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Zinslose Komplementärkredite

Chris­ti­an Gel­le­ri

Es hängt viel davon ab, ob unse­re Gesell­schaft die Kraft auf­bringt, nicht nur über Zin­sen zu kla­gen, son­dern zins­lo­se Kre­di­te zu orga­ni­sie­ren. Sie soll­ten her­kömm­li­che Kre­di­te (noch) nicht erset­zen, son­dern ergän­zen: Kom­ple­men­tär­kre­di­te. Im Chiem­gau läuft der­zeit ein Expe­ri­ment mit Klein­kre­di­ten an, die in Regio­nal­geld aus­ge­zahlt wer­den. (Roland Rot­ten­fuß­er)
Wir ärgern uns über hohe Zin­sen. Jeder Haus­käu­fer muss bei Lauf­zei­ten über 20 Jah­ren Zin­sen in einer Höhe berap­pen, die dem Preis für ein zwei­tes Haus ent­spre­chen. War­um gibt es nicht mehr Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen, die die­ses para­si­tä­re Sys­tem aus­höh­len, indem sie Geld zins­los ver­lie­hen? Der Grund ist wohl all­zu mensch­lich: So lan­ge man Geld braucht, stöhnt man unter der Peit­sche über­höh­ter Zins­for­de­run­gen. Ver­fügt man jedoch über ein Gut­ha­ben, ver­än­dert sich die Per­spek­ti­ve: Man möch­te selbst Zin­sen kas­sie­ren. Ist jemand finan­zi­ell in Not, wer­den ihm statt Hil­fe noch wei­te­re Belas­tun­gen auf­ge­bür­det.

Posted via email from HUMANE-WIRTSCHAFT

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