Wo nicht nur die Ren­dite zählt – Pat Christ

Bei imug gibt es Nach­hal­tig­keits­ra­tings zu über 3.200 inter­na­tio­na­len Kon­zer­nen —
Hier gibt es mit Tom­my Pie­mon­te einen Volks­wirt, der Bank­an­lei­hen hin­sicht­lich ihrer Nach­hal­tig­keit bewer­tet. Umwelt­öko­no­min Imke Mahl­mann beschäf­tigt sich mit der sozi­al-öko­lo­gi­schen Ein­schät­zung von Akti­en­ge­sell­schaf­ten der Auto­mo­bil-, Che­mie- sowie Gesund­heits­bran­che. Spe­zi­al­ge­biet von Sil­ke Strem­lau, Gesell­schaf­te­rin bei der imug Bera­tungs­ge­sell­schaft mit Sitz in Han­no­ver, ist die sozi­al-öko­lo­gi­sche Unter­neh­mens­be­wer­tung für Nach­hal­tig­keits­fonds. —

Die evan­ge­li­sche Kre­dit­ge­nos­sen­schaft Kas­sel eG, die Ethik­Bank und GLS-Bank, die Green­peace Umwelt­stif­tung und die Umwelt­bank AG, dies alles sind Kun­den der Gesell­schaft, die seit 1997 Nach­hal­tig­keits­be­wer­tun­gen anbie­tet. Sowohl Unter­neh­men als auch Anlei­hen, Staats­an­lei­hen und Emit­ten­ten fest­ver­zins­li­cher Wert­pa­pie­re wer­den auf sozia­le, ethi­sche und öko­lo­gi­sche Aspek­te hin abge­klopft. Im Sin­ne eines Sustai­na­bi­li­ty-Kon­zepts wer­den die­se Aspek­te mit betriebs­wirt­schaft­li­chen Zie­len wie Umsatz, Markt­an­teil und Gewinn sowie mit Vor­tei­len für Kon­su­men­ten, Kun­den, die Gesell­schaft und die Umwelt ver­bun­den. —

Nach­hal­tig­keit im Kre­dit­ge­schäft und Nach­hal­tig­keit als Bestand­teil der Unter­neh­mens­kul­tur wer­den für immer mehr Men­schen immer wich­ti­ger, bestä­tigt Sil­ke Strem­lau, die sich seit 14 Jah­ren mit nach­hal­ti­gem Invest­ment befasst. Seit der Finanz­kri­se sei die Nach­fra­ge enorm gewach­sen: „Vor allem aber mer­ken wir in den letz­ten ein, zwei Jah­ren ein noch­mals gestie­ge­nes Inter­es­se.“ Wobei man sich kei­nen Illu­sio­nen hin­ge­ben darf. Nach wie vor sind nur etwa ein Pro­zent aller Invest­ments bezo­gen auf das Gesamt­vo­lu­men nach­hal­tig.

Geld darf kei­nen Scha­den anrich­ten

Noch han­delt es sich also um Out­si­der, denen ethi­sche und öko­lo­gi­sche Kri­te­ri­en wich­ti­ger sind als Ren­di­te. Die mit ihrem Invest­ment einen Bei­trag zum Kli­ma­schutz leis­ten wol­len und ihr Geld auf kei­nen Fall dort­hin flie­ßen las­sen möch­ten, wo es Scha­den anrich­tet.

Eine kon­ven­tio­nel­le Bank ach­tet bei der Kre­dit­ge­wäh­rung vor allem auf die Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se des Kun­den. Bei Inves­ti­tio­nen in Unter­neh­men zählt für sie eine mög­lichst hohe Ren­di­te. Nur ein gerin­ger Teil der Kre­dit­in­sti­tu­te han­delt anders und legt zum Bei­spiel Nach­hal­tig­keits­fonds auf. Dabei stellt sich die Fra­ge, ob denn ein Unter­neh­men, in das man inves­tie­ren möch­te, wirk­lich nach­hal­tig ist. Das neun­köp­fi­ge imug-Team bewer­tet anhand von 250 Kri­te­ri­en Groß­un­ter­neh­men mit über 40.000 Mit­ar­bei­tern – also gro­ße Akti­en­ge­sell­schaf­ten wie BASF oder Adi­das. …

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