Griechenland – Lösungsansatz jenseits gegenseitiger Schuldzuweisung

Wer die Grie­chen­land-Vor­schlä­ge des „Semi­nar für frei­heit­li­che Ord­nung“ liest, ver­steht bes­ser, war­um
die Euro­län­der und Grie­chen­land in die aus­weg­lo­se Situa­ti­on gera­ten sind, in der nun wie­der
pau­sen­los Kon­fe­ren­zen statt­fin­den müs­sen. Es war ein Feh­ler der Euro­län­der, nur auf Struk­tur­re­for­men
zu set­zen, die Grie­chen­land zwei­fel­los drin­gend nötig hat. Sie hat­ten aber von Anfang an nur
Aus­sicht auf erfolg­rei­che Ein­füh­rung und Umset­zung, wenn zuvor sowohl die Über­schul­dung des
Staats­haus­halts durch eine gere­gel­te Insol­venz als auch die Arbeits­lo­sig­keit durch geld­po­li­ti­sche Inno­va­tio­nen
abge­baut wor­den wären.

Poli­tisch scheint es in den aktu­el­len hek­ti­schen Kon­fe­ren­zen wegen anhal­ten­den Ide­en­man­gels nur
noch dar­um zu gehen, wer am Schluss den Schwar­zen Peter für ein Finanz­cha­os in Hän­den hält,
unter dem alle lei­den wer­den. Aber auch die­ses Lei­den löst die Pro­ble­me nicht, die infol­ge unzu­rei­chen­der
Geld­po­li­tik ent­stan­den sind. Das andau­ern­de Lei­den ist der Nähr­bo­den für demo­kra­ti­sche
Fehl­ent­wick­lun­gen in allen Euro­län­dern.

Für über­schul­de­te Staa­ten muss es eine euro­pa­recht­lich gere­gel­te Insol­venz geben, damit ihr demo­kra­ti­sches
Sys­tem, des­sen Funk­ti­ons­fä­hig­keit für alle ande­ren Refor­men gebraucht wird, nicht in die
Brü­che geht.

Hin­zu­kom­men muss als wich­tigs­ter Schritt eine geld­po­li­ti­sche Inno­va­ti­on mit dem Ziel eines hohen
Beschäf­ti­gungs­gra­des. Eine ande­re Geld­po­li­tik kann von Kri­sen­staa­ten nicht nur nach einem Aus­tritt
aus dem Euro-Wäh­rungs­ver­bund gemacht wer­den, son­dern auch im Rah­men des Euro mit einer
Par­al­lel­wäh­rung oder einem staat­li­chen Neben­geld, wie das SffO in sei­nem Posi­ti­ons­pa­pier dar­stellt
und Eck­hard Beh­rens noch im Jah­re 2012 in einer Bro­schü­re des Bun­des­ver­ban­des der mit­tel­stän­di­schen
Wirt­schaft zu den Chan­cen von Par­al­lel­wäh­run­gen näher aus­ge­führt hat

(http://www.bvmw.de/der-bvmw/aufgaben-und-ziele/grundsatzprogramm/euro-krise.html).
Nur der Drei­schritt von staat­li­cher Insol­venz, geld­po­li­ti­scher Inno­va­ti­on und Struk­tur­re­for­men kann
Grie­chen­land und Euro­pa aus der Kri­se füh­ren.

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1 Antwort

  1. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/12/eisberg-voraus-in-der-krise-versagt-die-eu-als-egoisten-union/

    Hier ist noch ein aus mei­ner sicht guter Arti­kel aus den Deut­schen Wirt­schafts­nach­rich­ten. Das pöli­ti­sche Esta­blish­ment ist hand­lungs­un­fä­hig, von Lösun­gen, Ide­en und Kraa­ti­vi­tät weit weg. Ein­di­men­sio­na­les Per­so­nal.

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