Leserbriefe 06/2016

Nega­tiv­zins in aller Munde“
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Ich war heute in einem Laden hier im Städt­chen (Meers­burg), wo es zahl­lo­se Zeit­schrif­ten zu kaufen gibt. Beim Regalab­schnitt mit den Wirt­schafts- / Manage­ment- / Anla­ge­tipp- und ähnli­chen Heften war auf der Titel­sei­te fast über­all die Rede vom Zins­ni­veau. Und auch vom Finanz­sys­tem und vom Bargeld, und wieviel man da jeweils noch drauf­ge­ben kann.
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Span­nen­de Zeiten. Bleibt zu hoffen, dass gute Ideen Gehör finden, disku­tiert werden, in den Medien genau wie in der Wissen­schaft, und letzt­lich auch poli­ti­sche Wirkung haben.
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Opti­mis­ti­scher­wei­se müsste man sagen, es muss sich was zum Guten ändern, wenn die Poli­tik und die EZB nicht das (gerade noch) vorhan­de­ne Vertrau­en in das Geld (als Wert­auf­be­wah­rungs- u./o. Tausch­mit­tel) verspie­len wollen. Ein solcher Vertrau­ens­ver­lust dürfte ja nicht im Inter­es­se der Eliten liegen, da ja auch sie ein funk­tio­nie­ren­des Geld für Ihre Inter­es­sen brau­chen. Außer die Eliten sagen sich: „So, jetzt haben wir uns gut mit Sach­wer­ten (Boden) einge­deckt, jetzt können wir alles zusam­men­bre­chen lassen und neu anfan­gen.“
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Ich sehe diese zwei Entwick­lungs­pfa­de vor uns:
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ENTWEDER: Crash, ODER: Ände­run­gen zum Guten (in unse­rem Sinne), aller­dings gerade nur so viel, dass ein Crash hinaus­ge­zö­gert werden kann, u./o. das Ganze noch mit ungu­ten Neben­wir­kun­gen. Denk­bar wäre beispiels­wei­se eine Entwick­lung der Zinsen in einen zuneh­mend nega­ti­ven Bereich, aller­dings bei gleich­zei­ti­ger Abschaf­fung des Bargel­des.
– - – Timm Cebul­la
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Haxel­bei­ße­rei
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Zu den einzel­nen Ausga­ben gratu­lie­re ich herz­lichst. Die HUMANE WIRTSCHAFT wird stän­dig besser, auch was den Umbruch betrifft. Und was mir beson­ders gut gefällt ist, dass die Redak­ti­on im Wesent­li­chen auf Fakten beru­hen­de Berich­te bringt und auf „Haxel­bei­ße­rei“, wie das bei uns in Öster­reich im Dialekt bezeich­net wird, verzich­tet! Es würde vermut­lich auch nichts brin­gen.
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Adolf Paster, Raben­stein an der Piel­ach
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Was soll ich ganz konkret tun?
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Seit langem lese ich Ihre Zeit­schrift die sehr inter­es­sant ist, jedoch oftmals das Glei­che wieder­holt. Nach­dem dies auch einem ande­ren Leser so ging (Herz­li­chen Dank an H. Roland Weber zu seinem Leser­brief „Gewiss doch“ im Heft 04/2016) möchte ich mich nun auch dazu äußern.
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Das Heft lässt (z. T. zurecht) kein gutes Haar an Zins, Geld aus dem Nichts erschaf­fen, Boden­recht (Eigen­tum) und Boden­ren­te (Mieten), Krie­gen, NATO-Osterwei­te­rung, Macht der Groß­kon­zer­ne, einsei­ti­ge Darstel­lung der Massen­me­di­en z. B. zu Putin, Ameri­ka, Volks­um­sied­lun­gen mit deren Konse­quen­zen, Bargeld­ver­bot usw.
Viele Denker lesen Ihre Zeit­schrift.
Nun die Frage an sie: Was soll ich ganz konkret tun?
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Das Geld­sys­tem hat einige Fehler, soll ich mir eige­nes Geld drucken? – und wenn ich das tue, besu­chen Sie mich dann im Gefäng­nis?
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Die Miete ist eine Umver­tei­lung von Arm zu Reich, was soll ich tun – die Miete nicht mehr zahlen? – besu­chen Sie mich nach meinem Zwangs­aus­zug unter der Brücke?
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Das Eigen­tums­recht wirft Fragen auf, wieso bezah­le ich z. B. Grund­steu­ern, wenn ich doch allei­ni­ger Eigen­tü­mer meines Grund­stücks bin? Was soll ich tun? – die Zahlun­gen der Grund­steu­er been­den? Besu­chen Sie mich im Gefäng­nis? Und dann später wenn mir das Eigen­tum zwangs­ver­stei­gert wurde unter der Brücke?
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Gegen Krieg demons­trie­ren wirkt ja auch nicht die Bohne – also was tun? – extre­mer werden? Besu­chen Sie mich im Gefäng­nis?
Soll ich die Koffer packen und bspw. nach Kanada auswan­dern?
Kommen Sie mit?
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Was soll ich konkret tun?
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Was tun um irgend­wo eine rich­ti­ge Rich­tung einzu­schla­gen, ohne gleich direkt nega­ti­ve Konse­quen­zen zu spüren bekom­men?
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Hierzu vermis­se bisher leider konkre­te Vorschlä­ge in Ihrer Zeit­schrift. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie das nach­ho­len könn­ten.
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Die Aufklä­rung auch auf den Alter­na­ti­ven Medien erscheint insge­samt zu klein, als dass sie den großen Knall aufhal­ten könnte. Ich fürch­te wir haben nicht mehr allzu viel Zeit? Also was kann ich, was sollen wir, konkret tun?
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Mit freund­li­chen Grüßen: Ein Leser der anonym blei­ben möchte (Name der Redak­ti­on bekannt)
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Verschwen­de­risch
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Zu „Roland Weber, HUMANE WIRTSCHAFT.…“
Herz­er­fri­schend und mit weni­gen Worten trifft Roland Weber in der Ausga­be 05/2016 mit seiner Kritik an W. D. Enkel­mann „Geor­ges Batail­le…“ (Ausg. 04/2016) den Nagel auf den Kopf.
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Doch – könnte es sein, dass Batail­le in revo­lu­tio­nä­rer Manier die Ökono­mie vom kommu­nis­ti­schen Endziel her zu begrei­fen und zu begrün­den versucht? Von einem messia­ni­schen Zustand aus, bei dem alle Güter auf der Basis plane­ta­ren, primä­ren Reich­tums zu sekun­dä­rem Reich­tum produ­ziert, jedem, so viel er will, „beglü­ckend“ im Über­fluss zur Verfü­gung stehen?
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Albrecht Müller, Lohns­feld — mehr hinter dem Link…

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