich das Vermö­gens­ein­kom­men der Fami­lie Quandt heran­zieht, die als Haupt­ak­tio­när von BMW im vergan­ge­nen Jahr 650 Millio­nen abkas­sier­te und damit das 106-fache des Firmen­chefs und – eben­falls besteu­ert – mit 370 Millio­nen das 9.140-fache eines Normal­haus­halts erhielt!

Allegorische Darstellung der Lust am Stadttheater, Gießen. 0

Lust auf neues Geld – Andreas Bangemann

Das ist doch einmal etwas ande­res. Statt sich mit den immer wirrer werden­den Gescheh­nis­sen um Poli­tik und Finanz­markt herum­zu­är­gern, frönen wir der Lust! Doch was ist wohl mit „neuem Geld“ gemeint? Mit dem Geld, das wir zu kennen glaub­ten, scheint ja etwas Grund­le­gen­des im Argen zu liegen. Wir erle­ben, wie es sich erkenn­bar in unvor­stell­ba­ren Mengen bei eini­gen weni­gen sammelt und es bei den aller­meis­ten hinten und vorne fehlt, bei manchen gar über­haupt nicht mehr ankommt. Immer klarer wird dabei: Es handelt sich nicht um einen Prozess, der maßgeb­lich durch mehr oder weni­ger Leis­tung beein­flusst wird, sondern das im Besitz haben von Geld genügt, um zu Reich­tum zu kommen. Immer klarer wird auch, dass wir mit diesem Geld einer leid­vol­len Kata­stro­phe entge­gen gehen. Von einem solchen Geld haben wir und immer mehr Menschen auf der ganzen Welt die Nase voll. Dieses Geld entzweit, macht einsam und zerstört nach und nach alles, was uns lieb und „teuer“ ist. Wir wissen, was wir nicht mehr wollen.

Geld muss fließen, wie dieser Bach 0

Die Welt braucht fließendes Geld – Wolfgang Berger

Die Leser dieser Zeit­schrift wissen es: Geld muss flie­ßen, wenn es seine wohl­tu­en­den Wirkun­gen entfal­ten soll – flie­ßen wie Blut in unse­rem Körper oder wie Wasser in der Natur. Der kleine Trick mit großer Wirkung beim flie­ßen­den Geld ist, dass das Ausge­ben belohnt wird, nicht das Fest­hal­ten. Wer Geld zurück­hält, zahlt eine kleine Steuer. Dieser „Umlauf­im­puls“ entfällt für den, der Geld ausgibt, inves­tiert, lang­fris­tig anlegt oder verschenkt. Dadurch verste­tigt sich der Geldumlauf.

Bälle © Martin Bangemann 0

Das Geld ist der Fußball der Volkswirtschaft – Silvio Gesell Zitat

Die Rolle, die die Geld­sub­stanz spielt, lässt sich ziem­lich gut mit dem verglei­chen, was das Leder des Fußbal­les für die Spie­ler bedeu­tet. Es kommt den Spie­lern durch­aus nicht auf die Substanz des Balles an, auch nicht mal auf seinen Besitz. Zerrissen,
beschmutzt, neu oder alt, alles ist gleich­gül­tig. Ist der Ball greif­bar und sicht­bar, so kann die Balge­rei losge­hen. Und um mehr handelt es sich beim Geld auch nicht. Haben oder nicht haben; ein steter rast­lo­ser Kampf um seine Erwer­bung, nicht weil man den Ball, das Geld an sich, den Geld­stoff braucht, sondern weil man weiß, dass andere das Geld wieder­ge­win­nen und zu seiner Wieder­ge­win­nung Opfer brin­gen müssen. Beim Fußball bestehen diese Opfer in Fußtrit­ten, beim Geld in Waren. Das ist der ganze Unterschied.
Und wer Lieb­ha­ber ist von kurzen Begriffs­er­klä­run­gen, der wird viel­leicht Freude empfin­den, wenn ich sage:
Das Geld ist der Fußball der Volkswirtschaft.

„Entweder Kapitalismus oder Sozialismus“ – Friedrich Müller-Reißmann 0

„Entweder Kapitalismus oder Sozialismus“ – Friedrich Müller-Reißmann

„NIEDER MIT DEM KAPITALISMUS – ES LEBE DER SOZIALISMUS“ stand auf dem Spruch­band. „Nein“, dachte ich, als ich das las, „der Kapi­ta­lis­mus soll verschwin­den und der Sozia­lis­mus blei­ben, wo er ist: in unbe­lehr­ba­ren Köpfen!“ In den gesell­schafts­wis­sen­schaft­li­chen“ Semi­na­ren, die ich seiner­zeit als Student der Physik an der Univer­si­tät Leip­zig besu­chen musste, wurde mir unab­läs­sig einge­häm­mert, dass der „Haupt­in­halt unse­rer Epoche“ im „Sieg des Sozia­lis­mus über den Kapi­ta­lis­mus“ bestün­de. Den Studen­ten der ande­ren Fach­rich­tun­gen ging es zu DDR-Zeiten nicht besser. – Nun, die Geschich­te folgte nicht der marxis­ti­schen Geschichts­ideo­lo­gie. Indes, die Propa­gan­da­müh­len haben nicht verge­bens geklap­pert. Noch immer sehen viele keine andere Alter­na­ti­ve zum Kapi­ta­lis­mus, wenn er doch eines Tages sein Ende findet, als den „Sozia­lis­mus“.