Kategorie: Wachstum

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Ruinöse Knappheit – Andreas Bangemann

Knapp­heit ist per Defi­ni­ti­on eine Vor­aus­set­zung des Wirt­schaf­tens. Ratio­na­li­tät bzw. Effi­zi­enz auch. Das besa­gen zumin­dest die ein­schlä­gi­gen Lexi­ka und Enzy­klo­pä­dien. Ange­sichts einer mehr als 40 Jah­re geführ­ten Dis­kus­si­on über die Gren­zen des Wachs­tums wird der Knapp­heits­ge­dan­ke vor allem in Bezug auf die natür­li­chen Res­sour­cen immer bedeut­sa­mer. Obwohl Exper­ten und jeder ein­zel­ne Men­sch es bes­ser wis­sen, bzw. „füh­len“ ver­brau­chen wir in Win­des­ei­le, was die Natur in Jahr­mil­lio­nen erzeug­te. Nach­hal­tig­keit gibt es als Bezeich­nung. Ein Gedan­ken­kon­strukt, das wir bis heu­te nicht befol­gen, weil wir mit der Art und Wei­se wirt­schaft­li­cher „Bedürf­nis­be­frie­di­gung“ dem »Raum­schiff Erde« die Schät­ze viel rascher ent­rei­ßen, als die­se sie…

fingerschnipp_domino © Martin Bangemann 1

Unvorstellbare Entwicklungen eindrücklich dargestellt

Die Ungleich­ver­tei­lung von Geld­ver­mö­gen ist mitt­ler­wei­le unbe­strit­ten. Was man sich häu­fig über­haupt nicht aus­ma­len kann, ist das tat­säch­li­che Aus­maß. Die Sum­men, mit denen in der Finanz­welt jon­gliert wird, ent­he­ben sich der mensch­li­chen Vor­stel­lungs­kraft. Oder kann sich jemand ernst­haft den Unter­schied von 1.000,-€ im Ver­gleich zu einer Mil­li­ar­de Euro vor­stel­len? Mit Hil­fe von Ana­lo­gi­en mit Grö­ßen, mit denen man schon eine Vor­stel­lung ver­bin­det kann man sich zumin­dest ein klein wenig behel­fen: 1.000 Mil­li­me­ter sind 1 Meter, also etwas mehr als ein aus­ge­streck­ter Arm vor dem Kör­per. 1 Mil­lion Mil­li­me­ter sind 1 Kilo­me­ter, eine Ent­fer­nung für die man zu Fuß bei „nor­ma­lem“…

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Raus aus dem Teufelskreis!

Schul­den wer­den mit zusätz­li­chen Schul­den bekämpft. Anti­bio­ti­ka-Resis­ten­zen mit neu­en Super-Anti­bio­ti­kas. Pes­ti­zid­re­sis­tent gewor­de­ne Schäd­lin­ge mit noch wirk­sa­me­ren Pes­ti­zi­den. Krank­hei­ten ver­ur­sa­chen­de Medi­ka­men­te mit bis­her nicht da gewe­se­nen und wir­kungs­vol­le­ren Medi­ka­men­ten gegen die Sym­pto­me der neu auf­tau­chen­den Krank­hei­ten. Die­ser Teu­fels­kreis sorgt zuneh­mend für jenes zählba­re Wirt­schafts­wachs­tum, das Poli­ti­ker nahe­zu aller Par­tei­en nach wie vor ganz oben auf der Agen­da ihrer Zukunfts­po­li­tik ste­hen haben. Auf die­se Dumm­heit mit jeweils stär­ke­ren Anfein­dun­gen und Hass­ti­ra­den zu reagie­ren, ent­sprä­che dem in der Ein­lei­tung im Grun­de als sinn­los dar­ge­stell­tem Prin­zip, Pro­ble­me mit Maß­nah­men zu bekämp­fen, die nur wie­der neue und weit grö­ße­re Pro­ble­me zur Fol­ge haben. Solan­ge wir die in…

Widersprüchliche EZB-Politik 1

Widersprüchliche EZB-Politik

In der Süd­deut­schen Zei­tung hat Claus Hul­ver­scheidt am 04. Mai unter der Über­schrift „Spa­ren, aber nicht totspa­ren“ der Bun­des­re­gie­rung gera­ten, die Bereit­schaft der EU-Kom­mis­si­on, Frank­reich mehr Zeit für das Errei­chen des Defi­zit­ziels zu gewäh­ren, zu tole­rie­ren. Im Inter­net habe ich die­sen Kom­men­tar lei­der nicht gefun­den. Zu dem Kom­men­tar habe ich fol­gen­den Leser­brief geschrie­ben: Ihr Rat an Frau Mer­kel, sie sol­le Frank­reich erlau­ben, das Spa­ren auf­zu­schie­ben, um Wachs­tum zu ermög­li­chen, ist fal­sch. Der Aus­gleich des Staats­haus­halts wird erschwert, wenn mit dem Spa­ren nicht sofort begon­nen wird. Die Zins­las­ten stei­gen wei­ter und wei­ter. Aber Sie haben Recht, wenn Sie beto­nen, dass ohne…

Spiel mit Inflationserwartungen? 0

Spiel mit Inflationserwartungen?

Die Noten­ban­ken sol­len die Infla­ti­ons­er­war­tun­gen steu­ern. Dazu brau­chen sie eine hohe Repu­ta­ti­on, also Glaub­wür­dig­keit, dass sie ihren Ankün­di­gun­gen auch Taten fol­gen las­sen und ihre Zie­le errei­chen wer­den. Den Noten­ban­ken ist von dem Ver­su­ch abzu­ra­ten, mit den Infla­ti­ons­er­war­tun­gen so zu „spie­len“, wie sie das mit den Leit­zin­sen tun. Sta­bi­le, aber höhe­re Infla­ti­ons­ra­ten sind leich­ter erreich­bar als die heu­ti­gen nied­ri­gen Infla­ti­ons­zie­le.

Der unsichtbare Elefant 0

Bundestags-Enquete: Unsichtbarer Elefant bleibt unentdeckt.

Zwar hat der Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Mit­glied der Kom­mis­si­on „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät“, Dr. Her­mann Ott, eine wich­ti­ge For­de­rung auf­ge­stellt, indem er als ein Ergeb­nis der Kom­mis­si­ons­ar­beit das Absen­ken des Res­sour­cen­ver­brauchs als unab­ding­bar dar­stell­te. Unschein­bar, aber durch­aus bri­sant, kommt auch die Erkennt­nis daher, dass es nicht genü­ge den Res­sour­cen­ver­brauch weni­ger stark anstei­gen zu las­sen, als die Wirt­schafts­leis­tung. Bri­sant, weil die­se Erkennt­nis den Wirt­schafts-Pro­gram­men nahe­zu aller Par­tei­en dia­me­tral ent­ge­gen­steht. Poli­ti­sch sind wir auf dem Weg, den ein „Wachs­tums­be­schleu­ni­gungs­ge­setz“ pflas­tert und bei des­sen Erlass haben Fra­gen der Umwelt und der Res­sour­cen nur am Ran­de eine Rol­le gespielt. Die Kom­mis­si­on, maß­geb­li­ch mit Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten aller Par­tei­en…

Gar nichts gut am Zuckerhut 1

Gar nichts gut am Zuckerhut

Rio20+! Fest­hal­ten am Wachs­tum hat sys­tem­be­ding­te Grün­de, bricht aber allen Umwelt­be­mü­hun­gen das Genick! Rund 50.000 Men­schen rei­sen um die Welt, weil sie sich Gedan­ken um eine „nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung“ machen. Als man sich vor 20 Jah­ren das ers­te Mal in Rio traf, sprach man vom „wich­tigs­ten Mei­len­stein der inter­na­tio­na­len Umwelt­po­li­tik“. 20 Jah­re, geprägt von Absichts­er­klä­run­gen mit heh­ren Zie­len und einem den­no­ch immer grö­ßer wer­den­den Res­sour­cen­ver­brauch mit all sei­nen bedroh­li­chen Fol­gen für Men­sch und Natur. Es scheint als sei der Umwelt am meis­ten gedient, wenn der­lei „Umwelt­gip­fel“ erst gar nicht statt­fin­den und die tau­sen­de Besu­cher bes­ser einen Wald­spa­zier­gang in ihrer Hei­mat mach­ten. Immer­hin: Es…

Die Grenzen des Tellerrands 1

Die Grenzen des Tellerrands

Dr. Tho­mas Gambke, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter für die Grü­nen, der­zeit Mit­glied in der 2011 vom Bun­des­tag ein­ge­setz­ten Enque­te-Kom­mis­si­on „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät – Wege zu nach­hal­ti­gem Wirt­schaf­ten und gesell­schaft­li­chem Fort­schritt in der Sozia­len Markt­wirt­schaft“ hat die rich­ti­ge Ein­stel­lung, um in einer sol­chen Kom­mis­si­on mit­zu­wir­ken und sie zu wahr­li­ch neu­en poli­ti­schen Kon­zep­ten zu füh­ren: Für mich als Natur­wis­sen­schaft­ler ist klar, dass es in einer begrenz­ten Welt kein unbe­grenz­tes Wachs­tum geben kann.  Doch ist er damit in die­sem „Think Tank“ eine – aus Sicht der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger – löb­li­che Aus­nah­me. Ich ver­mu­te Dr. Her­mann Ott von den Grü­nen ist eine wei­te­re. Die Mit­glie­der der Kom­mis­si­on…

Enquete-Kommission Wachstum soll Arbeit aufnehmen 2

Enquete-Kommission Wachstum soll Arbeit aufnehmen

Auf Betrei­ben aller Bun­des­tags­frak­tio­nen wird sich laut Druck­sa­che 173853 des Deut­schen Bun­des­tags (PDF) unver­züg­li­ch eine Enque­te-Kom­mis­si­on kon­sti­tu­ie­ren, die den Titel trägt „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät – Wege zu nach­hal­ti­gem Wirt­schaf­ten und gesell­schaft­li­chem Fort­schritt in der Sozia­len Markt­wirt­schaft“. Die Komms­si­on soll vor Ablauf der Legis­la­tur­pe­ri­ode über ihre Arbeits­er­geb­nis­se berich­ten. Die­ser Bericht wird dann einer brei­ten Öffent­lich­keit zugäng­li­ch gemacht. Das könn­te eine span­nen­de Kom­mis­si­on wer­den, denn das The­ma bie­tet eini­gen Zünd­stoff, schließ­li­ch geht es beim Wachs­tum in der poli­ti­schen Dis­kus­si­on stets um die zu gerin­ge Geschwin­dig­keit des­sel­ben. Maß­nah­men zur Wachs­tums­be­schleu­ni­gung ste­hen hoch im Kurs. Und jetzt müs­sen sich die glei­chen Poli­ti­ker um „nach­hal­tig­hes Wirt­schaf­ten“…

Zukunftsdossier: „Wirtschaften jenseits von Wachstum?“ 0

Zukunftsdossier: „Wirtschaften jenseits von Wachstum?“

Zitat:   „Sys­te­mi­sche Unmög­lich­keit unbe­grenz­ten Wachs­tums­Der Wachs­tums­rück­gang hängt zwar mit der Finanz­kri­se zusammen,hat aber auch sys­tem­im­ma­nen­te Ursa­chen. Denn expo­nen­ti­elles­Wachs­tums ist lang­fris­tig schwer rea­li­sier­bar, bedeu­tet esdoch, dass ein Sys­tem immer schnel­ler und immer mehr wach­sen­müss­te. Allein ein expo­nen­ti­el­les Wachs­tum von 2 Pro­zent bedeu­te­te­ei­ne Ver­dop­pe­lung alle 35 Jah­re. Und die Schrump­fung der­ös­ter­rei­chi­schen Wirt­schaft im Jahr 2009 um 3,5 Pro­zent bedeutet„lediglich“ die Rück­kehr zum Wert des Jah­res 2006.„Während die Volks­wirt­schafts­leh­re ste­ti­ges pro­zen­tua­les Wirt­schafts­wachs­tum­über (unbe­grenzt) lan­ge Zeit­räu­me annimmt und­vor­aus­setzt, ließ sich die Exis­tenz von expo­nen­ti­el­lem Wachs­tum inder Empi­rie in den letz­ten Jah­ren und Jahr­zehn­ten für hoch­ent­wi­ckel­te­Volks­wirt­schaf­ten nicht bestä­ti­gen““ Dos­sier als PDF   Pos­ted via…