Kategorie: Ausgabe 04 -2012

Leserbriefe 04/2012 0

Leserbriefe 04/2012

Ihre Mei­nung ist uns wich­tig. Sen­den Sie uns Ihre Fra­gen, Anre­gun­gen oder per­sön­li­che Mei­nun­gen. Bit­te fas­sen Sie sich kurz, um so wahr­schein­li­cher wird die Ver­öf­fent­li­chung. Die Redak­ti­on behält sich vor, Leser­brie­fe ohne Rück­spra­che zu kür­zen.

(Hu)manigfaltiges 04/2012 0

(Hu)manigfaltiges 04/2012

Kurz­nach­rich­ten und Hin­wei­se:
[SFFO] Boden­spe­ku­la­ti­on mit Acker­land auch in Deutsch­land – Agrar­mi­nis­ter rat­los?
Geld­sys­te­me sind kein Natur­ge­setz
04/2012 www.humane-wirtschaft.de 37
Deut­sche Frie­dens­ge­sell­schaft for­dert Abschaf­fung des Zins- und Zin­ses­zins­sys­tems
Die Über­schul­dung als Sys­tem­feh­ler erken­nen
Lust auf neu­es Geld – Die DVD Jetzt bestel­len
Gren­zen der Model­le in den Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten
Fran­zö­si­scher Prä­si­dent Hol­lan­de spricht Klar­text: (ARD, 7. Mai 2012, 22:45 Uhr, „Die Nacht als Frank­reich rot wur­de“)
Dr. Nor­bert Blüm: (18. 5. 2012, Süd­deut­sche Zei­tung)
Hei­ner Geiß­ler: (29. 1. 2012, WELT am SONNTAG)
Dirk C. Fleck – Die vier­te Macht

Galaktischer Energieverbrauch – Tom Murphy, übersetzt von Tom Schülke 0

Galaktischer Energieverbrauch – Tom Murphy, übersetzt von Tom Schülke

Seit dem Beginn der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on haben wir ein beein­dru­cken­des, sehr sta­bi­les Wachs­tum des Ener­gie­ver­brauchs der mensch­li­chen Zivi­li­sa­ti­on erlebt. Die Daten der US-ame­ri­ka­ni­schen „Ener­gy Infor­ma­ti­on Agen­cy“ zei­gen für den US-Ener­gie­ver­brauch seit 1650 (1635–1945, 1949–2009, inklu­si­ve Holz, Bio­mas­se, fos­si­ler Treib­stof­fe, Was­ser­kraft, Nukle­ar­ener­gie
u.s.w. ), einen auf­fal­lend kon­stan­ten Wachs­tums­kurs, der durch eine jähr­li­che Wachst­um­ra­te von 2,9% gekenn­zeich­net ist.

Der unsichtbare Elefant 0

Meine beiden Elefanten – Roland Spinola

Den­ke ich über die Ursa­chen der Finanz­kri­se nach, so fal­len mir zwei Meta­phern ein, die bei­de mit Ele­fan­ten zu tun haben:
„The­re is an ele­phant in the room“ sagen die Eng­län­der und mei­nen damit, dass es eine offen­sicht­li­che Wahr­heit gibt, die jeder kennt, die aber kei­ner dis­ku­tie­ren will. An die­se Meta­pher den­ke ich oft, wenn ich Talk­shows zuhö­re. Der Ele­fant ist ent­we­der zu gefähr­li­ch und des­halb möch­te ihm nie­mand zu nahe kom­men und beim Namen nen­nen oder eini­ge Teil­neh­mer neh­men ihn tat­säch­li­ch gar nicht wahr.

Steffen Henke – Ein Porträt von Andreas Bangemann 0

Steffen Henke – Ein Porträt von Andreas Bangemann

Es begann alles mit einer „bei­läu­fig“ gemach­ten Äuße­run­gen in einer Email. Dar­in schrieb Stef­fen Hen­ke im Herbst 2010, dass es doch mög­li­ch sein müs­se, zu bewei­sen, wie vie­le Men­schen sich schon heu­te für ein bes­se­res Geld­sys­tem ein­set­zen. Wenn vie­le das Glei­che wol­len, dann wer­den sie unüber­hör­bar und es kann zu wich­ti­gen Ver­än­de­run­gen kom­men, war sei­ne Schluss­fol­ge­rung.
Eine gro­ße Ver­an­stal­tung, auf der alle Flag­ge zei­gen kön­nen, müs­se her.

Was ist natürliche Ökonomie? – Roland Rottenfußer 0

Was ist natürliche Ökonomie? – Roland Rottenfußer

Wir müs­sen natür­li­ches Wirt­schaf­ten vom Stig­ma des Anrü­chi­gen befrei­en, das ihm wegen der Aus­wüch­se des Sozi­al­dar­wi­nis­mus anhaf­tet. Nicht nur der „Kampf ums Dasein“ prägt natür­li­che Öko­sys­te­me. Bei genau­er Betrach­tung fin­den wir auch viel Posi­ti­ves: Koope­ra­ti­on, gesun­de Wachs­tums­gren­zen, Aus­gleich zwi­schen den Extre­men, frei flie­ßen­de Ener­gi­en und den Ver­zicht auf abs­trak­te Besitz­ver­hält­nis­se. Natür­li­che Öko­no­mie ist ein Wirt­schaf­ten nach natür­li­chen Prin­zi­pi­en, die das Beson­de­re unse­rer Situa­ti­on als Men­schen nicht ver­leug­net. Vor allem ist sie ein Heil­mit­tel gegen die Domi­nanz ego­is­ti­scher Ein­zel­in­ter­es­sen. Denn Öko­lo­gie bedeu­tet im Kern: Jeder Teil erhält sei­nen Sinn durch die Har­mo­nie mit einem grö­ße­ren Gan­zen.

EURO-Rettung in den letzten Zügen – Kommentar von Wilhelm Schmülling 0

EURO-Rettung in den letzten Zügen – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Nun hat Grie­chen­land wie­der Luft zum Atmen. Es hat gewählt, kon­ser­va­tiv zur Freu­de der Euro­kra­ten. Ist damit Grie­chen­land und
der EURO geret­tet? Nein, mit der Wahl wur­de nichts ent­schie­den, nur die Aus­sich­ten zur Ret­tung ein wenig ver­bes­sert, glaubt man. Das ret­ten­de Ufer in Sicht, stram­peln die Grie­chen dar­auf zu, die Köp­fe wie Ertrin­ken­de Unter­kan­te Kinn gera­de über Was­ser hal­tend. Rei­chen die Kräf­te nun aus, um Land zu errei­chen?

Reichtum und Reichtumsexplosion – Helmut Creutz 0

Reichtum und Reichtumsexplosion – Helmut Creutz

Auch wenn der Begriff „Reich­tum“ viel­fach ver­wen­det wird – vom Arten­reich­tum in der Natur bis hin zum Reich­tum wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se – , wird er auf Anhieb meist mit Geld ver­knüpft! Eben­falls, wenn man unter die­sem Begriff den Reich­tum aller Güter aus­drückt, d. h. die wirt­schaft­li­ch ein­ge­setz­ten Sach­wer­te mit den Geld­erspar­nis­sen, unter dem Begriff „Ver­mö­gen“ zusam­men­fasst. Und die­ser Reich­tum und des­sen zuneh­men­de Kon­zen­tra­ti­on machen vor allem Schlag­zei­len, wenn vom „Mana­ger-Maga­zin“, alle paar Jah­re, die „300 reichs­ten Deut­schen“ auf­ge­lis­tet wer­den!

Wann ein Reicher „vermögend“ ist“ – Pat Christ 0

Wann ein Reicher „vermögend“ ist“ – Pat Christ

Sind Rei­che nur Ego­is­ten? Sind sie gren­zen­los Gie­ri­ge? Die sich mit­un­ter durch frag­wür­di­ge Metho­den Geld und noch mehr Geld ver­schaf­fen? Für jene Wis­sen­schaft­ler, die sich zum „Forum für Ver­mö­gens­for­schung“ zusam­men­ge­schlos­sen haben, sind all dies ver­zerr­te Bil­der von Rei­chen. „Ein neu­es Ver­ständ­nis von Ver­mö­gen­den auf­zu­bau­en, basie­rend auf ihrer gesell­schaft­li­chen
Ver­ant­wor­tung“, ist eines der Zie­le des Forums, das am Insti­tut für Sozio­lo­gie der Uni­ver­si­tät Müns­ter eta­bliert wur­de.

Sparen – Mission: Impossible – Peter Döllel 0

Sparen – Mission: Impossible – Peter Döllel

Es wird zu viel gespart! Neben den Lebens­ver­si­che­run­gen, den staat­li­chen und pri­va­ten Ren­ten­kas­sen und den Beam­ten­kas­sen sind die Ren­tiers (das sind Men­schen mit hohen Ver­mö­gen, die dar­aus ihr leis­tungs­lo­ses Ein­kom­men – den Zins – beziehen[1]) mit die Haupt­ver­ant­wort­li­chen für das Anwach­sen der rie­si­gen Geld­ver­mö­gen.

[1] All­ge­mei­ne Theo­rie der Beschäf­ti­gung, des Zin­ses und des Gel­d­es, Dun­ker & Hum­blot 1936, John May­nard Keynes Sei­te 316–318 Der Ren­tier der „…den knapp­heits­be­ding­ten Wert des Kapi­tals aus­zu­nut­zen“ „…dass der sanf­te Tod des Ren­tiers, des funk­ti­ons­lo­sen Inves­tors nichts plötz­li­ches sein wird….“ Aber er wird in 1 bis 2 Gene­ra­tio­nen „.. nicht mehr einen Bonus (Zins und Zin­ses­zins) erhal­ten.

„Lust auf neues Geld“  lockte viele Menschen nach Leipzig 1

„Lust auf neues Geld“ lockte viele Menschen nach Leipzig

Am 9. Juni hat­te die „Neu­es Geld gemein­nüt­zi­ge GmbH“ zu einer Tages­ver­an­stal­tung in die Stadt geru­fen, die sinn­bild­li­ch für den Auf­bruch zum Wan­del steht: Leip­zig. Zwei­tau­send Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer folg­ten dem Ruf und bil­de­ten einen impo­san­ten Rah­men für ein Pro­gramm, das es in sich hat­te. Die Ver­an­stal­ter unter Lei­tung des Geschäfts­füh­rers Stef­fen Hen­ke
hat­ten ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm zusam­men­ge­stellt: Musik, Akro­ba­tik, Kaba­rett, Unter­hal­tung und natür­li­ch viel Infor­ma­ti­on zum The­ma Geld.

„Kein Recht im Unrecht – kein gutes Leben im schlechten“ – Andreas Bangemann 0

„Kein Recht im Unrecht – kein gutes Leben im schlechten“ – Andreas Bangemann

Durch unser Geld­sys­tem und das dar­auf auf­bau­en­de Boden­recht wer­den allen Men­schen die­ser Erde Tag für Tag immer grö­ßer wer­den­de Tei­le ihrer eige­nen Leis­tung weg­ge­nom­men. Auch im Hin­bli­ck auf Paten­te und das Urhe­ber­recht gibt es zu hin­ter­fra­gen­de Ent­wick­lun­gen, die Räu­me für Pri­vi­le­gi­en schaf­fen, von denen nur sehr weni­ge pro­fi­tie­ren. Das geschieht für vie­le unbe­merkt, denn es wer­den dazu in den sel­tens­ten Fäl­len direk­te Rech­nun­gen aus­ge­stellt. Die in unse­rem Recht und dem genutz­ten Geld­sys­tem ver­an­ker­ten Mecha­nis­men sor­gen für die Bedie­nung die­ser Pri­vi­le­gi­en über die Prei­se und Steu­ern,
die jeder von uns für den Lebens­un­ter­halt bezahlt.

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes 1

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes

Im klei­nen Wäld­chen der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wup­per­tal ent­puppt sich das im Mai gestar­te­te Kunst­pro­jekt anläss­li­ch des 150. Geburts­ta­ges von Sil­vio Gesell zu einer ver­net­zen­den Kraft. Täg­li­ch besu­chen Inter­es­sier­te das Gelän­de und las­sen sich von dem Gedan­ken inspi­rie­ren, wie eine Wirt­schaft wohl aus­se­hen könn­te, wenn sie wich­ti­ge Ele­men­te von Aus­tausch­pro­zes­sen in der Natur abbil­den wür­de. „Flie­ßen“ und „Wer­den und Ver­gäng­lich­keit“ waren die künst­le­ri­schen Impul­se für die Arbei­ten auf dem Gelän­de. Fast täg­li­ch kom­men neue Kunst­wer­ke hin­zu, denn Kars­ten Behr, der künst­le­ri­sche Lei­ter des Pro­jek­tes, arbei­tet stän­dig in sei­nem „Zau­ber­wald“ und inte­griert mehr und mehr Künst­ler aus der Regi­on. Das idyl­li­sch gele­ge­ne Tagungs­haus ent­puppt sich durch die Akti­on zu einem Hort der Begeg­nung von Krea­ti­ven auf vie­len Gebie­ten.