Geordnete Insolvenz – Wie Europa krisensicher werden kann

Vorschlä­ge gibt es dazu reich­lich. Snower fordert beispiels­wei­se eine Schul­den­kom­mis­si­on, die auf euro­päi­scher Ebene darüber wacht, dass die natio­na­len Regie­run­gen ihre Konso­li­die­rungs­zie­le einhal­ten. Thomas Mayer, der Chef­volks­wirt der Deut­schen Bank, fordert gar ein euro­päi­sches Pendant zum IWF: „Die EU muss einen Euro­päi­schen Währungs­fonds EWF schaf­fen – mit dem man Krisen mana­gen und eine mögli­che staat­li­che Insol­venz geord­net abwi­ckeln kann.„Er soll die finanz­po­li­ti­sche Stabi­li­tät der Euro-Staa­ten über­wa­chen und ange­schla­ge­nen Ländern im Notfall finan­zi­ell helfen können – die dafür im Gegen­zug harte Spar­be­din­gun­gen erfül­len müss­ten. Die Kritik an dem Modell: Er könnte Euro-Staa­ten verfüh­ren, unso­li­de zu wirt­schaf­ten – im Notfall hilft ja der EWF. Mayer hält dage­gen, dass genau deshalb ein Konkurs möglich sein muss, bei dem die Gläu­bi­ger auf einen Teil ihres Geldes verzich­ten müssen.Geordnetes Insol­venz­ver­fah­ren Auch verlan­gen Ökono­men und Poli­ti­ker, dass der Währungs­raum einen bank­rot­ten Staat abwi­ckeln kann, ohne dass es im Banken­sys­tem und an den Märk­ten zu großen Verwer­fun­gen kommt. „Wir brau­chen ein geord­ne­tes Insol­venz­ver­fah­ren“, sagt Clemens Fuest, Vorsit­zen­der des wissen­schaft­li­chen Beirats des Bundes­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums. Ein Land, das Schwie­rig­kei­ten habe, könne einmal gehol­fen werden – aber kein zwei­tes Mal. Dann müsse es in die Insol­venz.

viaSchul­den: Wie Europa krisen­si­cher werden kann – Nach­rich­ten Wirt­schaft – WELT ONLINE.

Man darf gespannt sein, wie viel Steu­er­geld noch im Finanz­markt versenkt wird, bis man in der Poli­tik diese Vorschlä­ge aufgreift und umsetzt.

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