HUMANE WIRTSCHAFT ...mehr als eine Zeitschrift

Gesell macht Schule
© Christian Mayer
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Gesell macht Schule – Christian Mayer

– – –  Frei­wirt­schaft­li­che Ide­en im Wirt­schafts­leh­reun­ter­richt – – –  „Herr May­er, kön­nen wir hier­zu noch mehr machen?“ Mit die­ser Fra­ge fing alles an. Kurz nach Weih­nach­ten stand im Wirt­schafts­leh­reun­ter­richt der Klas­se WGE-2 (einer 11ten Klas­se des Wirt­schafts­gym­na­si­ums) das The­ma „Ver­schul­dung pri­va­ter Haus­hal­te“ auf der Tages­ord­nung. Wäh­rend des Unter­richts ent­brann­te eine leb­haf­te Dis­kus­si­on über mög­li­che Grün­de um in die Ver- und Über­schul­dung hin­ein­zu­ge­ra­ten. Das Gespräch ent­wi­ckel­te recht schnell eine eige­ne Dyna­mik, es kamen immer mehr gesell­schafts­po­li­ti­sche Sicht­wei­sen hin­zu und irgend­wie – der genaue Grund lässt sich heu­te nicht mehr reka­pi­tu­lie­ren – kamen auch der Zins und Zin­ses­zins, die Ver­mö­gens­ent­wick­lung in Deutsch­land sowie die Tat­sa­che…

leserbrief handschrift 0

Leser­brie­fe 05/2016

– – – Ihre Mei­nung ist uns wich­tig! Sen­den Sie uns Ihre Fra­gen, Anre­gun­gen oder per­sön­li­chen Mei­nun­gen. Wir bemü­hen uns, so vie­le Leser­brie­fe unter­zu­brin­gen, wie mög­li­ch. Wenn wir Leser­brie­fe kür­zen, dann so, dass das Anlie­gen der Schrei­ben­den gewahrt bleibt. Leser­brie­fe geben nicht die Mei­nung der Redak­ti­on wie­der. – – – Gol­de­ne Regeln, gol­de­ne Zei­ten HUMANE WIRTSCHAFT 03/2016 – – –  Die­ser wun­der­ba­re Arti­kel, ver­fasst von einem Tri­um­vi­rat von Fach­leu­ten, uns schon hin­läng­li­ch gut bekannt, ist kurz und bün­dig und stellt dar, wie durch eine wirk­li­che Reform eini­ger Grund­übel moder­ner Staa­ten ein Steu­er­sys­tem zur Finan­zie­rung so genann­ter öffent­li­cher Auf­ga­ben geschaf­fen wer­den könn­te, wel­ches…

DNA © Martin Bangemann 0

Huma­ne Wirt­schaft, huma­ne Ethik – huma­ne Gene­tik? – Roland Weber

– – – Kri­ti­sche Betrach­tung eines lang­jäh­ri­gen Lesers der HUMANEN WIRTSCHAFT als Grund­la­ge für wei­ter­füh­ren­de Arbei­ten an und in der Zeit­schrift – – – Die Bei­trä­ge in der HUMANEN WIRTSCHAFT spie­geln m. E. oft nicht die Rea­li­tät wie­der, jeden­falls nicht in dem Umfang, in dem sie Wis­sen über wirt­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge schaf­fen müss­ten oder gar Hand­lungs­emp­feh­lun­gen aus­spre­chen könn­ten. Gera­de weil ich oft eine Annä­he­rung an huma­nes Den­ken und das Ana­ly­sie­ren der wirt­schaft­li­chen Abläu­fe und Lebens­be­din­gun­gen und nicht zuletzt Hin­wei­se auf Ände­rungs­er­for­der­nis­se ver­mis­se, mel­de ich mich mit die­sem „un-öko­no­mi­schen“ Bei­trag ein­mal zu Wort. Schon die The­men Geld- und Zins­po­li­tik, wie sie immer…

Kopatz Ökoroutine 0

Das Erfor­der­li­che zur Rou­ti­ne machen – Eine Buch­re­zen­si­on von Andre­as Ban­ge­mann

– – – Micha­el Kopatz: „Öko­rou­ti­ne“ – Damit wir tun, was wir für rich­tig hal­ten. oekom ver­lag Mün­chen, Juli 2016, 416 Sei­ten, € 24,95 ISBN 978–3–86581–806–5 – https://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/oekoroutine.html – – –  Die mensch­li­che Frei­heits­lie­be wehrt sich sofort, wenn von außen Zwang ein­wirkt, der ein­ge­spiel­te Ver­hal­tens­wei­sen ein­schrän­ken oder gar been­den soll. Die ewig unbe­frie­di­gend zu beant­wor­ten­de Fra­ge, ob man Men­schen zu ihrem Glück zwin­gen kann oder es sogar tun muss steht im Raum. Es ist uner­quick­li­ch, sich mit ihr zu befas­sen. Denn im 21. Jahr­hun­dert will nie­mand in einem „Zwangs­re­gime“ leben. – – –  Die Kehr­sei­te der Medail­le: Unbe­küm­mert haben sich die Aller­meis­ten in der west­li­chen,…

Binswanger - http://www.murmann-verlag.de/die-wirklichkeit-als-herausforderung.html 0

H. Chr. Bins­wan­ger – Die Wirk­lich­keit als Her­aus­for­de­rung – Eine Buch­re­zen­si­on der Redak­ti­on

– – – Grenz­gän­ge eines Öko­no­men – – – Hans Chris­to­ph Bins­wan­ger: „Die Wirk­lich­keit als Her­aus­for­de­rung“ – Grenz­gän­ge eines Öko­no­men. Mur­mann Ver­lag, Febru­ar 2016, gebun­den, 184 Sei­ten, € 20,00 ISBN 978–3–86774–538–3 http://www.murmann-verlag.de/die-wirklichkeit-als-herausforderung.html – – –  Die Magie hat es Hans Chris­to­ph Bins­wan­ger ange­tan. 2005 erschien von ihm die die voll­stän­dig über­ar­bei­te­te Ver­si­on sei­nes 1985 ver­öf­fent­lich­ten Buches „Geld und Magie. Eine öko­no­mi­sche Deu­tung von Goe­thes Faust.“ – – –  Im vor­lie­gen­den Buch, das seit Febru­ar 2016 im Han­del ist, zeigt der Autor in zwölf Essays die gro­ßen Leit­li­ni­en sei­nes Den­kens auf. – – –  Als Auf­hän­ger dient dabei aber­mals Goe­thes Faust. Auch „Wil­helm Meis­ters Wan­der­jah­re“ zieht Bins­wan­ger her­an, um…

Atompilz - © Martin Bangemann 0

Son­nen-Zukunfts-Werk­stät­ten – Elmar Klink

– – – Eine not­wen­di­ge Erin­ne­rung an Robert Jungk (1913–1994) – – – „Am Beginn einer Inno­va­ti­on fin­det man stets klei­ne Grup­pen, eine akti­ve Min­der­heit – selbst wenn sie auf Bedürf­nis­se der Mehr­heit Ant­wor­ten gibt.“ Ser­ge Mosco­vici, Das Zeit­al­ter der Mas­sen. – – – Zum run­den Jah­res­da­tum 2013 gab es bei ins­ge­samt eher ver­hal­te­nem Echo in eini­gen ein­schlä­gi­gen gro­ßen Zei­tun­gen (TAZ, Der Spie­gel, Stern, Die Zeit, Süd­deut­sche) an die Per­son und das Wir­ken des Jour­na­lis­ten, Publi­zis­ten und Zukunfts­wis­sen­schaft­lers Robert Jungk öffent­li­ch erin­nern­de Bei­trä­ge. – – –  Gewür­digt wur­de vor allem der Autor und Zukunfts­for­scher, dem so hell­sich­ti­ge Atom­re­por­ta­gen wie „Hel­ler als tau­send…

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Zeit der Gesin­nungs­schnüff­ler – Gero Jen­ner

– – – Es gibt ver­schie­de­ne Arten ein­an­der zu grü­ßen: Man kann beim Kopf begin­nen und mit Argu­men­ten oder sich gegen­sei­tig beschnüf­feln, wie es unter unse­ren vier­bei­ni­gen Freun­den die Regel ist, näm­li­ch vom Schwan­ze her. – – –  Dann stellt man, noch bevor man über­haupt wis­sen will, was der ande­re zu sagen hat, erst ein­mal fest, ob er links sei oder rechts, ob reli­giös oder ungläu­big, ob hetero oder homo, ob libe­ral oder auto­ri­tär. Hat man die Wit­te­rung auf­ge­nom­men, steht das Urteil schon fest. Man drückt sei­nen Bei­fall durch freu­di­ges Wedeln aus oder lässt dem Beiß­re­flex sei­nen Lauf, denn für den Lin­ken ist…

Wertstoffhof - Foto: © Pat Christ
Foto: © Pat Christ
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Zurück in die Wie­ge – Pat Christ

– – –  „Crad­le-to-Crad­le“ zielt auf eine Pro­duk­ti­on ganz ohne Abfäl­le – – –  In Unter­neh­men Mög­lich­kei­ten aus­zu­lo­ten, Ener­gie ein­zu­spa­ren, ist aktu­ell „in“ – und natür­li­ch durch­aus sinn­voll. Doch eigent­li­ch müss­te ein ande­res The­ma ganz oben auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te ste­hen: Der effi­zi­en­te Umgang mit Roh­stof­fen. Denn vie­le Roh­stof­fe dro­hen, in den kom­men­den Jahr­zehn­ten zu ver­knap­pen oder gar aus­zu­ge­hen, der Pla­net gerät zuneh­mend an sei­ne Gren­ze. „Crad­le-to-Crad­le“ ver­sucht, Lösungs­mög­lich­kei­ten zu fin­den, um Res­sour­cen zu ver­wen­den, ohne sie zu ver­schwen­den. – – –  Der Begriff „Crad­le-to-Crad­le“ heißt über­setzt: „Von der Wie­ge zur Wie­ge“. Dahin­ter ver­steckt sich der Wil­le zur Abkehr vom der­zei­ti­gen „End-of-pipe Den­ken“, das bei der Pro­duk­ti­on…

Prozesszeichnung 0

Die Lust am Pro­bie­ren – Ste­fan Sel­ke

– – – Öffent­li­che Wis­sen­schaft am Realla­bor und Lern­ort RCE Süd­schwarz­wald – – – Wir leben in einer Neben­fol­gen­ge­sell­schaft, einer Gesell­schaft, in der Tech­no­lo­gi­en in einer End­loss­pi­ra­le immer wie­der neue Pro­blem­ge­ne­ra­tio­nen schaf­fen. In Zukunft sehen wir uns zudem im loka­len, regio­na­len, natio­na­len und glo­ba­len Maß­stab immer häu­fi­ger ent­grenz­ten Pro­blem­stel­lun­gen gegen­über. Bis­he­ri­ge Ansät­ze sind zu deren Lösung nicht län­ger geeig­net. Um die­sem Kreis­lauf zu ent­kom­men, wird ein neu­es Mischungs­ver­hält­nis zwi­schen tech­no­lo­gi­schen und sozia­len Inno­va­tio­nen benö­tigt. Wir soll­ten ler­nen, die­sen Pro­zess zu orga­ni­sie­ren, d.h. wir benö­ti­gen eine expe­ri­men­tel­le Wen­de. Am Bei­spiel mei­ner eige­nen Arbeit möch­te ich exem­pla­ri­sch von Poten­zia­len und Patho­lo­gi­en eines…

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Wirt­schaft­li­che Trieb­kräf­te von Rüs­tung und Krieg – Hel­mut Creutz

> – - – Adolf Pas­ter (Grün­der und Ehren­prä­si­dent der HIFA-Aus­tria, „Die Zukunft beginnt jetzt“, in: Der Drit­te Weg 792) – - – Im Febru­ar 2001, als die letz­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen des Jugo­sla­wi­en­kriegs von 1991 bis 2001 befass­te sich Hel­mut Creutz ein­mal mehr mit den wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hän­gen von Krieg und Frie­den. Die­sen Text in gekürz­ter Fas­sung stel­len wir erneut bereit, weil er ange­sichts der der­zei­ti­gen Ent­wick­lun­gen in Syri­en, der Tür­kei, der Ukrai­ne und Russ­land nichts an Aktua­li­tät ein­ge­büßt hat. Immer tie­fer gera­ten wir in die Gefahr, selbst wie­der in Krie­ge hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den, inso­weit man davon nicht sogar heu­te schon spre­chen…

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Leser­briefe 04/2016

– – –  Ihre Mei­nung ist uns wich­tig! Sen­den Sie uns Ihre Fra­gen, Anre­gun­gen oder per­sön­li­chen Mei­nun­gen. Wir bemü­hen uns, so vie­le Leser­brie­fe unter­zu­brin­gen, wie mög­li­ch. Wenn wir Leser­brie­fe kür­zen, dann so, dass das Anlie­gen der Schrei­ben­den gewahrt bleibt. Leser­brie­fe geben nicht die Mei­nung der Redak­ti­on wie­der. – – –  Wor­an es krankt und war­um es so blei­ben wird – – –  Nach­dem ich die Aus­ga­be 03/2016 durch­ge­blät­tert und die Bei­trä­ge über­flo­gen hat­te, mus­s­te ich den ers­ten Ein­druck erst ein­mal sacken las­sen. Das erneu­te und gründ­li­che­re Nach­le­sen mit dem Satz von Andre­as Ban­ge­mann: Las­sen Sie mir Ihre Gedan­ken zukom­men (S. 1), ver­ste­he ich nun aber doch als Auf­for­de­rung.…

Volksempfänger, Typ VE 301 W (1933) 0

Radio Gaga – Wil­fried Deiß

– – –  Was haben Goo­gle, Face­book, Ama­zon, App­le & Co. mit einem Radio­emp­fän­ger zu tun? – – –  Haben Sie Angst vor einem Radio? Ja gen­au, so ein Old-School tech­ni­sches Gerät, das man zu Hau­se oder im Auto oder drau­ßen ein­fach ein­schal­tet, einen Sen­der aus­wählt und zuhört. Kein Wun­der, dass Sie den Kopf schüt­teln, selbst­ver­ständ­li­ch haben Sie vor einem Radio KEINE Angst, war­um auch. – – –  Nun den­ken Sie mal 80 Jah­re zurück. Damals war Radio High-Tech­nik. Also in etwa das, was heu­te welt­wei­te Daten­net­ze sind. Für Men­schen damals war es erstaun­li­ch bis unglaub­li­ch, aus einem Ding namens Laut­spre­cher eine Stim­me oder Musik aus einer ande­ren…

Amerika
Foto: © Pat Christ
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Mutige Nest­be­schmut­zer – Pat Christ

– – –  Whist­leb­lo­wer decken Sym­pto­ma­ti­sches für unser Wirt­schafts­sys­tem auf – – –  End­li­ch mit der Wahr­heit her­aus­rü­cken. End­li­ch auf­räu­men. End­li­ch laut ver­kün­den, was auf bedrü­cken­de Wei­se schief­läuft. Durch Whist­leb­lo­wing kamen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren meh­re­re Fäl­le von unmo­ra­li­schem, gesell­schafts­schä­di­gen­dem oder öko­lo­gi­sch zer­stö­re­ri­schem Han­deln ans Tages­licht. Den­no­ch wird die Rol­le der „Warn­si­gnal­ge­ber“ ethi­sch kon­tro­vers beur­teilt. – – –  Tho­mas Faust, Wirt­schafts- und Unter­neh­mens­ethi­ker in der öko­no­mi­schen und poli­ti­schen Bil­dung, sagt: „Man­che sti­li­sie­ren den Whist­leb­lo­wer zum mora­li­schen Hel­den, der per­sön­li­che Nach­tei­le in Kauf nimmt, um höher­ran­gi­ge Wer­te zu schüt­zen. Ande­re sehen in ihm den Denun­zi­an­ten, der sich illoyal gegen­über dem Arbeit­ge­ber ver­hält oder ‚Kol­le­gen in die Pfan­ne haut’“.…

Miningfarm in Island 0

Bit­coin – Poten­tial als Zukunfts­wäh­rung – Rico Kol­ler

– – –  Im fol­gen­den Arti­kel wer­den die ursprüng­li­chen Zie­le und Pro­gno­sen von Bit­co­in mit der aktu­el­len Situa­ti­on ver­gli­chen und dar­aus Hypo­the­sen für die Wei­ter­ent­wick­lung von Bit­co­in abge­lei­tet. Des wei­te­ren wird das Poten­ti­al von Bit­co­in basie­rend auf Ana­lo­gi­en zu Alt­co­ins und Kom­ple­men­tär­wäh­run­gen (z. B. WIR), sowie Exper­ten­mei­nun­gen ein­ge­schätzt. – – –  Ursprüng­li­che Pro­gno­sen und Erkennt­nis­se – – –  Ver­gleicht man die im Jahr 2008 vom Grün­der Sato­shi Naka­mo­to gestell­te Pro­gno­se bzgl. Ein­satz­ge­biet des Bit­co­ins, mit dem bis heu­te bekann­ten Nut­zer­ver­hal­ten, ist eine gro­ße Dis­kre­panz aus­zu­ma­chen. Bis heu­te wer­den Bit­co­ins im Wesent­li­chen zum Spa­ren und aus Spe­ku­la­ti­ons­grün­den gekauft. Dies beweist auch die 2012 in Israel erstell­te Stu­die „Quan­ti­ta­ti­ve…

Kapitalismus
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Bil­dungs­ar­beit und Rote Beete – Pat Christ

– – –  Seit fünf Jah­ren gibt es in Leip­zig das Kon­zept­werk Neue Öko­no­mie – – –  Wirt­schaf­ten wir nur oder vor allem, um im inter­na­tio­na­len Wett­kampf bestehen zu kön­nen? Kann das sinn­voll sein? Oder bedeu­tet dies nicht eine gigan­ti­sche Ver­schwen­dung von Res­sour­cen, Ener­gie und Lebens­zeit? Aus die­sen Fra­gen her­aus grün­de­te sich vor fünf Jah­ren in Leip­zig das „Kon­zept­werk Neue Öko­no­mie“. Drei­zehn Men­schen arbei­ten hier mit. Der 32-jäh­ri­ge Chris­to­pher Lau­manns, stu­dier­ter Phi­lo­so­ph und Poli­to­lo­ge, ist einer von ihnen. – – –  Stu­die­ren­de ganz unter­schied­li­cher Cou­leur aus Hei­del­berg bil­de­ten die Keim­zel­le des „Kon­zept­werks“. „Wir woll­ten uns nicht im Arbeits­markt ver­lie­ren“, schil­dert Lau­manns die Anfän­ge. Ein sinn­vol­les Arbei­ten ohne…

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Geor­ges Batail­les Spe­ku­la­tion auf die Öko­no­mie der Ver­schwen­dung – Wolf Die­ter Enkel­mann

- – - LUXUS DENKEN – - – Geor­ges Batail­le ist als Öko­nom ein Den­ker des Luxus. Er folgt in drei Punk­ten einem grund­le­gend ande­ren Ansatz, als es son­st in der Öko­no­mik übli­ch ist. Zum ers­ten denkt er die Öko­no­mie aus dem Reich­tum. Zum zwei­ten bezieht er die Revo­lu­ti­on mit ein. Und zum drit­ten stellt er der par­ti­ku­lä­ren Natio­nal­öko­no­mie eine all­ge­mei­ne Öko­no­mie gegen­über. – - – Batail­le sieht in sei­nem öko­no­mi­schen Ansatz eine „koper­ni­ka­ni­sche Wen­de“, eine „Umkeh­rung aller öko­no­mi­schen Grundsätze“[1]: „Vom par­ti­ku­lä­ren Gesichts­punkt stel­len sich die Pro­ble­me in ers­ter Linie durch den Man­gel an Ener­gie­quel­len; vom all­ge­mei­nen Gesichts­punkt aus stel­len…

Take-Off

Wenn ein Krieg droht… – Kom­men­tar – Wilhelm Schmül­ling

– – –  Wie schnell doch die Zeit ver­geht! Im März-Heft 2014 der HUMANEN WIRTSCHAFT schrieb ich: „Da Deutsch­land kei­ne Fein­de hat, braucht es auch kei­ne Rüs­tung.“ Hat Deutsch­land durch die aktu­el­le Ost-West-Kon­fron­ta­ti­on wie­der einen Feind im Osten? Droht der kal­te Krieg wie­der­auf­zu­le­ben? Kann dar­aus ein hei­ßer Krieg wer­den? Sol­che Ängs­te sind berech­tigt. Also doch rüs­ten? Ganz ent­schie­den sagen wir: Nein! Wir wol­len doch nicht den Zweck­lü­gen bei­der Sei­ten auf­sit­zen. – – –  Wenn wir aber den Krieg als Fort­set­zung der Außen­po­li­tik ableh­nen, dann müs­sen wir das wah­re Ziel jeder Außen­po­li­tik erken­nen, näm­li­ch den Nut­zen für das eige­ne Land auf Kos­ten eines ande­ren zu…

Dirk Löhr 0

Der Zins hängt nicht am Geld allein – Dirk Löhr

– – –  Die Hoff­nun­gen – gera­de im zin­s­kri­ti­schen (v. a. frei­wirt­schaft­li­chen) Spek­trum – sind der­zeit groß. Nicht nur bekann­te Öko­no­men wie Man­kiw, Bui­ter (zusam­men mit Pani­girt­zoglou) und van Sun­tum, son­dern auch auch die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) grei­fen den Gedan­ken eines „Nega­tiv­zin­ses“ auf . Das Sze­na­rio: Wür­de die­se Poli­tik am kur­zen Ende des Geld- und Kapi­tal­mark­tes noch ent­schie­de­ner fort­ge­setzt und wür­de vor allem Bar­geld in die „Nega­tiv­zins­po­li­tik“ ein­be­zo­gen, so könn­te der Zins­satz am „kur­zen Ende“ deut­li­ch nega­tiv wer­den und sich am „lan­gen Ende“ auf die Null­mar­ke zube­we­gen. Die Visi­on von Sil­vio Gesell – so die Hoff­nung – könn­te Wirk­lich­keit wer­den. – – –  Vie­le…

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Fal­sche Wei­chen­stel­lung bei Grund­steu­er­re­form – Dirk Löhr

– – –  Mit ihrem Beschluss vom 3. Juni 2016 för­dern die Finanz­mi­nis­ter der Län­der die Boden­spe­ku­la­ti­on und bestra­fen Bau­wil­li­ge. – Wir wer­ben für eine zeit­ge­mä­ße Grund­steu­er in Form einer rei­nen Boden­steu­er. – – –  Weit­ge­hend an der gro­ßen Öffent­lich­keit vor­bei berät die Finanz­mi­nis­ter­kon­fe­renz seit Jah­ren über eines der wich­tigs­ten Steu­er­re­form­vor­ha­ben: das der Grund­steu­er. Spä­tes­tens seit­dem der Bun­des­fi­nanz­hof 2010 eine all­ge­mei­ne Neu­be­wer­tung des Grund­ver­mö­gens ver­lang­te, weil die zugrun­de geleg­ten Ein­heits­wer­te von 1964 (bzw. 1935 in den neu­en Län­dern) ver­al­tet sind, besteht Hand­lungs­be­darf. Die wach­sen­de Bedeu­tung von Boden­ei­gen­tum bei sin­ken­den Zin­sen macht eine Reform noch dring­li­cher – doch es soll­te zukünf­tig nur der Boden selbst…

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Ricardo Flo­res Magón – Wikipedia-Auszug

– – –  „No son los rebel­des los que crean los pro­ble­mas del mun­do, son los pro­ble­mas del mun­do los que crean a los rebel­des.“ – – –  „Nicht die Rebel­len erzeu­gen die Pro­ble­me der Welt. Die Pro­ble­me der Welt erzeu­gen Rebel­len.“ – Ricar­do Flo­res Magón – – –  Ricar­do Flo­res Magón (1874–1922) [aus Wiki­pe­dia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ricardo_Flores_Magón/] – – –  Gebo­ren am 16. Sep­tem­ber 1874 in San Anto­nio Elo­xochit­lán im mexi­ka­ni­schen Bun­des­staat Oaxa­ca; gestor­ben am 22. Novem­ber 1922 im Gefäng­nis in Fort Lea­ven­wor­th im US-ame­ri­ka­ni­schen Bun­des­staat Kan­sas. Er war als Jour­na­list, Gewerk­schaf­ter und Lite­rat ein füh­ren­der anar­chis­ti­scher Theo­re­ti­ker und Akti­vist, der die revo­lu­tio­nä­re mexi­ka­ni­sche Bewe­gung radi­kal beein­fluss­te. Magón war Grün­der…

Political Map of the USA.E01.2k 0

Prä­si­dent Trump? – Wer­ner Peters

– – –  Es ist an der Zeit, sich in Deutsch­land und Euro­pa an den Gedan­ken zu gewöh­nen, dass man es mög­li­cher­wei­se ab 2017 für vier Jah­re mit einem US-Prä­si­den­ten Donald Trump zu tun haben könn­te. Man soll­te es aber dabei ver­mei­den, von einem Modus des unglaub­li­chen Stau­nens und der über­heb­li­chen Ver­ach­tung für den poli­ti­schen Auf­stieg eines, vor­nehm aus­ge­drückt, Halb­ge­bil­de­ten mit einem manch­mal an einen Clown erin­nern­den Auf­tre­ten nun in halt­lo­se Panik zu ver­fal­len, als sei der Unter­gang der west­li­chen Welt vor­pro­gram­miert. – – –  Zum einen sind die USA mit ihrem Netz­werk von for­ma­len und, viel wir­kungs­vol­ler, infor­mel­len „checks and balan­ces“ ein viel…

Hand greift Weltkugel 0

Ante Por­tas: Radi­kale und Radi­ka­lis­mus! – Gero Jen­ner

– – –  Über­all in Euro­pa vom Süd­en bis in den hohen Nor­den ste­hen sie in den Start­lö­chern, bereit für den poli­ti­schen Umbruch: Frem­den­has­ser, Euro­pa­fein­de. In Öster­reich gelang es bei der jüngs­ten Bun­des­prä­si­den­ten­wahl nur äußer­st knapp – mit einem Stim­men­vor­sprung von weni­ger als einem Pro­zent – die extre­me Rech­te gera­de noch abzu­schmet­tern. – – –  Euro­pa­weit war ein Auf­at­men zu hören, aber ist damit auch nur eines der Pro­ble­me gelöst, wel­che die rechts­ex­tre­me Oppo­si­ti­on über­all im alten Kon­ti­nent so stark wer­den ließ? Natür­li­ch nicht – und des­we­gen ist die­ser Wahl­gang ein unheim­li­ches Mene­te­kel: Sie wer­den beim nächs­ten Mal mit Sicher­heit an die Macht gelan­gen,…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Editorial – Die Probleme der Welt erzeugen Rebellen – Andreas Bangemann

– – –  Darf man der Flut an Kom­men­ta­ren und Ein­schät­zun­gen zur Brex­it-Ent­schei­dung der Bür­ger Groß­bri­tan­ni­ens noch etwas hin­zu­fü­gen? – – –  Vor die­ser Ver­le­gen­heit stand ich bei der Erstel­lung der hier vor­lie­gen­den Aus­ga­be. Ich will es nicht tun und tue es auf gewis­se Wei­se doch. Im Lich­te des Cha­os an Pro­ble­men, denen wir uns mitt­ler­wei­le aus­ge­setzt sehen, ist Brex­it eine fol­gen­schwe­re Zutat im kom­ple­xen Ein­topf der bri­san­ten Welt­la­ge. – – –  Auf chao­ti­sche Pha­sen in Musik­stü­cken las­sen Ton­künst­ler ord­nen­de Ele­men­te fol­gen. Die Jahr­tau­sen­de alte Holz­flö­te kann zur Ord­nung rufen und ein schöp­fe­ri­sches Inter­vall ein­lei­ten. Im Welt­or­ches­ter ist von der­lei Über­gang noch nichts zu spü­ren. – – – …

Hans Bernoulli ,1928 0

Rebell für Frei­land und Frei­geld – Dr. Yvonne Voe­geli, Hoch­schul­ar­chiv ETH Zürich

– – –  Bei­spie­le von Per­sön­lich­kei­ten, die – nach­dem sie sich offen zu den Reform­ide­en Sil­vio Gesells bekann­ten – ein „beweg­tes“ Leben führ­ten gibt es sehr vie­le. Die Lösungs­vor­schlä­ge einer Geld- und Boden­re­form hat­ten den Char­me des Beson­de­ren, des Außer­ge­wöhn­li­chen, nie Dage­we­se­nen. Es bestand (und besteht immer noch) die Aus­sicht, damit ein Her­aus­stel­lungs­merk­mal im undurch­sich­ti­gen Wust von Theo­ri­en zu kre­ieren, das Chan­cen auf einen grund­le­gen­den Wan­del birgt. Dass bei der­lei Ansin­nen natür­li­ch auch immer per­sön­li­che Inter­es­sen und Pro­fi­lie­rungs­ten­den­zen ins Spiel kom­men, liegt in der Natur der Sache. Das ändert nichts an der Tat­sa­che, dass die­se „Kämp­fer“ ihren ver­dien­ten Platz in der Geschich­te…

Mündener Gespräche online 0

58. Mün­de­ner Gesprä­che – Programm

Boden, Res­sour­cen und Atmo­sphä­re sind Mensch­heits­gü­ter! – Was folgt dar­aus? – – –  Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zur Anmel­dung und ein Online-For­mu­lar fin­den Sie unter: https://goo.gl/quXsQ5 – – –  Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Tagungs­stät­te: http://silvio-gesell-tagungsstaette.de – – –  Das Pro­gramm: am 29. und 30. Okto­ber 2016 in der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wup­per­tal – – –  Sams­tag, 29. Okto­ber 2016 – – –  9:15 Uhr Begrü­ßung und Ein­füh­rung in die Tagung – Dipl.-Volksw. Ass.jur. Jörg Gude – – –  9:30 Uhr Die Boden­ren­te und ihre Wie­der­ent­de­ckung in der volks­wirt­schaft­li­chen Gesamt­rech­nung – Dr. Nor­bert Olah, Neuss – – –  10:45 Uhr Kaf­fee­pau­se – – –  11:00 Uhr Ansät­ze einer effi­zi­en­ten und gerech­ten Res­sour­cen­nut­zung – Dr. Hen­ning Wilts, Lei­ter des Geschäfts­felds Kreis­lauf­wirt­schaft am Wup­per­tal-Insti­tut für Kli­ma,…

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Termine 05/2016

– – –  Wup­per­tal, 7. Sep­tem­ber 2016, 12:00 bis 15:00 Uhr – – –  Rob Hop­kins am Lern­ort Wup­per­tal – – – Der Grün­der der Tran­si­ti­on-Town-Bewe­gung macht gemein­sam mit vie­len Akti­ven Sta­ti­on in Wup­per­tal. Kurz­vor­trä­ge zum The­ma Geld im Zusam­men­hang mit Tran­si­ti­on Town. – – – Ort: Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te – – – Schan­zen­weg 86, 42111 Wup­per­tal – – – Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: http://lernort-wuppertal.de- – –  Dort­mund, 12. Sep­tem­ber 2016, 19:00 Uhr– – –  „War­um die Wirt­schafts­wis­sen­schaft umden­ken muss – Ein Plä­doy­er für Nega­tiv­zin­sen, auch auf Bar­geld“ – – – Vor­trag mit Prof. Dr. Felix Fuders. Ort: Aus­lands­ge­sell­schaft NRW – – – Stein­str. 48, 44147 Dort­mund – – – direkt am Dort­mun­der…

Die Studierenden zusammen mit dem Lernort-Team
Foto: Privat
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Löwen­ta­ler – Hol­ger Kreft

– – –  Wie könn­te eine euro­ge­deck­te und umlauf­ge­si­cher­te Regio­nal­wäh­rung im Ber­gi­schen Städ­te­drei­eck ein­ge­rich­tet wer­den? – – –  Vom 18. bis zum 20. Mai 2016 betei­lig­te sich der Lern­ort Wup­per­tal mit der im Titel for­mu­lier­ten Fra­ge an dem Kon­gress „Sustainable Insights 2016“ an der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal. – – –  Der Lern­ort ist ein Netz­werk, das seit Ende 2013 um die Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te im länd­li­chen Nord­wes­t­en Wup­per­tals nahe Nevi­ges wächst und sich als Grup­pe meh­re­rer Anlie­gen, Initia­ti­ven und Unter­neh­mun­gen wei­ter pro­fes­sio­na­li­siert. Der Lern­ort knüpft dabei an eine fast 90jäh­ri­ge frei­wirt­schaft­li­che Tra­di­ti­on in Bezug auf die kon­struk­tiv-kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit unse­rem Geld­sys­tem an. Ein zen­tra­les Mot­to des Lern­or­tes lau­tet:…

Europarlament 0

Zum 500-Euro-Schein – Pres­se­mit­tei­lung EZB

EZB stellt Pro­duk­ti­on und Aus­ga­be der 500-€-Banknote ein – Redaktion/EZB – – –  Das geplan­te Ende des 500-€-Scheines sorg­te auch medial für Ver­wir­rung. Man­cher­orts wird der Schritt gar als untrüg­li­ches Indiz für die angeb­li­ch geplan­te end­gül­ti­ge Abschaf­fung des Bar­gelds gewer­tet. Dabei bleibt der größ­te Euro-Geld­schein auf unbe­stimm­te Zeit gesetz­li­ches Zah­lungs­mit­tel, wie der Pres­se­mit­tei­lung der EZB vom 4. Mai 2016 zu ent­neh­men ist, die im Fol­gen­den im Ori­gi­nal wie­der­ge­ge­ben wird: – – –  EZB beschließt, Her­stel­lung und Aus­ga­be der 500-€-Banknote ein­zu­stel­len • Mit der Euro­pa-Serie der Euro-Bank­no­ten wird es kei­nen 500-€-Schein mehr geben • 500-€-Banknote bleibt gesetz­li­ches Zah­lungs­mit­tel und behält auf Dau­er ihren Wert – – –  Der Rat…

Parthenon 0

Human Lea­dership in der Wirt­schaft? – Tanja Adam-Heusler

Füh­rungs­kräf­ten, oft betriebs­wirt­schaft­li­ch exzel­lent gebil­det, feh­len die sys­te­ma­ti­sche Aus­bil­dung im Bereich Lea­dership. Mehr als jemals zuvor sind Füh­rungs­kräf­te der neu­en Gene­ra­ti­on gefor­dert. Nicht nur Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se und Pro­duk­te müs­sen inno­va­tiv sein. Füh­rung muss human sein. Ange­passt an die Bedin­gun­gen der neu­en Welt, zum Wohl des Unter­neh­mens, des ein­zel­nen Mit­ar­bei­ters und auch zum Wohl der gan­zen Welt. Der Men­sch wird zum wich­tigs­ten Fak­tor der Arbeits­welt von mor­gen. Und wer Men­schen nicht aus­ge­spro­chen wert­schätzt und ent­spre­chend pflegt, wird ganz schnell von ges­tern sein! – – –  Eine der Kern­aus­sa­gen der Stu­die von Pro­fes­sor Peter Kru­se aus dem Jahr 2014 zum The­ma Per­so­nal­füh­rung in Deutsch­land ist, dass…