Kategorie: Zeitschriftenarchiv

Krisen überwinden – Lösungen finden – Kommentar von Wilhelm Schmülling 0

Krisen überwinden – Lösungen finden – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Die Situa­ti­on ist eindeu­tig: Die Euro-Zone droht zusam­men­zu­bre­chen. Der Bruch wirbelt Staub auf, der aus zerbrö­sel­ten Spar­an­la­gen besteht, seien sie direkt entstan­den aus priva­ten Einla­gen auf dem schlich­tem Spar­buch oder indi­rekt über Versi­che­run­gen, Aktien oder Invest­ments. Angst geht um, weil erst jetzt vielen Sparern bewusst wird, dass bei einem Banken-Zusam­men­bruch auch auf die Spar­ein­la­gen zuge­grif­fen werden könnte. Deshalb ist die Poli­tik bemüht, die Banken mit neuen Regeln zu stabi­li­sie­ren; wenn das nicht fruch­tet, auch mit Finanz­sprit­zen aus Steu­er­mit­teln. Ein solches Vorge­hen hat bei den Milli­ar­den­sum­men Auswir­kun­gen auf den Bundes­haus­halt, was einem Vaban­que­spiel gleicht.

Goldene Zahnräder, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Die Wirkung der Geldumlaufsicherung auf die Zinssätze – Helmut Creutz

In gesät­tig­ten und infla­ti­ons­frei­en Markt­la­gen kann es damit – wie hier darge­stellt – selbst im lang­fris­ti­gen Bereich zu Absen­kun­gen der Gutha­ben­zin­sen gegen null kommen, während dies bei den kürz­er­fris­ti­ge Einla­gen schon vorher der Fall ist. Das heißt, die oft hinter­frag­te Umlauf­si­che­rung für die Sicht­gut­ha­ben ergibt sich automatisch.

EU-Flagge, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Klitzekleiner Geldregen – Pat Christ

Noch ist sie nicht recht­lich fixiert. Doch zwei von drei Hürden sind inzwi­schen genom­men. Nach­dem sich das Euro­pa­par­la­ment am 8. März dieses Jahres für eine Finanz­trans­ak­ti­ons­steu­er ausge­spro­chen hat, stimm­te auch die Euro­päi­sche Kommis­si­on Ende Septem­ber der Einfüh­rung dieser Steuer im Jahr 2014 zu. Nun muss noch der Euro­päi­sche Rat entschei­den, ob und, wenn ja, in welchem Maße er den Finanz­sek­tor an der Bewäl­ti­gung der Kosten der globa­len Krisen beteiligen
will.

Wer die Menschen hasst, wird das Geld lieben – Wolfgang Berger 0

Wer die Menschen hasst, wird das Geld lieben – Wolfgang Berger

Ein Nach­wort auf: „Die Finanz­welt auf der Tita­nic: Tanzen solan­ge die Musik spielt“
Die Reso­nanz auf seinen Tita­nic-Arti­kel in Heft 05/2011 der HUMANEN WIRTSCHAFT (Tanzen solan­ge die Musik spielt) war so gewal­tig, dass Prof. Dr. Wolf­gang Berger erschro­cken ist. Warum sagt er hier.

Griechenland Paket © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 1

Griechenland braucht Regiogeld – Eckhard Behrens

Ein natio­na­les Zahlungs­mit­tel paral­lel zum Euro!?
Grie­chen­land braucht Regio­geld, um die regio­na­le Wirt­schaft zusätz­lich anzu­trei­ben – ohne neue Auslands­schul­den und ohne auslän­di­sche Zuschüs­se. Mehr Umsät­ze durch ein umlauf­ge­si­cher­tes Regio­geld würden zu mehr Beschäf­ti­gung, weni­ger Sozi­al­aus­ga­ben und mehr Steu­er­ein­nah­men führen.

Eisschirmchen, © Martin Bangemann, Kontakt über http://bestmoose.de 0

Editorial: Von Schirmchen und Paketen – Andreas Bangemann

Mit dem Euro­päi­schen Stabi­li­täts­me­cha­nis­mus (ESM), der zunächst mit rund 700 Milli­ar­den Euro ausge­stat­tet wurde, soll die Schul­den­kri­se in Europa beherrscht und den Finanz­märk­ten die Kraft poli­ti­scher Hand­lungs­fä­hig­keit gezeigt werden. Direkt kommen auf jeden Einwoh­ner in Deutsch­land rund 1.500 € Belas­tung zu. Ein grie­chi­scher Einwoh­ner hält mit rund 1.100 € zusätz­lich zu bedie­nen­der Staats­schul­den jenen Rettungs­schirm, der angeb­lich für ihn aufge­spannt wurde.

Tanzen solange die Musik spielt © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 1

Tanzen solange die Musik spielt – Wolfgang Berger

Mr. Sam Zherka betreibt den Herren-Club „Flash Dancers – A Gentlemen’s Club“ in Chel­sea, Manhat­tan, nicht weit von der Wall Street. Sein neues „Premi­um­pro­dukt“, ein „lap dance packa­ge“ (ein Tanz auf dem Schoß) kostet $ 1.000 und wird über­wie­gend von Wall Street Brokern nachgefragt.

Foto: © Pat Christ
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Damit Freiheit nicht länger Mangelware ist – Pat Christ

Die kessen Sprü­che, die verzwei­felt Mut zu machen versu­chen, taugen nicht mehr. Die Menschen sind
nicht mehr zu beru­hi­gen. Denn die herr­schen­de Poli­tik, das spüren sie immer deut­li­cher, wird ihnen nicht
mehr gerecht. Andere Dinge sind ihr wich­ti­ger gewor­den. Allen voran die „Märkte“. Ihnen ist nach den
Analy­sen des Berli­ner Insti­tuts für sozia­le Drei­glie­de­rung eine Poli­tik geschul­det, die jene von Frei­heit berei­nig­te Mono­kul­tur erzeugt,
die vermeint­lich der demokratisch
eruier­ten Mehr­heits­mei­nung entspricht.

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Griechische Tragödie – Robert Mittelstaedt

Die grie­chi­sche Mytho­lo­gie erzählt von einer phöni­zi­schen Königs­toch­ter, die von Zeus in der Verwand­lung eines Stiers erst entführt und dann verführt wurde. Ihr Name war Europa. Ein ganzer Konti­nent erbte diesen Namen. Doch das ist nur ein Symbol für das reiche Erbe in Kunst, Wissen­schaft, Philo­so­phie, Drama, das die Kultur dieses Konti­nents von der Wiege an geprägt hat.

Aufmarsch © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Was ist die „wahre“ Demokratie? – Gerhardus Lang

Mit unse­rer so genann­ten Partei­en-Demo­kra­tie ist kaum noch jemand zufrie­den. Die in ihr täti­gen Poli­ti­ker stehen in der Beliebt­heits­ska­la ganz am Ende.
Der Zustand der demo­kra­ti­schen Staa­ten ist kata­stro­phal. Sie sind verschul­det und fast stän­dig in Kriege verwi­ckelt, die unend­li­ches Geld kosten. Es rumort unter den Wählern, von denen sich kaum noch welche von ihren Abge­ord­ne­ten vertre­ten fühlen.

Leserbriefe – 05/2011 1

Leserbriefe – 05/2011

Die Meinung unse­rer Leser ist uns wich­tig. Deren Fragen, Anre­gun­gen oder persön­li­che Meinun­gen finden Sie hier. Die Redak­ti­on behält sich vor, Leser­brie­fe ohne Rück­spra­che zu kürzen.

Editorial: Der Klabautermann führt das Narrenschiff – Andreas Bangemann 0

Editorial: Der Klabautermann führt das Narrenschiff – Andreas Bangemann

Inner­halb weni­ger Tage, ja manch­mal nur Stun­den, kann sich derzeit so Manches in sein komplet­tes Gegen­teil verwan­deln. Aus Atom­kraft­werks-Befür­wor­tern werden ‑Abschal­ter. Aus Konser­va­ti­ven werden Linke. Die Chart­kur­ven der Börsen glei­chen Achter­bah­nen. Super­rei­che werden zu Kämp­fern für mehr Steu­ern von Superreichen.

Letztes Mittel: Geldflut – Kommentar von Wilhelm Schmülling 0

Letztes Mittel: Geldflut – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Es ist schon erstaun­lich: In vielen Ländern herr­schen Hunger, Not und Gewalt und trotz­dem über­wie­gen in den Medien die Börsen­nach­rich­ten in einem solchen Umfang, dass man glau­ben könnte, sie seien für jeden Bürger von über­gro­ßem Inter­es­se. Dabei herrscht oft Gleich­gül­tig­keit gegen­über dem Börsen­spek­ta­kel. Die tägli­chen Anstren­gun­gen in der Arbeits­welt lassen vielen Menschen keine Zeit zum Durch­drin­gen des DAX-Gesche­hens. Cui bono? Wem zum Vorteil?

Das Paradies ist nah – Albrecht E. E. Müller 0

Das Paradies ist nah – Albrecht E. E. Müller

Gedan­ken zu dem neuen Buch „Das Ende des Geldes – Wegwei­ser in eine ökoso­zia­le Gesellschaft“
von Profes­sor Franz Hörmann und Otmar Pregetter.
Aus Anlass der Finanz- und Schul­den­kri­se gelan­gen wieder Gesell­schafts­mo­del­le ins Schein­wer­fer­licht, welche die Abschaf­fung des Geldes und des gegen­wär­ti­gen Banken­sys­tems propagieren.

Geld – Geldbegriffe – Geldpolitik: Ein Klärungsversuch – Helmut Creutz 0

Geld – Geldbegriffe – Geldpolitik: Ein Klärungsversuch – Helmut Creutz

„Eine krisen­freie Wirt­schaft, die uns Wohl­stand und Tausch­ge­rech­tig­keit sichern kann, ist nur möglich, wenn wir auch die Irrtü­mer klären, die sich um die Begrif­fe aufge­baut haben, vor allem bezo­gen auf Bargeld und Giral­geld.“ [Zitat aus: Rein­hold Schulz, „Menschen­recht oder Unter­gang“ – Moor­burg-Verlag, Hanno­ver 1985]

Staatsverschuldung – Ferdinand Wenzlaff 0

Staatsverschuldung – Ferdinand Wenzlaff

Zu bedau­ern ist, dass sich in der Poli­tik oft keine ratio­na­len Debat­ten führen lassen und Einzel­in­ter­es­sen einen korrup­ten Weg der Durch­set­zung zum Scha­den des Gemein­we­sens finden. Der noch größe­re Skan­dal besteht darin, dass sich die Wirt­schafts­wis­sen­schaft in den Dienst priva­ter Inter­es­sen stel­len lässt und Ideo­lo­gien statt volks­wirt­schaft­li­chen Theo­rien den Diskurs domi­nie­ren, die zur Grund­la­ge einer verfehl­ten Wirt­schafts- und Sozi­al­po­li­tik werden. Die Debat­te um die Staats­schul­den zeigt ganz beson­ders, wie unzu­rei­chend ein volks­wirt­schaft­li­cher Gegen­stand betrach­tet werden kann. Wenn Volks­wir­te den kreis­lauf­wirk­sa­men Impuls einer Kürzung der Staats­aus­ga­ben mit dem Ziel des Budget­aus­gleichs (keine neuen Schul­den) oder gar Konso­li­die­rung (Schul­den­til­gung) wegden­ken, wird der Anspruch eines eige­nen Gegen­stan­des der
Volks­wirt­schafts­leh­re negiert und Staats­ver­schul­dung als betriebs­wirt­schaft­lich zu lösen­des Problem aufgefasst.

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Wachstum, Wachstum.…über alles! – Helmut Creutz

Bei dem Begriff „Wachs­tum“ hat man früher an die Vorgän­ge in der Natur gedacht. Heute steht er in aller Welt für jene Auswei­tun­gen im wirt­schaft­li­chen Bereich, die mit jenen in der Natur nichts mehr zu tun haben und sie sogar zuneh­mend gefähr­den. Die fast tägli­chen Kata­stro­phen-Meldun­gen aus aller Welt sind ein Beweis dafür!

Die ökonomische Logik des Wirtschaftswachstums – Thomas Seltmann 0

Die ökonomische Logik des Wirtschaftswachstums – Thomas Seltmann

Der Deut­sche Bundes­tag hat eine Enquete-Kommis­si­on „Wirt­schafts­wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät“ einge­setzt. Neben einem neuen Wohl­stands­in­di­ka­tor als Alter­na­ti­ve zum klas­si­schen Brut­to­in­lands­pro­dukt soll die Kommis­si­on auch grund­le­gen­de Fragen von Notwen­dig­keit und Nach­hal­tig­keit wirt­schaft­li­chen Wachs­tums erör­tern. Thomas Selt­mann hat zur inhalt­li­chen Beglei­tung und Bera­tung der Kommis­si­on eine „Wissen­schaft­li­che Arbeits­grup­pe nach­hal­ti­ges Geld­sys­tem“ gegrün­det und kommen­tiert in diesem Beitrag die Ausgangs­fra­ge. Die Arbeits­grup­pe ist offen für inhalt­li­che Beiträ­ge und für eine kompe­ten­te und konti­nu­ier­li­che Arbeit noch auf Unter­stüt­zung auch finan­zi­el­ler Art angewiesen!

Europa in der Schuldenfalle – Kommentar von Wilhelm Schmülling 0

Europa in der Schuldenfalle – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Alle Welt spricht von Grie­chen­land, oft in über­heb­li­chem Ton. Wie konnte der grie­chi­sche Staat mehr Ange­stell­te einstel­len als er braucht und sie zum Teil mit 18 Monats­ge­häl­tern pro Jahr entloh­nen? Wie konnte es die Finanz­be­hör­de zulas­sen, dass sich die Grie­chen trick­reich vor den Steu­ern drücken? Auch die Arbeits­mo­ral der Grie­chen war nicht nach preu­ßi­schen Vorstel­lun­gen. Das sind nur einige Beispie­le von nicht hilf­rei­chen Zustands­be­schrei­bun­gen, die unter­stel­len, Grie­chen­land habe selbst schuld und Deutsch­land sei ein Vorbild. Ist das berechtigt?

„Ich habe wohl ein Weltverbesserungs-Gen“ – Pat Christ 0

„Ich habe wohl ein Weltverbesserungs-Gen“ – Pat Christ

Kunst kann, sie darf sogar welt­ab­ge­wandt sein. Ein Refu­gi­um für Träume. Eine seeli­sche Well­ness­oa­se. Wobei Kunst auch immer anders verstan­den wurde und wird: Poli­tisch, provo­ka­tiv – ein Medium, das mit die Emotio­nen berüh­ren­den Mitteln auf Miss­stän­de hinweist. Der Song­wri­ter, Publi­zist und Musik­pro­du­zent Georg „Cosmic“ Nägle gehört zu jener Sorte poli­ti­scher und kriti­scher Künst­ler, die eher in die als aus der Welt flüch­ten möch­ten. Darum grün­de­te er 2008 auch das Projekt www.liebeangelamerkel.de.

Befreiung der Kultur von der wirtschaftlichen Macht – Werner Onken 0

Befreiung der Kultur von der wirtschaftlichen Macht – Werner Onken

Neben dem Geld­we­sen und dem Boden­recht als den tiefe­ren Ursa­chen der sozia­len Ungleich­heit in kapi­ta­lis­ti­schen Markt­wirt­schaf­ten, die auch die Entfal­tung der Kultur erschwe­ren, kriti­sier­te Gesell auch wie viele Künst­ler des 19. Jahr­hun­derts die Banken und Börsen.

Vom Wissen zum Handeln oder wie Veränderung möglich wird – Susanne Wiegel 0

Vom Wissen zum Handeln oder wie Veränderung möglich wird – Susanne Wiegel

Die Zeichen der Zeit stehen auf Verän­de­rung. Finanz- und Wirt­schafts­kri­se wie auch die Zerstö­rung ökolo­gi­scher Syste­me, das sich verän­dern­de Klima und Kata­stro­phen machen deut­lich, dass es auf Dauer nicht genau­so weiter­ge­hen kann wie bisher. Trotz allem wurde bisher weiter auf die vertrau­te Metho­de der Wachs­tums­för­de­rung gesetzt, wohl weil wir seit Jahr­zehn­ten und länger in diesem Denken verhaf­tet sind und zudem unser Geld- und Wirt­schafts­sys­tem ganz darauf abge­stellt ist. In Poli­tik, Ökono­mie und Verwal­tung wird alles getan, um immer wieder zum alten Zustand zurück­zu­keh­ren. Die Fixie­rung auf das Gewohn­te und wohl auch das Stre­ben nach Macht­er­halt und die Angst vor Verän­de­rung schei­nen allge­mein groß zu sein.

Wirtschaften mit gedrosselten Wachstumsmotoren – Eva-Maria Hubert 0

Wirtschaften mit gedrosselten Wachstumsmotoren – Eva-Maria Hubert

Wirt­schaft­li­ches Wachs­tum prägt unsere Condi­tio Humana ganz entschei­dend. Das wird auch zukünf­tig so blei­ben, aber in einem gewan­del­ten Sinne: nicht mehr nur Wohl­stand schaf­fend, sondern zuneh­mend auch Wohl­stand vernich­tend. Dabei sind die Proble­me fort­ge­setz­ten quan­ti­ta­ti­ven Wachs­tums und die Notwen­dig­keit seiner Dros­se­lung lange bekannt. Sie fanden Eingang in den ökono­mi­schen Diskurs unter Begrif­fen wie quali­ta­ti­ves Wachs­tum und nach­hal­ti­ge Entwick­lung, als Décrois­sance, Degrowth oder Post­wachs­tums­öko­no­mie. So wich­tig und verdienst­voll die einzel­nen Beiträ­ge jeweils auch sind, häufig mangelt es an einer gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Zukunfts­vi­si­on, welche die Wachs­tums­pro­ble­ma­tik aufgreift und geeig­net ist, Ängste, die in der Bevöl­ke­rung herr­schen und die mit der Vorstel­lung einer „Verzichts­öko­no­mie“ sowie den unver­meid­li­chen sozia­len Anpas­sungs­kos­ten verbun­den sind, aufzu­fan­gen. Joseph Beuys stand den Befind­lich­kei­ten der Bevöl­ke­rung nahe genug, um sie aufzu­neh­men, er war
krea­tiv genug, um ein weit­rei­chen­des Zukunfts­mo­dell entwi­ckeln zu können und er war unab­hän­gig genug, um seine Vision auch nach­drück­lich und mit allen Mitteln, die ihm als Bürger und Künst­ler zur Verfü­gung stan­den, vorzutragen.

Wo Kapitalismus unter die Haut geht – Pat Christ 0

Wo Kapitalismus unter die Haut geht – Pat Christ

Erpres­sung, Vorteils­nah­me, Betrug, Nöti­gung, Steu­er­hin­ter­zie­hung und Verstoß gegen das Trans­plan­ta­ti­ons­ge­setz, so laute­ten die Vorwür­fe gegen den Esse­ner Chef­arzt Profes­sor Dr. Chris­toph Broelsch. Im Mai 2007 wurde erst­mals ruch­bar, dass der renom­mier­te Medi­zi­ner seine Warte­lis­te für Organ­trans­plan­ta­tio­nen wohl mani­pu­liert hatte. Bis zu 10.000 Euro sollen Pati­en­ten gezahlt haben, um von ihm ein neues Organ einge­pflanzt zu bekom­men. Im vergan­ge­nen Jahr wurde Broelsch zu drei Jahren Frei­heits­ent­zug verurteilt.

Schuldgeld und Geldschulden (Teil 2 von 2) – Friedrich Müller-Reißmann 2

Schuldgeld und Geldschulden (Teil 2 von 2) – Friedrich Müller-Reißmann

Wie kommt eigent­lich das Geld in die Welt? Wer „schöpft“ das Geld und bestimmt, wie viel Geld im Umlauf ist? Fragen, die sollte man meinen leicht und eindeu­tig zu beant­wor­ten sind. Doch an ihnen schei­den sich schon seit vielen Jahren die Geis­ter, die verste­hen wollen, wie „das mit dem Geld eigent­lich funk­tio­niert“. Zwei Frak­tio­nen stehen sich in einer Art Glau­bens­krieg unver­söhn­lich, in wech­sel­sei­ti­gem Unver­ständ­nis, wissenschaftstheoretisch
ausge­drückt: „para­dig­ma­tisch“ gegenüber.

Die jungen Wilden – Global Change Now e.V. – Andreas Bangemann 1

Die jungen Wilden – Global Change Now e.V. – Andreas Bangemann

Mit dem „Global-Change-Now e.V“ (GCN) gesellt sich eine weite­re Orga­ni­sa­ti­on zu jenen, die sich für eine Geld- und Boden­re­form einset­zen. Dabei beschrei­ten die vornehm­lich jungen Menschen bei „GCN“ auch ganz neue
Wege hinsicht­lich orga­ni­sa­to­ri­scher Struk­tu­ren und ihres eige­nen Selbst­ver­ständ­nis­ses. „Global-Change-Now ist ein Akti­vis­ten­ver­band“, sagt Tom Aslan, einer der Impuls­ge­ber des neuen Vereins.