Kategorie: Interview

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Die große Transformation hat gerade erst angefangen – Thomasz Konicz interviewt Fabian Scheidler

Fabi­an Scheid­ler über die Schran­ken des kapi­ta­lis­ti­schen Welt­sys­tems und den Nie­der­gang des mäch­tigs­ten und auch gefähr­lichs­ten Sys­tems, das die Welt­ge­schich­te je erlebt hat. „Sie ver­wen­den in ihrem Buch für das gegen­wär­ti­ge kapi­ta­lis­ti­sche Welt­sys­tem das Bild einer rie­si­gen, welt­um­span­nen­den Maschine, der titel­ge­ben­den Mega­ma­schine. Kön­nen Sie die­sen Begriff etwas erläu­tern? Zielt er auf tech­ni­sche Aspek­te ab, oder ist es ein Herr­schafts­be­griff?“ „Mega­ma­schine ist eine Meta­pher für ein öko­no­mi­sches, poli­ti­sches, mili­tä­ri­sches und ideo­lo­gi­sches Sys­tem, das vor etwa 500 Jah­ren in Euro­pa ent­stan­den ist und sich seit­her um den gan­zen Glo­bus ver­brei­tet hat. Wir wach­sen mit dem Mythos auf, dass Euro­pa der Aus­gangs­punkt von…

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Menschlichkeit braucht Ehrlichkeit im System – Im Gespräch mit Eugen Drewermann

„Leben in Mensch­lich­keit“ hieß der Vor­trag, den Eugen Dre­wer­mann anläss­li­ch eines Kon­gres­ses unter der Über­schrift „Bur­nout und Resi­li­enz“ in Bad Kis­sin­gen hielt. Ich hat­te im Anschluss Gele­gen­heit ihm zwei Fra­gen zu stel­len. »Wür­den wir die wirk­li­chen Fol­gen unse­res Han­delns, rein mone­tär und wirt­schaft­li­ch in die Prei­se ver­rech­nen, die wir heu­te den Kun­den vor­schwin­deln, dann wäre das Sys­tem am Ende.« (Eugen Dre­wer­mann) „Sie haben in Ihrem Vor­trag heu­te mit einer wich­ti­gen Aus­sa­ge begon­nen. Sie wie­sen dar­auf hin, dass das Umfeld, in dem wir leben maß­geb­li­ch für die Frei­set­zung von Mensch­lich­keit ver­ant­wort­li­ch ist. Das gilt im Posi­ti­ven, wie im Nega­ti­ven. Wür­den Sie…

Helmut Creutz 2013
Foto: Privat
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Lebensbedrohende Überentwicklung – Helmut Creutz im Interview

Hel­mut Creutz: „Von Über­ent­wick­lung spricht man, wenn sich etwas rascher ent­wi­ckelt als nor­mal. Wenn z. B. bei einem her­an­wach­sen­den Men­schen die Leber oder die Glied­ma­ßen rascher wach­sen als der gesam­te Orga­nis­mus. Oder wenn bei einem aus­ge­wach­se­nen Men­schen ein­zel­ne Kör­per­tei­le allei­ne wei­ter­wach­sen. Ent­spre­chend kann man von einer Über­ent­wick­lung der Schul­den spre­chen, wenn die­se rascher anwach­sen als der gesam­te Wirt­schafts­or­ga­nis­mus, also rascher als das Sozi­al­pro­dukt.“ Zitat aus „Das Geld-Syn­drom: Wege zu einer kri­sen­freie­ren Wirt­schafts­ord­nung“ —- —-„Wie kaum ein ande­rer hast Du Fak­ten zusam­men­ge­tra­gen, die für sich spre­chen. —- —-Wel­che Dei­ner vie­len Recher­chen, bzw. des­sen Ergeb­nis hat Dich selbst am meis­ten über­rascht?“ —-…

CC-BY-3.0 Bastian Bringenberg, Quelle: Wikimedia Commons 0

Partei ohne Programm? – Marina Weisband im Interview

Kann die Pira­ten­par­tei die Hoff­nun­gen von Geld­re­for­mern erfül­len? Der Lan­des­ver­band Sach­sen-Anhalt hat zumin­dest einen viel­ver­spre­chen­den Vor­stoß gemacht. Tom Aslan hat sich am 16. April 2012 mit Mari­na Weis­band, Bun­des­vor­stands­mit­glied der Pira­ten­par­tei, in Ber­lin zu einem Gespräch für die HUMANE WIRTSCHAFT getrof­fen.