Die HUMANE WIRTSCHAFT in den Sozialen Netzwerken – Andreas Bangemann
Facebook, Twitter, Blogs, Google+…, das Internet gewinnt hinsichtlich der Informationsbeschaffung mit rasanten Wachstumszahlen an Gewicht.
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Facebook, Twitter, Blogs, Google+…, das Internet gewinnt hinsichtlich der Informationsbeschaffung mit rasanten Wachstumszahlen an Gewicht.
„Eine krisenfreie Wirtschaft, die uns Wohlstand und Tauschgerechtigkeit sichern kann, ist nur möglich, wenn wir auch die Irrtümer klären, die sich um die Begriffe aufgebaut haben, vor allem bezogen auf Bargeld und Giralgeld.“ [Zitat aus: Reinhold Schulz, „Menschenrecht oder Untergang“ – Moorburg-Verlag, Hannover 1985]
Einige bekannte Gesichter, aber auch zahlreiche neue Besucher hatte die Sommertagung des Fördervereins NWO e. V. am 14.05.2011 in Nürnberg.
Zu bedauern ist, dass sich in der Politik oft keine rationalen Debatten führen lassen und Einzelinteressen einen korrupten Weg der Durchsetzung zum Schaden des Gemeinwesens finden. Der noch größere Skandal besteht darin, dass sich die Wirtschaftswissenschaft in den Dienst privater Interessen stellen lässt und Ideologien statt volkswirtschaftlichen Theorien den Diskurs dominieren, die zur Grundlage einer verfehlten Wirtschafts- und Sozialpolitik werden. Die Debatte um die Staatsschulden zeigt ganz besonders, wie unzureichend ein volkswirtschaftlicher Gegenstand betrachtet werden kann. Wenn Volkswirte den kreislaufwirksamen Impuls einer Kürzung der Staatsausgaben mit dem Ziel des Budgetausgleichs (keine neuen Schulden) oder gar Konsolidierung (Schuldentilgung) wegdenken, wird der Anspruch eines eigenen Gegenstandes der
Volkswirtschaftslehre negiert und Staatsverschuldung als betriebswirtschaftlich zu lösendes Problem aufgefasst.
Bei dem Begriff „Wachstum“ hat man früher an die Vorgänge in der Natur gedacht. Heute steht er in aller Welt für jene Ausweitungen im wirtschaftlichen Bereich, die mit jenen in der Natur nichts mehr zu tun haben und sie sogar zunehmend gefährden. Die fast täglichen Katastrophen-Meldungen aus aller Welt sind ein Beweis dafür!
Der Deutsche Bundestag hat eine Enquete-Kommission „Wirtschaftswachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ eingesetzt. Neben einem neuen Wohlstandsindikator als Alternative zum klassischen Bruttoinlandsprodukt soll die Kommission auch grundlegende Fragen von Notwendigkeit und Nachhaltigkeit wirtschaftlichen Wachstums erörtern. Thomas Seltmann hat zur inhaltlichen Begleitung und Beratung der Kommission eine „Wissenschaftliche Arbeitsgruppe nachhaltiges Geldsystem“ gegründet und kommentiert in diesem Beitrag die Ausgangsfrage. Die Arbeitsgruppe ist offen für inhaltliche Beiträge und für eine kompetente und kontinuierliche Arbeit noch auf Unterstützung auch finanzieller Art angewiesen!
Alle Welt spricht von Griechenland, oft in überheblichem Ton. Wie konnte der griechische Staat mehr Angestellte einstellen als er braucht und sie zum Teil mit 18 Monatsgehältern pro Jahr entlohnen? Wie konnte es die Finanzbehörde zulassen, dass sich die Griechen trickreich vor den Steuern drücken? Auch die Arbeitsmoral der Griechen war nicht nach preußischen Vorstellungen. Das sind nur einige Beispiele von nicht hilfreichen Zustandsbeschreibungen, die unterstellen, Griechenland habe selbst schuld und Deutschland sei ein Vorbild. Ist das berechtigt?
Kunst kann, sie darf sogar weltabgewandt sein. Ein Refugium für Träume. Eine seelische Wellnessoase. Wobei Kunst auch immer anders verstanden wurde und wird: Politisch, provokativ – ein Medium, das mit die Emotionen berührenden Mitteln auf Missstände hinweist. Der Songwriter, Publizist und Musikproduzent Georg „Cosmic“ Nägle gehört zu jener Sorte politischer und kritischer Künstler, die eher in die als aus der Welt flüchten möchten. Darum gründete er 2008 auch das Projekt www.liebeangelamerkel.de.
Neben dem Geldwesen und dem Bodenrecht als den tieferen Ursachen der sozialen Ungleichheit in kapitalistischen Marktwirtschaften, die auch die Entfaltung der Kultur erschweren, kritisierte Gesell auch wie viele Künstler des 19. Jahrhunderts die Banken und Börsen.
Die Zeichen der Zeit stehen auf Veränderung. Finanz- und Wirtschaftskrise wie auch die Zerstörung ökologischer Systeme, das sich verändernde Klima und Katastrophen machen deutlich, dass es auf Dauer nicht genauso weitergehen kann wie bisher. Trotz allem wurde bisher weiter auf die vertraute Methode der Wachstumsförderung gesetzt, wohl weil wir seit Jahrzehnten und länger in diesem Denken verhaftet sind und zudem unser Geld- und Wirtschaftssystem ganz darauf abgestellt ist. In Politik, Ökonomie und Verwaltung wird alles getan, um immer wieder zum alten Zustand zurückzukehren. Die Fixierung auf das Gewohnte und wohl auch das Streben nach Machterhalt und die Angst vor Veränderung scheinen allgemein groß zu sein.
Wirtschaftliches Wachstum prägt unsere Conditio Humana ganz entscheidend. Das wird auch zukünftig so bleiben, aber in einem gewandelten Sinne: nicht mehr nur Wohlstand schaffend, sondern zunehmend auch Wohlstand vernichtend. Dabei sind die Probleme fortgesetzten quantitativen Wachstums und die Notwendigkeit seiner Drosselung lange bekannt. Sie fanden Eingang in den ökonomischen Diskurs unter Begriffen wie qualitatives Wachstum und nachhaltige Entwicklung, als Décroissance, Degrowth oder Postwachstumsökonomie. So wichtig und verdienstvoll die einzelnen Beiträge jeweils auch sind, häufig mangelt es an einer gesamtgesellschaftlichen Zukunftsvision, welche die Wachstumsproblematik aufgreift und geeignet ist, Ängste, die in der Bevölkerung herrschen und die mit der Vorstellung einer „Verzichtsökonomie“ sowie den unvermeidlichen sozialen Anpassungskosten verbunden sind, aufzufangen. Joseph Beuys stand den Befindlichkeiten der Bevölkerung nahe genug, um sie aufzunehmen, er war
kreativ genug, um ein weitreichendes Zukunftsmodell entwickeln zu können und er war unabhängig genug, um seine Vision auch nachdrücklich und mit allen Mitteln, die ihm als Bürger und Künstler zur Verfügung standen, vorzutragen.
Erpressung, Vorteilsnahme, Betrug, Nötigung, Steuerhinterziehung und Verstoß gegen das Transplantationsgesetz, so lauteten die Vorwürfe gegen den Essener Chefarzt Professor Dr. Christoph Broelsch. Im Mai 2007 wurde erstmals ruchbar, dass der renommierte Mediziner seine Warteliste für Organtransplantationen wohl manipuliert hatte. Bis zu 10.000 Euro sollen Patienten gezahlt haben, um von ihm ein neues Organ eingepflanzt zu bekommen. Im vergangenen Jahr wurde Broelsch zu drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Wie kommt eigentlich das Geld in die Welt? Wer „schöpft“ das Geld und bestimmt, wie viel Geld im Umlauf ist? Fragen, die sollte man meinen leicht und eindeutig zu beantworten sind. Doch an ihnen scheiden sich schon seit vielen Jahren die Geister, die verstehen wollen, wie „das mit dem Geld eigentlich funktioniert“. Zwei Fraktionen stehen sich in einer Art Glaubenskrieg unversöhnlich, in wechselseitigem Unverständnis, wissenschaftstheoretisch
ausgedrückt: „paradigmatisch“ gegenüber.
Mit dem „Global-Change-Now e.V“ (GCN) gesellt sich eine weitere Organisation zu jenen, die sich für eine Geld- und Bodenreform einsetzen. Dabei beschreiten die vornehmlich jungen Menschen bei „GCN“ auch ganz neue
Wege hinsichtlich organisatorischer Strukturen und ihres eigenen Selbstverständnisses. „Global-Change-Now ist ein Aktivistenverband“, sagt Tom Aslan, einer der Impulsgeber des neuen Vereins.
Am Stadtrand von Wuppertal, inmitten einer herrlichen Natur, entsteht ein umfangreiches Projekt, mit dem über den Weg der Kunst gezeigt werden soll, in welchem Maße das menschliche Leben von den Systemen geprägt wird, in denen wir leben. „Natürlich“ geht es dabei auch um Fragen der Wirtschaft.
Der Globus ist von Geld überflutet: während sich in den letzten 30 Jahren weltweit die Menge von Gütern und Dienstleistungen nur vervierfachte, hat sich die Dollarmenge vervierzigfacht. Die Finanzmärkte sind noch immer um ein Vielfaches größer als die Realwirtschaft. Allein die USA haben seit den Terroranschlägen im September 2001 die Geldmenge um knapp 40 Prozent auf gute 10 Billionen Dollar erhöht – also etwa das Doppelte ihres
realen Wirtschaftswachstums.
Es wäre vermessen, wenn ich versuchen wollte, der Gedanken- und Gefühlswelt von Joseph Beuys gerecht zu werden. In seiner letzten großen Rede im Januar 1986, anlässlich einer Preisverleihung wiederholte er mehrmals den Satz „Schütze die Flamme“. Wärme, menschliche Wärme, muss ihm sehr wichtig gewesen sein. Genau wie sein Gesellschaftsmodell der „Sozialen Plastik“.
Anregungen, Kritik, Meinungen und Stellungnahmen – Von unseren Lesern, für unsere Leser.
Begrenzung der Bonizahlungen an hochrangige Banker, Eigenkapital der Banken erhöhen, Steueroasen schließen – so lauten seit Jahren die immer gleichen Forderungen, in der Hoffnung die entfesselte Finanzwelt zu bändigen.
Wer war Walter Russell? In Deutschland wird das beeindruckende Lebenswerk des „neuen Leonardo da Vinci“ allmählich bekannter. Dazu trägt neben seinen Büchern auch sein „Fernstudienkurs Kosmisches Bewusstsein“ bei. An der von Walter und Lao Russell gegründeten freien „University of Sience and Philosophy“ wird dieser Kurs seit 1950 angeboten, die Russell-Expertin Dagmar Neubronner hat ihn auf Deutsch herausgegeben.
Die letzte „Humane Wirtschaft“ transportierte in Form eines Leserbriefs von Uwe Todd einen Hinweis auf die abiotische Theorie der Erdölentstehung. Für unsere heutige Wirtschaftsweise ist Erdöl extrem wichtig, da im Grunde der gesamte Straßentransportbereich, der seinerseits notwendige Voraussetzung für die heutige Arbeitsteilung zwischen den Unternehmen ist, auf Erdöl als Treibstoff basiert. Die Annahme, Erdöl sei ein endlicher
Rohstoff, provoziert deshalb die Frage, wie eine Wirtschaft ohne diesen Rohstoff überhaupt aussehen könnte.
Plötzlich passt sie selbst eingefleischten Befürwortern nicht mehr: Atomenergie ist in Misskredit geraten. Wie glaubwürdig wohl die Anti-Kernkraft-Bekundungen sind? Skepsis ist angezeigt. Lieber jenen vertrauen, die sich schon lange gegen atomare Energie aussprechen. In Bayern beispielsweise kämpft der Bund Naturschutz seit Jahren für erneuerbare Energie und gegen Kernkraft. Bereits im Sommer 2008 startete der BN die Kampagne „Elf leere Phrasen“ gegen Atom-Propaganda.
Früher waren die Grünen ein Gesamtprojekt, basierend auf einer Reihe von eng miteinander verzahnten
Idealen: ökologisch, basisdemokratisch, kapitalismuskritisch. Heute beschränkt sich ihr Angebot weitgehend darauf, dafür zu sorgen, dass Investoren beim Profitieren nicht durch Radioaktivität gestört werden.
Die Demokratie befindet sich in einer Krise, nicht erst seit Atom-Laufzeitverlängerung und Stuttgart 21. Das Vertrauen in die demokratischen Systeme nimmt ab, die Wahlbeteiligung sinkt. Und wieder besteht die Gefahr, dass diese Unzufriedenheit zur Regression in autoritäre Systeme führt, während doch ein MEHR an Demokratie den komplexen Problemen der globalisierten Welt angemessen wäre. Auch in den am höchsten entwickelten Demokratien hat es in den letzten Jahrzehnten kaum eine Weiterentwicklung demokratischer Partizipation gegeben, obwohl dies technisch und organisatorisch ohne Weiteres möglich wäre.
In den Anfangszeiten ist die Erde ein Paradies, es gibt weder Mühsal noch Krankheit und die Menschen sind – wie die Götter – unsterblich. In der griechischen Mythologie ist die erste Frau nicht Eva, sondern Pandora – die „Allbeschenkte“. Sie ist von berauschender Schönheit und holdseligem Liebreiz.
„Trägst du ein Herz von Fleisch, erhärte es zu Stein
und wund’re dich nicht, wenn es nicht gleich gelingt.
Sei einmal hart vor einer großen Not,
bald siehst du zu, wenn wer ins Wasser springt.
Das garantiert die Krone des Gewinns:
Zins und Zinseszins.“
** Ute Lemper in dem „Lied des Lotterieagenten“, geschrieben von Kurt Weill.
Es ist derzeit schwer, sich mit dem Thema Kernenergie auf eine Weise zu befassen, wie es eigentlich geboten wäre. Die Emotionen lassen sich kaum ausblenden. Alle Überlegungen werden überschattet von dem unvorstellbaren Leid der Menschen, die direkt von den Geschehnissen der fortdauernden Katastrophe in Japan betroffen sind. Große Trauer, Mitgefühl, aber auch die Angst vor Auswirkungen bei uns, lähmen unsere Fähigkeit zum klaren Denken. Mag sein, dass es gegenwärtig tatsächlich besser wäre, sich nur den Opfern zuzuwenden. Doch was können wir tun? Andererseits birgt die weltweite Aufmerksamkeit die große Chance, das Thema Kernkraft in all seinen Facetten zu erfassen.“
Wie das Thema „Gerechte Wirtschaftsordnung“ auf dem 33. Evangelischen Kirchentag präsentiert werden kann, das war Diskussionspunkt einer Tagung, die der Beirat der „Christen für gerechte Wirtschaftsordnung“ (CGW) in Zell bei Würzburg abhielt. Erstmals, so das Zeller Beiratsmitglied Dieter Fauth, soll heuer dezidiert auf das Kirchentagsmotto eingegangen werden. „… da wird auch dein Herz sein“, lautet der Titel der Veranstaltung vom 1. bis 5. Juni in Dresden. Impliziert ist Jesu Frage: „Woran hängt dein Herz?“
Zur Buchmesse Leipzig 2011 erschien der Zukunftsroman „MAEVA!“ von Dirk C. Fleck. „MAEVA!“ ist zwar die Fortsetzung des Romans „Das Tahiti Projekt“, der den Deutschen Science Fiction Preis 2009 erhielt, aber man kann ihn auch ohne dessen Vorkenntnis verstehen.
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