Kategorie: Zeitschriftenarchiv

Prof. Dr. Dr. Wolfgng Berger 0

Die globale Finanz- und Schuldenkrise – Wolfgang Berger

Richard Portes, Profes­sor an der „London School of Econo­mics“ gilt als bedeu­tends­ter Ökonom Groß­bri­tan­ni­ens. In 2007 schreibt er: „…
the inter­na­tio­na­li­sa­ti­on of the Icelan­dic finan­ci­al sector is a remar­kab­le success story that the markets should better acknow­ledge“ (die erfolg­rei­che globa­le Ausrich­tung des islän­di­schen Finanz­sek­tors sollte die Märkte mehr beein­dru­cken). Frede­ric S. Mish­kin – Ökono­mie­pro­fes­sor
an der „Colum­bia Univer­si­tät New York“ und ehema­li­ger Präsi­dent der US-Zentral­bank – veröf­fent­licht in 2007 einen Aufsatz „Finan­ci­al Stabi­li­ty in Iceland“ (Die finan­zi­el­le Stabi­li­tät Islands). Die islän­di­sche Zentral­bank zahlt ihm dafür 124.000 Dollar [http://de.wikipedia.org/wiki/Frederic_Mishkin].

Waage des Vertrauens, © Martin Bangemann, bestmoose.de 0

Die einzige Deckung des Geldes ist Vertrauen. – Andreas Bangemann

Ein kommen­tie­ren­der Bericht vom ersten „Bargeld­sym­po­si­um“ der Deut­schen Bundes­bank am 10.10.2012 in Frank­furt am Main.
In seiner Eröff­nungs­re­de machte Jens Weid­mann, der Präsi­dent der Deut­schen Bundes­bank mit einem kurzen Blick auf die Geschich­te des Bargel­des deut­lich, wie wich­tig das einzi­ge gesetz­li­che Zahlungs­mit­tel bis heute ist. Auch wenn in entle­ge­nen Winkel der Erde noch Urein­woh­ner zur Bezah­lung große Steine zur Beglei­chung einer Schuld nutz­ten, was eine beson­de­re Form des Bargelds darstel­le, so habe das „moder­ne“ Bargeld im Rest der Welt und insbe­son­de­re in Europa eine unge­bro­che­ne Erfolgs­ge­schich­te aufzu­wei­sen und das trotz Entwick­lung moderns­ter Möglich­kei­ten im Bereich elek­tro­ni­scher Zahlungs­sys­te­me.

Warum hohe Benzinpreise erst der Anfang sind – Norbert Rost 2

Warum hohe Benzinpreise erst der Anfang sind – Norbert Rost

Die hohen Kraft­stoff­prei­se belas­ten Verbrau­cher und Unter­neh­men. Und sie belas­ten die Wirt­schaft als Ganzes.
Doch die Diskus­si­on um Steu­er­sen­kun­gen greift zu kurz.

„Leider fehlt es noch an Kraft und Mut“ – Pat Christ 0

„Leider fehlt es noch an Kraft und Mut“ – Pat Christ

Nur eine splee­ni­ge Spie­le­rei? Vor allem für ältere, einst in öffent­li­chen Ämtern aktive Menschen ist es schwer, sich auf das Thema
„Regio­geld“ einzu­las­sen, sagt Petra Berger­mann vom Schwa­ba­cher Verein Regio-Mark: „Sie haben nun einmal im gege­be­nen System als Funk­tio­när funk­tio­niert.“ Die mitt­le­re Gene­ra­ti­on nehme das, was sie über die Bedeu­tung von regio­na­lem Geld erzäh­le, immer­hin zur Kennt­nis. Doch leider fehle es hier an Zeit, Kraft und Mut, sich für eine Geld­re­form einzu­set­zen.

Eine unmögliche Kombination: Kapitalismus und Marktwirtschaft – Wilhelm Schmülling 0

Eine unmögliche Kombination: Kapitalismus und Marktwirtschaft – Wilhelm Schmülling

In jeder Diskus­si­on über Armut und Reich­tum wird schnell Einig­keit über die Notwen­dig­keit zur „Bekämp­fung der Armut“ erzielt, nicht aber über die Bekämp­fung des Reich­tums. Armut ist nun mal Reali­tät, die es zu bekämp­fen gilt. Während zur „Armuts­be­kämp­fung“ viele Vorschlä­ge präsen­tiert werden, deren Wirk­sam­kei­ten umstrit­ten sind, stößt bei einer Reich­tums­be­kämp­fung“ (ein kaum gehör­tes Wort!) jeder Vorschlag auf massi­ven Wider­stand derer, die den Reich­tum als
Voraus­set­zung zur Minde­rung der Armut anse­hen. Reich­tum sei nun mal in unse­rer markt­wirt­schaft­li­chen Ordnung von jeder­mann erreich­bar, wenn er nur intel­li­gent und flei­ßig genug sei.

Ohne Vertrauen funktioniert Geld nicht – Andreas Bangemann 0

Ohne Vertrauen funktioniert Geld nicht – Andreas Bangemann

Ohne die Schwin­gun­gen der Luft, könn­ten wir keine Stimme wahr­neh­men. Wir hören unsere Mitmen­schen spre­chen und brau­chen dabei nicht zu wissen, warum Luft schwingt und welche Beson­der­hei­ten dabei eine Rolle spie­len. Es dürfte eine große Mehr­heit sein, die nicht allzu viel Wissen über die Schwin­gun­gen von Luft hat. Ich gehöre auch dazu.

„Alles wandelt sich. Neu beginnen kannst Du mit dem letzten Atemzug.“ – Andreas Bangemann 0

„Alles wandelt sich. Neu beginnen kannst Du mit dem letzten Atemzug.“ – Andreas Bangemann

Diesen Herbst wird eini­ges passie­ren, das kann ich Ihnen verspre­chen! Menschen werden Angst haben. Die Farbe des Laubs wird sich ändern. Menschen werden Geld verlie­ren. Das Laub wird von den Bäumen fallen. Der Nieder­gang des Euro wird weiter­ge­hen. Das Laub wird nass werden. Die Menschen werden verwirrt, verängs­tigt und verär­gert auf die Stra­ßen Euro­pas gehen. Die Tiere werden sich auf den Winter vorbe­rei­ten. Die Menschen werden weiter vor der Wirt­schafts­kri­se stehen, wie das Kanin­chen vor der Schlan­ge.

Geldsystem: 13½ Gründe für eine grundlegende Erneuerung – Andreas Bangemann 0

Geldsystem: 13½ Gründe für eine grundlegende Erneuerung – Andreas Bangemann

Das Gefühl des Getrie­ben­seins beherrscht mitt­ler­wei­le alle Berei­che des mensch­li­chen Lebens. Die Drama­tik der Ereig­nis­sen nimmt zu und mit ihr die Anzahl der Ratschlä­ge von allen Seiten, was wohl jetzt als nächs­tes zu tun ist. Poli­ti­ker handeln sprung­haft und
meist „alter­na­tiv­los“. Bürge­rin­nen und Bürger verhar­ren im Gefühl der Macht­lo­sig­keit in einer lethar­gi­schen Erstar­rung. Sich ganz auf sich selbst konzen­trie­rend, die großen Dinge teil­nahms­los beob­ach­tend, bewäl­tigt man seinen Alltag. Dennoch ist die Lage ange­spannt und von heute auf morgen kann die vermeint­li­che Erstar­rung in offene Aggres­si­vi­tät umschla­gen. Wäre es da nicht wahr­lich Zeit für eine Inven­tur? Inne­hal­ten, Bestand aufneh­men und erst dann entschei­den, was als nächs­tes zu tun ist? So
handeln, dass wieder Ruhe einkeh­ren und sich lang­fris­ti­ge Entwick­lun­gen hin zum Guten einstel­len können? Ohne „Inven­tur“ aller Fragen des Geld­sys­tems werden wir nicht weiter kommen. Die Liste im folgen­den soll dyna­misch sein, ergänzt, gekürzt und erwei­tert werden. Sie soll dazu beitra­gen, die Schwie­rig­kei­ten zu erhel­len.

Reimen gegen den Zeitgeist – Michael Freuding 0

Reimen gegen den Zeitgeist – Michael Freuding

Warum gibt es keine poli­ti­schen Gedich­te mehr? Diese Frage schwang mit, als die Zeit im März 2011 ihr Projekt „Poli­tik und Lyrik“ aus dem Boden stampf­te. Eine alte Form der poli­ti­schen Ausein­an­der­set­zung sollte wieder­be­lebt werden, eine Form die „schär­fer und witzi­ger“ sein konnte als Arti­kel oder Fotos – mein­ten die Redak­teu­re. Die Frage, warum es keine poli­ti­schen Gedich­te mehr gab oder gäbe, war für die Initia­to­ren schnell beant­wor­tet: Angeb­lich weil wir in einem ideo­lo­gie­frei­en Zeit­al­ter lebten, in dem partei­po­li­ti­sche oder gar agita­to­ri­sche Inhal­te nicht mehr gefragt seien. Inter­es­sant, dachte ich mir – inter­es­sant, weil ich glaube, dass die Welt sich niemals tiefer in eine Ideo­lo­gie verstrickt hat, als das gegen­wär­tig der Fall ist. Nur dass die Urhe­ber dieser Ideo­lo­gie kaum bekannt sind und nicht den Status genie­ßen, den man Ideo­lo­gie­stif­tern in frühe­ren Zeiten einräum­te. Das aber hängt eng mit ihren Glau­bens­sät­zen zusam­men, die Frei­heit und Indi­vi­dua­li­tät zum Zentrum der neuen Lehre erklä­ren. Mit fast schon reli­giö­sem Sendungs­be­wusst­sein setzt uns die Maschi­ne­rie der Massen­me­di­en alltäg­lich jenen Glau­bens­sät­zen aus und program­miert uns zu Skla­ven einer Minder­heit von Globa­li­sie­rungs­pro­fi­teu­ren. Diese Minder­heit bezeich­net sich selbst gern als ideo­lo­gie­frei und wissen­schafts­ori­en­tiert, ohne über die damit verbun­de­nen Vortei­le viele Worte zu verlie­ren. So wirk­sam ist die Gehirn­wä­sche, dass der unin­for­mier­te Mitläu­fer selbst in den tiefs­ten Krisen noch nach jenen Problem­lö­sern schreit, die unsere Proble­me erst verur­sacht haben. Da herrscht keiner­lei Einsicht, kein Hauch der Hoff­nung.

„Geld ist nicht grau“ – Pat Christ 0

„Geld ist nicht grau“ – Pat Christ

Ohne Loya­li­tät würde gar nichts gehen: Nur weil die Menschen unaus­ge­spro­chen über­ein­ge­kom­men sind, dass bestimm­te Schei­ne
„Geld“ bedeu­ten, sind diese Schei­ne auch etwas wert. „Geld ist eine konstru­ier­te, eine gemach­te Größe, die der Bürg­schaft einer Sozia­li­tät bedarf“, sagt die Inns­bru­cker Ethno­lo­gie-Profes­so­rin Dr. Silke Meyer. In ihrem drei­se­mest­ri­gen Studi­en­pro­jekt „Money Matters“ brach­te sie Studie­ren­de dazu, über das Thema „Geld“ einmal etwas genau­er nach­zu­den­ken.

Von Geld, Geldmengen und Geldillusionen – Helmut Creutz 0

Von Geld, Geldmengen und Geldillusionen – Helmut Creutz

„Der Versuch, die Geld­men­ge zu defi­nie­ren, treibt akri­bi­sche Exper­ten an den Rand der Verzweif­lung. Denn es gibt keine klare Tren­nungs­li­nie im Kalei­do­skop der Anla­gen, die es ermög­li­chen würde, genau den Punkt fest­zu­le­gen, an dem sich Geld von ande­ren Anla­gen scheidet.“[1]
„Die genaue Defi­ni­ti­on >der Geld­men­ge ist ebenso eine Frage des Geschmacks wie der wissen­schaft­li­chen Notwen­dig­keit. Neben M1 und M2 haben die Ökono­men mehr als ein Dutzend Geld­men­gen­kon­zep­te defi­niert: M3, M1a, M1b!“[2] [1] Deut­sche Bundes­bank, Monats­be­richt Januar 1992 [2] Paul A. Samu­el­son, in seinem welt­weit verbrei­te­ten Lehr­buch „Volks­wirt­schafts­leh­re“

In Sozialen Handel investieren – Henk van Arkel 0

In Sozialen Handel investieren – Henk van Arkel

Die in Utrecht in den Nieder­lan­den ansäs­si­ge Stif­tung „Social TRade Orga­ni­sa­ti­on”, kurz „STRO” genannt, ist eine der weni­gen Orga­ni­sa­tio­nen der Welt, die alter­na­ti­ve Geld­sys­te­me entwickelt.[1] STRO konzen­triert sich auf Alter­na­ti­ven zum aktu­el­len Geld, weil es offen­sicht­lich ist, dass das herr­schen­de Geld­sys­tem unnö­ti­ge Armut erzeugt und eine gefähr­li­che Belas­tung für die Umwelt und jede Kultur darstellt.

„Kaufe Lokal“ – Arthur M. Gruenbaum 0

„Kaufe Lokal“ – Arthur M. Gruenbaum

Die Social Trade Orga­ni­sa­ti­on (STRO) ist Initia­tor des „Kaufe Lokal“-Programms und setzt sich für dessen Kombi­na­ti­on mit komple­men­tä­ren Währun­gen ein, da diese die posi­ti­ve Wirkung lokal­be­wuss­ten Einkau­fens noch verstär­ken.

Das Unternehmertum in einer solidarischen postkapitalistischen Wirtschaft – Norbert Bernholt 0

Das Unternehmertum in einer solidarischen postkapitalistischen Wirtschaft – Norbert Bernholt

Die Produk­ti­on von Gütern und Dienst­leis­tun­gen ist eine zutiefst gesell­schaft­li­che Ange­le­gen­heit, die in der kapi­ta­lis­ti­schen Wirt­schaft über­wie­gend von privat­wirt­schaft­lich orga­ni­sier­ten Unter­neh­men wahr­ge­nom­men wird. Hieran wird sich – nach unse­ren Vorstel­lun­gen – auch in einer soli­da­ri­schen nach­ka­pi­ta­lis­ti­schen Ökono­mie im Prin­zip nichts ändern. Aller­dings muss sich die Verfas­sung insbe­son­de­re der großen Unter­neh­men und das Umfeld, in dem sie agie­ren, radi­kal ändern. In den folgen­den Ausfüh­run­gen soll es darum gehen, Grund­zü­ge einer neuen Unter­neh­mens­ver­fas­sung zu entwer­fen, die bewirkt, dass Unter­neh­men
nur dann erfolg­reich sind, wenn sie sich in den Dienst der Menschen und der Umwelt stel­len.

Zakat – Ein Diskussionsbeitrag von Jörg Schreiner 0

Zakat – Ein Diskussionsbeitrag von Jörg Schreiner

Bei der Diskus­si­on über die (Wieder-)Einführung einer Vermö­gens­steu­er, entste­hen zahl­rei­che Fragen. Wer soll besteu­ert werden?
Was soll besteu­ert werden? Wie vermei­det man eine Flucht vor der Vermö­gens­steu­er?

Piratenpartei und Geldsystem: Der Nebel lichtet sich – Roland Rottenfußer 0

Piratenpartei und Geldsystem: Der Nebel lichtet sich – Roland Rottenfußer

Das Rätsel­haf­te stimu­liert die Fanta­sie, und die Pira­ten­par­tei ist die Sphinx unter den poli­ti­schen Akteu­ren. Spezi­ell in Wirt­schafts­fra­gen glänz­te sie bislang durch Fest­le­gungs­scheu. Sind die Pira­ten eine „Links­par­tei mit Inter­net­an­schluss“, wie Gegner behaup­ten, oder doch verkapp­te Wirt­schafts­li­be­ra­le? Werden nach dem Grund­ein­kom­men auch umlauf­ge­si­cher­tes Geld und Regio­nal­wäh­run­gen bei der Partei eine poli­ti­sche Heimat finden? Der Erfolg der Pira­ten weckt Begehr­lich­kei­ten, und der Kampf um die Seele der Partei ist im vollen Gange. Wohin steu­ert das Pira­ten­schiff? Und wie könnte das Wirt­schafts­pro­gramm ausse­hen, das auf dem Bundes­par­tei­tag im Novem­ber verab­schie­det werden soll? Eine Zwischen­bi­lanz.

Demokratie in Gefahr! – Wilhelm Schmülling 0

Demokratie in Gefahr! – Wilhelm Schmülling

Ist es ange­bracht, in einer Zeit, in der die Euro-Krise eska­liert, über Demo­kra­tie zu reden und die Regie­rung an ihre Pflich­ten zu erin­nern? Noch nie war es nöti­ger als jetzt, da grund­le­gen­de Entschei­dun­gen über unsere Währung anste­hen. Es gibt Zwei­fel darüber, dass solche Entschei­dun­gen demo­kra­tisch herbei­ge­führt werden. Zwar haben wir in unse­rem demo­kra­tisch gewähl­ten Bundes­tag eine starke Oppo­si­ti­on, die unde­mo­kra­ti­sches Vorge­hen der Regie­rung anpran­gert. Das glau­ben wir aber nur. In Wirk­lich­keit hat sich die SPD bei den Euro-Rettungs­maß­nah­men als Verbün­de­te der Regie­rung erwie­sen. Zurzeit über­prüft das Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren zum ESM-Vertrag (Euro­päi­scher Stabi­li­täts-Mecha­nis­mus). Am 12. Septem­ber fällt das Gericht eine Entschei­dung.

Abschied vom Steuerstaat – Dirk Löhr 1

Abschied vom Steuerstaat – Dirk Löhr

Die frei­wirt­schaft­li­che Theo­rie ist weit mehr als eine Geld­theo­rie. Sie kann auch als eine gegen Mono­po­le im weites­ten Sinne gerich­te­te Theo­rie verstan­den werden. Was aber kann unter „Mono­po­len im weites­ten Sinne“ verstan­den werden? Keynes beschrieb scharf­sin­nig die Eigen­schaf­ten der kriti­schen Assets und Dirk Löhr macht sie verständ­lich.

Leserbriefe 04/2012 0

Leserbriefe 04/2012

Ihre Meinung ist uns wich­tig. Senden Sie uns Ihre Fragen, Anre­gun­gen oder persön­li­che Meinun­gen. Bitte fassen Sie sich kurz, um so wahr­schein­li­cher wird die Veröf­fent­li­chung. Die Redak­ti­on behält sich vor, Leser­brie­fe ohne Rück­spra­che zu kürzen.

(Hu)manigfaltiges 04/2012 0

(Hu)manigfaltiges 04/2012

Kurz­nach­rich­ten und Hinwei­se:
[SFFO] Boden­spe­ku­la­ti­on mit Acker­land auch in Deutsch­land – Agrar­mi­nis­ter ratlos?
Geld­sys­te­me sind kein Natur­ge­setz
04/2012 www.humane-wirtschaft.de 37
Deut­sche Frie­dens­ge­sell­schaft fordert Abschaf­fung des Zins- und Zinses­zins­sys­tems
Die Über­schul­dung als System­feh­ler erken­nen
Lust auf neues Geld – Die DVD Jetzt bestel­len
Gren­zen der Model­le in den Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten
Fran­zö­si­scher Präsi­dent Hollan­de spricht Klar­text: (ARD, 7. Mai 2012, 22:45 Uhr, „Die Nacht als Frank­reich rot wurde“)
Dr. Norbert Blüm: (18. 5. 2012, Süddeut­sche Zeitung)
Heiner Geiß­ler: (29. 1. 2012, WELT am SONNTAG)
Dirk C. Fleck – Die vierte Macht

Galaktischer Energieverbrauch – Tom Murphy, übersetzt von Tom Schülke 0

Galaktischer Energieverbrauch – Tom Murphy, übersetzt von Tom Schülke

Seit dem Beginn der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on haben wir ein beein­dru­cken­des, sehr stabi­les Wachs­tum des Ener­gie­ver­brauchs der mensch­li­chen Zivi­li­sa­ti­on erlebt. Die Daten der US-ameri­ka­ni­schen „Energy Infor­ma­ti­on Agency“ zeigen für den US-Ener­gie­ver­brauch seit 1650 (1635−1945, 1949–2009, inklu­si­ve Holz, Biomas­se, fossi­ler Treib­stof­fe, Wasser­kraft, Nukle­ar­ener­gie
u.s.w. ), einen auffal­lend konstan­ten Wachs­tums­kurs, der durch eine jähr­li­che Wachs­t­um­ra­te von 2,9% gekenn­zeich­net ist.

Der unsichtbare Elefant 0

Meine beiden Elefanten – Roland Spinola

Denke ich über die Ursa­chen der Finanz­kri­se nach, so fallen mir zwei Meta­phern ein, die beide mit Elefan­ten zu tun haben:
„There is an elephant in the room“ sagen die Englän­der und meinen damit, dass es eine offen­sicht­li­che Wahr­heit gibt, die jeder kennt, die aber keiner disku­tie­ren will. An diese Meta­pher denke ich oft, wenn ich Talk­shows zuhöre. Der Elefant ist entwe­der zu gefähr­lich und deshalb möchte ihm niemand zu nahe kommen und beim Namen nennen oder einige Teil­neh­mer nehmen ihn tatsäch­lich gar nicht wahr.

Steffen Henke – Ein Porträt von Andreas Bangemann 0

Steffen Henke – Ein Porträt von Andreas Bangemann

Es begann alles mit einer „beiläu­fig“ gemach­ten Äuße­run­gen in einer Email. Darin schrieb Stef­fen Henke im Herbst 2010, dass es doch möglich sein müsse, zu bewei­sen, wie viele Menschen sich schon heute für ein besse­res Geld­sys­tem einset­zen. Wenn viele das Glei­che wollen, dann werden sie unüber­hör­bar und es kann zu wich­ti­gen Verän­de­run­gen kommen, war seine Schluss­fol­ge­rung.
Eine große Veran­stal­tung, auf der alle Flagge zeigen können, müsse her.

Was ist natürliche Ökonomie? – Roland Rottenfußer 0

Was ist natürliche Ökonomie? – Roland Rottenfußer

Wir müssen natür­li­ches Wirt­schaf­ten vom Stigma des Anrü­chi­gen befrei­en, das ihm wegen der Auswüch­se des Sozi­al­dar­wi­nis­mus anhaf­tet. Nicht nur der „Kampf ums Dasein“ prägt natür­li­che Ökosys­te­me. Bei genau­er Betrach­tung finden wir auch viel Posi­ti­ves: Koope­ra­ti­on, gesun­de Wachs­tums­gren­zen, Ausgleich zwischen den Extre­men, frei flie­ßen­de Ener­gi­en und den Verzicht auf abstrak­te Besitz­ver­hält­nis­se. Natür­li­che Ökono­mie ist ein Wirt­schaf­ten nach natür­li­chen Prin­zi­pi­en, die das Beson­de­re unse­rer Situa­ti­on als Menschen nicht verleug­net. Vor allem ist sie ein Heil­mit­tel gegen die Domi­nanz egois­ti­scher Einzel­in­ter­es­sen. Denn Ökolo­gie bedeu­tet im Kern: Jeder Teil erhält seinen Sinn durch die Harmo­nie mit einem größe­ren Ganzen.

EURO-Rettung in den letzten Zügen – Kommentar von Wilhelm Schmülling 0

EURO-Rettung in den letzten Zügen – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Nun hat Grie­chen­land wieder Luft zum Atmen. Es hat gewählt, konser­va­tiv zur Freude der Euro­kra­ten. Ist damit Grie­chen­land und
der EURO geret­tet? Nein, mit der Wahl wurde nichts entschie­den, nur die Aussich­ten zur Rettung ein wenig verbes­sert, glaubt man. Das retten­de Ufer in Sicht, stram­peln die Grie­chen darauf zu, die Köpfe wie Ertrin­ken­de Unter­kan­te Kinn gerade über Wasser haltend. Reichen die Kräfte nun aus, um Land zu errei­chen?

Reichtum und Reichtumsexplosion – Helmut Creutz 0

Reichtum und Reichtumsexplosion – Helmut Creutz

Auch wenn der Begriff „Reich­tum“ viel­fach verwen­det wird – vom Arten­reich­tum in der Natur bis hin zum Reich­tum wissen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se – , wird er auf Anhieb meist mit Geld verknüpft! Eben­falls, wenn man unter diesem Begriff den Reich­tum aller Güter ausdrückt, d. h. die wirt­schaft­lich einge­setz­ten Sach­wer­te mit den Geld­erspar­nis­sen, unter dem Begriff „Vermö­gen“ zusam­men­fasst. Und dieser Reich­tum und dessen zuneh­men­de Konzen­tra­ti­on machen vor allem Schlag­zei­len, wenn vom „Mana­ger-Maga­zin“, alle paar Jahre, die „300 reichs­ten Deut­schen“ aufge­lis­tet werden!

Wann ein Reicher „vermögend“ ist“ – Pat Christ 0

Wann ein Reicher „vermögend“ ist“ – Pat Christ

Sind Reiche nur Egois­ten? Sind sie gren­zen­los Gieri­ge? Die sich mitun­ter durch frag­wür­di­ge Metho­den Geld und noch mehr Geld verschaf­fen? Für jene Wissen­schaft­ler, die sich zum „Forum für Vermö­gens­for­schung“ zusam­men­ge­schlos­sen haben, sind all dies verzerr­te Bilder von Reichen. „Ein neues Verständ­nis von Vermö­gen­den aufzu­bau­en, basie­rend auf ihrer gesell­schaft­li­chen
Verant­wor­tung“, ist eines der Ziele des Forums, das am Insti­tut für Sozio­lo­gie der Univer­si­tät Müns­ter etabliert wurde.

Sparen – Mission: Impossible – Peter Döllel 0

Sparen – Mission: Impossible – Peter Döllel

Es wird zu viel gespart! Neben den Lebens­ver­si­che­run­gen, den staat­li­chen und priva­ten Renten­kas­sen und den Beam­ten­kas­sen sind die Rentiers (das sind Menschen mit hohen Vermö­gen, die daraus ihr leis­tungs­lo­ses Einkom­men – den Zins – beziehen[1]) mit die Haupt­ver­ant­wort­li­chen für das Anwach­sen der riesi­gen Geld­ver­mö­gen.

[1] Allge­mei­ne Theo­rie der Beschäf­ti­gung, des Zinses und des Geldes, Dunker & Humblot 1936, John Maynard Keynes Seite 316–318 Der Rentier der „…den knapp­heits­be­ding­ten Wert des Kapi­tals auszu­nut­zen“ „…dass der sanfte Tod des Rentiers, des funk­ti­ons­lo­sen Inves­tors nichts plötz­li­ches sein wird….“ Aber er wird in 1 bis 2 Gene­ra­tio­nen „.. nicht mehr einen Bonus (Zins und Zinses­zins) erhal­ten.

„Lust auf neues Geld“  lockte viele Menschen nach Leipzig 1

„Lust auf neues Geld“ lockte viele Menschen nach Leipzig

Am 9. Juni hatte die „Neues Geld gemein­nüt­zi­ge GmbH“ zu einer Tages­ver­an­stal­tung in die Stadt geru­fen, die sinn­bild­lich für den Aufbruch zum Wandel steht: Leip­zig. Zwei­tau­send Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer folg­ten dem Ruf und bilde­ten einen impo­san­ten Rahmen für ein Programm, das es in sich hatte. Die Veran­stal­ter unter Leitung des Geschäfts­füh­rers Stef­fen Henke
hatten ein abwechs­lungs­rei­ches Programm zusam­men­ge­stellt: Musik, Akro­ba­tik, Kaba­rett, Unter­hal­tung und natür­lich viel Infor­ma­ti­on zum Thema Geld.