Kategorie: Silvio Gesell

Frankfurt Eurotower 0

Die EZB und Silvio Gesell… – Felix Fuders / Dirk Löhr

Die EZB und Sil­vio Gesell – Eine neue Part­ner­schaft? Eine Ein­schät­zung zwei Jah­re nach der bemer­kens­wer­ten Rede Benoît Cœu­rés von Felix Fuders und Dirk Löhr – – –  Ein­lei­tung: Die bemer­kens­wer­te Rede eines EZB-Direk­to­ri­ums­mit­glie­des – – –  Wirft man einen Bli­ck auf die Rede „Life below zero: Learning about nega­ti­ve inte­rest rates“, die von Benoît Cœu­ré, einem Mit­glied des EZB Exe­cu­ti­ve Boards, am 9. 9. 2014 in Frank­furt gehal­ten wur­de, hat man fast den Ein­druck, als ob die EZB nun die Leh­ren deut­sch-argen­ti­ni­schen Kauf­manns Sil­vio Gesell anwen­den woll­te. Wie­der­holt bezog sich Cœu­ré in sei­ner Rede vor der Money Mar­ket Con­tact Group auf Gesell und sag­te,…

Silvio Gesell 1895
Silvio Gesell (1895) - Abb. gemeinfrei
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Das Freigeld nach Silvio Gesell – 100 Jahre Natürliche Wirtschaftsordnung

Das Geld ist Tausch­mit­tel, nichts Ande­res. Es soll den Aus­tau­sch der Waren erleich­tern, die Schwie­rig­kei­ten des Tausch­han­dels umge­hen. Der Tausch­han­del war unsi­cher, schwer­fäl­lig, kost­spie­lig und ver­sag­te wohl auch oft; das Geld, das ihn ablö­sen soll, muss dar­um den Aus­tau­sch der Waren sichern, beschleu­ni­gen, ver­bil­li­gen. – Das ist es, was wir vom Geld for­dern. Den Grad der Sicher­heit, Schnel­lig­keit und Bil­lig­keit, womit die Waren aus­ge­tauscht wer­den, bil­det den Prüf­stein für die Brauch­bar­keit des Gel­d­es. Wenn wir noch neben­bei for­dern, dass uns das Geld durch kör­per­li­che Eigen­schaf­ten mög­lichst wenig beläs­ti­ge, so ist das eine For­de­rung, die ent­schie­den erst dann in Betracht kommt,…

Geld oder Leben 2

Geld oder Leben

Der Film „Geld oder Leben“ nähert sich einem bis­lang kaum beach­te­ten Zusam­men­hang – unser welt­weit herr­schen­des Finanz­sys­tem folgt Regeln, die in ihrer letz­ten Kon­se­quenz unser Leben  nega­tiv beein­flus­sen: sta­gnie­ren­de Lohn­ent­wick­lung, stei­gen­de Teue­rung der Lebens­grund­la­gen, Umver­tei­lung von Ver­mö­gen zuguns­ten der Besit­zen­den, Infla­ti­on, Defla­ti­on, Mas­sen-Ent­las­sun­gen, Ban­ken­plei­ten, Staats­bank­rot­te, Natur­zer­stö­rung in wach­sen­dem Umfang und Hun­ger­ka­ta­stro­phen.     Der Film macht den Zusam­men­hang von expo­nen­ti­el­ler Zins­dy­na­mik und deren real­wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen klar ohne dabei in die Tie­fe der Wis­sen­schaft ein­drin­gen zu wol­len und geht das The­ma aus der Per­spek­ti­ve des „Unwis­sen­den Nor­mal­bür­ger“ an. Im Grun­de beschreibt er ein Aha-Erleb­nis, das jeder nach­voll­zie­hen kann: Wenn bestimm­te Miss­stän­de unse­rer Zeit…

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Villa Gesell bei Wikipedia – Redaktion

Vil­la Gesell (eigent­li­ch Vil­la Sil­vio Gesell) ist ein Bade­ort in Argen­ti­ni­en, gele­gen in der Pro­vinz Bue­n­os Aires. Die Stadt an der Küs­te des Süd­at­lan­tiks ist Ver­wal­tungs­zen­trum des gleich­na­mi­gen Par­t­i­dos und zählt etwa 20.000 fes­te Ein­woh­ner. Name Der Name lau­tet über­setzt Gesell-Stadt und geht auf Sil­vio Gesell, den Vater des Stadt­grün­ders Car­los Gesell zurück. Gebräuch­li­ch ist heu­te jedoch der abge­kürz­te Name Vil­la Gesell. Geschich­te Car­los Gesell, der gemein­sam mit sei­nem Bru­der in Argen­ti­ni­en eine Kin­der­wa­gen­fa­brik betrieb, erfuhr 1931, dass nörd­li­ch von Mar del Pla­ta ein zehn Kilo­me­ter lan­ger und 1600 Meter brei­ter Küs­ten­strei­fen zum Ver­kauf stand. Der Preis war äußer­st güns­tig,…

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Gab es in Villa Gesell eine Bodenreform? – Georg Lehle

Die Stadt “Vil­la Gesell” an der argen­ti­ni­schen Atlan­tik­küs­te ist nach dem Geld- und Boden­re­for­mer Sil­vio Gesell benannt. Sein Sohn Car­los Gesell kauf­te kurz nach dem Tod sei­nes Vaters im Jahr 1930 einen 20 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßen Küs­ten­strei­fen und pflanz­te mit Fami­li­en­mit­glie­dern auf den Sand­dü­nen Sträu­cher und Bäu­me. Damals finan­zier­te er den Auf­bau der städ­ti­schen Infra­struk­tur mit dem Ver­kauf der begrün­ten Grund­stü­cke. Heu­te dage­gen feh­len Inves­ti­tio­nen sowohl in Vil­la Gesell, wie auch in ganz Argen­ti­ni­en, trotz stei­gen­der Boden­prei­se. Wie kann das sein? Ein­st finan­zier­ten in Vil­la Gesell die Grund- und Boden­be­sit­zer den Auf­bau der städ­ti­schen Infra­struk­tur, jetzt feh­len Inves­ti­tio­nen. Kön­nen sich heu­te…

Silvio Gesell 1895
Silvio Gesell (1895) - Abb. gemeinfrei
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John Maynard Keynes und Willem Buiter über Silvio Gesell – Redaktion

John May­nard Keynes über Sil­vio Gesell „Trotz des pro­phe­ti­schen Schmu­ckes, mit den ihm sei­ne Ver­eh­rer aus­ge­stat­tet haben, ist Gesells Haupt­werk in küh­ler, wis­sen­schaft­li­cher Spra­che geschrie­ben, obschon es durch­weg von einer lei­den­schaft­li­che­ren, erreg­te­ren Hin­ge­bung für die gesell­schaft­li­che Gerech­tig­keit durch­strömt ist, als man­che für einen Gelehr­ten schick­li­ch fin­den. Der Zweck des Buches als Gan­zes kann als die Auf­stel­lung eines anti­mar­xis­ti­schen Sozia­lis­mus beschrie­ben wer­den, eine Reak­ti­on gegen das Lais­sez-Fai­re, auf theo­re­ti­sche Grund­la­gen auf­ge­baut, die von jenen von Marx grund­ver­schie­den sind, indem sie sich auf eine Ver­wer­fung, statt auf eine Annah­me der klas­si­schen Hypo­the­sen stüt­zen, und auf eine Ent­fes­se­lung des Wett­be­wer­bes, statt auf sei­ne…