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1 Antwort

  1. Gerhard Herres sagt:

    Anlie­gen: Woran hängt Dein Herz?

    Sehr geehr­te Frau Christ,

    ich lese Ihre Arti­kel in der Huma­nen Wirt­schaft schon seit langer Zeit. Meist
    kann ich Ihnen voll zustim­men, auch wenn die Themen manch­mal bedrü­ckend sind.
    In Ihrem letz­ten Beitrag „Woran hängt Dein Herz? haben Sie die Chris­ten für
    gerech­te Wirt­schafts­ord­nung porträ­tiert. Dafür möchte ich mich herz­lich
    bedan­ken. Ich kannte diese Gruppe bisher nur dem Namen nach und sah sie als
    Split­ter­grup­pe der CDU an. Was sie aber fordern wider­spricht fast allem, was
    die CDU als Wirt­schafts­par­tei vertritt. Nun fordern sie auch beim Nach­den­ken
    über eine gerech­te Wirt­schafts­ord­nung die Fakto­ren „Geld“, Boden“, Produk­ti­on“
    und „Handel“ durch den Faktor „Konsum“ zu ergän­zen. Das ist zwar rich­tig, aber
    meiner Meinung nach nicht ausrei­chend. Die Welt wird ange­trie­ben durch
    Ener­gie, nicht nur in Form von Wärme oder elek­tri­scher Ener­gie, sondern auch
    mensch­li­che Ener­gie. Dafür braucht wieder­um der Mensch Nahrung und Wasser.
    Beides versu­chen die multi­na­tio­na­len Konzer­ne unter ihre Kontrol­le zu
    bekom­men. Diese Kontrol­le wird ermög­licht durch das bestehen­de Geld­sys­tem,
    welches den Ausbau der rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie­en behin­dert und so die
    unde­mo­kra­ti­schen Macht­struk­tu­ren verfes­tigt. Auch die schnel­le­re Verbrei­tung
    ökolo­gi­scher Land­wirt­schaft wird durch zentra­lis­ti­sche Struk­tu­ren und die
    Macht der Agro­kon­zer­ne behin­dert. Am Ende steht der Verlust der
    lebens­wich­ti­gen Humus­schicht der Böden und die buch­stäb­li­che Verwüs­tung
    unse­rer Land­schaft. Der sehr sehens­wer­te Film „Humus – die Verges­se­ne
    Klima­ch­an­ce“ zeigt über­deut­lich die Folgen der heuti­gen konven­tio­nel­len
    Agrar­wirt­schaft und die notwen­di­gen Gegen­mass­nah­men auf. Auch hier spielt das
    Geld die unrühm­li­che Rolle, die Land­wir­te zu höhe­rem Profit zu trei­ben – auf
    Kosten der Tiere, der Pflan­zen und des Bodens. Wer dabei nicht mitma­chen will,
    fällt wirt­schaft­lich zurück und verliert seinen Betrieb. Am Ende wird zwar
    auch der profit­ori­en­tier­te Betrieb unter­ge­hen, aber dann sind alle Böden
    zerstört und die Menschen werden hungern. Ich denke, die CGW sieht die vollen
    Konse­quen­zen der heuti­gen Wirt­schafts­ord­nung auch noch nicht. Es geht nicht
    nur um das Über­le­ben des sozia­len Orga­nis­mus Gesell­schaft, sondern um die
    reale Gefahr des physi­schen Unter­gangs als Spezi­es Mensch. Viel­leicht werden
    von den heute fast 7 Milli­ar­den Menschen einige über­le­gen, aber die
    Lebens­be­dinun­gen werden dann sehr denen ähneln, die in der Stein­zeit
    herrsch­ten, mit einem wich­ti­gen Unter­schied, es wird weni­ger Pflan­zen zu
    sammeln und Tiere zu jagen geben.

    Bitte entschul­di­gen Sie, ich bin vom Thema abge­kom­men.

    Aber noch­mals herz­li­chen Dank für ihre Beiträ­ge in der Huma­nen Wirt­schaft

    Mit freund­li­chen Grüßen,

    Gerhard Herres

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