Kategorie: Ausgabe 02 – 2015

Schild zur SGT 0

In Wuppertal entsteht ein Lernort – Andreas Bangemann

Anna lebt in Wup­per­tal und nahm 2014 am Som­mer­camp teil, das auf dem Gelän­de der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te rund um die dor­ti­ge Frei­licht­büh­ne statt­fand. Das Pro­gramm und die außer­ge­wöhn­li­che Kon­zep­ti­on der Ver­an­stal­tung lock­ten Gäs­te aus vie­len Län­dern an. Ein Film­team des WDR kam einen Tag zu Dre­h­auf­nah­men für einen Kurz­be­richt im regio­na­len Fern­se­hen. Neben kör­per­li­chem Ein­satz bei den Arbei­ten am Wie­der­auf­bau des Amphi­thea­ters gab es Ange­bo­te zu Work­shops, um per­sön­li­che künst­le­ri­sche Fähig­kei­ten zu ent­de­cken. Man zel­te­te, orga­ni­sier­te das Kochen selbst und genoss die gemein­sa­men Stun­den. Wis­sens­ver­mitt­lung und gesel­li­ge Aben­de ver­hal­fen dem Camp am Ende zum Erfolg. Auch Anna emp­fand das so und…

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Über Michael Ende – Leonie Sontheimer

Vor vier­zig Jah­ren schrieb Micha­el Ende die Geschich­te „MOMO“, wel­che hin­ter dem Schlei­er eines Mär­chens die kri­sen­haf­te Situa­ti­on unse­rer heu­ti­gen Wachs­tums­ge­sell­schaft the­ma­ti­siert. Die HUMANE WIRTSCHAFT berich­tet an die­ser Stel­le regel­mä­ßig über ein Film­pro­jekt, das sich den Hin­ter­grün­den von Momo wid­met, einen öko­no­mi­schen und sozia­len Wan­del erprobt und dar­in von Micha­el Endes Schrif­ten und Gedan­ken beglei­tet ist. Es mag Schrift­stel­ler geben, die schrei­ben, um der Welt zu ent­flie­hen. Ande­re las­sen sich von der Ver­hei­ßung von Reich­tum und Ruhm lei­ten. Nicht so der Ver­fas­ser von Momo, der Unend­li­chen Geschich­te und Jim Knopf: Vie­le der fan­ta­sie­vol­len Geschich­ten und Figu­ren Micha­el Endes, dar­un­ter auch…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 1

Wahre Verlogenheit – Editorial

Wah­re Ver­lo­gen­heit Wur­de der Anschlag von lin­ken Extre­mis­ten durch­ge­führt? War es eine Pro­vo­ka­ti­on der extre­men Rech­ten oder ein sinn­lo­ser Ter­ror­akt radi­ka­ler Isla­mis­ten? Insze­nier­ten es ein­fluss­rei­che Stel­len in Poli­tik und Wirt­schaft, um ihre Macht zu fes­ti­gen und Erobe­rungs­feld­zü­ge zu recht­fer­ti­gen? Soll ein Poli­zei­staat auf­ge­baut wer­den, der unter dem Deck­man­tel der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung Bür­ger­rech­te ein­schränkt? Was wäre, wenn alles wahr ist? Was wäre, wenn nichts davon wahr wäre? Es bleibt die Tat­sa­che, dass bei dem Anschlag vie­le Men­schen getö­tet oder ver­letzt wur­den. Nein, ich den­ke nicht an einen spe­zi­el­len Ter­ror­akt, son­dern an einen belie­bi­gen. Es geht mir um die eine Wahr­heit und dass…

leserbriefe 0

Leserbriefe 02/2015

Piket­ty der Ent­mys­ti­fi­zie­rer der Öko­no­men Für mich als ein­fa­cher den­ken­den Men­schen ist es zwei­fel­los wohl­tu­end, nach sehr viel theo­re­ti­schem Tohu­wa­bo­hu, dass Tho­mas Piket­ty vier Sei­ten vor Abschluss des „Kapi­tals im 21. Jahr­hun­dert“ Sei­ten­hie­be gegen­über sei­nem eige­nen Berufs­stand aus­teilt. Er hat gesagt: „Die Öko­no­men haben all­zu lan­ge ihre Iden­ti­tät über ihre wis­sen­schaft­li­chen Metho­den defi­niert. In Wahr­heit beru­hen die­se Metho­den vor allem auf einem über­mä­ßi­gen Gebrauch mathe­ma­ti­scher Model­le, die häu­fig nur als Vor­wand die­nen, um sich auf­zu­spie­len und davon abzu­len­ken, dass es um gar nichts geht.“ Gün­ter Fritz, Bibers­feld Darf eine Sati­re alles? Wird die Schwei­zer Bun­des­rä­tin Doris Leuthard zu Recht kri­ti­siert,…

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Zur Flüchtlingsdebatte – Lesermeinung Peter Ziegert

Wir haben nun ein­mal das Pro­blem und müs­sen es irgend­wie lösen. Schimp­fen, pro­tes­tie­ren, hau­fen­wei­se Argu­men­te dage­gen vor­brin­gen, was bringt es? Nach­den­ken und die Vor­ge­schich­te betrach­ten, die zu die­ser Situa­ti­on geführt hat, wür­de allen bes­ser zu Gesich­te ste­hen. Da ergibt sich ein ganz ande­res Bild. In der Phy­sik gilt das Gesetz des Ursa­che-Wir­kungs-Prin­zips. Betrach­ten wir doch ein­mal die Ursa­chen die zu die­sen Wir­kun­gen geführt haben. Die Flücht­lings­pro­ble­ma­tik ist Ergeb­nis der jahr­zehn­te­lan­gen neo­ko­lo­nia­lis­ti­schen Poli­tik der west­li­chen Staa­ten und Regie­run­gen gegen die Ent­wick­lungs­län­der und der Unter­stüt­zung dor­ti­ger kor­rup­ter Poli­ti­ker, solan­ge die­se ihr Land von unse­ren Kon­zer­nen aus­plün­dern lie­ßen. Die tie­fen Ursa­chen der jet­zi­gen…

Foto: © Pat Christ
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Völlig aus dem Takt geraten – Pat Christ

Wir sind fort­wäh­rend in Bewe­gung. Bemü­hen uns, unter den engen Zeit­hut zu quet­schen, was ein­fach nicht dar­un­ter­pas­sen will. War je eine Gene­ra­ti­on der­ma­ßen hek­ti­sch? Wohl kaum. Doch wie bei allen zeit­geis­ti­gen Phä­no­me­nen lässt auch hier die Gegen­be­we­gung nicht lan­ge auf sich war­ten. „Zeit­acht­sam­keit“ lau­tet das neue Stich­wort. Zahl­rei­che Initia­ti­ven for­dern und gestal­ten eine neue „Zeit­kul­tur“. Man­che Ansät­ze sind durch­aus beacht­li­ch. Unter dem Aspekt „Geld­sys­tem“ betrach­tet, grei­fen sie jedoch fast sämt­li­ch zu kurz. So ganz neu ist die Sache frei­li­ch nicht. Vor mehr als 40 Jah­ren fei­er­te Micha­el Ende Erfol­ge mit sei­nem Roman „Momo“. Im Mit­tel­punkt steht ein Kind, das den…

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Henry George, der Vater der Bodenreform – Hans Traugott Strung

Der Ame­ri­ka­ner Hen­ry Geor­ge (02. 09. 1839 — 29. 10. 1897) wur­de zum Ban­ner­trä­ger der klas­si­schen Boden­re­form in aller Welt. Er stamm­te aus dem Arbei­ter­stan­de und war, gleich dem ihm gesin­nungs­ver­wand­ten Refor­mer Proud­hon, Schrift­set­zer von Beruf. Als Vier­zig­jäh­ri­ger schuf Geor­ge das Werk, das die Welt wie ein Fanal wach­rüt­tel­te und mit dem er die Schick­sals­ent­schei­dung über Auf­stieg oder Unter­gang in die Hän­de der Schaf­fen­den legen woll­te: „Fort­schritt und Armut“: Tief durch­pflüg­te der Meis­ter in selb­stän­di­ger Denk­ar­beit die Geset­ze des Erd­bo­dens, immer mit dem Leit­stern vor Augen: „Das Gebiet des Geset­zes ist nicht auf die phy­si­sche Natur beschränkt. Es umfasst eben­so…

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Philosophie auf dem Niveau Hegels – Buchrezension von Daniel Bigalke

Es han­delt sich um nichts Gerin­ge­res als um eine Zusam­men­fas­sung der bis­her gut drei­ßig Bücher die­ses Autors, sei­ne Com­pen­di­um phi­lo­so­phiae. Dar­über­hin­aus um eine Ein­füh­rung in „die“ Phi­lo­so­phie, die heu­te auf­grund der spe­zia­lis­ti­schen Zer­split­te­rung in die Phi­lo­lo­gi­en oder Aus­le­gun­gen ver­gan­ge­ner phi­lo­so­phi­scher Wer­ke gar nicht mehr zu grei­fen ist. Her­aus­for­dernd wird im Klap­pen­text gefragt: „Wo fin­det man heu­te eine so reich­hal­ti­ge und neu­ar­ti­ge Sys­te­ma­tik aus einem Guss?“ Der Rezen­sent wüss­te in der Tat nicht wo, vor allem, wenn man noch die Adjek­ti­ve „logi­sch kon­se­quent“ dazu nimmt. In den neun Kapi­teln des Buches wer­den fol­gen­de phi­lo­so­phi­sche Dis­zi­pli­nen vor­ge­stellt: 1. Erkennt­nis­theo­rie, 2. Anthro­po­lo­gie, 3.…

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Sissyphos – Stefan Nold

Es war ein­mal ein klei­ner Jun­ge, der hieß Sis­sy­phos. Sei­ne Eltern waren Athe­ne und ihr sieb­ter Ehe­mann, Anto­nio. Die bei­den betrie­ben eine Gast­wirt­schaft mit Namen „Hel­las“ im Osten von Wan­ne-Eickel. Das „Hel­las“ lief schlecht. Wie alle sei­ne Vor­gän­ger küm­mer­te sich auch Anto­nio nicht um sei­ne Wirt­schaft, son­dern fuhr in sei­nem Auto umher und traf sich mit rei­chen Freun­den, die er umson­st in sei­nem Restau­rant bewir­te­te. Wenn er kein Geld mehr hat­te – was ziem­li­ch häu­fig vor­kam, rief er Athe­nes Tan­te Ange­la in Ber­lin und ihren ein­fluss­rei­chen Onkel Jean-Clau­de in Brüs­sel an. Die gaben ihm stets bereit­wil­lig Kre­dit, um eine Küche…

© Erich Westendarp / pixelio.de 0

In der Bahn – Ein Gedicht von Jill Sorge

Drück’ dich aus, drück’ dich nicht ein! See­len schwei­gen, wol­len schrei­en In der Bahn die Men­schen sit­zen Seh’ vor Angst die Stir­nen schwit­zen Sehe ihnen ins Gesicht – Ohne Freu­de, ohne Licht Mit den Augen scharf und wach blickt man in des Men­schen Kind Sehe gleich und möch­te wis­sen, wes­halb sie so fer­ne sind Will befrei­en das Gegen­über Durch den Bli­ck das Rad anhal­ten, Doch man steht ja aber drü­ber Soll­ten wir nicht Ruhe wal­ten… … Las­sen? Da man ja alles hin­be­kommt Ein­fach ist es doch zu has­sen Höre auf der Affen Lied Frag mich, ob noch jemand sieht Habe…

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WWW = Was Wäre Wenn? – Milorad Krstić

Wir, die meis­ten bra­ven und recht­schaf­fe­nen Bür­ger und treu­en Steu­er­zah­ler, ach­ten die Geset­ze. Und wir freu­en uns über unser Pri­vi­leg, in Frei­heit und Wohl­stand zu leben. Nur die „Mie­se­pe­ter“ unter uns stel­len unser frei­heit­li­ches Sys­tem in Fra­ge. Die­je­ni­gen, wel­che über die angeb­li­ch bevor­ste­hen­den Gefah­ren gigan­ti­schen Aus­ma­ßes reden, die sind – ganz klar – Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker. Wel­ch ein Begriff! Weil aber alles so schön fried­li­ch und geord­net zu sein scheint, fra­gen wir doch ein­mal kurz nach: Was wäre wenn…? Was wäre, wenn zum Bei­spiel die moderns­ten Flug­zeu­ge der Welt gar nicht ein­fach ver­schwin­den könn­ten? Und wenn hin­ter sol­chen Delik­ten viel­mehr soge­nann­te Staats­ter­ro­ris­ten…

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Nicht Weltherrschaft – Geldherrschaft ist das Ziel! – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Wie vie­le Welt­rei­che sind unter­ge­gan­gen, die zur Welt­herr­schaft auf­stei­gen woll­ten? Alle! Die­ses Ziel beding­te den Unter­gang. Es ist bedau­er­li­ch, dass heu­te der­ar­ti­ge Bestre­bun­gen von Men­schen unter­nom­men wer­den, die aus der Geschich­te offen­sicht­li­ch wenig gelernt haben: Putin und Oba­ma. Schon das Wort „Herr­schaft“ weist auf Gewalt hin und fol­ge­rich­tig auf Gegen­ge­walt und fol­ge­rich­tig auf Krieg. Kann die­se „tod“sichere Abfol­ge denn nie­mals unter­bro­chen wer­den? Dabei führt Welt­herr­schaft kei­nes­falls zu Reich­tum, zu einem Welt„reich“. Es führt zu Armut. Denn ver­wüs­te­te Land­schaf­ten müs­sen wie­der auf­ge­baut und – wenn man die Über­le­ben­den zu Vasal­len machen will – auch ernährt wer­den. Spie­gel­bild­li­ch zur Herr­schaft zeigt sich…

Helmut Creutz 2013
Foto: Privat
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Warum die Preise nicht mit den Zinsen sinken – Helmut Creutz

„Wenn im Durch­schnitt aller Prei­se ein Drit­tel Zin­sen ste­cken, war­um sin­ken die­se denn jetzt nicht?“ – Hel­mut Creutz – Ange­sichts der deut­li­ch abge­senk­ten und – in Son­der­fäl­len – sogar ins Minus gehen­den Leit­zin­sen der Zen­tral­ban­ken, ist die­se Fra­ge durch­aus nahe lie­gend! – Doch wäh­rend es sich bei die­sen Leit­zin­sen nur um jene rela­tiv gerin­gen Grö­ßen geht, die bei der Ver­sor­gung der Wirt­schaft mit Zen­tral­bank­geld anfal­len, geht es bei den Zin­sen in der Wirt­schaft – und damit zwi­schen Publi­kum und Ban­ken – um die Bedie­nung jener viel­mals grö­ße­ren und lau­fend zuneh­men­den Gut­ha­ben-Bestän­de, die sich aus den stän­dig wie­der­hol­ba­ren Nut­zun­gen die­ses Gel­d­es…

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Die neue Superklasse (Teil 2 von 2) – Günther Moewes

Über Zie­le, Mär­chen, Koor­di­na­ten­ver­schie­bun­gen der neu­en Super­klas­se und mög­li­che Gegen­stra­te­gi­en Ist es nicht Legen­den­bil­dung oder gar Ver­schwö­rungs­theo­rie, die Ver­ant­wor­tung für alle Bös­ar­tig­kei­ten die­ser Welt der neu­en Super­klas­se anzu­las­ten? Nein. Denn das, was die­se Super­klas­se defi­niert, eint und aus­macht, ist es, grund­sätz­li­ch Kapi­tal­in­ter­es­sen über Bevöl­ke­rungs­in­ter­es­sen zu stel­len. Und das dann durch Pseu­do­wis­sen­schaft zu recht­fer­ti­gen. Inso­fern ist sie mit ihren Thinktanks und Stif­tun­gen die inof­fi­zi­el­le glo­ba­le Schalt­stel­le der Kapi­tal­sei­te und der ihr höri­gen poli­ti­schen Par­tei­en. Ihre Zie­le resul­tie­ren nicht aus der absichts­vol­len Ver­schwö­rung ein­zel­ner Mil­li­ar­dä­re, son­dern aus der orga­ni­sier­ten Ver­fil­zung ihrer Kapi­tal­in­ter­es­sen. Die von ihr nicht mehr benö­tig­ten Tei­le der Bevöl­ke­run­gen wer­den…

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TTIP und Demokratie – Bekennt Euch zum SubsidiaritätsprinzipSven Giegold

In Euro­pa gibt es kei­ne poli­ti­sche Dis­kus­si­on ohne das Sub­si­dia­ri­täts­prin­zip. Im Euro­pa­wahl­kampf beschwör­ten Poli­ti­ker unter­schied­lichs­ter Cou­leur unge­wöhn­li­ch ein­stim­mig die Idee, dass Auf­ga­ben in der EU wo immer mög­li­ch dezen­tral, also auf regio­na­ler oder natio­na­ler Ebe­ne, gere­gelt wer­den sol­len. Aktu­ell schei­nen eini­ge ihr Bekennt­nis zur Sub­si­dia­ri­tät schon wie­der ver­ges­sen zu haben: Bei den Dis­kus­sio­nen zu TTIP und ande­ren Frei­han­dels­ver­trä­gen ist von dem son­st unver­meid­li­chen Wort­mons­ter nichts zu hören. Auch Sub­si­dia­ri­täts­fans, die bei Staub­sau­gern, Glüh­bir­nen und Dusch­köp­fen hyper­ven­ti­lie­ren, sind selt­sam schweig­sam. Das macht stut­zig, denn die Recht­fer­ti­gung für TTIP & Co. berührt ganz zen­tral das ehr­wür­di­ge Prin­zip aus der katho­li­schen Sozi­al­leh­re, das…

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Museum der Modernen Künste, Rovereto 1914–2014 – Redaktion

Das „MART“ – „Muse­um für Moder­ne und zeit­ge­nös­si­sche Kunst“ in Rovereto – in der nord­ita­lie­ni­schen auto­no­men Pro­vinz Tri­ent (Tren­ti­no), prä­sen­tiert noch bis 20. Sep­tem­ber 2015 an drei musea­len Orten der Stadt ein umfang­rei­ches, cross­me­dia­les Pro­jekt zum The­ma Krieg. Anlass für die im Okto­ber 2014 begon­ne­ne Aus­stel­lung ist der 1914 aus­ge­bro­che­ne 1. Welt­krieg. Das Zitat Ber­told Brechts auf Ita­lie­ni­sch wur­de dabei zum Aus­hän­ge­schild gemacht. Die Aus­stel­lung lockt durch Expo­na­te welt­be­kann­ter Künst­ler der Moder­ne, wie zum Bei­spiel Max Beck­mann, Marc Cha­gall, Albin Egger-Lienz, Adolf Helm­ber­ger, Osval­do Lici­ni, Arturo Mar­ti­ni, Pie­tro Moran­do, Mario Siro­ni und vie­len mehr. Die all­täg­li­che Nor­ma­li­tät des Kriegs­ge­sche­hens, neben…

Kurzmeldungen – Redaktion 0

Kurzmeldungen – Redaktion

Robert Skidels­ky emp­fiehlt Sil­vio Gesell und „Gestem­pel­tes Geld“ Der bri­ti­sche Wirt­schafts­his­to­ri­ker und bedeu­ten­de Keynes-Bio­gra­ph hat in einem Bei­trag für das Maga­zin „New Sta­tes­man“ dafür plä­diert, hin­sicht­li­ch der Lösun­gen im Fal­le Grie­chen­lands über den Vor­schlag von Sil­vio Gesell nach­zu­den­ken. Wie vie­le Exper­ten kon­sta­tiert Skidels­ky eben­falls, dass Grie­chen­land außer­stan­de sein wird, sei­ne Schul­den zu bedie­nen. Die For­de­rung des sieg­rei­chen Bünd­nis­ses „Syri­za“ mit ihrem Chef Alexis Tsi­pras nach einem Schul­den­er­lass befür­wor­tet er. Gleich­zei­tig erin­nert er Deutsch­land dar­an, dass es nach dem 2. Welt­krieg eben­falls von groß­zü­gi­gen Begüns­ti­gun­gen pro­fi­tier­te. Die geld­po­li­ti­schen Anrei­ze der EZB hält er für nicht geeig­net, die Schul­den­kri­se der schwa­chen Län­der…

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Der kältere Krieg hat begonnen – Wolfgang Berger

Geo­po­li­tik für die Finanz­in­dus­trie, gegen den Frie­den – Michail Ser­ge­je­wit­sch Gor­bat­schow war von 1985 bis 1991 Gene­ral­se­kre­tär des Zen­tral­ko­mi­tees der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei der Sowjet­uni­on. 1990 und 1991 war er zwei Jah­re lang Staats­prä­si­dent der Sowjet­uni­on. Er hat den Eiser­nen Vor­hang besei­tigt und die Ver­ei­ni­gung Deutsch­lands ermög­licht. „Die USA benö­ti­gen eine Pere­stroi­ka”, hat er Ende 2014 in einem Inter­view gesagt. „Pere­stroi­ka“ (Rus­si­sch für Umstruk­tu­rie­rung) war sein Leit­be­griff für die von ihm ange­sto­ße­nen Refor­men. Ent­ge­gen den der Sowjet­uni­on gege­be­nen Zusa­gen hat sich die NATO über die Oder-Nei­ße-Linie hin­aus aus­ge­dehnt und umzin­gelt heu­te Russ­land. Der Mili­tär­ap­pa­rat der Sowjet­uni­on war auf eine Offen­si­ve mit…