Das gibt es nur im Kapitalismus: Die Insolvenz

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3 Antworten

  1. Heinz-Günter Braasch sagt:

    Hi Andre­as,

    warum nur im Kapitalismus? 

    Plei­ten gab es schon vor Tausen­den und vor Hunder­ten von Jahren, als es noch keinen Kapi­ta­lis­mus gab, siehe die Bedeu­tung des Wortes „bank­rott“

    Die größte „Saue­rei“ der derzei­ti­gen Rege­lun­gen ist doch, daß die Euro-Milli­ar­den nicht in den Aufbau der Wirt­schaft gehen, sondern zur Zins­zah­lung und der Schul­den­til­gung bei den priva­ten Deut­schen und Fran­zö­si­schen Banken dienen, mit ande­ren Worten, der deut­sche Steu­er­zah­ler bezahlt über die angeb­li­che „Grie­chen­land­hil­fe“ den Zins und Zinses­zins sowie die Rück­zah­lung der Kredi­te, die Deut­sche Bank und andere ohne ausrei­chen­de Boni­täts­prü­fung / ohne ausrei­chend Sicher­hei­ten an Grie­chen­land gege­ben haben, damit die Deut­schen priva­ten Kapi­tal­an­le­ger bei der Deut­schen Bank keine Verlus­te der Geld­an­la­ge sowie keine Zins­ver­lus­te erlei­den. Schließ­lich wurden mit den Kredi­ten der Deut­schen Bank an Grie­chen­land vorher die Impor­te von Waren aus Deutsch­land, also unsere Expor­te nach Grie­chen­land bezahl­te. Und durch das seit zehn Jahren währen­de Lohn­dum­ping in Deutsch­land (Defla­ti­on der Löhne)wurden einhei­mi­sche grie­chi­sche Waren durch Deut­sche Impor­te nieder konkurriert. 

    schnel­ler Lösungs­weg: Argen­ti­ni­sches / Russi­sches Modell

    lang­sa­mer Lösungs­weg: Schaf­fung einer euro­päi­schen Insol­venz­ord­nung für Länder und Staa­ten einschließ­lich der Erwei­te­rung der Insol­venz­ord­nun­gen aller euro­päi­scher Staa­ten auf Kommu­nen, kommu­na­le Betrie­be sowie auf abso­lut alle öffent­lich-recht­li­chen Gebilde. 

    Wobei der lang­sa­me Lösungs­weg immer mehr Befür­wor­ter auch in Poli­tik und Wissen­schaft findet, auch wenn die Zahl der Befür­wor­ter noch nicht eine entschei­den­de und noch nicht eine gesell­schaft­lich einfluß­rei­che Größe darstellt.

    PS‑1. es gibt seit eini­gen Mona­ten erste wissen­schaft­lich ernst zu nehmen­de Bücher zum Thema.
    PS‑2: war jetzt im März 2011 auf dem Leip­zi­ger Insol­venz­rechts­tag und bin Anfang Juli auf Inso-Semi­nar der Uni als Gast-Zuhörer. 

    Have a nice time

    Heinz-Günter
    Wiebel­stra­ße 2, 04315 Leipzig
    +49 (0)1751081348 (7/24)

  2. Volker sagt:

    Dass in südli­chen Ländern die Uhren anders gingen, machte ja gerade ihren Reiz als Urlaubs­zie­le aus. Das hat sich mit der Globa­li­sie­rung zuneh­mend geän­dert. Doch was genau bedeu­tet hier „Globa­li­sie­rung“?
    Solan­ge sich die Menschen mit dem zufrie­den geben, was ihr Land hergibt, können sie sich in großem Maß die Muße gönnen. Doch wenn sie dann alles das haben wollen, was sie impor­tie­ren und teuer bezah­len müssen (Autos, Compu­ter, Klima­an­la­gen etc), müss­ten sie dafür ihren gewohn­ten Lebens­stil opfern. Beides haben geht nicht!
    Das lässt sich auch in der Südsee fest­stel­len: je höher die Ansprü­che werden, desto hekti­scher wird das Leben, desto weni­ger ähnelt es dem, was früher den Charme und den Lokal­co­lo­rit ausmach­te. Ergeb­nis: bald leben über­all alle Menschen in ähnli­chen Häusern mit ähnli­cher Ausstat­tung mit ähnli­chen Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten… und keiner braucht mehr zu reisen…

  3. Ferdinand sagt:

    „Mit fort­dau­ern­der Zeit wird die Kata­stro­phe, die am Ende zu erwar­ten ist, immer größer.“

    Wie kann sich die wahn­wit­zi­ge Vorstel­lung in Poli­tik und Wirt­schafts­wis­sen­schaft aufrecht­erhal­ten, dass nur eine vorüber­ge­hen­de Krise mit Kredi­ten zu über­brü­cken sei, um dann mit ein paar Spar­po­li­ti­ken zum norma­len Wirt­schafts­pro­zess zurückzukehren?

    Wie kann man seinen Blick auf die Syste­ma­tik des kapi­ta­lis­ti­schen Prozes­ses („Durch­lauf“ Paul Conrad Martin) so syste­ma­tisch versper­ren? Man will nicht wahr­ha­ben, dass es krachen muss und lässt es dafür um so mehr krachen.

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