“Schluss mit der Verhätschelung der Superreichen”

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4 Antworten

  1. Pecat Uwe sagt:

    Ein zutiefst unge­rech­tes System lässt sich auch mit dem dümm­li­chen Neid Argu­ment nicht mehr retten. Jedes mal das glei­che, die leis­tungs­lo­sen Einkom­men stei­gen ins uner­mess­li­che, ganze Volks­wirt­schaf­ten werden gnaden­los zerstört, Menschen verhun­gern Welt­weit und jeder der das auch nur in Frage stellt oder gar verän­dern will ist neidisch. Auf was? Gesund­heit ist nicht käuf­lich, Glück auch nicht, Leben erst recht nicht.
    Es geht also nicht darum wenn einer aus eige­nem Antrieb reich ist sondern was daraus entsteht, welche Konse­quen­zen es für meine Mitmen­schen hat.

  2. Swaantje Janke sagt:

    Dieser Beitrag hat mir sehr gefal­len und aus der Seele gespro­chen. Ich glaube nur mit einem Gene­ral­streik, der auch die Refor­mie­rung der Poli­tik (völli­ge Loslö­sung vom Kapi­tal, also kein Sitz im Aufsichts­rat, kein Neben­job und keine Spen­den­gel­der mehr) beinhal­tet. Löhne unten müssen erhöht und die Einnah­men der Obri­gen verrin­gert werden, um die Kauf­kraft wieder zu beleben.
    Viel­leicht könnte das etwas ändern.

  3. Johannes Ross sagt:

    Es ist völlig falsch an den Anga­ben und an dem Vorschlag von Warren Buffet herum zu rechnen.
    Auch ich zahle in USA, trotz hohem Einkom­men, nicht den höchs­ten Satz von 35.6 % Einkommensteuer.
    Jeder der in Immo­bi­li­en inves­tiert hat wie jeder Geschäfts­mann a) Kosten und b) Abschrei­bun­gen auf seine Inves­ti­tio­nen. Das mindert die Steuer, aber dies ist kein Geschenk.
    Wird ein Geschäft oder eine Immo­bi­lie verkauft, dann wird die Abschrei­bung über all die Jahre wieder dem Kauf­preis hinzu­ge­fügt und muss versteu­ert werden.
    Der Fehler von Präs. Bush war nicht die Steu­ern zu senken, sondern sein Fehler war es einen Krieg zu begin­nen. Krieg führen und Steu­ern senken passt nicht zusam­men. Dies hat zu den hohen Schul­den geführt.
    Die deut­schen Neider soll­ten sich nicht über ihre Darstel­lung freuen.
    Das dicke Ende kommt in USA mit der Erbschafts­steu­er die früher 55 % war und Obama hat sie nach der Senkung durch Bush wieder auf 35 % gebracht.
    Eines gibt es in USA nicht. Eine Erbschafts­steu­er zwischen Eheleu­ten, die gibt es in keinem Staat mit Ausnah­me in Deutsch­land. Dies ist die brutals­te und gemeins­te Steuer, die eigent­lich nur ein kran­kes Hirn erfin­den kann. Zu dem Schmerz über den Verlust des Part­ners steht der Fiskus inner­halb von 3 Wochen mit dem Knüp­pel vor der Tür und will kassie­ren von dem, was sich ein Ehepaar über einen langen Zeit­raum erwor­ben und ange­spart hat.
    Das hat mit Huma­ner Wirt­schaft wirk­lich nichts zu tun. Das ist Neid Politik.

  4. Ein sehr guter Beitrag, Herr Bange­mann, vor allem deswe­gen, weil die wenigs­ten Menschen nach­rech­nen. Nur weil Sie sich die Mühe mach­ten, nach­zu­rech­nen, wird die Farce trans­pa­rent. Das Wochen­en­de war ich in den Bergen unter­wegs und die Meldung von Buffet hatte ich noch im Ohr und dachte mir, was die Aussa­ge wohl zu bedeu­ten hätte? Sie haben Licht in die Ange­le­gen­heit gebracht. Danke dafür! 

    Der Vergleich mit der Tita­nic beschreibt die Situa­ti­on tref­fend. Als ich Mitglied der INWO wurde, dachte ich noch es werde sich etwas verän­dern lassen. Doch diese Zuver­sicht ist gewi­chen. Wir werden wohl gegen den Eisberg donnern – und das in abseh­ba­rer Zeit, wir werden es also erle­ben. Schade, denn es gäbe Wege aus der Krise. 

    Am Wochen­en­de lernte ich drei junge Männer (Nepalesen)kennen. Einer studiert BWL und die beiden ande­ren Medi­zin. Wir hatten viel Spaß zusam­men und mit dem BWLer unter­hielt ich mich lange, denn wir hatten den glei­chen Abstieg. Leider musste ich auch hier fest­stel­len, dass die Hoch­schu­len ganze Arbeit leis­ten. So lange Volks­wirt­schaft und Betriebs­wirt­schaft gegen­läu­fi­ge Ziele haben, wird es defi­ni­tiv zu keiner huma­nen Wirt­schaft kommen können.

    Der junge Mann erkann­te zwar die Proble­ma­tik, sah aber keine Alter­na­ti­ve zu dem bestehen­den System. Er brach­te auch gute Beispie­le aus seiner Heimat, ich wies immer darauf hin, so lange neue Projek­te nicht nur der Bevöl­ke­rung dienen, sondern auch breite Schich­ten davon profi­tie­ren, wäre das schon in Ordnung. Es würde hier zu weit führen, diese Unter­hal­tung zu schildern. 

    Wir soll­ten unbe­dingt dazu beitra­gen, dass junge Ökono­men auf diese Proble­ma­tik aufmerk­sam werden. Lösun­gen aufzei­gen, die durch­aus als Expe­ri­ment weiter entwi­ckelt werden könn­ten, vielle­licht sogar in einer Art Wettbewerb … 

    Mir geht das mit der INWO manch­mal alles zu sachte voran. Wenn man die Mails liest, die einem täglich errei­chen, hat man auch das Gefühl, die INWO ist vor allem mit sich selbst beschäf­tigt. Aller­dings spürte man dies­bezgl. die letz­ten Wochen eine kleine Verbesserung.

    Meines Erach­tens müsste man viel mehr in der Praxis mit jungen Leuten reden, mit ange­hen­den Ökono­men disku­tie­ren, Farbe beken­nen, in der Öffent­lich­keit provo­kan­ter auftre­ten, heraus­for­dernd agieren. 

    Ich glaube nicht, dass der Weg über Stände am Markt­platz führt. Aufge­klärt sind mitt­ler­wei­le viele Menschen! Man besu­che nur mal die Wirt­schafts­ab­tei­lung einer Buch­hand­lung, system­kri­ti­sche Bücher haben Hoch­kon­junk­tur. Die Poli­tik und die Wirt­schaft hat jegli­chen Rück­halt in der Bevöl­ke­rung verlo­ren, dennoch passiert nichts. Das ist aber auch eine Frage der Alter­na­ti­ven. Die Menschen sind ohnmäch­tig, müssen taten­los zuse­hen, wie wir gegen den Eisberg donnern. 

    Das ist keine Frage von Aufklä­rung, sondern irgend jemand muss das Zepter in die Hand nehmen und hörbar auf dem Boden schla­gen. Ich höre mehr von Andre­as Popp und seiner Wissens­ma­nu­fak­tur als von der INWO, wie ist das nur möglich? Ein Einmann­be­trieb ist quir­li­ger als die gesam­te INWO. Schade!

    So, nun haben wir den Schla­mas­sel, ich wollte nur kurz auf Ihren Arti­kel von Buffet antwor­ten – und nun das. Ihnen einen schö­nen Tag, Herr Bangemann.

    Herz­li­chen Gruß aus München

    Ihr
    Franz Fischer

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