HUMANE WIRTSCHAFT ...mehr als eine Zeitschrift

Bruce Charles „Bill“ Mollison (* 4. Mai 1928 in Tasmanien, Australien; † 24. September 2016 in Sisters Beach, Tasmanien). 0

Bill Mollison – Nachruf auf einen Freund – Declan Kennedy

Ich traue­re um mei­nen Freund Bill Mol­li­son – – –  Einen der bedeu­tends­ten Ansät­ze zur Ver­net­zung öko­lo­gi­scher Maß­nah­men – der vom ein­zel­nen Haus oder klei­ne­ren Sied­lun­gen bis zur Pla­nung gan­zer Regio­nen reicht – lern­ten wir – mei­ne Frau Mar­grit Ken­ne­dy und ich – 1981 ken­nen und brach­ten ihn bereits ein Jahr spä­ter von Aus­tra­li­en nach Euro­pa. Die­ser Ansatz nennt sich „Per­ma­kul­tur“ (etwa „Dau­er-Kul­tur“, aus der Zusam­men­fü­gung der eng­li­schen Wor­te per­ma­nent agri­cul­tu­re) und über­trägt die Prin­zi­pi­en geschlos­se­ner öko­lo­gi­scher Kreis­läu­fe in der Natur auf die Pla­nung mensch­li­cher Sied­lun­gen. Die Initi­al­zün­dung dazu kam für uns durch Bill Mol­li­son, den wir 1981, auf Anre­gung von Rudolf…

ARD-Presseclub 1

Das große Misstrauen – Elmar Klink

weiß die Poli­tik noch, was bei den Bür­gern los ist? The­sen und Gegen­the­sen. – – –  So lau­te­te am Sonn­tag, 11. 9., das inter­es­san­te The­ma des ARD-Pres­se­clubs, der auch die Wir­kung der Par­tei AfD zum Gegen­stand hat­te. Unter der Mode­ra­ti­on der Che­fin vom WDR Fern­se­hen, Sonia Sey­mour Mikich, dis­ku­tier­ten renom­mier­te Ver­tre­te­rIn­nen von Die Zeit, Cice­ro und Frei­schaf­fen­de, was an Wahr­neh­mung und Ver­ständ­nis von Poli­ti­ke­rIn­nen der Situa­ti­on im Land viel­leicht nicht mehr stim­men oder sogar falsch sein könn­te. Mit Frau Sey­mour-Mikich hat man es sicher mit einer Medi­en-Reprä­sen­tan­tin der beson­ne­ne­ren und klü­ge­ren Art zu tun. Nichts­des­to­trotz lie­fer­te die Sen­dung unfrei­wil­lig ein Bei­spiel dafür…

Akademie am Lernort
Foto: T. Adam-Heusler
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Organisationsentwicklung und Human Leadership – Tanja Adam-Heusler

oder „Mit gutem Gefühl schnel­ler gegen die Wand?“ – – –  Von 1974 bis 1989 wur­de uns in Deutsch­land die „Huma­ni­sie­rung des Arbeits­le­bens“ dank staat­li­chen Pro­gramms ver­ord­net. Wei­te­re Pro­gram­me folg­ten. Im Jahr 2007 erhob der Deut­sche Gewerk­schafts­bund erst­mals den „DGB-Index Gute Arbeit“. Dabei teil­te eine 100 Punk­te Ska­la die Arbeit von abhän­gig Beschäf­tig­ten ein in 34 % schlech­te Arbeit, 54 % mit­tel­mä­ßi­ge Arbeit und 12 % gute Arbeit. Die Bewer­tungs­merk­ma­le außer acht las­send: erschre­ckend! 33 Jah­re Huma­ni­sie­rung für die Katz? Was war schief­ge­lau­fen? – – –  „Maß­nah­men der men­schen­ge­rech­ten Gestal­tung der Arbeit“ gehö­ren nach § 2 des deut­schen Arbeits­schutz­ge­set­zes zu den Maß­nah­men des Arbeits­schut­zes. Wie geht es Ihnen, lie­ber…

Barbara Engelhard
© Pat Christ
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Komm und setz dich!*** – Pat Christ

Für­ther Künst­le­rin regt zum Nach­den­ken über die Bedeu­tung öffent­li­cher Räu­me an – – –  Die 80-Jäh­ri­ge aus Mem­min­gen, die zu einem Tref­fen von Fami­li­en­mit­glie­dern aus dem gan­zen deutsch­spra­chi­gen Raum nach Würz­burg fuhr, staun­te nicht schlecht. Über­all auf dem Rat­haus­platz tum­mel­ten sich Stüh­le, Hocker und Bän­ke. „Darf ich Sie fra­gen, was das für eine Bewandt­nis hat?“, spricht sie Bar­ba­ra Engel­hard an. Die Für­ther Künst­le­rin, Urhe­be­rin der Instal­la­ti­on, erklär­te ger­ne, was sie mit ihrem Kunst­werk bezwe­cken woll­te. – – –  „Komm und setz dich!***“ nann­te sich Engel­hards Werk, das der Kunst­ver­ein Würz­burg im Sep­tem­ber prä­sen­tier­te. Im Vor­feld sam­mel­ten Ver­eins­mit­glie­der mit der Künst­le­rin vier Wochen lang Sitz­mö­bel von…

Obstbausiedlung Eden
Foto: Dietrich Heißenbüttel
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Paradies am Abgrund – Dietrich Heißenbüttel

Ber­li­ner Vege­ta­ri­er grün­de­ten vor 123 Jah­ren die Obst­bau­ko­lo­nie Eden. Nazi­zeit und DDR hat die Sied­lung halb­wegs unkom­pro­mit­tiert über­stan­den. Den Anfang vom Ende brach­ten die Heils­ver­spre­chen des Kapi­ta­lis­mus nach dem Mau­er­fall. Nun ist das Para­dies bedroht. Dabei sind die Impul­se, die von Eden aus­gin­gen, aktu­el­ler denn je. – – –  „Die Pio­nie­re wis­sen immer, war­um sie was machen“, sagt Rai­ner Göd­de, Archi­var und Mit­glied des fünf­köp­fi­gen Vor­stands der Eden-Genos­sen­schaft: „Ihren Kin­dern kön­nen sie das noch erklä­ren. Aber die Enkel und Uren­kel kön­nen nicht so rich­tig ein­schät­zen, in wel­chem Para­dies sie hier leben.“ – – –  Das Para­dies ist die Obst­bau­ko­lo­nie Eden am Ran­de Ora­ni­en­burgs. 18 Vege­ta­ri­er grün­de­ten…

© Jorma Bork / pixelio.de 625168 0

Geld und (Un)Freiheit – Gero Jenner

Jean-Jac­ques Rous­seau beant­wor­te­te eine Preis­fra­ge der Aka­de­mie von Dijon mit der uner­war­te­ten The­se, die Zivi­li­sa­ti­on bil­de in Wahr­heit den Anfang aller sozia­len Übel. Wenn Fabi­an Scheid­ler in sei­nem Buch „Das Ende der Mega­ma­schi­ne“ die Rol­le des Gel­des beleuch­tet, dann schlägt er in die glei­che Ker­be. Mit der Ein­füh­rung der Geld­wirt­schaft, wel­che dem Staat ein regel­mä­ßi­ges Steu­er­auf­kom­men gewähr­te, hät­te schon die ers­te orga­ni­sier­te Markt­wirt­schaft der Geschich­te, das klas­si­sche Grie­chen­land, den Men­schen die Frei­heit genom­men. Sie sei­en gezwun­gen wor­den, für den Markt zu pro­du­zie­ren, um sich das nöti­ge Geld zu ver­schaf­fen, von dem sie dann den ihnen auf­er­leg­ten Teil an Steu­ern an…

Zins taucht ab 0

„Negativzinsen“: Eine Erklärung – Norbert Rost

Als ich das ers­te Mal über die Idee stol­per­te, es soll­te Geld kos­ten, wenn man Geld hat, fand ich die Idee auch gewöh­nungs­be­dürf­tig. Das war 2001. Inzwi­schen ist es in der Euro-Zone und in Japan Stan­dard: Ban­ken kos­tet es Geld, wenn sie Geld hal­ten. Wenn eine Geschäfts­bank (Spar­kas­se, Deut­sche Bank, Volks­bank …) Geld über Nacht bei der EZB „par­ken“ will, muss sie Kos­ten in Höhe von 0,4 % p.a. der Ein­la­ge­sum­me tra­gen. Die EZB hat ver­schie­de­ne Zins­sät­ze, die­ser Zins auf Über­nacht-Ein­la­gen heißt „Ein­la­ge­fa­zi­li­tät“. – – –  Hört man in den deutsch­spra­chi­gen Blät­ter­wald wird dar­über eigent­lich nur geme­ckert. Nega­tiv­zin­sen machen die Alters­vor­sor­ge kaputt, ent­eig­nen…

Realer Leitzins - Eurozone 0

Der Euro-Leitzins ist nicht konjunkturgerecht – SffO

Posi­ti­ons­pa­pier des „Semi­nar für frei­heit­li­che Ord­nung“, Bad Boll, 5. Fort­schrei­bung – SffO Obwohl die EZB ihren wich­tigs­ten Leit­zins, den Haupt­re­fi­nan­zie­rungs­satz, seit 2011 wie­der­holt und schließ­lich bis auf null Pro­zent gesenkt hat, ist er seit 2012 real deut­lich gestie­gen. Denn trotz gegen­tei­li­ger Bemü­hun­gen der EZB ist die Infla­ti­ons­ra­te seit­her gesun­ken und ver­harrt an der Gren­ze zur Defla­ti­on. – – –  Die Fol­ge abge­sack­ter Infla­ti­ons­ra­ten ist eine unge­woll­te rea­le Leit­zins­er­hö­hung in einer Zeit zu schwa­cher Kon­junk­tur. Daher blei­ben die Wachs­tums­ra­te des rea­len BIP und die Arbeits­lo­sig­keit im Euro­raum ent­täu­schend: Die Süd­län­der des Euro­rau­mes waren die Leid­tra­gen­den. Ihre „neo­li­be­ra­len“ Anstren­gun­gen muss­ten zunächst die kon­junk­tu­rel­len Brems­wir­kun­gen der…

Zwickmühle 0

Negativzinsen – Notenbanken in der Zwickmühle – Eckhard Behrens

Die heu­ti­ge Situa­ti­on ist nicht in Ord­nung. Die Noten­ban­ken ver­zwei­feln, weil sie erst­mals – aber schon all­zu lan­ge – zu wenig Spiel­raum für Leit­zins­sen­kun­gen haben, um die Kon­junk­tur zu för­dern, von der auch die Kre­dit­nach­fra­ge der Unter­neh­men abhängt. Die Ursa­che für die Klem­me, in der die Noten­ban­ken ste­cken, ist das rie­si­ge Ange­bot an Spar­geldern, die in den letz­ten Jahr­zehn­ten gebil­det wur­den. Sie haben die lang­fris­ti­gen Zin­sen nach und nach gedrückt. Sie bil­den die obe­re Gren­ze des Spiel­raums für Leit­zins­fest­set­zun­gen Die unte­re Schran­ke für aus­rei­chend nega­ti­ve Leit­zin­sen setzt das mit null Pro­zent „ren­tie­ren­de“ Bar­geld. – Das frei­wirt­schaft­li­che Ziel für die gegen­wär­ti­ge…

Wilhelm Schmülling
Wilhelm Schmülling † 26. 3. 17
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Welt im Wan­del – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling

Der Kampf ums „Wei­ße Haus“ demons­triert mit den Lügen bei­der Kan­di­da­ten die Wider­lich­keit des Umgangs zwi­schen Poli­ti­kern und Bür­gern. Sprä­che einer die rei­ne Wahr­heit, könn­te er bei der Prä­si­dent­schafts­wahl Traum­er­geb­nis­se erzie­len. Auch wer weni­ger lügt ist nicht her­aus­zu­fin­den, womit Ame­ri­ka­ner die Mög­lich­keit hät­ten, das „klei­ne­re Übel“ zu wäh­len. So wird Demo­kra­tie zu Tode gelo­gen. – – –  Auch in Deutsch­land geht man mit Täu­schun­gen und Lügen vor, was zur Poli­tik­ver­dros­sen­heit führt und die Demo­kra­tie gefähr­det. Ange­sichts des Strei­tes um das soge­nann­te Frei­han­dels­ab­kom­men CETA, das vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nur mit stren­gen Auf­la­gen vor­läu­fig gebil­ligt wur­de, erüb­rigt sich die Beweis­füh­rung über eine Welt im Wan­del.…

Frankfurt Eurotower 0

Die EZB und Silvio Gesell… – Felix Fuders / Dirk Löhr

Die EZB und Sil­vio Gesell – Eine neue Part­ner­schaft? Eine Ein­schät­zung zwei Jah­re nach der bemer­kens­wer­ten Rede Benoît Cœu­rés von Felix Fuders und Dirk Löhr – – –  Ein­lei­tung: Die bemer­kens­wer­te Rede eines EZB-Direk­to­ri­ums­mit­glie­des – – –  Wirft man einen Blick auf die Rede „Life below zero: Learning about nega­ti­ve inte­rest rates“, die von Benoît Cœu­ré, einem Mit­glied des EZB Exe­cu­ti­ve Boards, am 9. 9. 2014 in Frank­furt gehal­ten wur­de, hat man fast den Ein­druck, als ob die EZB nun die Leh­ren deutsch-argen­ti­ni­schen Kauf­manns Sil­vio Gesell anwen­den woll­te. Wie­der­holt bezog sich Cœu­ré in sei­ner Rede vor der Money Mar­ket Con­tact Group auf Gesell und sag­te,…

Geld, Gesellschaft und Gewalt 0

Buchvorstellung – Eugen Drewermann: Geld, Gesellschaft und Gewalt

Immer mehr, immer schnel­ler, immer wei­ter: Die der­zeit herr­schen­de Wachs­tums­dok­trin ist nicht nur schäd­lich, sie ist rui­nös. Es wer­den immer mehr Pro­duk­te auf den Markt gewor­fen – zu Las­ten der armen Bevöl­ke­rung und der Natur. Eugen Dre­wer­mann zeigt auf, dass eine nach­hal­ti­ge und damit nicht län­ger wachs­tums­be­stimm­te Wirt­schafts­form die ein­zig rea­lis­ti­sche und trag­fä­hi­ge ist. Leicht ver­ständ­lich erläu­tert er wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge und deu­tet die der­zei­ti­ge Welt­la­ge tie­fen­psy­cho­lo­gisch fun­diert. Ein unver­zicht­ba­res Werk für alle, die die Pro­ble­ma­tik der aktu­el­len öko­no­mi­schen und damit öko­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen erken­nen und etwas ändern wol­len. »Es gibt im Kapi­ta­lis­mus kei­ne Mess­füh­ler, die auf Mit­leid oder Mensch­lich­keit oder mora­li­sche Ver­ant­wor­tung…

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Jahres-PDF erhältlich

  Das Jah­res­ar­chiv 2016 (d. h. alle sechs Aus­ga­ben der HUMANEN WIRTSCHAFT aus 2016) ist als PDF-Port­fo­lio (auf CD-ROM oder als Down­load) ab sofort in unse­rem Shop erhält­lich 🙂 Sie kön­nen aber HINTER DIESEM LINK auch das Kom­plett­pa­ket als gedruck­te Aus­ga­be ordern!   Geheim­tipp: Für Inter­es­sier­te gibt es auch ein ein­ma­li­ges, kos­ten­lo­ses Pro­be­heft. Wie immer kön­nen Sie eini­ge Arti­kel der neu­en Aus­ga­be bereits jetzt hier online anse­hen. Schau­en Sie in unser Archiv und infor­mie­ren Sie sich.

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Termine 06/2016

Leip­zig, 2. Novem­ber 2016, 18:00 Uhr– – –  „Was unter­schei­det Phy­sik und Volks­wirt­schafts­leh­re?”- – –  Vor­trag und Dis­kus­si­on mit Stef­fen Hen­ke an der Uni Leip­zig- – –  Ort: Uni­ver­si­tät Leip­zig, im Hör­saal für Theo­re­ti­sche Phy­sik des Phy­sik-Gebäu­des Lin­né­str. 5, Leip­zig- – –  Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: http://tinyurl.com/2Nov2016- – –  – – –  Wit­zen­hau­sen, 9. Novem­ber 2016, 19:30 Uhr– – –  „Mas­ter of the Uni­ver­se”- – –  Film­vor­füh­rung und Dis­kus­si­on mit Stef­fen Hen­ke und Rai­ner Voss – – –  Ort: Capi­tol, Mühl­str. 16, 37213 Wit­zen­hau­sen Web­sei­te: http://www.capitolkino.de Tele­fon: (05542) 71 864 – – –  Wup­per­tal, 18. bis 20. Novem­ber 2016– – –  Jah­res­fei­er HUMANE WIRTSCHAFT– – –  Vor­trä­ge, Work­shops und Begeg­nun­gen von Lesern, Auto­ren und Refe­ren­ten unter ande­ren mit: Prof. Felix Fuders, Uwe Lüb­ber­mann, Andre­as Neu­kirch, Tho­mas…

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4. Intern. Kon­fe­renz über Sozi­al- und Ergän­zungs­wäh­run­gen – Ver­an­stal­tungs­hin­weis der Redak­ti­on

4. Inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz über Sozi­al- und Ergän­zungs­wäh­run­gen, Bar­ce­lo­na, 10. Bis 14. Mai 2017 – – – Die HUMANE WIRTSCHAFT ist 2017 bei die­sem inter­na­tio­na­lem Kon­gress ver­tre­ten – – – Die bis­he­ri­gen Kon­gres­se: 2012 Split, Kroa­ti­en u. a. mit Mar­grit Ken­ne­dy – – – 2013 Den Haag, Nie­der­lan­de – – – 2015 Bahia-Sal­va­dor, Bra­si­li­en – – – 2017 Bar­ce­lo­na, Spa­ni­en – – – Beim 2. Inter­na­tio­na­len Kon­gress 2013 in Den Haag stell­te der kata­lo­ni­sche Lan­des­be­auf­trag­te für Wirt­schaft, Jor­di Grie­ra fest, dass alle zen­tra­lis­ti­schen Welt­leit­wäh­run­gen, infol­ge eines über Jahr­zehn­te gelau­fe­nen Umver­tei­lungs­pro­zes­ses in der Liqui­di­täts­fal­le steck­ten. – – –  Sei­ner Mei­nung nach gäbe es inner­halb des…

Lagerfeuer beim 3. Sommercamp 2016 0

Vom wei­ßen Fleck zur Insel­kette – Ver­an­stal­tungs­be­richt von Daniela Sal­eth

– – –  ALLE FOTOS VON „UWÄ“ LEDERMANN – Der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein „Frei­wirt­schaft­li­cher Jugend­ver­band Deutsch­land e. V.“ ver­an­stal­te­te 2016 zum drit­ten Mal ein „Som­mer­camp“. Jung und Alt waren auf­ge­ru­fen, ihren Bei­trag zu einer ganz beson­de­ren Ver­an­stal­tung zu leis­ten. Der Ver­ein ist auch Trä­ger des im Auf­bau befind­li­chen „Lern­ort Wup­per­tal“. Aus den Akti­ven des Ver­ei­nes und des Lern­orts bil­de­te sich das Pla­nungs- und Durch­füh­rungs­team der Ver­an­stal­tung. – – –  Am Anfang war das Som­mer­camp 2016 ein wei­ßer Fleck. Na ja, ein biss­chen mehr viel­leicht! Aber tat­säch­lich hat­te sich das Orga­ni­sa­ti­ons-Team zur Auf­ga­be gemacht, die­ses Jahr zwi­schen dem 25. Juli bis zum 7. August so vie­le Räu­me wie…

Wilhelm Schmülling
Wilhelm Schmülling † 26. 3. 17
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Die Frage nach dem Wirt­schafts­sys­tem – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling

– – –  Die Ver­tei­di­ger unse­rer heu­ti­gen Wirt­schafts­ord­nung täu­schen gern mit den Begrif­fen „Markt­wirt­schaft“ oder „Sozia­le Markt­wirt­schaft“ und beschö­ni­gen damit den Kapi­ta­lis­mus, der in der Öffent­lich­keit schon anrü­chig gewor­den ist. Damit die Kapi­ta­lis­mus­geg­ner, deren Ansich­ten hier publi­ziert wer­den, nicht sogleich als Kom­mu­nis­ten dif­fa­miert wer­den, die­nen beson­ders in die­ser Aus­ga­be ganz her­vor­ra­gen­de Bei­trä­ge und Ana­ly­sen zur Erklä­rung eines Wirt­schafts­sys­tems, von dem man eine huma­ne Gesell­schafts­ord­nung unter Bei­be­hal­tung der Markt­wirt­schaft erwar­tet. Uto­pie? Mit­nich­ten! Die Mach­bar­keit wird mit Sta­tis­ti­ken und prä­zi­sen wis­sen­schaft­li­chen Bewei­sen unter­mau­ert. – – –  Doch nicht nur die human­wirt­schaft­li­che Theo­rie ver­ängs­tigt die Prot­ago­nis­ten des Kapi­tals, es ist auch die Rea­li­tät der kapi­ta­lis­tisch ver­frem­de­ten Markt­wirt­schaft,…

Ulrich Grober - Der leise Atem der Zukunft 0

Der leise Atem der Zukunft – Eine Buch­re­zen­sion von Andreas Ban­ge­mann

– – –  Ulrich Gro­ber: „Der lei­se Atem der Zukunft“ – Vom Auf­stieg nach­hal­ti­ger Wer­te in Zei­ten der Kri­se. oekom ver­lag Mün­chen, Juli 2016, Paper­back, 320 Sei­ten, € 19,95 ISBN 978–3–86581–807–2 – – – https://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/der-leise-atem-der-zukunft.html – – –  Ulrich Gro­ber ist ein aner­kann­ter Nach­hal­tig­keits­ex­per­te. Sein Buch „Die Ent­de­ckung der Nach­hal­tig­keit“ gilt eben­so als Stan­dard­werk, wie „Vom Wan­dern“. Im vor­lie­gen­den Werk ver­knüpft er sei­ne bei­den Her­zensthe­men auf beson­de­re Wei­se. Der Autor lässt den Leser auf eine erzäh­le­ri­sche Wan­de­rung gehen, die Lust macht. Lust auf das Wan­dern als Frei­zeit­be­tä­ti­gung, Lust auf das Erschlie­ßen von Städ­ten und Regio­nen zu Fuß, aber vor allem Lust auf das Ent­de­cken…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Frie­den unter Vor­be­halt – Edi­to­rial

– – –  Kein Mensch wird auf die Fra­ge: „Willst Du Krieg?“ ernst­haft mit „Ja!“ ant­wor­ten. Nichts­des­to­trotz herrscht an unzäh­li­gen Orten Krieg. In Euro­pa war die Kriegs­ge­fahr seit dem Zwei­ten Welt­krieg nie grö­ßer als der­zeit. In Deutsch­land ist die „Herr­sche­rin“ über den Kriegs­ap­pa­rat eine Frau mit 7 Kin­dern! Sie ent­sen­det Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten – die Kin­der besorg­ter Eltern – in Kri­sen­her­de auf der gan­zen Welt. Sie unter­stützt die Poli­tik der NATO, die sich klamm­heim­lich von einem Ver­tei­di­gungs­bünd­nis zu einer Kriegs­ma­schi­ne ent­wi­ckel­te. Stän­dig droh­te man Russ­land nach dem Zer­fall der Sowjet­re­pu­bli­ken, es nicht wagen zu sol­len, sei­nen mili­tä­ri­schen Ein­fluss auf die Staa­ten in…

Gesell macht Schule
© Christian Mayer
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Gesell macht Schule – Christian Mayer

– – –  Frei­wirt­schaft­li­che Ide­en im Wirt­schafts­leh­reun­ter­richt – – –  „Herr May­er, kön­nen wir hier­zu noch mehr machen?“ Mit die­ser Fra­ge fing alles an. Kurz nach Weih­nach­ten stand im Wirt­schafts­leh­reun­ter­richt der Klas­se WGE-2 (einer 11ten Klas­se des Wirt­schafts­gym­na­si­ums) das The­ma „Ver­schul­dung pri­va­ter Haus­hal­te“ auf der Tages­ord­nung. Wäh­rend des Unter­richts ent­brann­te eine leb­haf­te Dis­kus­si­on über mög­li­che Grün­de um in die Ver- und Über­schul­dung hin­ein­zu­ge­ra­ten. Das Gespräch ent­wi­ckel­te recht schnell eine eige­ne Dyna­mik, es kamen immer mehr gesell­schafts­po­li­ti­sche Sicht­wei­sen hin­zu und irgend­wie – der genaue Grund lässt sich heu­te nicht mehr reka­pi­tu­lie­ren – kamen auch der Zins und Zin­ses­zins, die Ver­mö­gens­ent­wick­lung in Deutsch­land sowie die Tat­sa­che…

leserbrief handschrift 0

Leser­brie­fe 05/2016

– – – Ihre Mei­nung ist uns wich­tig! Sen­den Sie uns Ihre Fra­gen, Anre­gun­gen oder per­sön­li­chen Mei­nun­gen. Wir bemü­hen uns, so vie­le Leser­brie­fe unter­zu­brin­gen, wie mög­lich. Wenn wir Leser­brie­fe kür­zen, dann so, dass das Anlie­gen der Schrei­ben­den gewahrt bleibt. Leser­brie­fe geben nicht die Mei­nung der Redak­ti­on wie­der. – – – Gol­de­ne Regeln, gol­de­ne Zei­ten HUMANE WIRTSCHAFT 03/2016 – – –  Die­ser wun­der­ba­re Arti­kel, ver­fasst von einem Tri­um­vi­rat von Fach­leu­ten, uns schon hin­läng­lich gut bekannt, ist kurz und bün­dig und stellt dar, wie durch eine wirk­li­che Reform eini­ger Grund­übel moder­ner Staa­ten ein Steu­er­sys­tem zur Finan­zie­rung so genann­ter öffent­li­cher Auf­ga­ben geschaf­fen wer­den könn­te, wel­ches…

DNA © Martin Bangemann 0

Huma­ne Wirt­schaft, huma­ne Ethik – huma­ne Gene­tik? – Roland Weber

– – – Kri­ti­sche Betrach­tung eines lang­jäh­ri­gen Lesers der HUMANEN WIRTSCHAFT als Grund­la­ge für wei­ter­füh­ren­de Arbei­ten an und in der Zeit­schrift – – – Die Bei­trä­ge in der HUMANEN WIRTSCHAFT spie­geln m. E. oft nicht die Rea­li­tät wie­der, jeden­falls nicht in dem Umfang, in dem sie Wis­sen über wirt­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge schaf­fen müss­ten oder gar Hand­lungs­emp­feh­lun­gen aus­spre­chen könn­ten. Gera­de weil ich oft eine Annä­he­rung an huma­nes Den­ken und das Ana­ly­sie­ren der wirt­schaft­li­chen Abläu­fe und Lebens­be­din­gun­gen und nicht zuletzt Hin­wei­se auf Ände­rungs­er­for­der­nis­se ver­mis­se, mel­de ich mich mit die­sem „un-öko­no­mi­schen“ Bei­trag ein­mal zu Wort. Schon die The­men Geld- und Zins­po­li­tik, wie sie immer…

Kopatz Ökoroutine 0

Das Erfor­der­li­che zur Rou­ti­ne machen – Eine Buch­re­zen­si­on von Andre­as Ban­ge­mann

– – – Micha­el Kopatz: „Öko­rou­ti­ne“ – Damit wir tun, was wir für rich­tig hal­ten. oekom ver­lag Mün­chen, Juli 2016, 416 Sei­ten, € 24,95 ISBN 978–3–86581–806–5 – https://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/oekoroutine.html – – –  Die mensch­li­che Frei­heits­lie­be wehrt sich sofort, wenn von außen Zwang ein­wirkt, der ein­ge­spiel­te Ver­hal­tens­wei­sen ein­schrän­ken oder gar been­den soll. Die ewig unbe­frie­di­gend zu beant­wor­ten­de Fra­ge, ob man Men­schen zu ihrem Glück zwin­gen kann oder es sogar tun muss steht im Raum. Es ist uner­quick­lich, sich mit ihr zu befas­sen. Denn im 21. Jahr­hun­dert will nie­mand in einem „Zwangs­re­gime“ leben. – – –  Die Kehr­sei­te der Medail­le: Unbe­küm­mert haben sich die Aller­meis­ten in der west­li­chen,…

Binswanger - http://www.murmann-verlag.de/die-wirklichkeit-als-herausforderung.html 0

H. Chr. Bins­wan­ger – Die Wirk­lich­keit als Her­aus­for­de­rung – Eine Buch­re­zen­si­on der Redak­ti­on

– – – Grenz­gän­ge eines Öko­no­men – – – Hans Chris­toph Binswan­ger: „Die Wirk­lich­keit als Her­aus­for­de­rung“ – Grenz­gän­ge eines Öko­no­men. Mur­mann Ver­lag, Febru­ar 2016, gebun­den, 184 Sei­ten, € 20,00 ISBN 978–3–86774–538–3 http://www.murmann-verlag.de/die-wirklichkeit-als-herausforderung.html – – –  Die Magie hat es Hans Chris­toph Binswan­ger ange­tan. 2005 erschien von ihm die die voll­stän­dig über­ar­bei­te­te Ver­si­on sei­nes 1985 ver­öf­fent­lich­ten Buches „Geld und Magie. Eine öko­no­mi­sche Deu­tung von Goe­thes Faust.“ – – –  Im vor­lie­gen­den Buch, das seit Febru­ar 2016 im Han­del ist, zeigt der Autor in zwölf Essays die gro­ßen Leit­li­ni­en sei­nes Den­kens auf. – – –  Als Auf­hän­ger dient dabei aber­mals Goe­thes Faust. Auch „Wil­helm Meis­ters Wan­der­jah­re“ zieht Binswan­ger her­an, um…

Atompilz - © Martin Bangemann 0

Son­nen-Zukunfts-Werk­stät­ten – Elmar Klink

– – – Eine not­wen­di­ge Erin­ne­rung an Robert Jungk (1913–1994) – – – „Am Beginn einer Inno­va­ti­on fin­det man stets klei­ne Grup­pen, eine akti­ve Min­der­heit – selbst wenn sie auf Bedürf­nis­se der Mehr­heit Ant­wor­ten gibt.“ Ser­ge Mosco­vici, Das Zeit­al­ter der Mas­sen. – – – Zum run­den Jah­res­da­tum 2013 gab es bei ins­ge­samt eher ver­hal­te­nem Echo in eini­gen ein­schlä­gi­gen gro­ßen Zei­tun­gen (TAZ, Der Spie­gel, Stern, Die Zeit, Süd­deut­sche) an die Per­son und das Wir­ken des Jour­na­lis­ten, Publi­zis­ten und Zukunfts­wis­sen­schaft­lers Robert Jungk öffent­lich erin­nern­de Bei­trä­ge. – – –  Gewür­digt wur­de vor allem der Autor und Zukunfts­for­scher, dem so hell­sich­ti­ge Atom­re­por­ta­gen wie „Hel­ler als tau­send…

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Zeit der Gesin­nungs­schnüff­ler – Gero Jen­ner

– – – Es gibt ver­schie­de­ne Arten ein­an­der zu grü­ßen: Man kann beim Kopf begin­nen und mit Argu­men­ten oder sich gegen­sei­tig beschnüf­feln, wie es unter unse­ren vier­bei­ni­gen Freun­den die Regel ist, näm­lich vom Schwan­ze her. – – –  Dann stellt man, noch bevor man über­haupt wis­sen will, was der ande­re zu sagen hat, erst ein­mal fest, ob er links sei oder rechts, ob reli­gi­ös oder ungläu­big, ob hete­ro oder homo, ob libe­ral oder auto­ri­tär. Hat man die Wit­te­rung auf­ge­nom­men, steht das Urteil schon fest. Man drückt sei­nen Bei­fall durch freu­di­ges Wedeln aus oder lässt dem Beiß­re­flex sei­nen Lauf, denn für den Lin­ken ist…

Wertstoffhof - Foto: © Pat Christ
Foto: © Pat Christ
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Zurück in die Wie­ge – Pat Christ

– – –  „Crad­le-to-Crad­le“ zielt auf eine Pro­duk­ti­on ganz ohne Abfäl­le – – –  In Unter­neh­men Mög­lich­kei­ten aus­zu­lo­ten, Ener­gie ein­zu­spa­ren, ist aktu­ell „in“ – und natür­lich durch­aus sinn­voll. Doch eigent­lich müss­te ein ande­res The­ma ganz oben auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te ste­hen: Der effi­zi­en­te Umgang mit Roh­stof­fen. Denn vie­le Roh­stof­fe dro­hen, in den kom­men­den Jahr­zehn­ten zu ver­knap­pen oder gar aus­zu­ge­hen, der Pla­net gerät zuneh­mend an sei­ne Gren­ze. „Crad­le-to-Crad­le“ ver­sucht, Lösungs­mög­lich­kei­ten zu fin­den, um Res­sour­cen zu ver­wen­den, ohne sie zu ver­schwen­den. – – –  Der Begriff „Crad­le-to-Crad­le“ heißt über­setzt: „Von der Wie­ge zur Wie­ge“. Dahin­ter ver­steckt sich der Wil­le zur Abkehr vom der­zei­ti­gen „End-of-pipe Den­ken“, das bei der Pro­duk­ti­on…

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Die Lust am Pro­bie­ren – Ste­fan Sel­ke

– – – Öffent­li­che Wis­sen­schaft am Real­la­bor und Lern­ort RCE Süd­schwarz­wald – – – Wir leben in einer Neben­fol­gen­ge­sell­schaft, einer Gesell­schaft, in der Tech­no­lo­gi­en in einer End­los­spi­ra­le immer wie­der neue Pro­blem­ge­ne­ra­tio­nen schaf­fen. In Zukunft sehen wir uns zudem im loka­len, regio­na­len, natio­na­len und glo­ba­len Maß­stab immer häu­fi­ger ent­grenz­ten Pro­blem­stel­lun­gen gegen­über. Bis­he­ri­ge Ansät­ze sind zu deren Lösung nicht län­ger geeig­net. Um die­sem Kreis­lauf zu ent­kom­men, wird ein neu­es Mischungs­ver­hält­nis zwi­schen tech­no­lo­gi­schen und sozia­len Inno­va­tio­nen benö­tigt. Wir soll­ten ler­nen, die­sen Pro­zess zu orga­ni­sie­ren, d.h. wir benö­ti­gen eine expe­ri­men­tel­le Wen­de. Am Bei­spiel mei­ner eige­nen Arbeit möch­te ich exem­pla­risch von Poten­zia­len und Patho­lo­gi­en eines…

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Wirt­schaft­li­che Trieb­kräf­te von Rüs­tung und Krieg – Hel­mut Creutz

> – - – Adolf Pas­ter (Grün­der und Ehren­prä­si­dent der HIFA-Aus­tria, „Die Zukunft beginnt jetzt“, in: Der Drit­te Weg 792) – - – Im Febru­ar 2001, als die letz­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen des Jugo­sla­wi­en­kriegs von 1991 bis 2001 befass­te sich Hel­mut Creutz ein­mal mehr mit den wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hän­gen von Krieg und Frie­den. Die­sen Text in gekürz­ter Fas­sung stel­len wir erneut bereit, weil er ange­sichts der der­zei­ti­gen Ent­wick­lun­gen in Syri­en, der Tür­kei, der Ukrai­ne und Russ­land nichts an Aktua­li­tät ein­ge­büßt hat. Immer tie­fer gera­ten wir in die Gefahr, selbst wie­der in Krie­ge hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den, inso­weit man davon nicht sogar heu­te schon spre­chen…