HUMANE WIRTSCHAFT ...mehr als eine Zeitschrift

Der unsichtbare Elefant 0

Meine beiden Elefanten – Roland Spinola

Den­ke ich über die Ursa­chen der Finanz­kri­se nach, so fal­len mir zwei Meta­phern ein, die bei­de mit Ele­fan­ten zu tun haben:
„The­re is an ele­phant in the room“ sagen die Eng­län­der und mei­nen damit, dass es eine offen­sicht­li­che Wahr­heit gibt, die jeder kennt, die aber kei­ner dis­ku­tie­ren will. An die­se Meta­pher den­ke ich oft, wenn ich Talk­shows zuhö­re. Der Ele­fant ist ent­we­der zu gefähr­li­ch und des­halb möch­te ihm nie­mand zu nahe kom­men und beim Namen nen­nen oder eini­ge Teil­neh­mer neh­men ihn tat­säch­li­ch gar nicht wahr.

Steffen Henke – Ein Porträt von Andreas Bangemann 0

Steffen Henke – Ein Porträt von Andreas Bangemann

Es begann alles mit einer „bei­läu­fig“ gemach­ten Äuße­run­gen in einer Email. Dar­in schrieb Stef­fen Hen­ke im Herbst 2010, dass es doch mög­li­ch sein müs­se, zu bewei­sen, wie vie­le Men­schen sich schon heu­te für ein bes­se­res Geld­sys­tem ein­set­zen. Wenn vie­le das Glei­che wol­len, dann wer­den sie unüber­hör­bar und es kann zu wich­ti­gen Ver­än­de­run­gen kom­men, war sei­ne Schluss­fol­ge­rung.
Eine gro­ße Ver­an­stal­tung, auf der alle Flag­ge zei­gen kön­nen, müs­se her.

Was ist natürliche Ökonomie? – Roland Rottenfußer 0

Was ist natürliche Ökonomie? – Roland Rottenfußer

Wir müs­sen natür­li­ches Wirt­schaf­ten vom Stig­ma des Anrü­chi­gen befrei­en, das ihm wegen der Aus­wüch­se des Sozi­al­dar­wi­nis­mus anhaf­tet. Nicht nur der „Kampf ums Dasein“ prägt natür­li­che Öko­sys­te­me. Bei genau­er Betrach­tung fin­den wir auch viel Posi­ti­ves: Koope­ra­ti­on, gesun­de Wachs­tums­gren­zen, Aus­gleich zwi­schen den Extre­men, frei flie­ßen­de Ener­gi­en und den Ver­zicht auf abs­trak­te Besitz­ver­hält­nis­se. Natür­li­che Öko­no­mie ist ein Wirt­schaf­ten nach natür­li­chen Prin­zi­pi­en, die das Beson­de­re unse­rer Situa­ti­on als Men­schen nicht ver­leug­net. Vor allem ist sie ein Heil­mit­tel gegen die Domi­nanz ego­is­ti­scher Ein­zel­in­ter­es­sen. Denn Öko­lo­gie bedeu­tet im Kern: Jeder Teil erhält sei­nen Sinn durch die Har­mo­nie mit einem grö­ße­ren Gan­zen.

EURO-Rettung in den letzten Zügen – Kommentar von Wilhelm Schmülling 0

EURO-Rettung in den letzten Zügen – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Nun hat Grie­chen­land wie­der Luft zum Atmen. Es hat gewählt, kon­ser­va­tiv zur Freu­de der Euro­kra­ten. Ist damit Grie­chen­land und
der EURO geret­tet? Nein, mit der Wahl wur­de nichts ent­schie­den, nur die Aus­sich­ten zur Ret­tung ein wenig ver­bes­sert, glaubt man. Das ret­ten­de Ufer in Sicht, stram­peln die Grie­chen dar­auf zu, die Köp­fe wie Ertrin­ken­de Unter­kan­te Kinn gera­de über Was­ser hal­tend. Rei­chen die Kräf­te nun aus, um Land zu errei­chen?

Reichtum und Reichtumsexplosion – Helmut Creutz 0

Reichtum und Reichtumsexplosion – Helmut Creutz

Auch wenn der Begriff „Reich­tum“ viel­fach ver­wen­det wird – vom Arten­reich­tum in der Natur bis hin zum Reich­tum wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se – , wird er auf Anhieb meist mit Geld ver­knüpft! Eben­falls, wenn man unter die­sem Begriff den Reich­tum aller Güter aus­drückt, d. h. die wirt­schaft­li­ch ein­ge­setz­ten Sach­wer­te mit den Geld­erspar­nis­sen, unter dem Begriff „Ver­mö­gen“ zusam­men­fasst. Und die­ser Reich­tum und des­sen zuneh­men­de Kon­zen­tra­ti­on machen vor allem Schlag­zei­len, wenn vom „Mana­ger-Maga­zin“, alle paar Jah­re, die „300 reichs­ten Deut­schen“ auf­ge­lis­tet wer­den!

Wann ein Reicher „vermögend“ ist“ – Pat Christ 0

Wann ein Reicher „vermögend“ ist“ – Pat Christ

Sind Rei­che nur Ego­is­ten? Sind sie gren­zen­los Gie­ri­ge? Die sich mit­un­ter durch frag­wür­di­ge Metho­den Geld und noch mehr Geld ver­schaf­fen? Für jene Wis­sen­schaft­ler, die sich zum „Forum für Ver­mö­gens­for­schung“ zusam­men­ge­schlos­sen haben, sind all dies ver­zerr­te Bil­der von Rei­chen. „Ein neu­es Ver­ständ­nis von Ver­mö­gen­den auf­zu­bau­en, basie­rend auf ihrer gesell­schaft­li­chen
Ver­ant­wor­tung“, ist eines der Zie­le des Forums, das am Insti­tut für Sozio­lo­gie der Uni­ver­si­tät Müns­ter eta­bliert wur­de.

Sparen – Mission: Impossible – Peter Döllel 0

Sparen – Mission: Impossible – Peter Döllel

Es wird zu viel gespart! Neben den Lebens­ver­si­che­run­gen, den staat­li­chen und pri­va­ten Ren­ten­kas­sen und den Beam­ten­kas­sen sind die Ren­tiers (das sind Men­schen mit hohen Ver­mö­gen, die dar­aus ihr leis­tungs­lo­ses Ein­kom­men – den Zins – beziehen[1]) mit die Haupt­ver­ant­wort­li­chen für das Anwach­sen der rie­si­gen Geld­ver­mö­gen.

[1] All­ge­mei­ne Theo­rie der Beschäf­ti­gung, des Zin­ses und des Gel­d­es, Dun­ker & Hum­blot 1936, John May­nard Keynes Sei­te 316–318 Der Ren­tier der „…den knapp­heits­be­ding­ten Wert des Kapi­tals aus­zu­nut­zen“ „…dass der sanf­te Tod des Ren­tiers, des funk­ti­ons­lo­sen Inves­tors nichts plötz­li­ches sein wird….“ Aber er wird in 1 bis 2 Gene­ra­tio­nen „.. nicht mehr einen Bonus (Zins und Zin­ses­zins) erhal­ten.

25 Billionen US-Dollar in „Schwarzen Löchern“ 3

25 Billionen US-Dollar in „Schwarzen Löchern“

Der Pul­lit­zer-Preis­trä­ger von 1990 für inves­ti­ga­ti­ven Jour­na­lis­mus Joe Kil­zer hat für „Tri­b­Li­ve“ unter­sucht, wie es um die Steu­er­ge­rech­tig­keit im Hin­bli­ck auf gro­ße Geld­ver­mö­gen steht. Sei­ne Erkennt­nis­se konn­ten erwar­tet wer­den, sind aber ange­sichts der sich welt­weit zuspit­zen­den „Schul­den­kri­sen“ den­no­ch auf­schluss­reich. Dem­nach wird geschätzt, dass sich welt­weit rund 25 Bil­lio­nen US-Dol­lar auf Bank­kon­ten in Län­dern befin­den, die sich durch nied­ri­ge Steu­ern und/oder gut gehü­te­te Bank­ge­heim­nis­se aus­zeich­nen. Bei die­sen Sum­men ver­wi­schen zuneh­mend die Moti­ve der Hal­ter die­ser Geld­an­la­gen. Gewinn­ver­la­ge­run­gen durch Grün­dung von Toch­ter­un­ter­neh­men ver­lie­ren gegen­über dem Ver­ste­cken von Geld­ver­mö­gen an Gewicht. Unter dem Strich steht nur eines fest: Die Nut­zung die­ser inter­na­tio­na­len Bank­ver­ste­cke erfolgt…

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Geldsystem: 13 ½ Gründe für eine Erneuerung

“Was bedeu­tet es, wenn die drin­gen­de Auf­ga­be jetzt nicht dar­in besteht, um jeden Preis zu han­deln, son­dern viel­mehr dar­in, Inven­tur zu machen, um unse­re Schwie­rig­kei­ten zu erhellen?”[1] Das Gefühl des Getrie­bens­eins beherrscht mitt­ler­wei­le alle Berei­che des mensch­li­chen Lebens. Die Dra­ma­tik der Ereig­nis­se nimmt zu und mit ihr die Zahl der Rat­schlä­ge von allen Sei­ten, was wohl jetzt als nächs­tes zu tun ist. Poli­ti­ker han­deln sprung­haft und meist “alter­na­tiv­los”. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger  ver­har­ren mit dem Gefühl der Macht­lo­sig­keit in einer lethar­gi­schen Erstar­rung. Sich ganz auf sich selbst kon­zen­trie­rend, die gro­ßen Din­ge teil­nahms­los beob­ach­tend, bewäl­tigt man sei­nen All­tag. Den­no­ch ist die Lage…

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Geldsystem: 13 ½ Gründe für eine Erneuerung 2. Teil

Fort­set­zung von Teil 1 | 8 | Insta­bi­li­tät und wach­sen­de Kriegs­ge­fah­ren. Arme Gebie­te wer­den zum Spiel­ball von Spe­ku­la­tio­nen mit Geld. Welt­weit ope­rie­ren­de Groß­kon­zer­ne eig­nen sich die Roh­stoff­vor­kom­men der Ent­wick­lungs­län­der an, beu­ten Land und Leu­te aus und haben nur ihre eige­ne Kapi­tal­ent­wick­lung im Auge.  Geld, das schnell her­ein­kommt, ist genauso schnell wie­der ver­schwun­den und hin­ter­lässt wirt­schaft­li­ch rui­nier­te Regio­nen oder gan­ze Län­der. Insta­bi­le poli­ti­sche Ver­hält­nis­se, eine zer­stör­te Umwelt, gro­ße Armut und laten­te Kriegs­ge­fah­ren sind die Fol­ge. | 9 | Wach­sen­de Umwelt­schä­den. Nicht der Nut­zen einer nöti­gen Maß­nah­me für eine intak­te Umwelt steu­ert die Rea­li­sie­rung erfor­der­li­cher Pro­jek­te, son­dern ein­zig die Ren­ta­bi­li­tät des ein­ge­setz­ten Kapi­tals.…

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Zuckerbrot Zins ist vergammelt

Und die Peit­sche Infla­ti­on wird von Geis­ter­hand geführt Die Noten­ban­ken haben für die Geld­po­li­tik ein Instru­ment, mit dem sie direk­ten Ein­fluss neh­men kön­nen: die Höhe des „Haupt­re­f­an­zie­rungs­zin­sat­zes“. Das ist der Zins zu dem sich die Geschäfts­ban­ken Geld bei der Zen­tral­bank lei­hen kön­nen. Die Ver­än­de­rung die­ses Zins­sat­zes hat direk­ten Ein­fluss auf die Zins­ent­wick­lung am Geld­markt. Zuletzt hat die EZB den Haupt­re­fi­nan­zie­rungs­zins­satz auf von 1% auf 0,75% gesenkt. His­to­ri­sch nied­ri­ge Anla­ge­zin­sen und zugleich his­to­ri­sch rie­si­ge Geld­ver­mö­gen bestim­men die Sze­ne­rie am Geld­markt. Wer vom Erar­bei­te­ten etwas zurück­le­gen will, hat bei „siche­ren“ Anla­gen mit Ver­lus­ten zu rech­nen, weil die nied­ri­gen Zin­sen von der Infla­ti­on…

Schüler lernen sparen mit Zinseszins 3

Schüler lernen sparen mit Zinseszins

Das passt wun­der­bar zu der Geschich­te des Schuld­schei­nes aus dem bran­den­bur­gi­schen Mit­ten­wal­de von ges­tern. Ein 2010 gegrün­de­ter Ver­ein, der soge­nann­te Geld­leh­rer aus­bil­det flan­kiert, den schu­li­schen Unter­richt mit Stun­den, in wel­chen den Schü­le­rin­nen und Schü­lern „das Ein­mal­eins“ des Umgangs mit Geld bei­ge­bracht wird.  Wie „Zeit-Online“ am 17.7.2012 unter der Über­schrift „Geld­leh­rer – War­um ist spa­ren so wich­tig?“ berich­tet, gibt es in dem Ver­ein bereits 69 sol­cher Geld­leh­rer. Die meis­ten davon sind oder waren Geld- bzw. Ver­mö­gens­be­ra­ter. Ein Schelm, wer böses dabei denkt!  Was die Kin­der dabei ler­nen kön­nen ist klar. Zitat:   »Manu­el ist 16 Jah­re alt, spart monat­li­ch 50 Euro und erhält vier…

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Ein Schuldschein zum Nachdenken

Nahe­zu alle Wirt­schafts-Print­me­di­en und vie­le Radio­sen­der beschäf­tig­ten sich heu­te mit einem rund 450 Jah­re alten Schuld­schein über 400 Gul­den, den die Stadt Mit­ten­wal­de in Bran­den­burg gegen die Stadt Ber­lin gel­tend macht. Bis­her ist es aber in kei­nem Fall der Bericht­erstat­tung über ein unter­halt­sa­mes Fül­len des Som­mer­lochs hin­aus­ge­gan­gen. Dabei böte die Sache reich­li­ch Stoff zum Nach­den­ken. Das gelie­he­ne Geld war laut Urkun­de mit 6% zu ver­zin­sen und ist wohl nie zurück­ge­zahlt wor­den, denn son­st wäre der Schuld­schein ver­nich­tet wor­den. Alle Bericht­erstat­ter erfreu­en sich an der Berech­nung der fäl­li­gen Zin­sen. Rund 110 Mil­lio­nen Euro wäre allei­ne die Zin­sen ohne die Berech­nung von Zin­ses­zin­sen.…

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Reichenzwangsabgabe: Absurd und Absurdesabsurd

Wie kamen die wirk­li­ch Rei­chen in Deutsch­land zu Reich­tum? In aller Regel durch Geld­ver­mö­gen. Wer hat, dem wird gege­ben und zwar mit mathe­ma­ti­scher Genau­ig­keit. Zins und Zin­ses­zins sind uns – vor­nehm­li­ch von Wirt­schafts­wei­sen und Anla­ge­be­ra­tern – als 8. Welt­wun­der ver­kauft wor­den. Nun for­dert das DIW die Ein­füh­rung einer Rei­chen­ab­ga­be. Die Logik dahin­ter wol­len wir mal auf­dröseln: Die Rei­chen wur­den durch Geld­ver­mö­gen, Zins und Zin­ses­zins immer rei­cher, unter ande­rem weil der Staat die Geld­ver­mö­gen in Form von Ver­schul­dung auf­ge­nom­men hat. Die Rei­chen wur­den also rei­cher durch den reich­li­ch flie­ßen­den Zins der Staats­schul­den. Die Schul­den des Staa­tes wuch­sen mit den Geld­ver­mö­gen mit.…

HW Logo 3D 0

Wie konnte YouTube so lange ohne humane Wirtschaft auskommen?

Der YouTube-Kanal der HUMANEN WIRTSCHAFT star­tet mit einem kur­zen Aus­schnitt des Vor­tra­ges von Hel­mut Creutz in der Sil­vio-Gesell-Tagunggs­stät­te. Der gesam­te Vor­trag wird dem­nächst als DVD ver­füg­bar sein und auch in vie­len For­ma­ten zum Down­load bereit­ge­stellt wer­den. Besu­chen Sie unse­ren YouTube Kanal HIER [youtube width=„620“ height=„400“]http://www.youtube.com/watch?v=cdNIVZSQHi0[/youtube]

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip 0

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip

Nicht nur nach der Grö­ße der Bank im euro­päi­schen Maß­stab, son­dern auch im Ver­hält­nis zum Geschäfts­feld und zur Grö­ße und Leis­tungs­fä­hig­keit des Sitz­lan­des.

Fünf vor Zwölf © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 3

LIBOR – Lug und Trug

Hät­te man sich aus­den­ken sol­len, was noch hät­te pas­sie­ren müs­sen, damit das ohne­hin auf lan­ge Zei­ten ver­lo­re­ne Ver­trau­en zu Ban­ken, noch wei­ter zer­rüt­tet wird,  man wäre dar­auf nicht so schnell gekom­men: Ein gan­zes „Orches­ter“ an füh­ren­den Groß­ban­ken hat mit dem LIBOR so eine Art „Urme­ter“ der Finanz­welt mani­pu­liert.  René Zey­er ver­gleicht das und sagt, es sei als wür­de in Paris hin­ter ver­schlos­se­nen Türen der Urme­ter um einen Zen­ti­me­ter abge­feilt. Die Aus­wir­kun­gen die­ser Betrü­ge­rei­en in alle Berei­che sind immens und kön­nen kaum in Zah­len aus­ge­drückt wer­den. Die Ent­de­ckung der Mani­pu­la­ti­on der Groß­ban­ken am LIBOR ist eine Art Offen­ba­rungs­eid der Finanz­welt, denn…

Wo ist unser Geld? Stuttgarter Geldreformer mit gelungenem Lehrvideo 5

Wo ist unser Geld? Stuttgarter Geldreformer mit gelungenem Lehrvideo

Immer mehr regio­na­le Grup­pen wer­den zu För­de­rern und Akti­ven für eine huma­ne Wirt­schaft. Seit geraum­er Zeit arbei­tet die Regio­nal­grup­pe Stutt­gart an einem Video, anhand dem leicht ver­ständ­li­ch erklärt wer­den soll, wie unser Geld funk­tio­niert und vor allem wohin es geht. Dazu wur­de eine anspre­chen­de Web­sei­te ein­ge­rich­tet und ein aus­ge­zeich­ne­tes Lehr­vi­deo erstellt: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=lS0fgaktHMs[/youtube] Kon­takt zu der Grup­pe über stuttgart@humane-wirtschaft.de

Griechenland Paket © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 4

Angebliche „Geburtsfehler“ des Euro

Der „Geburts­feh­ler“ des Euro und ord­nungs­po­li­ti­sche Alter­na­ti­ven Eck­hard Beh­rens Prof. Bie­den­kopf hat in einem Gast­kom­men­tar „Unser euro­päi­scher Auf­trag“ im Han­dels­blatt vom Frei­tag, den 06. Juli 2012, auf Sei­te 80 zur aktu­el­len euro­pa­po­li­ti­schen Ent­wick­lung Stel­lung genom­men und den weit ver­brei­te­ten Zen­tra­li­sie­rungs­vor­schlä­gen einen wei­te­ren hin­zu­ge­fügt. Sein klar auf­ge­bau­ter Gast­kom­men­tar macht es leicht, in einem sehr wesent­li­chen Punkt zu wider­spre­chen. Der Euro hat einen „Geburts­feh­ler“, aber einen ande­ren als vie­le mei­nen. Es fehlt nicht ein euro­päi­scher Finanz­mi­nis­ter oder eine eigen­stän­di­ge Finanz­agen­tur, die die Haus­halts­sou­ve­rä­ni­tät der Mit­glied­staa­ten stän­dig ein­schrän­ken, son­dern es fehlt eine euro­pa­recht­li­che Rege­lung der Staa­ten­in­sol­venz. – Dar­über hin­aus brau­chen wir eine euro­pa­recht­li­ch…

Fußballtheorie © Martin Bangemann 4

Böses Foul: EM-Halbfinale für umstrittene Änderung des Melderechts genutzt

In ganz Euro­pa rich­tet sich das öffent­li­che Leben nach dem Zeit­plan einer Fuß­ball-Euro­pa- oder -welt­meis­ter­schaft aus. Wich­ti­ge Ver­an­stal­tun­gen und Tref­fen wer­den ter­min­li­ch außer­halb die­ser so vie­le in den Bann zie­hen­den Groß­ver­an­stal­tun­gen gelegt. Die meis­ten Spie­le der Euro 2012 in Polen und der Ukrai­ne wur­den um 20:45 Uhr ange­pfif­fen. Dadurch konn­te das „Tages­ge­schäft“ eini­ger­ma­ßen nor­mal abge­wi­ckelt wer­den. Aus­ge­rech­net am 28.6.2012 um kurz nach 20:45 Uhr, als das Halb­fi­nal­spiel der deut­schen Natio­nal­mann­schaft gegen Ita­li­en ange­pfif­fen wur­de, stand im deut­schen Bun­des­tag eine höchst bri­san­te Geset­zes­än­de­rung auf dem Pro­gramm. Vor lee­ren Rän­gen wur­de das Mel­de­we­sen geän­dert. Mel­de­äm­ter wer­den dem­nach zu Anlauf­stel­len für „Ban­den-Wer­bung“. Ohne…

(c) Martin Bangemann 1

Stiglitz: „Renditestreben spaltet die Gesellschaft“

Der US-Ame­ri­ka­ni­sche Wirt­schafts­pro­fes­sor und Nobel­preis­trä­ger Jose­ph E. Sti­glitz sagt es in einem Inter­view, das er „Fox­Busi­ness“ gege­ben hat, sehr deut­li­ch. Sehr schön dar­in auch die Beschrei­bung der Per­so­nen, wel­che nach Ren­di­te stre­ben (im eng­li­schen nennt er sie „rent see­kers“): Sie bean­spru­chen ein stets grö­ßer wer­den­des Stück des (Leistungs)-kuchens, zu des­sen Ver­grö­ße­rung sie selbst aber nichts bei­tra­gen. Im wei­te­ren Ver­lauf des Inter­views rela­ti­viert Sti­glitz das Ren­di­te­stre­ben und spricht nur noch von der Ren­di­te, die der „Land­be­sitz“ abwirft. Für sein neu­es Buch, „Pri­ce of Ine­qua­li­ty“, das sich mit der gesell­schaft­li­chen Sche­ren­ent­wick­lung von Arm und Reich aus­ein­an­der­setzt, war er aber offen­bar gezwun­gen, den…

Ökonomen streiten über Bankenunion 0

Ökonomen streiten über Bankenunion

Von Eck­hard Beh­rens Wir haben im Euro-Wäh­rungs­raum sowohl Staats­schul­den­kri­sen als auch Ban­ken­kri­sen. Sie hän­gen zum Teil mit­ein­an­der zusam­men, weil Ban­ken Staats­pa­pie­re hal­ten und Ban­ken­kri­sen, die auf ande­ren Grün­den beru­hen, wie z.B. auf der Immo­bi­li­en­kri­se in Spa­ni­en, die Staa­ten zur Reka­pi­ta­li­sie­rung der Ban­ken nöti­gen, wozu sie gro­ße neue Schul­den machen. Zur Bewäl­ti­gung der Ban­ken­kri­sen, die die Kräf­te der natio­na­len Staa­ten über­schrei­ten, wird eine gemein­sa­me euro­päi­sche Poli­tik gefor­dert unter dem Stich­wort „Ban­ken­uni­on“. Nun end­li­ch beginnt eine offe­ne Kon­tro­ver­se unter den aner­kann­ten Öko­no­men über die Euro-Schul­den­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung. Die Not­wen­dig­keit einer „Ban­ken­uni­on“ ist dabei einer der aktu­el­len Streit­ge­gen­stän­de, bei der tra­di­tio­nel­le Kampf­li­ni­en zwi­schen den Öko­no­men…

Ab welchem Maß ist man versklavt? 6

Ab welchem Maß ist man versklavt?

Das herr­schen­de Geld­sys­tem ist so auf­ge­baut, dass es allen Men­schen zuneh­mend mehr von deren Leis­tung weg­nimmt. In Prei­sen und Steu­ern ste­cken die Zin­sen der Schul­den­auf­nah­me von Unter­neh­men und Staa­ten. Die Zin­sen flie­ßen zu den Geld­ver­mö­gens­be­sit­zern, ohne dass die­se selbst dafür eine Leis­tung erbrin­gen muss­ten. Immer höhe­re Geld­ver­mö­gen füh­ren zu immer höhe­ren Schul­den, die durch Leis­tungs­stei­ge­run­gen nicht mehr aus­rei­chend bedient wer­den kön­nen. Immer grö­ßer wer­den­de Antei­le der Pro­duk­te der Arbeit aller Leis­ten­den wer­den Geld­ver­mö­gens­be­sit­zern über­tra­gen. Der Lohn aus Arbeit sinkt ent­spre­chend. Ange­sichts der­lei Ent­wick­lun­gen stellt sich die­se Fra­ge: Wenn jemand 100% der erbrach­ten Leis­tung von Arbei­te­rin­nen und Arbei­tern stiehlt, wird das…

Gar nichts gut am Zuckerhut 1

Gar nichts gut am Zuckerhut

Rio20+! Fest­hal­ten am Wachs­tum hat sys­tem­be­ding­te Grün­de, bricht aber allen Umwelt­be­mü­hun­gen das Genick! Rund 50.000 Men­schen rei­sen um die Welt, weil sie sich Gedan­ken um eine „nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung“ machen. Als man sich vor 20 Jah­ren das ers­te Mal in Rio traf, sprach man vom „wich­tigs­ten Mei­len­stein der inter­na­tio­na­len Umwelt­po­li­tik“. 20 Jah­re, geprägt von Absichts­er­klä­run­gen mit heh­ren Zie­len und einem den­no­ch immer grö­ßer wer­den­den Res­sour­cen­ver­brauch mit all sei­nen bedroh­li­chen Fol­gen für Men­sch und Natur. Es scheint als sei der Umwelt am meis­ten gedient, wenn der­lei „Umwelt­gip­fel“ erst gar nicht statt­fin­den und die tau­sen­de Besu­cher bes­ser einen Wald­spa­zier­gang in ihrer Hei­mat mach­ten. Immer­hin: Es…

Foto unter CC-Lizenz von "teejaybee" auf Flickr 5

Im Sumpf der Schuldenbremse

Bevor wir in den „Sumpf“ ein­tau­chen, müs­sen wir fest­hal­ten: Das Kon­zept einer Schul­den­brem­se als Mit­tel um ein vor dem Kol­laps ste­hen­des Geld­sys­tem zu ret­ten, ist gelin­de gesagt ein volks­wirt­schaft­li­cher Aber­witz. Das volks­wirt­schaft­li­che Schul­den­ma­chen ist unlös­bar ver­bun­den mit dem Auf­bau von Geld­ver­mö­gen. Die Hal­ter von Geld­ver­mö­gen inter­es­siert es bes­ten­falls peri­pher, wer ihr Kapi­tal in Form von Schul­den auf­nimmt und bedient. Es kön­nen dies nur sein: 1.) Unter­neh­men 2.) Pri­va­te Haus­hal­te 3.) Der Staat Wenn ein Teil die­ser Akteu­re in einer Volks­wirt­schaft zukünf­tig auf das Schul­den­ma­chen ver­zich­ten will, dann müs­sen die ver­blei­ben­den die neu ent­ste­hen­den Geld­ver­mö­gen in Form von Schul­den auf­neh­men. Wenn also der…

Tötet die Boten! 8

Tötet die Boten!

Den Über­brin­gern schlech­ter Nach­rich­ten geht es zuneh­mend schlech­ter. Wenn die Hans-Böck­ler-Stif­tung (PDF) oder die Fried­rich-Ebert-Stif­tung (PDF) wie­der ein­mal Stu­di­en vor­le­gen, die nach­wei­sen, dass die Spal­tung der Gesell­schaft in immer mehr Arme – sogar sol­che mit Arbeits­plät­zen – und weni­ge Super­rei­che unge­min­dert fort­schrei­tet, dann wird das zuneh­mend stär­ker als poli­ti­sch ein­sei­ti­ge Pro­pa­gan­da kom­men­tiert und nur am Ran­de oder gar nicht öffent­li­ch erwähnt. Seit Jahr­zehn­ten wird die lang­sam aber ste­tig vor­an­schrei­ten­de Spal­tung der Gesell­schaft unter­sucht und doku­men­tiert. Doch wie ein Spiel­film, den man schon unzäh­li­ge Male gese­hen hat, wer­den die dies­be­züg­li­chen neu­en Erkennt­nis­se als lang­wei­lig und unin­ter­es­sant wahr­ge­nom­men. Die Reak­tio­nen im Inter­net…

„Lust auf neues Geld“  lockte viele Menschen nach Leipzig 1

„Lust auf neues Geld“ lockte viele Menschen nach Leipzig

Am 9. Juni hat­te die „Neu­es Geld gemein­nüt­zi­ge GmbH“ zu einer Tages­ver­an­stal­tung in die Stadt geru­fen, die sinn­bild­li­ch für den Auf­bruch zum Wan­del steht: Leip­zig. Zwei­tau­send Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer folg­ten dem Ruf und bil­de­ten einen impo­san­ten Rah­men für ein Pro­gramm, das es in sich hat­te. Die Ver­an­stal­ter unter Lei­tung des Geschäfts­füh­rers Stef­fen Hen­ke
hat­ten ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm zusam­men­ge­stellt: Musik, Akro­ba­tik, Kaba­rett, Unter­hal­tung und natür­li­ch viel Infor­ma­ti­on zum The­ma Geld.

„Kein Recht im Unrecht – kein gutes Leben im schlechten“ – Andreas Bangemann 0

„Kein Recht im Unrecht – kein gutes Leben im schlechten“ – Andreas Bangemann

Durch unser Geld­sys­tem und das dar­auf auf­bau­en­de Boden­recht wer­den allen Men­schen die­ser Erde Tag für Tag immer grö­ßer wer­den­de Tei­le ihrer eige­nen Leis­tung weg­ge­nom­men. Auch im Hin­bli­ck auf Paten­te und das Urhe­ber­recht gibt es zu hin­ter­fra­gen­de Ent­wick­lun­gen, die Räu­me für Pri­vi­le­gi­en schaf­fen, von denen nur sehr weni­ge pro­fi­tie­ren. Das geschieht für vie­le unbe­merkt, denn es wer­den dazu in den sel­tens­ten Fäl­len direk­te Rech­nun­gen aus­ge­stellt. Die in unse­rem Recht und dem genutz­ten Geld­sys­tem ver­an­ker­ten Mecha­nis­men sor­gen für die Bedie­nung die­ser Pri­vi­le­gi­en über die Prei­se und Steu­ern,
die jeder von uns für den Lebens­un­ter­halt bezahlt.

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes 1

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes

Im klei­nen Wäld­chen der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wup­per­tal ent­puppt sich das im Mai gestar­te­te Kunst­pro­jekt anläss­li­ch des 150. Geburts­ta­ges von Sil­vio Gesell zu einer ver­net­zen­den Kraft. Täg­li­ch besu­chen Inter­es­sier­te das Gelän­de und las­sen sich von dem Gedan­ken inspi­rie­ren, wie eine Wirt­schaft wohl aus­se­hen könn­te, wenn sie wich­ti­ge Ele­men­te von Aus­tausch­pro­zes­sen in der Natur abbil­den wür­de. „Flie­ßen“ und „Wer­den und Ver­gäng­lich­keit“ waren die künst­le­ri­schen Impul­se für die Arbei­ten auf dem Gelän­de. Fast täg­li­ch kom­men neue Kunst­wer­ke hin­zu, denn Kars­ten Behr, der künst­le­ri­sche Lei­ter des Pro­jek­tes, arbei­tet stän­dig in sei­nem „Zau­ber­wald“ und inte­griert mehr und mehr Künst­ler aus der Regi­on. Das idyl­li­sch gele­ge­ne Tagungs­haus ent­puppt sich durch die Akti­on zu einem Hort der Begeg­nung von Krea­ti­ven auf vie­len Gebie­ten.

Es arbeitet noch immer: das Geld 0

Es arbeitet noch immer: das Geld

Seit 2008 ist die Welt in Finanz­fra­gen wach­ge­rüt­telt. Bis dahin Ahnungs­lo­se, in Finanz­fach­krei­sen eben­so wie unter „Nor­ma­len“, haben erken­nen müs­sen, dass in unse­rem Geld­sys­tem so man­ches im Argen liegt. Die per­sön­li­chen Schuld­zu­wei­sun­gen an die Gie­ri­gen und Macht­hung­ri­gen über­wie­gen bis heu­te die ana­ly­ti­schen Beschrei­bun­gen des Gesche­hens, das offen­bar zu kei­nem Ende kom­men will. Schien es eine zeit­lang so, als keh­re in den mit Geld­an­la­gen befass­ten Dienst­leis­tern Demut und Ein­sicht in die Zusam­men­hän­ge ein, so ist man den­no­ch zum Tages­ge­schäft zurück­ge­kehrt, schlim­mer noch: Man arbei­tet mit den glei­chen Mit­teln, wie eh und je. Der wohl größ­te Unsinn, den die Finanz­bran­che bis heu­te hart­nä­ckig…