Leserbriefe 01/2017

zu Humane Wirt­schaft, Humane Ethik – Humane Gene­tik – HW 05/2016
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Der Mensch ist ein Egoist – aber ein falscher.
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Der Arti­kel von Roland Weber ist der beste, den ich jemals in der HUMANEN WIRTSCHAFT gele­sen habe. Er sieht die Ursa­che der heuti­gen Verhält­nis­se in der Gene­tik des Menschen.
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Alles hängt mit allem zusam­men, es gibt nichts ohne Ursa­che, ohne Wirkung. Ist den Menschen bewusst, dass die Mensch­heit schon seit Jahr­tau­sen­den in den Ideo­lo­gi­en des Mili­ta­ris­mus und Kapi­ta­lis­mus durch die Welt­ge­schich­te irrt? Einsei­ti­ges mili­tä­ri­sches und mone­tä­res Denken haben uns in die heuti­ge Situa­ti­on gebracht. Wir stecken im Teufels­kreis der Gewalt und Unge­rech­tig­keit. Mili­tä­ri­sches Denken hat zu den ABC-Waffen geführt; wir können uns selbst zerstö­ren. Ist das der Sinn der Mensch­heits­ge­schich­te? Mone­tä­res Denken hat eine Besitz­struk­tur erzeugt, die Jeder sozia­len Gerech­tig­keit Hohn spricht. Uns muss bewusst­wer­den: Mili­ta­ris­mus und Kapi­ta­lis­mus sind das Haupt­pro­blem in der Welt. „Die Proble­me, die es in der Welt gibt, können nicht mit den glei­chen Denk­wei­sen gelöst werden, die sie erzeugt haben“. (Albert Einstein)
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Jeder Mensch hat ein Recht auf ein menschen­wür­di­ges Leben. Damit hat er auch die Pflicht, über sein Mensch­sein nach­zu­den­ken. Ich bin ein Wesen aus Körper, Geist und Seele. Ich bin ein histo­ri­sches, sozia­les und perso­na­les Wesen. Ich bin ein mich dauernd entwi­ckeln­des Wesen, persön­lich von der Zeugung bis zum Tod, die Mensch­heit von ihrem Uranfang bis heute. Ich bin ein „in die Frei­heit gewor­fe­nes Lebe­we­sen“ (Kier­ke­gaard), ich mache Fehler. Ich bin ein stets Lernen­der.
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Daraus folge­re ich: Ich trage Verant­wor­tung gegen­über der Geschich­te, der Gesell­schaft und mir selbst. Da mein Denken und Tun von mir ausgeht, muss ich mich fragen: Was habe ich falsch gemacht, dass sich die Mensch­heit in dieser Lage befin­det? Warum denke ich immer noch mili­tä­risch und mone­tär? Aus den Fehlern der Vergan­gen­heit zu lernen und nach der Wahr­heit zu suchen, um heute das zu tun, damit wir die Zukunft gewin­nen, ist unsere immer­wäh­ren­de Aufga­be.
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Um leben zu können, braucht der Mensch keinen ande­ren Menschen zu töten, nicht einmal ein Tier. Es gibt keine Recht­fer­ti­gung für den Mili­ta­ris­mus. Um leben zu können, braucht der Mensch kein Millio­när zu sein. Er erfand ein Geld­sys­tem, in dem man Multi­mil­lio­när, ja sogar Multi­mil­li­ar­där werden kann. Es gibt keine Recht­fer­ti­gung für den Kapi­ta­lis­mus. Wir müssen erken­nen: Mili­ta­ris­mus und Kapi­ta­lis­mus sind Lebens­lü­gen. Sie sind das insti­tu­tio­na­li­sier­te Böse in der Welt. Wie sollen in den Struk­tu­ren des Bösen Frie­den und Gerech­tig­keit gedei­hen? Unmög­lich!
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Eine humane Wirt­schaft, Ethik und Gene­tik kann sich nur entwi­ckeln, wenn wir nach echtem Mensch­sein stre­ben. Wir sind doch keine Menschen, wenn wir auf Befehl andere Menschen töten und nur nach Geld und Besitz trach­ten. Die Mensch­heit ist in der Stein­zeit­men­schen-Menta­li­tät stehen­ge­blie­ben, in der die Ideo­lo­gie des Mili­ta­ris­mus entstan­den ist. Es ist höchs­te Zeit, dass wir Menschen werden.
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Meine wich­tigs­te Eigen­ver­ant­wor­tung ist die für meine Gesund­heit. Hier darf ich Egoist sein! Eine gesund­heits­be­wuss­te Lebens­wei­se wirkt sich in alle Wirt­schafts­be­rei­che aus. Die Wirt­schaft wird das erzeu­gen und herstel­len, was meiner Gesund­heit dient. Die Land­wirt­schaft nimmt alle Erzeug­nis­se aus dem Boden. Gesun­der Boden – gesun­de Pflan­zen – gesun­de Tiere – gesun­de Menschen muss der Grund­satz ihrer Arbeit sein. Auch die ande­ren Wirt­schafts­zwei­ge nehmen ihre Rohstof­fe aus dem Boden. Wir Menschen sind die Verwal­ter der Güter unse­rer Erde. Alle Güter werden in einem Geld­wert gemes­sen. Der Markt ist ein natür­li­cher Vorgang. Wenn wir gute Verwal­ter sein wollen, müssen wir ein Geld­sys­tem erfin­den, das allen Menschen dient. Den Kapi­ta­lis­mus haben priva­te Geld­händ­ler erfun­den, um den Tausch­han­del zu über­win­den. Um selbst vom Geld­han­del leben zu können, erfan­den sie den Zins. Dass dieser in Jahr­tau­sen­den solche Auswir­kun­gen hat, wie sie sich heute zeigen, konn­ten sie noch nicht ahnen. Der Zins ist leis­tungs­lo­ses Einkom­men, die „wunder­ba­re Geld­ver­meh­rung“ ohne Arbeit. Er ist lega­li­sier­te Unge­rech­tig­keit. Schon Aris­to­te­les sagte: „Geld aus Geld ist gegen die Natur“. Der Ursprung allen Wirt­schaf­tens ist die Arbeit. Sie muss die Grund­la­ge eines Geld­sys­tems in dienen­der Funk­ti­on sein.
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Geld ist eine Gemein­schafts­ein­rich­tung. Diese Gemein­schaft kann heute nur der Staat sein, der wir alle sind, gerade in einer Demo­kra­tie. Was ist das für eine Demo­kra­tie, die sich dem tota­li­tärs­ten Régime, dem Kapi­ta­lis­mus unter­wirft? Solan­ge unsere Poli­ti­ker (welt­weit!) an den Ideo­lo­gi­en des Mili­ta­ris­mus und Kapi­ta­lis­mus fest­hal­ten, haben wir keine Demo­kra­tie. Die Poli­ti­ker stehen in der Verant­wor­tung, dass wir daraus frei werden. Aus dem Teufels­kreis der Gewalt und Unge­rech­tig­keit kommen wir nur heraus, wenn wir uns zur Gewalt­frei­heit als einer funda­men­ta­len Wahr­heit beken­nen und danach trach­ten, dem Geld seine wesens­ge­mä­ße, dienen­de Funk­ti­on zu geben. Wenn wir eine wirk­li­che Demo­kra­tie wollen, kommt es auf jeden Menschen an, dass er sich mit dem Mili­ta­ris­mus und Kapi­ta­lis­mus ausein­an­der­setzt. Nur wenn eine humane Gene­tik die Grund­la­ge unse­res Denkens ist, wird sich eine humane Ethik und eine humane Wirt­schaft entwi­ckeln. Erst dann kann eine lebens­wer­te Zukunft gestal­tet werden.
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Richard Stein­hau­ser, Sigmars­zell
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Was soll ich ganz konkret tun?
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Ich möchte auf den anony­men Leser­brief-Schrei­ber aus Heft 06–2016 reagie­ren. Hier meine konkre­te Meinung:
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Ich bitte Sie aus dem Wind­schat­ten eines Ande­ren, hinter dem Sie sich verste­cken, heraus­zu­tre­ten und groß zu werden, so groß das sich andere hinter ihnen verste­cken können. Um es mit Roland Webers Worten zu sagen, (in der Rezen­si­on über Sara Wagen­knecht) „wer etwas ändern will, sollte mit Nach­den­ken anfan­gen“.
Nun noch einen Rat von mir: Wenn Sie dann groß genug gewor­den sind, so das sich andere hinter Ihnen verste­cken können, dann vertrei­ben Sie bitte diese Leute und sorgen dafür das auch sie so groß werden wie Sie. Dann wird endlich dieses Versteck spie­len aufhö­ren und die Mensch­heit groß und gerade daste­hen.
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Jutta Lingos
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zu „Die EZB Silvio Gesell – Eine neue Part­ner­schaft?“ – HW 06/2016
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Profes­so­ren der Ökono­mie waren in der Frei­wirt­schaft immer eine Rari­tät. Bei Felix Fuders habe ich ein gutes Gefühl. Zusam­men mit Dirk Löhr sind da zwei Leucht­tür­me, an die sich Zögern­de und Neulin­ge der Frei­wirt­schaft orien­tie­ren können. Damit Leucht­tür­me eine Orien­tie­rung im Meer der Unge­wiss­hei­ten geben, muss ihr Licht strah­len und ihre Kennung eindeu­tig sein.
Euer Fazit in dem oben benann­ten Arti­kel ist eindeu­tig und gerecht­fer­tigt: „Keine Part­ner­schaft zwischen EZB und Gesell“. Und doch sind in dem Arti­kel vermeid­ba­re Unge­nau­ig­kei­ten enthal­ten. Ich schrei­be nicht gerne darüber, weil es leicht nach Besser­wis­se­rei ausschaut. Mir wäre lieber, ich könnte Euren Arti­kel bedin­gungs­los loben. Es geht mal wieder um die Frage was Geld ist.
Gesell und die Frei­wirt­schaft gehen davon aus, dass die Quan­ti­täts­theo­rie (nach Rosen­bohm ist die nur eine Fakten­be­schrei­bung) gültig ist. Wenn sie nicht gültig ist, blei­ben alle Erör­te­run­gen von Währungs­fra­gen im Dunst­kreis von Speku­la­tio­nen und die frei­wirt­schaft­li­chen Geld­re­for­mer würden ein Haus ohne Funda­ment bauen wollen.
Es geht mir um die Behaup­tung, dass der Zins eine Geld­ver­meh­rungs­ma­schi­ne ist. Der Zins über­trägt Einkom­men vom Schuld­ner auf den Gläu­bi­ger – von arm nach reich (Creutz) oder von Kassen mit Bedarf auf Kassen ohne Bedarf (Suhr). Es geht immer um Forde­run­gen auf Geld, nie um Schaf­fen von Geld. Dass Forde­run­gen und Verbind­lich­kei­ten letzt­lich immer mit Geld ausge­gli­chen werden müssen, ist dabei selbst­ver­ständ­lich.
Auch ist es nicht so, dass Zins­zah­lun­gen auto­ma­tisch zu neuer Verschul­dung führen, denn die Zins­zah­lun­gen bedeu­ten nur, dass der Schuld­ner über weni­ger Einkom­men frei verfü­gen kann. Zur Verschul­dung kommt es nur, wenn die Schuld­ner mit dem verblie­be­nen Einkom­men nach Abzug der Zinsen nicht mehr auskom­men oder wenn gestun­de­te Zinsen der Schuld zuge­schla­gen werden. Nehmen Bürger, Unter­neh­men oder Staat weite­re Kredi­te auf, wach­sen damit auch die Schul­den.
Die Schul­den können aber nur wach­sen, wenn auch das vorhan­de­ne Gutha­ben wächst und nicht konsu­mier­te oder inves­tier­te Zins­ein­nah­men tragen dazu bei. Die Zinsen kann man auch als ein Zwangs­spa­ren der Schuld­ner zu Guns­ten der Gläu­bi­ger verste­hen. Die Zinsen sind aber keine Ursa­che der Geld­ver­meh­rung. Aber hohe oder nied­ri­ge Zinsen haben auf unser Geld ohne Umlauf­si­che­rung einen Einfluss auf das Horten und Enthor­ten des Geldes. Hier ist eine indi­rek­te Wirkung des Zinses auf die nach­fra­gen­de oder umlau­fen­de Geld­men­ge zu verzeich­nen. (Ich bezie­he mich auf die linke Spalte von Seite 6.)
Zu: „So gese­hen bestün­de die Hoff­nung, dass Banken lang­fris­tig wieder zu dem werden könn­ten, was sie ursprüng­lich einmal waren: Insti­tu­tio­nen, in denen Menschen Geld aus Sicher­heits­grün­den (gegen eine Gebühr) lagern und von wo aus sie ihr Geld nach Abspra­che mit der Bank kosten­los verlei­hen.“ (Seite 8, linke Spalte)
Hier fehlt mir eine Quel­len­an­ga­be. Sicher ist es so, dass Bank­ein­la­gen auch getä­tigt wurden, weil die Kunden ihr Geld dort siche­rer wähnen als in den eige­nen vier Wänden. Die Einla­ge­rung gegen Gebüh­ren, traf aber wohl nur für die Aufbe­wah­rung von Geld im Kunden-Tresor zu. Die Giro­kon­ten wurden – zumin­dest zeit­wei­se – unent­gelt­lich geführt, weil für den Wegfall des Zinses Dienst­leis­tun­gen gebo­ten wurden. Die Kunden haben wohl bestimmt, mit welcher Dauer ihre Einla­gen bei den Banken gekop­pelt waren, aber dass die Kunden den Banken sagen konn­ten, an wen und wie sie ihre Einla­gen an Kredit­neh­mer weiter­rei­chen dürfen, das sind doch nur einzel­ne Vorgän­ge in der Jetzt­zeit.
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Dass die Banken Kredi­te kosten­los verlei­hen, ist doch nur eine erwar­te­te Möglich­keit in der Zukunft. Und sie wären dann tatsäch­lich Geld­ver­lei­her und nicht wie heute und in der Vergan­gen­heit Kredit­ver­mie­ter, denn die Leihe ist unent­gelt­lich und die Miete entgelt­lich.
Auf der Seite 9, linke Spalte oben ist zu lesen: „Die EZB versucht nun, die drohen­de Defla­ti­on durch das Drucken von Geld zu vermei­den. Sie begeg­net dem gesun­ke­nen Geld­schöp­fungs­mul­ti­pli­ka­tor (bedingt durch die gerin­ge Kredit­ver­ga­be) mit dem Auswei­ten der Zentral­bank­geld­men­ge. Folge­rich­tig wächst die Geld­men­ge M1 schnel­ler als die Geld­men­ge M3 (siehe Grafi­ken 1 und 2). Anders ausge­drückt: Würde die EZB kein Geld drucken, würde die Geld­men­ge M3, in der die Geld­men­ge M1 enthal­ten ist, kaum noch wach­sen.“
Der Begriff „Geld­schöp­fungs­mul­ti­pli­ka­tor“ ist doch keine glück­li­che Beschrei­bung für den gewach­se­nen Hang zur Hortung, zum Wach­sen der Kassen­hal­tung oder der gewach­se­nen Neigung der Geschäfts­ban­ken ihre Einla­gen bei der Noten­bank mit erhöh­ten Summen zu halten. Außer­dem ist doch die Zusam­men­fas­sung von Geld und Forde­run­gen auf Geld in dem Begriff M3 mehr als proble­ma­tisch. Wenn man sich von dem Begriff M3 nicht tren­nen mag, muss der Leser doch wenigs­tens auf die Proble­ma­tik des Begrif­fes hinge­wie­sen werden.
Auf der Seite 8, rechte Spalte, unten steht: „Der Zins hielt das Geld im Fluss.“ Nicht nur der Zins, sondern auch die Infla­ti­on. Auch zu DM-Zeiten.
Ich weiß es ist leich­ter einen ferti­gen Text zu kriti­sie­ren, als einen Text zu schrei­ben, an dem es nichts zu kriti­sie­ren gibt.
Ich habe mich hier nicht aus Lust an der Kritik bemüht, sondern in dem Bemü­hen, dass ihr noch besser werdet in Eurer Argu­men­ta­ti­on, als ihr es schon seid.
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Es grüßt Tris­tan Abrom­eit
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Gebühr auf Bargeld: ja!
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Unsere Tages­zei­tung hatte heute eine halbe Seite beti­telt: „Gebühr auf Bargeld?“. Bingo, Endlich! rief ich. Gebühr auf Bargeld lässt Preise sinken, Löhne stei­gen, die Schere zwischen Arm und Reich lang­sam verschwin­den, und verhin­dert Wirt­schafts­kri­sen für alle Zeit. Heute lagern ca. 70 % alles je ausge­zahl­ten Bargelds in Treso­ren, Kasset­ten, Schub­la­den, und in Matrat­zen. Nur der kleine Rest fließt und ermög­licht, dass Waren verkauft und bezahlt werden.
Bargeld ist ein öffent­li­ches Gut. Staat­li­cher Aufwand sichert, dass es etwas wert ist. Man kann es besit­zen, wie Grund und Boden. Hier wird Grund­steu­er fällig, dort aber bisher keine Geld­steu­er. Eine Geld­steu­er bewirkt, dass man das Geld entwe­der ausgibt und den Wirt­schafts­kreis­lauf antreibt; oder es als Kredit zur Verfü­gung stellt. Wer Kredit gibt, zahlt keine Geld­steu­er, er hat das Geld ja nicht. Wer sein Geld nur lagert, verliert Wert. Deshalb rufe ich erneut: „Gebühr auf Bargeld: ja!“, zusam­men mit Silvio Gesell, Helmut Creutz und vielen ande­ren.
Aber die Über­schrift trügt: Nur Abhe­ben soll Gebüh­ren kosten, nicht Bargeld. Die Wirkun­gen werden gefähr­lich sein: Wer wird gern teuer abge­ho­be­nes Geld ausge­ben? Lieber werde ich bei noch mehr Gele­gen­hei­ten mit Karte zahlen, selbst Klein­be­trä­ge im Super­markt. Statt 70 % werden dann viel­leicht 80 oder 90 % des Bargel­des dem Kreis­lauf entzo­gen. Den Zentral­ban­ken wird es deshalb kaum noch möglich sein, Geld­wert­sta­bi­li­tät oder mode­ra­te Infla­ti­on zu sichern. Ein Risiko für schwe­re Krisen. – - –
Hinrich Ruyter
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Schlacht­zei­le
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Nun muss ich doch wahr­ma­chen, was ich schon lange vorhat­te: Ihnen nach dem Erschei­nen der neuen Ausga­be (6−2016) sofort schrei­ben und danken für Ihre fort­wäh­ren­de Super­hef­te­füh­rung!
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Anlass: Nach­dem ich meinen 10-er-Packen am 31. 10. schon erhal­ten und die Hälfte weiter­ver­teilt hatte, hielt ich die Ausga­be noch einmal durch­blät­ternd in der Hand – da blitz­te mir „Druck­feh­ler“ durch den Kopf –: „Schlacht­zei­le?“, nicht „Schlag­zei­le“ oder „Schlag­wort“. Viel­leicht gewollt beim Spar­schwein auf dem Titel­bild? Nein! Im Edito­ri­al? Auch nicht. Nach kurzer Zeit war ich endlich erlöst und konnte lachen. Im Inhalts­ver­zeich­nis! Super! „Dann hau ich mit dem Hämmer­chen mein Spar­schwein, mein Spar­schwein kaputt“ (Lied­zei­le von Chris Howland).
Ludwig Heid
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Real­zin­sen
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Lieber Herr Bange­mann,
Danke für das sehr tref­fen­de Edito­ri­al in Ausga­be 6–2016.
Gut auch, dass ein wirk­lich profes­sio­nel­ler Beitrag von Fuders/Löhr erschie­nen ist.
Die Grafik im Beitrag „Der Euro-Leit­zins ist nicht konjunk­tur­ge­recht“ hat mich rich­tig beschäf­tigt. Bisher hatte ich das Bild im Kopf, dass die Infla­ti­on etwa seit Krisen­ein­tritt – also etwa seit 2009 – perma­nent unter 2 % lag. Dass die Infla­ti­on seit 2010 wieder deut­lich zunahm, ja sogar über den lang­jäh­ri­gen Durch­schnitt zwischen 2000 und 2007 hinaus, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Inso­fern ist der Beitrag sehr erhel­lend. Aller­dings bedau­erns­wert, dass die Grafik nur ab 2011 gezeich­net ist, was den Eindruck vermit­telt, dass die Entwick­lung mehr oder weni­ger mono­ton (aus der Vergan­gen­heit) verläuft.
Der Beitrag im Heft destil­liert Real­zins aus der Diffe­renz der Infla­ti­on zum Leit­zins. Aber das ist nicht fair! Was zählt ist der Anla­gen­zins. Guter Bezugs­punkt erscheint mir der Vergleich mit Fest­zin­sen. Fest­geld­zin­sen 2012, 2 Jahre (Deutsch­land): 2,0 % – Real­zins also nicht nega­tiv.
Dieser Real­zins ist nega­tiv, wie im Heft­bei­trag auch thema­ti­siert wird, für Deutsch­land ab genau 2010. Man muss schon sehen, dass, wenn diese Entwick­lung an sich begrüßt wird, sie immer­hin ein neues Phäno­men ist. Dass dieser Real­zins in den vergan­ge­nen Jahren weni­ger nega­tiv wird, sagt meiner Meinung nach nichts aus, weil es um die Anla­ge­zin­sen geht.

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