Einer der Architekten rückt ab – das Dossier zum digitalen Euro in neuer Fassung
Das Dossier „Digitaler Euro als Schritt zur Bargeldabschaffung?“ liegt seit dem 3. Oktober 2026 in neuer Fassung vor. Den stärksten Anstoß gibt ein Arbeitspapier, das am 28. September beim Brüsseler Institut Bruegel erschienen ist. Sein Verfasser Ulrich Bindseil leitete bis 2025 die Generaldirektion Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr der EZB. 2024 hatte er als Mitautor eines EZB-Blogs noch erklärt, warum Haltelimit und Unverzinslichkeit die Einlagen der Banken schonen. Heute führt er genau diese Verbindung auf „regulatory capture“ zurück. Das Dossier ordnet den Befund ein, mit der Gegenrede der EZB und mit der Vorgeschichte von Bindseils eigenem Gegenvorschlag.
Der frühere Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz hat bei seiner Verabschiedung Bilanz gezogen: Einer von drei Betriebsstandorten des digitalen Euro wird in Deutschland liegen. Neu im Dossier sind außerdem der Weg zum Ausgabetermin, den der Rat der EU über eine Aussprache im Europäischen Rat führen will, die Banknoten-Umfrage der EZB mit knapp zehn Millionen Teilnehmenden und die Regelentwürfe der US-Notenbank für Stablecoins.
Das Dossier wird fortlaufend aktualisiert. Erstmals erschienen ist es am 2. März 2026; welcher Stand gerade gilt, steht im Vorspann.



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