HUMANE WIRTSCHAFT ...mehr als eine Zeitschrift

„Lust auf neues Geld“  lockte viele Menschen nach Leipzig 1

„Lust auf neues Geld“ lockte viele Menschen nach Leipzig

Am 9. Juni hat­te die „Neu­es Geld gemein­nüt­zi­ge GmbH“ zu einer Tages­ver­an­stal­tung in die Stadt geru­fen, die sinn­bild­li­ch für den Auf­bruch zum Wan­del steht: Leip­zig. Zwei­tau­send Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer folg­ten dem Ruf und bil­de­ten einen impo­san­ten Rah­men für ein Pro­gramm, das es in sich hat­te. Die Ver­an­stal­ter unter Lei­tung des Geschäfts­füh­rers Stef­fen Hen­ke
hat­ten ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm zusam­men­ge­stellt: Musik, Akro­ba­tik, Kaba­rett, Unter­hal­tung und natür­li­ch viel Infor­ma­ti­on zum The­ma Geld.

„Kein Recht im Unrecht – kein gutes Leben im schlechten“ – Andreas Bangemann 0

„Kein Recht im Unrecht – kein gutes Leben im schlechten“ – Andreas Bangemann

Durch unser Geld­sys­tem und das dar­auf auf­bau­en­de Boden­recht wer­den allen Men­schen die­ser Erde Tag für Tag immer grö­ßer wer­den­de Tei­le ihrer eige­nen Leis­tung weg­ge­nom­men. Auch im Hin­bli­ck auf Paten­te und das Urhe­ber­recht gibt es zu hin­ter­fra­gen­de Ent­wick­lun­gen, die Räu­me für Pri­vi­le­gi­en schaf­fen, von denen nur sehr weni­ge pro­fi­tie­ren. Das geschieht für vie­le unbe­merkt, denn es wer­den dazu in den sel­tens­ten Fäl­len direk­te Rech­nun­gen aus­ge­stellt. Die in unse­rem Recht und dem genutz­ten Geld­sys­tem ver­an­ker­ten Mecha­nis­men sor­gen für die Bedie­nung die­ser Pri­vi­le­gi­en über die Prei­se und Steu­ern,
die jeder von uns für den Lebens­un­ter­halt bezahlt.

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes 1

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes

Im klei­nen Wäld­chen der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wup­per­tal ent­puppt sich das im Mai gestar­te­te Kunst­pro­jekt anläss­li­ch des 150. Geburts­ta­ges von Sil­vio Gesell zu einer ver­net­zen­den Kraft. Täg­li­ch besu­chen Inter­es­sier­te das Gelän­de und las­sen sich von dem Gedan­ken inspi­rie­ren, wie eine Wirt­schaft wohl aus­se­hen könn­te, wenn sie wich­ti­ge Ele­men­te von Aus­tausch­pro­zes­sen in der Natur abbil­den wür­de. „Flie­ßen“ und „Wer­den und Ver­gäng­lich­keit“ waren die künst­le­ri­schen Impul­se für die Arbei­ten auf dem Gelän­de. Fast täg­li­ch kom­men neue Kunst­wer­ke hin­zu, denn Kars­ten Behr, der künst­le­ri­sche Lei­ter des Pro­jek­tes, arbei­tet stän­dig in sei­nem „Zau­ber­wald“ und inte­griert mehr und mehr Künst­ler aus der Regi­on. Das idyl­li­sch gele­ge­ne Tagungs­haus ent­puppt sich durch die Akti­on zu einem Hort der Begeg­nung von Krea­ti­ven auf vie­len Gebie­ten.

Es arbeitet noch immer: das Geld 0

Es arbeitet noch immer: das Geld

Seit 2008 ist die Welt in Finanz­fra­gen wach­ge­rüt­telt. Bis dahin Ahnungs­lo­se, in Finanz­fach­krei­sen eben­so wie unter „Nor­ma­len“, haben erken­nen müs­sen, dass in unse­rem Geld­sys­tem so man­ches im Argen liegt. Die per­sön­li­chen Schuld­zu­wei­sun­gen an die Gie­ri­gen und Macht­hung­ri­gen über­wie­gen bis heu­te die ana­ly­ti­schen Beschrei­bun­gen des Gesche­hens, das offen­bar zu kei­nem Ende kom­men will. Schien es eine zeit­lang so, als keh­re in den mit Geld­an­la­gen befass­ten Dienst­leis­tern Demut und Ein­sicht in die Zusam­men­hän­ge ein, so ist man den­no­ch zum Tages­ge­schäft zurück­ge­kehrt, schlim­mer noch: Man arbei­tet mit den glei­chen Mit­teln, wie eh und je. Der wohl größ­te Unsinn, den die Finanz­bran­che bis heu­te hart­nä­ckig…

Betrüger ahmen das herrschende Geldsystem nach 0

Betrüger ahmen das herrschende Geldsystem nach

Ser­gej Mav­ro­di fühlt sich im Recht und durch die Abläu­fe im bestehen­den Geld­sys­tem bestä­tigt. Was er mit sei­nem Schnee­balls­sys­tem für Finanz­an­la­gen macht, sieht er iden­ti­sch im Gro­ßen, ins­be­son­de­re im Vor­ge­hen der Noten­ban­ken, ablau­fen. Er sieht nicht ein, war­um sein Sys­tem wider­recht­li­ch sein soll, wenn um uns her­um alles gen­au so abläuft.  Spä­tes­tens, wenn man Betrü­gern nicht mehr in der Sache wider­spre­chen kann, wird es Zeit über die Feh­ler nach­zu­den­ken. Zwar lau­fen die „pri­va­ten“ Schnee­ball­sys­te­me zeit­li­ch viel schnel­ler ab, da sie mit Ver­zin­sun­gen von bis zu 100% arbei­ten, aber das Grund­prin­zip ist gleich. Bei­de Sys­te­me bre­chen an der Unbe­zahl­bar­keit der Schul­den…

Onkel Dagobert und die World Economics Association 0

Onkel Dagobert und die World Economics Association

2011 gegrün­det sieht sich die WEA (World Eco­no­mics Asso­cia­ti­on) als Think Tank für eine zukunfts­fä­hi­ge Wirt­schafts­wis­sen­schaft und die eige­ne Arbeit als Angriff auf das Esta­blish­ment. In den regel­mä­ßi­gen Aus­ga­ben ihrer „Real-world eco­no­mics reviews“ wird deut­li­ch, dass die gro­ße Zahl an Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern, die sich in der WEA ver­ei­nen, hin­sicht­li­ch vie­ler Punk­te von den bis heu­te gelehr­ten, ver­meint­li­ch eher­nen Geset­zen der „Schul­buch-Öko­no­mie“ Abstand neh­men, in ihrem „real-World-Den­ken“ aber wohl noch nicht bei einem hart­nä­cki­gen Hin­ter­fra­gen des Geld­sys­tems selbst ange­kom­men sind. Immer­hin das Bei­sein von Wis­sen­schaft­lern, wie dem Aus­tra­lier Ste­ve Keen, der auch schon in der HUMANEN WIRTSCHAFT eine Rol­le spiel­te, macht Hoff­nung. Die…

Big Data – Gute Zeit, um in die Verantwortung zu gehen 0

Big Data – Gute Zeit, um in die Verantwortung zu gehen

Wis­sens­vor­sprung Zu allen Zei­ten wur­den Daten gesam­melt. Vor dem Inter­net, war es ein grö­ße­rer Auf­wand, an sie her­an­zu­kom­men. Wenn mich mei­ne Erin­ne­rung nicht trügt, war es in einer Fern­seh­sen­dung Ende der 70er Jah­re, als ein Repor­ter­team von einem belie­bi­gen vor­bei­fah­ren­den Auto das Kenn­zei­chen notier­te und nach eini­ger Zeit an der Haustür des Hal­ters klin­gel­te und dem kon­ster­nier­ten Men­schen die wich­tigs­ten Daten sei­nes Lebens­wegs vor­la­sen. Die Daten wur­den teil­wei­se unter „Umge­hung“ von Rechts­vor­schrif­ten, aber auch ganz legal ermit­telt. Der Anfang war den­no­ch nur das KFZ-Kenn­zei­chen. Der Auf­wand dafür war natür­li­ch immens und bewies nur eines: Wer will, bekommt von jedem alles…

Katja Kipping – Sympathisch, aber nicht zu 100% 1

Katja Kipping – Sympathisch, aber nicht zu 100%

Die neue Par­tei­vor­sit­zen­de hat ein sym­pa­thi­sches Wesen. Das darf man auch dann sagen, wenn man ansons­ten nicht viel von der Links­par­tei hält. Sie hat das Herz am rech­ten Fleck und denkt sach­li­ch und bür­ger­nah über vie­le The­men nach. Wenn sie 100% Steu­ern für alle for­dert, die mehr als 40.000,-€ monat­li­ch ver­die­nen, dann ist das in gewis­ser Bezie­hung sogar sach­dien­li­ch. Es wird kaum einen abhän­gig Beschäf­tig­ten geben, der die 40.000 auf sei­nem monat­li­chen Lohn­strei­fen ste­hen hat. Wenn die Gut­ver­die­ner durch Ver­mö­gens­ein­kom­men per Ein­kom­mens­steu­er­er­klä­rung zur Kas­se gebe­ten wer­den, wird in so man­cher Mil­li­ar­därs­fa­mi­lie, das gro­ße Zit­tern begin­nen. 5% Zin­sen aus der 1 Mil­li­ar­de sind 50…

Die Grenzen des Tellerrands 1

Die Grenzen des Tellerrands

Dr. Tho­mas Gambke, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter für die Grü­nen, der­zeit Mit­glied in der 2011 vom Bun­des­tag ein­ge­setz­ten Enque­te-Kom­mis­si­on „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät – Wege zu nach­hal­ti­gem Wirt­schaf­ten und gesell­schaft­li­chem Fort­schritt in der Sozia­len Markt­wirt­schaft“ hat die rich­ti­ge Ein­stel­lung, um in einer sol­chen Kom­mis­si­on mit­zu­wir­ken und sie zu wahr­li­ch neu­en poli­ti­schen Kon­zep­ten zu füh­ren: Für mich als Natur­wis­sen­schaft­ler ist klar, dass es in einer begrenz­ten Welt kein unbe­grenz­tes Wachs­tum geben kann.  Doch ist er damit in die­sem „Think Tank“ eine – aus Sicht der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger – löb­li­che Aus­nah­me. Ich ver­mu­te Dr. Her­mann Ott von den Grü­nen ist eine wei­te­re. Die Mit­glie­der der Kom­mis­si­on…

Hollande ärgert Merkel  – Bürger wissen Abhilfe 0

Hollande ärgert Merkel – Bürger wissen Abhilfe

Der Wahl­er­folg von Hol­lan­des Sozia­lis­ten ist Zünd­stoff für die Gazet­ten heu­te. Wenn man sich ange­wöhnt im Inter­net neben den eigent­li­chen Bei­trä­gen auch die Kom­men­ta­re der Leser zu beach­ten, fin­det man so man­che Per­le: Zitat aus dem Kom­men­tar­be­reich der Süd­deut­schen: Gegen Kri­sen gibt es eine alte Idee, näm­li­ch eine alter­na­ti­ve, regio­nal begrenz­te Zweit­wäh­rung, die schnell ver­fällt und somit schnell wie­der aus­ge­ge­ben wird.  Wenn regio­na­le staat­li­che Instan­zen die­se aus­zah­len anstatt der gemein­sa­men Wäh­rung, hat das gleich meh­re­re Effek­te. Der Anreiz, es schnell und inner­halb der Regi­on aus­zu­ge­ben erhöht die Nach­fra­ge nach regio­na­len Pro­duk­ten. In Kri­sen­zei­ten, in denen z.B. hohe Infla­ti­on oder Defla­ti­on ein…

Club of Rome prangert das bestehende Geldsystem an 10

Club of Rome prangert das bestehende Geldsystem an

Unter Feder­füh­rung von Ber­nard Lieta­er bringt der Club of Rome die­ser Tage einen Report unter dem Titel „Money and Sustaina­bi­li­ty: the mis­sing Link“ her­aus. Dar­in wer­den die Insta­bi­li­tät und Zer­stö­rung her­vor­ru­fen­den Feh­ler im bestehen­den Geld­sys­tem ein­deu­tig benannt: Die Kre­dit­ver­ga­be-Pra­xis der Geschäfts­ban­ken ver­stärkt die Auf­schwung- und Kri­sen­pha­sen der Wirt­schaft. Der Zin­ses­zins erzwingt Wachs­tum in einer end­li­chen Welt Dau­er­haft posi­ti­ve Zin­sen füh­ren zur Reich­tums­kon­zen­tra­ti­on bei Weni­gen und lässt immer mehr Men­schen ver­ar­men Durch das Geld­sys­tem wer­den sozia­le Errun­gen­schaf­ten – gera­de in den Indus­trie­staa­ten ero­diert. Kürz­li­ch erschie­ne­ne Stu­di­en bele­gen, dass das Geld­sys­tem ego­is­ti­sches Ver­hal­ten beför­dert und Koope­ra­ti­on und Zusam­men­ar­beit behin­dert.   Ein Report, der…

Karl Marx Kreditkarte 1

Karl Marx Kreditkarte

Die Spar­kas­se Chem­nitz bringt eine Karl-Marx-Kre­dit­kar­te her­aus:   Was dazu wohl der Meis­ter selbst gesagt hät­te? Viel­leicht hät­te es ihm nicht ein­mal all­zu viel aus­ge­macht, denn der Zir­ku­la­ti­ons­sphä­re des Gel­d­es hat er hin­sicht­li­ch der Ent­wick­lun­gen der Gesell­schaft sowie­so kein Gewicht bei­ge­mes­sen. War­um dann nicht Wer­be­trä­ger auf einer Kre­dit­kar­te sein? Ist ja „nur“ ein Zah­lungs­mit­tel. Sei­ne heu­ti­gen Anhän­ger wer­den es mit gemisch­ten Gefüh­len sehen, denn Kre­dit­kar­ten-Unter­neh­men kön­nen ja als „Sym­bol“ des heu­ti­gen Kapi­ta­lis­mus mit sei­nen exzes­si­ven Über­trei­bun­gen ange­se­hen wer­den. Die Inter­net­ge­mein­de beweist bei der­lei Wider­sprüch­li­chem ger­ne ihre Krea­ti­vi­tät. „Wenn Dir wie­der mal das Kapi­tal aus­geht. Grei­fe zur Marx­card“ Der­lei Sprü­che gibt…

Italien: Wer das gesetzliche Zahlungsmittel benutzt gilt als Steuerhinterzieher 3

Italien: Wer das gesetzliche Zahlungsmittel benutzt gilt als Steuerhinterzieher

In ihrer Ver­zweif­lung grei­fen die Volks­ver­tre­ter Euro­pas zu immer bür­ger­feind­li­che­ren Mit­teln. Wir lau­fen auf den Zusam­men­bruch des euro­päi­schen Wäh­rungs­sys­tems zu. Eines Sys­tem, das die Poli­ti­ker ein­ge­führt und ganz offen­sicht­li­ch fal­sch kon­zi­piert haben. Es wur­den Feh­ler bei der Beur­tei­lung der Wirt­schafts­kraft der ein­zel­ner Län­der gemacht und vor allem wur­de das „Fun­da­ment“ des Geld­sys­tems als ein sta­bi­les ange­se­hen. Die inne­re Logik der bestehen­den Geld­sys­te­me kennt von jeher Zins und Zin­ses­zins, jenen mit mathe­ma­ti­scher Genau­ig­keit zu expo­nen­ti­el­lem Wachs­tum zwin­gen­den Mecha­nis­mus, den es eigent­li­ch zu über­win­den gilt, wenn man etwas sta­bi­les und nach­hal­ti­ges schaf­fen will. Statt sich grund­le­gen­de Gedan­ken über das Fun­da­ment und die zukünf­ti­ge…

UN-Generalsekretär fordert neues Wirtschaftssystem… 2

UN-Generalsekretär fordert neues Wirtschaftssystem…

…will aber am bestehen­den nichts ändern. So muss man die Mel­dung aus dem Ham­bur­ger Abend­blatt fort­set­zen, denn was soll dar­an neu sein? (Zitat): „Mit intel­li­gen­ten Maß­nah­men kön­nen Regie­run­gen Wachs­tum schaf­fen, Armut bekämp­fen, Arbeit schaf­fen und sozia­len Fort­schritt beschleu­ni­gen und gleich­zei­tig die natür­li­chen und end­li­chen Res­sour­cen der Erde scho­nen“ Wenn ein sol­ches State­ment mit „Wachs­tum schaf­fen“ beginnt, dann weiß man im Grun­de sofort, dass der Gehalt der Rest­aus­sa­ge wert­los ist. Wer nicht in der Lage ist, eine Wirt­schaft zu schaf­fen, die auch ohne Wachs­tum aus­kommt, schafft kein „neu­es Wirt­schafts­sys­tem“. Wann kom­men die ers­ten Ver­ant­wor­tung tra­gen­den Poli­ti­ker und set­zen sich ernst­haft mit…

Schulden-Verschiebebahnhof Spanien 3

Schulden-Verschiebebahnhof Spanien

Auf rund 100 Mil­li­ar­den Euro wird der Bedarf für die Ret­tung der spa­ni­schen Ban­ken taxiert. Die ange­dach­ten 3% Zin­sen für die­ses „Paket“ wer­den in Spa­ni­en begrüßt: „Der spa­ni­sche Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Fer­nan­do Jimé­nez Lator­re beton­te, ein Zins­satz von 3,0 Pro­zent und eine Lauf­zeit von 15 Jah­ren wären «sehr attrak­ti­ve Bedin­gun­gen»“. Frank­fur­ter Rund­schau Der Schul­den­berg euro­päi­scher Ban­ken wird mit der Zeit immer grö­ßer und die poli­ti­schen Maß­nah­men des Ver­schie­bens die­ser Schul­den immer unsin­ni­ger. Bei­spiel Ita­li­en. Ita­li­en ist mit 22% bei den spa­ni­schen Ret­tungs­maß­nah­men in der Pflicht. die durch­schnitt­li­chen Zin­sen für der­art lang­fris­ti­ge Kre­di­te sind für Ita­li­en rund 6%. Ita­li­en leiht sich also Geld…

Einkommensgruppen in Deutschland - © Martin Bangemann 0

Einkommen und Einkommensunterschiede – Helmut Creutz

Wie das Jah­res­ein­kom­men des VW-Chefs Win­ter­korn mit rund 17 Mil­lio­nen, hat auch das des BMW-Chefs Reit­ho­fer mit rund 6,2 Mio. kürz­li­ch Schlag­zei­len gemacht. Nicht ohne Grund, denn selbst wenn man die­ses letzt­ge­nann­te Ein­kom­men um den Steu­er-Höchst­be­trag auf 3,4 Mil­lio­nen redu­ziert, liegt es noch beim 86-fachen des ver­füg­ba­ren Ein­kom­mens eines Durch­schnitts-Haus­halts in unse­rem Land, das 2007 bei 40.550 Euro gele­gen hat. Die­ser bereits schwer nach­voll­zieh­ba­re
Unter­schied nimmt jedoch noch erheb­li­ch zu, wenn man – wie Wal­ter Wüllen­we­ber kürz­li­ch im Stern – zum Ver­gleich das Ver­mö­gens­ein­kom­men der Fami­lie Quandt her­an­zieht, die als Haupt­ak­tio­när von BMW im ver­gan­ge­nen Jahr 650 Mil­lio­nen abkas­sier­te und damit das 106-fache des Fir­men­chefs und – eben­falls besteu­ert – mit 370 Mil­lio­nen das 9.140-fache eines Nor­mal­haus­halts erhielt!

Allegorische Darstellung der Lust am Stadttheater, Gießen. 0

Lust auf neues Geld – Andreas Bangemann

Das ist doch ein­mal etwas ande­res. Statt sich mit den immer wir­rer wer­den­den Gescheh­nis­sen um Poli­tik und Finanz­markt her­um­zu­är­gern, frö­nen wir der Lust! Doch was ist wohl mit „neu­em Geld“ gemeint? Mit dem Geld, das wir zu ken­nen glaub­ten, scheint ja etwas Grund­le­gen­des im Argen zu lie­gen. Wir erle­ben, wie es sich erkenn­bar in unvor­stell­ba­ren Men­gen bei eini­gen weni­gen sam­melt und es bei den aller­meis­ten hin­ten und vor­ne fehlt, bei man­chen gar über­haupt nicht mehr ankommt. Immer kla­rer wird dabei: Es han­delt sich nicht um einen Pro­zess, der maß­geb­li­ch durch mehr oder weni­ger Leis­tung beein­flusst wird, son­dern das im Besitz haben von Geld genügt, um zu Reich­tum zu kom­men. Immer kla­rer wird auch, dass wir mit die­sem Geld einer leid­vol­len Kata­stro­phe ent­ge­gen gehen. Von einem sol­chen Geld haben wir und immer mehr Men­schen auf der gan­zen Welt die Nase voll. Die­ses Geld ent­zweit, macht ein­sam und zer­stört nach und nach alles, was uns lieb und „teu­er“ ist. Wir wis­sen, was wir nicht mehr wol­len.

Geld muss fließen, wie dieser Bach 0

Die Welt braucht fließendes Geld – Wolfgang Berger

Die Leser die­ser Zeit­schrift wis­sen es: Geld muss flie­ßen, wenn es sei­ne wohl­tu­en­den Wir­kun­gen ent­fal­ten soll – flie­ßen wie Blut in unse­rem Kör­per oder wie Was­ser in der Natur. Der klei­ne Trick mit gro­ßer Wir­kung beim flie­ßen­den Geld ist, dass das Aus­ge­ben belohnt wird, nicht das Fest­hal­ten. Wer Geld zurück­hält, zahlt eine klei­ne Steu­er. Die­ser „Umlau­f­im­puls“ ent­fällt für den, der Geld aus­gibt, inves­tiert, lang­fris­tig anlegt oder ver­schenkt. Dadurch ver­ste­tigt sich der Geld­um­lauf.

Bälle © Martin Bangemann 0

Das Geld ist der Fußball der Volkswirtschaft – Silvio Gesell Zitat

Die Rol­le, die die Geld­sub­stanz spielt, lässt sich ziem­li­ch gut mit dem ver­glei­chen, was das Leder des Fuß­bal­les für die Spie­ler bedeu­tet. Es kommt den Spie­lern durch­aus nicht auf die Sub­stanz des Bal­les an, auch nicht mal auf sei­nen Besitz. Zer­ris­sen,
beschmutzt, neu oder alt, alles ist gleich­gül­tig. Ist der Ball greif­bar und sicht­bar, so kann die Bal­ge­rei los­ge­hen. Und um mehr han­delt es sich beim Geld auch nicht. Haben oder nicht haben; ein ste­ter rast­lo­ser Kampf um sei­ne Erwer­bung, nicht weil man den Ball, das Geld an sich, den Geld­stoff braucht, son­dern weil man weiß, dass ande­re das Geld wie­der­ge­win­nen und zu sei­ner Wie­der­ge­win­nung Opfer brin­gen müs­sen. Beim Fuß­ball bestehen die­se Opfer in Fuß­trit­ten, beim Geld in Waren. Das ist der gan­ze Unter­schied.
Und wer Lieb­ha­ber ist von kur­zen Begriffs­er­klä­run­gen, der wird viel­leicht Freu­de emp­fin­den, wenn ich sage:
Das Geld ist der Fuß­ball der Volks­wirt­schaft.

„Entweder Kapitalismus oder Sozialismus“ – Friedrich Müller-Reißmann 0

„Entweder Kapitalismus oder Sozialismus“ – Friedrich Müller-Reißmann

„NIEDER MIT DEM KAPITALISMUS – ES LEBE DER SOZIALISMUS“ stand auf dem Spruch­band. „Nein“, dach­te ich, als ich das las, „der Kapi­ta­lis­mus soll ver­schwin­den und der Sozia­lis­mus blei­ben, wo er ist: in unbe­lehr­ba­ren Köp­fen!“ In den gesell­schafts­wis­sen­schaft­li­chen“ Semi­na­ren, die ich sei­ner­zeit als Stu­dent der Phy­sik an der Uni­ver­si­tät Leip­zig besu­chen mus­s­te, wur­de mir unab­läs­sig ein­ge­häm­mert, dass der „Haupt­in­halt unse­rer Epo­che“ im „Sieg des Sozia­lis­mus über den Kapi­ta­lis­mus“ bestün­de. Den Stu­den­ten der ande­ren Fach­rich­tun­gen ging es zu DDR-Zei­ten nicht bes­ser. – Nun, die Geschich­te folg­te nicht der mar­xis­ti­schen Geschichts­ideo­lo­gie. Indes, die Pro­pa­gan­da­müh­len haben nicht ver­ge­bens geklap­pert. Noch immer sehen vie­le kei­ne ande­re Alter­na­ti­ve zum Kapi­ta­lis­mus, wenn er doch eines Tages sein Ende fin­det, als den „Sozia­lis­mus“.

Billionen-Grab Euro-Rettung – Kommentar von Wilhelm Schmülling 0

Billionen-Grab Euro-Rettung – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Viel­leicht sind auch Sie ein wenig irri­tiert dar­über, dass die Euro-Ret­tung ein­fach nicht gelin­gen will, obwohl dafür immer mehr Geld auf­ge­wen­det wird. Die ver­fah­re­ne Situa­ti­on wird mit gro­ßen Zah­len beschrie­ben. Da wer­den Bil­lio­nen­be­trä­ge genannt, die wir uns gar nicht vor­stel­len kön­nen; jedoch die Ursa­che der Mise­re nennt kei­ner. Man­che Leser erwar­ten wohl, von den Auto­ren der HUMANEN WIRTSCHAFT eine Ant­wort. Aus­ge­rech­net bei denen, die volks­wirt­schaft­li­ch nicht zum Main­stream gehö­ren. Recht haben sie.

Fußballtheorie © Martin Bangemann 0

Die Fußballtheorie des Geldes – Andreas Eschbach

Es ist das immer glei­che Ritual: Ein neu­er Finanz­mi­nis­ter tritt sein Amt an und bekräf­tigt in der ers­ten Pres­se­kon­fe­renz sei­ne Ent­schlos­sen­heit, den Haus­halt zu sanie­ren und nun aber wirk­li­ch die Staats­schul­den abzu­bau­en. Denn, so sagt er wei­ter, es kön­ne nicht ange­hen, dass ein immer grö­ße­rer Teil der Steu­ern in den Schul­den­dienst flie­ße – also in Zin­sen für auf­ge­nom­me­ne Kre­di­te des Staats –; das stel­le eine Bür­de für kom­men­de Gene­ra­tio­nen dar und enge die gestal­te­ri­schen Spiel­räu­me der Regie­rung ein. Und so wei­ter.

Leserbriefe 03/2012 0

Leserbriefe 03/2012

Ihre Mei­nung ist uns wich­tig. Sen­den Sie uns Ihre Fra­gen, Anre­gun­gen oder per­sön­li­che Mei­nun­gen. Bit­te fas­sen Sie sich kurz, um so wahr­schein­li­cher wird die Ver­öf­fent­li­chung. Die Redak­ti­on behält sich vor, Leser­brie­fe ohne Rück­spra­che zu kür­zen.

Helmut Creutz - Das Geldsyndrom 2012

Das Geldsyndrom 2012

JETZT AB LAGER LIEFERBAR. Das Buch steht nun zum Ver­sand bereit. Die aktua­li­sier­te Neu­aus­ga­be des „Geld­syn­droms“ von Hel­mut Creutz liegt vor. Hel­mut Creutz gebührt das Ver­dienst, eine außer­ge­wöhn­li­che Daten­samm­lung ange­legt und visua­li­siert zu haben. Erst durch die­se Arbeit ist es mög­li­ch, die Aus­wir­kun­gen unse­res Geld­sys­tems auf Wirt­schaft und Gesell­schaft in sei­ner gan­zen Tie­fe zu erfas­sen. Jetzt liegt das Werk in aktu­el­ler, voll­kom­men über­ar­bei­ter­ter Neu­fas­sung vor. Alle Daten und Gra­fi­ken wur­den auf den neu­es­ten Stand gebracht.Ein Muss für alle, die anhand kla­rer Daten und Fak­ten hin­sicht­li­ch der aktu­el­len Kri­sen­ent­wick­lung mit­re­den wol­len! Hier kön­nen Sie bestel­len.

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Lust auf neues Geld – ein Kurzbericht

2.000 Men­schen erleb­ten einen Tag voll Infor­ma­ti­on, Emo­ti­on, Unter­hal­tung und Spaß Leip­zig, 9. 6. 2012. Es war bis zuletzt schwer ein­zu­schät­zen, wie vie­le Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wohl den Weg zu „Lust auf neu­es Geld“ fin­den wer­den, denn kurz vor Ver­an­stal­tungs­be­ginn gab es noch vie­le Kurz­ent­schlos­se­ne, die sich auf den Weg nach Leip­zig gemacht haben. Selbst am spä­ten Nach­mit­tag zum letz­ten Pro­gramm­punkt des Tages, kamen noch Gäs­te hin­zu. Um kurz nach 11 Uhr war es abseh­bar: Rund 2.000 Men­schen füll­ten die Rän­ge. Damit ist die Ver­an­stal­tung die größ­te mit dem Schwer­punkt­the­ma „Geld­re­form“, die es in der Nach­kriegs­zeit gege­ben hat. Das „Flie­ßen­de Geld“ präg­te…

CC-BY-NC-SA Bruno Jehle 0

MACHT GELD SINN – eine Nachlese – Felix Coeln

In der Woche vom 10. bis 16. März 2012 war wie­der ein­mal alles ganz anders: vie­le Akti­vis­tIn­nen aus der
„Geld­re­for­mer­sze­ne“ mach­ten sich auf in das klei­ne his­to­ri­sche Städt­chen Köthen – nicht um sich das Fürch­ten zu leh­ren – viel­mehr um die gegen­sei­ti­ge Wert­schät­zung zu ler­nen.

© duxschulz / pixelio.de 2

Reale Zusammenhänge wieder herstellen – Claude-Alain Perrochet

Zur Vor­beu­gung oder Lösung der Schul­den­pro­ble­ma­tik wird immer wie­der ver­langt, man sol­le zum Prin­zip zurück­keh­ren, immer nur aus­zu­ge­ben, was man habe. Der über­mä­ßi­ge (Staats-)Konsum wird ange­pran­gert. Das ist zu kurz gedacht. Dabei wird der Zusam­men­hang zwi­schen Kon­sum, Pro­duk­ti­on und Ein­kom­men ver­ges­sen. Die Güter für den ger­ne kri­ti­sier­ten Kon­sum auf Pump, konn­ten offen­bar pro­blem­los erzeugt wer­den (von der öko­lo­gi­schen Pro­ble­ma­tik mal abge­se­hen). Also war­um auf Kon­sum ver­zich­ten, wenn man sich die­sen von der Güter­pro­duk­ti­on her leis­ten kann? Volks­wirt­schaft­li­ch gese­hen macht das Nicht-Aus­las­ten
der Pro­duk­ti­ons­mög­lich­kei­ten kei­nen Sinn.

CC-BY-3.0 Bastian Bringenberg, Quelle: Wikimedia Commons 0

Partei ohne Programm? – Marina Weisband im Interview

Kann die Pira­ten­par­tei die Hoff­nun­gen von Geld­re­for­mern erfül­len? Der Lan­des­ver­band Sach­sen-Anhalt hat zumin­dest einen viel­ver­spre­chen­den Vor­stoß gemacht. Tom Aslan hat sich am 16. April 2012 mit Mari­na Weis­band, Bun­des­vor­stands­mit­glied der Pira­ten­par­tei, in Ber­lin zu einem Gespräch für die HUMANE WIRTSCHAFT getrof­fen.