HUMANE WIRTSCHAFT ...mehr als eine Zeitschrift

Mekiffer Genug Geld 0

Das Geld vom Kopf auf die Füße gestellt – Daniela Saleth

Ste­fan Mekif­fer: „War­um eigent­lich genug Geld für alle da ist“ – – – Buch­re­zen­si­on von Danie­la Saleth – – –  War­um gibt es so viel Armut neben so viel Reich­tum? War­um wir­ken vie­le Men­schen, als hät­ten sie stän­dig Angst? War­um wird uns allen die Zeit immer knap­per? Und was hat Geld mit all­dem zu tun? Auf den Spu­ren solch gro­ßer Fra­gen ent­larvt Ste­fan Mekif­fer erfolg­reich auf nur 304 Sei­ten die kom­ple­xen Zusam­men­hän­ge zwi­schen unse­rem herr­schen­den Wirt­schafts­sys­tem und der Beschaf­fen­heit der heu­ti­gen Welt. Und fin­det dabei muti­ge Lösun­gen! – – –  „War­um eigent­lich genug Geld für alle da ist“ ent­stand aus der Moti­va­ti­on her­aus, das Buch…

Mündener Gespräche online 0

59. Mün­de­ner Gesprä­che in Wup­per­tal – Ter­min­hin­weis der SG

59. Mün­de­ner Gesprä­che – am 11. und 12. März 2017 in der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wup­per­tal – Ter­min­hin­weis der Sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Gesell­schaft – – –  Auf die Welt­wirt­schafts­kri­se von 1929 reagier­ten die bei­den US-Öko­no­men Irving Fisher und Hen­ry Simons mit dem Vor­schlag eines „100 %-Money“. Durch die Not­wen­dig­keit, Giro­gut­ha­ben zu 100 % mit Zen­tral­bank­geld zu unter­le­gen, soll­te den Geschäfts­ban­ken die Mög­lich­keit genom­men wer­den, „Giral­geld“ auf dem Kre­dit­we­ge selbst zu schöp­fen. Denn in die­ser Mög­lich­keit sahen Fisher und Simons den ent­schei­den­den Treib­satz für die dama­li­ge Kri­se. Zur Ver­sor­gung der Wirt­schaft mit Geld soll­ten allein die Zen­tral­ban­ken berech­tigt und natür­lich auch ver­pflich­tet sein.- – –  Die­sen Vor­schlag bau­te der…

Pawn circle © Martin Bangemann 0

Reichtum und Macht in ganz wenigen Händen – Gero Jenner

Reich­tum und Macht in ganz weni­gen Hän­den – – – San­dra Navi­di führt nach Davos auf den Olymp der kapi­ta­lis­ti­schen Super-Hubs – – – Eine tie­fer gehen­de Buch­be­spre­chung von Gero Jen­ner – – –  Eines dop­pel­ten Rekords darf die außer­or­dent­li­che Frau sich rüh­men. Einer­seits hat San­dra Navi­di es fer­tig­ge­bracht, das viel­leicht lang­wei­ligs­te Buch der Sai­son zu schrei­ben: eine Auf­zäh­lung von Per­so­nen, die sämt­lich nur Sche­men blei­ben, eine Anein­an­der­rei­hung von Orten und Super­la­ti­ven, die sich von einem Kapi­tel zum ande­ren auf ermü­den­de Art wie­der­ho­len. – – –  Dabei ist ihr aber ande­rer­seits etwas Ein­zig­ar­ti­ges gelun­gen: Sie ist bis zu den olym­pi­schen Höhen der mäch­tigs­ten und…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Paradox – Editorial

Vor ihm lag die Fluss­land­schaft. Ein Leben spen­den­der Strom umge­ben von Natur. Ein­zel­ne Men­schen ver­such­ten, im Was­ser Ver­un­rei­ni­gun­gen zu besei­ti­gen, die sie ent­deck­ten. Er war zuvor zur Quel­le gegan­gen und erkann­te, dass der Fluss einer stän­di­gen Ver­gif­tung aus­ge­setzt ist. Er rief den Geschäf­ti­gen zu: „Was Ihr tut ist löb­lich, aber nicht nach­hal­tig. Geht zum Ursprung und küm­mert Euch um das dort ein­ge­brach­te Gift.“ Doch nie­mand nahm ihn ernst. Sie sag­ten, er sol­le mit­hel­fen, statt nur zu reden. – – –  Zum Jah­res­an­fang habe ich mir als Edi­to­ri­al-Beglei­ter einen Ame­ri­ka­ner her­aus­ge­sucht. Das macht Sinn. Ab 20. Janu­ar ist das Augen­merk der Welt auf den…

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Auf nach Barcelona – Veranstaltungshinweis der Redaktion

Die HUMANE WIRTSCHAFT för­dert zwei jun­ge Geld­re­form-Akti­vis­ten – Jetzt bewer­ben – – –  4. Inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz über Sozi­al- und Ergän­zungs­wäh­run­gen: Geld, Bewusst­sein und Wer­te für den sozia­len Wan­del. Bar­ce­lo­na, 10. bis 14. Mai 2017 – – –  Die HUMANE WIRTSCHAFT ist offi­zi­el­ler Medi­en­part­ner der Ver­an­stal­tung. Wir wer­den im kom­men­den Jahr teil­neh­men und Bei­trä­ge aus dem Umfeld unse­rer Auto­ren, Leser und Akti­ven för­dern. Es ist geplant für Inter­es­sen­ten, sowohl die Rei­se, wie auch die Unter­kunft zu orga­ni­sie­ren. Das Zustan­de­kom­men einer sol­chen Pla­nung hängt vom Grad des Inter­es­ses ab. Bit­te mel­den Sie sich, falls Sie an der Teil­nah­me inter­es­siert sind. Wir infor­mie­ren Sie über anfal­len­de Kos­ten. Die Kon­fe­renz­spra­chen…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Höchstzinsen für Bares – Editorial

Die Lösung der Blo­ckie­rung ist die Lösung. Das sag­te der Volks­wirt­schafts­leh­re-Pro­fes­sor Bernd Senf vor 20 Jah­ren. – – –  „Flie­ßen las­sen“ nann­te er das fun­da­men­ta­le Prin­zip des Natür­li­chen und Leben­di­gen. – – –  Die (be)herrschende Öko­no­mie form­te dem­zu­fol­ge kei­nen Wirt­schafts­or­ga­nis­mus, obwohl die Wirt­schaft dem Leben die­nen soll­te. Das Hor­ten und Zurück-, bzw. Vor­ent­hal­ten ist die gewinn­träch­tigs­te Leit­li­nie. Die Welt­wirt­schaft wird domi­niert von „Stau­damm­be­sit­zern“, die – gedeckt von Recht und Gesetz – die Nut­zung lebens­wich­ti­ger Din­ge blo­ckie­ren kön­nen: Grund und Boden, Erfin­dun­gen, Kunst jeg­li­cher Art und nicht zuletzt Geld. – – –  Geld fließt nur in dem Maße, in dem es die Geld­hal­ter für lukra­tiv erach­ten. Geld, eine…

Termine 01/2017

– – –  Bad Boll, 18. Janu­ar 2017, 19:00 Uhr – – – „Markt­wirt­schaft ohne Kapi­ta­lis­mus” – – – Vor­trag und Dis­kus­si­on mit Ger­hardus Lang im Rah­men der „Bad Bol­ler Gesprä­che“ – – – Schu­le der Frei­heit, Bad­stra­ße 35, 73087 Bad Boll – – – Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: http://sffo.de – – –  Witten/Herdecke, 4. und 5. Febru­ar 2017 – – – „Work­shop Wachs­tums­zwang” Wirt­schaft­li­che Sach­zwän­ge zwi­schen Rhe­to­rik und Rea­li­tät u. a. mit Chris­toph Deutsch­mann, Mat­thi­as Kett­ner, Bir­ger Prid­dat u. Micha­el Roos – – – Ort: Uni­ver­si­tät Witten/Herdecke – – – http://www.voeoe.de/aktivitaten/workshop-wachstumszwang/ – – –  wei­te­re Ter­mi­ne online… 

Das Fotomuseum (FOMU) in Antwerpen
Foto: Andreas Bangemann
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Steuerhafen fern der Küste – Ein Bericht von Andreas Bangemann

pätes­tens seit den „Pana­ma Papers“ sind sie in aller Mun­de. Im Deut­schen die „Steu­er­oa­sen“ oder „-para­die­se“. Im Eng­li­schen hei­ßen sie aus­sa­ge­kräf­ti­ger „Off shore tax havens“. Zu lesen gibt es dar­über mitt­ler­wei­le sehr viel. An Bil­dern man­gelt es. – – –  Das Foto­mu­se­um (FOMU) in Ant­wer­pen wid­me­te die­sem The­ma eine Aus­stel­lung, die bis 9. Okto­ber 2016 zu sehen war. – – –  „Show us the money“ hieß die Samm­lung aus Foto­gra­fi­en, Text­ta­feln und künst­le­ri­schen Umset­zun­gen des The­mas Geld. Hin­ter­her hat­te man das Gefühl geball­te Infor­ma­tio­nen bekom­men zu haben, ohne dass sie beleh­rend wirk­ten. – – –  Wer im Raum, der von Künst­ler Car­los Spot­tor­no erfun­de­nen „WTF-Bank“ wan­delt oder Platz…

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Leserbriefe 06/2016

Nega­tiv­zins in aller Mun­de“ – – –  Ich war heu­te in einem Laden hier im Städt­chen (Meers­burg), wo es zahl­lo­se Zeit­schrif­ten zu kau­fen gibt. Beim Regalab­schnitt mit den Wirt­schafts- / Manage­ment- / Anla­ge­tipp- und ähn­li­chen Hef­ten war auf der Titel­sei­te fast über­all die Rede vom Zins­ni­veau. Und auch vom Finanz­sys­tem und vom Bar­geld, und wie­viel man da jeweils noch drauf­ge­ben kann. – – –  Span­nen­de Zei­ten. Bleibt zu hof­fen, dass gute Ide­en Gehör fin­den, dis­ku­tiert wer­den, in den Medi­en genau wie in der Wis­sen­schaft, und letzt­lich auch poli­ti­sche Wir­kung haben. – – –  Opti­mis­ti­scher­wei­se müss­te man sagen, es muss sich was zum Guten ändern, wenn die Poli­tik und…

Lesezeit 0

Herbst und Winter: Geschätzte Lesezeit – Buchhinweise der Redaktion

Man­che ver­lie­ren sie nie, ande­re haben sie noch nicht ent­deckt: Die Freu­de am Lesen. Wer sie schätzt, den wol­len wir auf eini­ge Neu­erschei­nun­gen auf­merk­sam machen. Geschätz­te Lese­zeit für die fol­gen­den vier Sei­ten: 11 Minu­ten – – –  Ste­fan Mekif­fer: „War­um eigent­lich genug Geld für alle da ist“ – Carl Han­ser Ver­lag, Mün­chen, März 2016, 304 Sei­ten, fle­xi­bler Ein­band, mit Illus­tra­tio­nen, – € 20,00 ISBN 978–3–446–44703–5 – – –  „Phy­si­co­no­mics – Zur Phy­sik der Öko­no­mie“ – Rezen­si­on von Syl­via Füh­rer Micha­el Har­der: „Phy­si­co­no­mics – Zur Phy­sik der Öko­no­mie“ Nor­der­stedt 2015, 256 Sei­ten, € 14,80 ISBN 978–3–73921779–6 – – –  Klaus Fabry: „M.I.C.E.: War­um wir über unser glo­ba­les…

Bruce Charles „Bill“ Mollison (* 4. Mai 1928 in Tasmanien, Australien; † 24. September 2016 in Sisters Beach, Tasmanien). 0

Bill Mollison – Nachruf auf einen Freund – Declan Kennedy

Ich traue­re um mei­nen Freund Bill Mol­li­son – – –  Einen der bedeu­tends­ten Ansät­ze zur Ver­net­zung öko­lo­gi­scher Maß­nah­men – der vom ein­zel­nen Haus oder klei­ne­ren Sied­lun­gen bis zur Pla­nung gan­zer Regio­nen reicht – lern­ten wir – mei­ne Frau Mar­grit Ken­ne­dy und ich – 1981 ken­nen und brach­ten ihn bereits ein Jahr spä­ter von Aus­tra­li­en nach Euro­pa. Die­ser Ansatz nennt sich „Per­ma­kul­tur“ (etwa „Dau­er-Kul­tur“, aus der Zusam­men­fü­gung der eng­li­schen Wor­te per­ma­nent agri­cul­tu­re) und über­trägt die Prin­zi­pi­en geschlos­se­ner öko­lo­gi­scher Kreis­läu­fe in der Natur auf die Pla­nung mensch­li­cher Sied­lun­gen. Die Initi­al­zün­dung dazu kam für uns durch Bill Mol­li­son, den wir 1981, auf Anre­gung von Rudolf…

ARD-Presseclub 1

Das große Misstrauen – Elmar Klink

weiß die Poli­tik noch, was bei den Bür­gern los ist? The­sen und Gegen­the­sen. – – –  So lau­te­te am Sonn­tag, 11. 9., das inter­es­san­te The­ma des ARD-Pres­se­clubs, der auch die Wir­kung der Par­tei AfD zum Gegen­stand hat­te. Unter der Mode­ra­ti­on der Che­fin vom WDR Fern­se­hen, Sonia Sey­mour Mikich, dis­ku­tier­ten renom­mier­te Ver­tre­te­rIn­nen von Die Zeit, Cice­ro und Frei­schaf­fen­de, was an Wahr­neh­mung und Ver­ständ­nis von Poli­ti­ke­rIn­nen der Situa­ti­on im Land viel­leicht nicht mehr stim­men oder sogar falsch sein könn­te. Mit Frau Sey­mour-Mikich hat man es sicher mit einer Medi­en-Reprä­sen­tan­tin der beson­ne­ne­ren und klü­ge­ren Art zu tun. Nichts­des­to­trotz lie­fer­te die Sen­dung unfrei­wil­lig ein Bei­spiel dafür…

Akademie am Lernort
Foto: T. Adam-Heusler
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Organisationsentwicklung und Human Leadership – Tanja Adam-Heusler

oder „Mit gutem Gefühl schnel­ler gegen die Wand?“ – – –  Von 1974 bis 1989 wur­de uns in Deutsch­land die „Huma­ni­sie­rung des Arbeits­le­bens“ dank staat­li­chen Pro­gramms ver­ord­net. Wei­te­re Pro­gram­me folg­ten. Im Jahr 2007 erhob der Deut­sche Gewerk­schafts­bund erst­mals den „DGB-Index Gute Arbeit“. Dabei teil­te eine 100 Punk­te Ska­la die Arbeit von abhän­gig Beschäf­tig­ten ein in 34 % schlech­te Arbeit, 54 % mit­tel­mä­ßi­ge Arbeit und 12 % gute Arbeit. Die Bewer­tungs­merk­ma­le außer acht las­send: erschre­ckend! 33 Jah­re Huma­ni­sie­rung für die Katz? Was war schief­ge­lau­fen? – – –  „Maß­nah­men der men­schen­ge­rech­ten Gestal­tung der Arbeit“ gehö­ren nach § 2 des deut­schen Arbeits­schutz­ge­set­zes zu den Maß­nah­men des Arbeits­schut­zes. Wie geht es Ihnen, lie­ber…

Barbara Engelhard
© Pat Christ
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Komm und setz dich!*** – Pat Christ

Für­ther Künst­le­rin regt zum Nach­den­ken über die Bedeu­tung öffent­li­cher Räu­me an – – –  Die 80-Jäh­ri­ge aus Mem­min­gen, die zu einem Tref­fen von Fami­li­en­mit­glie­dern aus dem gan­zen deutsch­spra­chi­gen Raum nach Würz­burg fuhr, staun­te nicht schlecht. Über­all auf dem Rat­haus­platz tum­mel­ten sich Stüh­le, Hocker und Bän­ke. „Darf ich Sie fra­gen, was das für eine Bewandt­nis hat?“, spricht sie Bar­ba­ra Engel­hard an. Die Für­ther Künst­le­rin, Urhe­be­rin der Instal­la­ti­on, erklär­te ger­ne, was sie mit ihrem Kunst­werk bezwe­cken woll­te. – – –  „Komm und setz dich!***“ nann­te sich Engel­hards Werk, das der Kunst­ver­ein Würz­burg im Sep­tem­ber prä­sen­tier­te. Im Vor­feld sam­mel­ten Ver­eins­mit­glie­der mit der Künst­le­rin vier Wochen lang Sitz­mö­bel von…

Obstbausiedlung Eden
Foto: Dietrich Heißenbüttel
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Paradies am Abgrund – Dietrich Heißenbüttel

Ber­li­ner Vege­ta­ri­er grün­de­ten vor 123 Jah­ren die Obst­bau­ko­lo­nie Eden. Nazi­zeit und DDR hat die Sied­lung halb­wegs unkom­pro­mit­tiert über­stan­den. Den Anfang vom Ende brach­ten die Heils­ver­spre­chen des Kapi­ta­lis­mus nach dem Mau­er­fall. Nun ist das Para­dies bedroht. Dabei sind die Impul­se, die von Eden aus­gin­gen, aktu­el­ler denn je. – – –  „Die Pio­nie­re wis­sen immer, war­um sie was machen“, sagt Rai­ner Göd­de, Archi­var und Mit­glied des fünf­köp­fi­gen Vor­stands der Eden-Genos­sen­schaft: „Ihren Kin­dern kön­nen sie das noch erklä­ren. Aber die Enkel und Uren­kel kön­nen nicht so rich­tig ein­schät­zen, in wel­chem Para­dies sie hier leben.“ – – –  Das Para­dies ist die Obst­bau­ko­lo­nie Eden am Ran­de Ora­ni­en­burgs. 18 Vege­ta­ri­er grün­de­ten…

© Jorma Bork / pixelio.de 625168 0

Geld und (Un)Freiheit – Gero Jenner

Jean-Jac­ques Rous­seau beant­wor­te­te eine Preis­fra­ge der Aka­de­mie von Dijon mit der uner­war­te­ten The­se, die Zivi­li­sa­ti­on bil­de in Wahr­heit den Anfang aller sozia­len Übel. Wenn Fabi­an Scheid­ler in sei­nem Buch „Das Ende der Mega­ma­schi­ne“ die Rol­le des Gel­des beleuch­tet, dann schlägt er in die glei­che Ker­be. Mit der Ein­füh­rung der Geld­wirt­schaft, wel­che dem Staat ein regel­mä­ßi­ges Steu­er­auf­kom­men gewähr­te, hät­te schon die ers­te orga­ni­sier­te Markt­wirt­schaft der Geschich­te, das klas­si­sche Grie­chen­land, den Men­schen die Frei­heit genom­men. Sie sei­en gezwun­gen wor­den, für den Markt zu pro­du­zie­ren, um sich das nöti­ge Geld zu ver­schaf­fen, von dem sie dann den ihnen auf­er­leg­ten Teil an Steu­ern an…

Zins taucht ab 0

„Negativzinsen“: Eine Erklärung – Norbert Rost

Als ich das ers­te Mal über die Idee stol­per­te, es soll­te Geld kos­ten, wenn man Geld hat, fand ich die Idee auch gewöh­nungs­be­dürf­tig. Das war 2001. Inzwi­schen ist es in der Euro-Zone und in Japan Stan­dard: Ban­ken kos­tet es Geld, wenn sie Geld hal­ten. Wenn eine Geschäfts­bank (Spar­kas­se, Deut­sche Bank, Volks­bank …) Geld über Nacht bei der EZB „par­ken“ will, muss sie Kos­ten in Höhe von 0,4 % p.a. der Ein­la­ge­sum­me tra­gen. Die EZB hat ver­schie­de­ne Zins­sät­ze, die­ser Zins auf Über­nacht-Ein­la­gen heißt „Ein­la­ge­fa­zi­li­tät“. – – –  Hört man in den deutsch­spra­chi­gen Blät­ter­wald wird dar­über eigent­lich nur geme­ckert. Nega­tiv­zin­sen machen die Alters­vor­sor­ge kaputt, ent­eig­nen…

Realer Leitzins - Eurozone 0

Der Euro-Leitzins ist nicht konjunkturgerecht – SffO

Posi­ti­ons­pa­pier des „Semi­nar für frei­heit­li­che Ord­nung“, Bad Boll, 5. Fort­schrei­bung – SffO Obwohl die EZB ihren wich­tigs­ten Leit­zins, den Haupt­re­fi­nan­zie­rungs­satz, seit 2011 wie­der­holt und schließ­lich bis auf null Pro­zent gesenkt hat, ist er seit 2012 real deut­lich gestie­gen. Denn trotz gegen­tei­li­ger Bemü­hun­gen der EZB ist die Infla­ti­ons­ra­te seit­her gesun­ken und ver­harrt an der Gren­ze zur Defla­ti­on. – – –  Die Fol­ge abge­sack­ter Infla­ti­ons­ra­ten ist eine unge­woll­te rea­le Leit­zins­er­hö­hung in einer Zeit zu schwa­cher Kon­junk­tur. Daher blei­ben die Wachs­tums­ra­te des rea­len BIP und die Arbeits­lo­sig­keit im Euro­raum ent­täu­schend: Die Süd­län­der des Euro­rau­mes waren die Leid­tra­gen­den. Ihre „neo­li­be­ra­len“ Anstren­gun­gen muss­ten zunächst die kon­junk­tu­rel­len Brems­wir­kun­gen der…

Zwickmühle 0

Negativzinsen – Notenbanken in der Zwickmühle – Eckhard Behrens

Die heu­ti­ge Situa­ti­on ist nicht in Ord­nung. Die Noten­ban­ken ver­zwei­feln, weil sie erst­mals – aber schon all­zu lan­ge – zu wenig Spiel­raum für Leit­zins­sen­kun­gen haben, um die Kon­junk­tur zu för­dern, von der auch die Kre­dit­nach­fra­ge der Unter­neh­men abhängt. Die Ursa­che für die Klem­me, in der die Noten­ban­ken ste­cken, ist das rie­si­ge Ange­bot an Spar­geldern, die in den letz­ten Jahr­zehn­ten gebil­det wur­den. Sie haben die lang­fris­ti­gen Zin­sen nach und nach gedrückt. Sie bil­den die obe­re Gren­ze des Spiel­raums für Leit­zins­fest­set­zun­gen Die unte­re Schran­ke für aus­rei­chend nega­ti­ve Leit­zin­sen setzt das mit null Pro­zent „ren­tie­ren­de“ Bar­geld. – Das frei­wirt­schaft­li­che Ziel für die gegen­wär­ti­ge…

Wilhelm Schmülling
Wilhelm Schmülling † 26. 3. 17
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Welt im Wan­del – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling

Der Kampf ums „Wei­ße Haus“ demons­triert mit den Lügen bei­der Kan­di­da­ten die Wider­lich­keit des Umgangs zwi­schen Poli­ti­kern und Bür­gern. Sprä­che einer die rei­ne Wahr­heit, könn­te er bei der Prä­si­dent­schafts­wahl Traum­er­geb­nis­se erzie­len. Auch wer weni­ger lügt ist nicht her­aus­zu­fin­den, womit Ame­ri­ka­ner die Mög­lich­keit hät­ten, das „klei­ne­re Übel“ zu wäh­len. So wird Demo­kra­tie zu Tode gelo­gen. – – –  Auch in Deutsch­land geht man mit Täu­schun­gen und Lügen vor, was zur Poli­tik­ver­dros­sen­heit führt und die Demo­kra­tie gefähr­det. Ange­sichts des Strei­tes um das soge­nann­te Frei­han­dels­ab­kom­men CETA, das vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nur mit stren­gen Auf­la­gen vor­läu­fig gebil­ligt wur­de, erüb­rigt sich die Beweis­füh­rung über eine Welt im Wan­del.…

Frankfurt Eurotower 0

Die EZB und Silvio Gesell… – Felix Fuders / Dirk Löhr

Die EZB und Sil­vio Gesell – Eine neue Part­ner­schaft? Eine Ein­schät­zung zwei Jah­re nach der bemer­kens­wer­ten Rede Benoît Cœu­rés von Felix Fuders und Dirk Löhr – – –  Ein­lei­tung: Die bemer­kens­wer­te Rede eines EZB-Direk­to­ri­ums­mit­glie­des – – –  Wirft man einen Blick auf die Rede „Life below zero: Learning about nega­ti­ve inte­rest rates“, die von Benoît Cœu­ré, einem Mit­glied des EZB Exe­cu­ti­ve Boards, am 9. 9. 2014 in Frank­furt gehal­ten wur­de, hat man fast den Ein­druck, als ob die EZB nun die Leh­ren deutsch-argen­ti­ni­schen Kauf­manns Sil­vio Gesell anwen­den woll­te. Wie­der­holt bezog sich Cœu­ré in sei­ner Rede vor der Money Mar­ket Con­tact Group auf Gesell und sag­te,…

Geld, Gesellschaft und Gewalt 0

Buchvorstellung – Eugen Drewermann: Geld, Gesellschaft und Gewalt

Immer mehr, immer schnel­ler, immer wei­ter: Die der­zeit herr­schen­de Wachs­tums­dok­trin ist nicht nur schäd­lich, sie ist rui­nös. Es wer­den immer mehr Pro­duk­te auf den Markt gewor­fen – zu Las­ten der armen Bevöl­ke­rung und der Natur. Eugen Dre­wer­mann zeigt auf, dass eine nach­hal­ti­ge und damit nicht län­ger wachs­tums­be­stimm­te Wirt­schafts­form die ein­zig rea­lis­ti­sche und trag­fä­hi­ge ist. Leicht ver­ständ­lich erläu­tert er wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge und deu­tet die der­zei­ti­ge Welt­la­ge tie­fen­psy­cho­lo­gisch fun­diert. Ein unver­zicht­ba­res Werk für alle, die die Pro­ble­ma­tik der aktu­el­len öko­no­mi­schen und damit öko­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen erken­nen und etwas ändern wol­len. »Es gibt im Kapi­ta­lis­mus kei­ne Mess­füh­ler, die auf Mit­leid oder Mensch­lich­keit oder mora­li­sche Ver­ant­wor­tung…

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Jahres-PDF erhältlich

  Das Jah­res­ar­chiv 2016 (d. h. alle sechs Aus­ga­ben der HUMANEN WIRTSCHAFT aus 2016) ist als PDF-Port­fo­lio (auf CD-ROM oder als Down­load) ab sofort in unse­rem Shop erhält­lich 🙂 Sie kön­nen aber HINTER DIESEM LINK auch das Kom­plett­pa­ket als gedruck­te Aus­ga­be ordern!   Geheim­tipp: Für Inter­es­sier­te gibt es auch ein ein­ma­li­ges, kos­ten­lo­ses Pro­be­heft. Wie immer kön­nen Sie eini­ge Arti­kel der neu­en Aus­ga­be bereits jetzt hier online anse­hen. Schau­en Sie in unser Archiv und infor­mie­ren Sie sich.

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Termine 06/2016

Leip­zig, 2. Novem­ber 2016, 18:00 Uhr– – –  „Was unter­schei­det Phy­sik und Volks­wirt­schafts­leh­re?”- – –  Vor­trag und Dis­kus­si­on mit Stef­fen Hen­ke an der Uni Leip­zig- – –  Ort: Uni­ver­si­tät Leip­zig, im Hör­saal für Theo­re­ti­sche Phy­sik des Phy­sik-Gebäu­des Lin­né­str. 5, Leip­zig- – –  Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: http://tinyurl.com/2Nov2016- – –  – – –  Wit­zen­hau­sen, 9. Novem­ber 2016, 19:30 Uhr– – –  „Mas­ter of the Uni­ver­se”- – –  Film­vor­füh­rung und Dis­kus­si­on mit Stef­fen Hen­ke und Rai­ner Voss – – –  Ort: Capi­tol, Mühl­str. 16, 37213 Wit­zen­hau­sen Web­sei­te: http://www.capitolkino.de Tele­fon: (05542) 71 864 – – –  Wup­per­tal, 18. bis 20. Novem­ber 2016– – –  Jah­res­fei­er HUMANE WIRTSCHAFT– – –  Vor­trä­ge, Work­shops und Begeg­nun­gen von Lesern, Auto­ren und Refe­ren­ten unter ande­ren mit: Prof. Felix Fuders, Uwe Lüb­ber­mann, Andre­as Neu­kirch, Tho­mas…

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4. Intern. Kon­fe­renz über Sozi­al- und Ergän­zungs­wäh­run­gen – Ver­an­stal­tungs­hin­weis der Redak­ti­on

4. Inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz über Sozi­al- und Ergän­zungs­wäh­run­gen, Bar­ce­lo­na, 10. Bis 14. Mai 2017 – – – Die HUMANE WIRTSCHAFT ist 2017 bei die­sem inter­na­tio­na­lem Kon­gress ver­tre­ten – – – Die bis­he­ri­gen Kon­gres­se: 2012 Split, Kroa­ti­en u. a. mit Mar­grit Ken­ne­dy – – – 2013 Den Haag, Nie­der­lan­de – – – 2015 Bahia-Sal­va­dor, Bra­si­li­en – – – 2017 Bar­ce­lo­na, Spa­ni­en – – – Beim 2. Inter­na­tio­na­len Kon­gress 2013 in Den Haag stell­te der kata­lo­ni­sche Lan­des­be­auf­trag­te für Wirt­schaft, Jor­di Grie­ra fest, dass alle zen­tra­lis­ti­schen Welt­leit­wäh­run­gen, infol­ge eines über Jahr­zehn­te gelau­fe­nen Umver­tei­lungs­pro­zes­ses in der Liqui­di­täts­fal­le steck­ten. – – –  Sei­ner Mei­nung nach gäbe es inner­halb des…

Lagerfeuer beim 3. Sommercamp 2016 0

Vom wei­ßen Fleck zur Insel­kette – Ver­an­stal­tungs­be­richt von Daniela Sal­eth

– – –  ALLE FOTOS VON „UWÄ“ LEDERMANN – Der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein „Frei­wirt­schaft­li­cher Jugend­ver­band Deutsch­land e. V.“ ver­an­stal­te­te 2016 zum drit­ten Mal ein „Som­mer­camp“. Jung und Alt waren auf­ge­ru­fen, ihren Bei­trag zu einer ganz beson­de­ren Ver­an­stal­tung zu leis­ten. Der Ver­ein ist auch Trä­ger des im Auf­bau befind­li­chen „Lern­ort Wup­per­tal“. Aus den Akti­ven des Ver­ei­nes und des Lern­orts bil­de­te sich das Pla­nungs- und Durch­füh­rungs­team der Ver­an­stal­tung. – – –  Am Anfang war das Som­mer­camp 2016 ein wei­ßer Fleck. Na ja, ein biss­chen mehr viel­leicht! Aber tat­säch­lich hat­te sich das Orga­ni­sa­ti­ons-Team zur Auf­ga­be gemacht, die­ses Jahr zwi­schen dem 25. Juli bis zum 7. August so vie­le Räu­me wie…

Wilhelm Schmülling
Wilhelm Schmülling † 26. 3. 17
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Die Frage nach dem Wirt­schafts­sys­tem – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling

– – –  Die Ver­tei­di­ger unse­rer heu­ti­gen Wirt­schafts­ord­nung täu­schen gern mit den Begrif­fen „Markt­wirt­schaft“ oder „Sozia­le Markt­wirt­schaft“ und beschö­ni­gen damit den Kapi­ta­lis­mus, der in der Öffent­lich­keit schon anrü­chig gewor­den ist. Damit die Kapi­ta­lis­mus­geg­ner, deren Ansich­ten hier publi­ziert wer­den, nicht sogleich als Kom­mu­nis­ten dif­fa­miert wer­den, die­nen beson­ders in die­ser Aus­ga­be ganz her­vor­ra­gen­de Bei­trä­ge und Ana­ly­sen zur Erklä­rung eines Wirt­schafts­sys­tems, von dem man eine huma­ne Gesell­schafts­ord­nung unter Bei­be­hal­tung der Markt­wirt­schaft erwar­tet. Uto­pie? Mit­nich­ten! Die Mach­bar­keit wird mit Sta­tis­ti­ken und prä­zi­sen wis­sen­schaft­li­chen Bewei­sen unter­mau­ert. – – –  Doch nicht nur die human­wirt­schaft­li­che Theo­rie ver­ängs­tigt die Prot­ago­nis­ten des Kapi­tals, es ist auch die Rea­li­tät der kapi­ta­lis­tisch ver­frem­de­ten Markt­wirt­schaft,…

Ulrich Grober - Der leise Atem der Zukunft 0

Der leise Atem der Zukunft – Eine Buch­re­zen­sion von Andreas Ban­ge­mann

– – –  Ulrich Gro­ber: „Der lei­se Atem der Zukunft“ – Vom Auf­stieg nach­hal­ti­ger Wer­te in Zei­ten der Kri­se. oekom ver­lag Mün­chen, Juli 2016, Paper­back, 320 Sei­ten, € 19,95 ISBN 978–3–86581–807–2 – – – https://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/der-leise-atem-der-zukunft.html – – –  Ulrich Gro­ber ist ein aner­kann­ter Nach­hal­tig­keits­ex­per­te. Sein Buch „Die Ent­de­ckung der Nach­hal­tig­keit“ gilt eben­so als Stan­dard­werk, wie „Vom Wan­dern“. Im vor­lie­gen­den Werk ver­knüpft er sei­ne bei­den Her­zensthe­men auf beson­de­re Wei­se. Der Autor lässt den Leser auf eine erzäh­le­ri­sche Wan­de­rung gehen, die Lust macht. Lust auf das Wan­dern als Frei­zeit­be­tä­ti­gung, Lust auf das Erschlie­ßen von Städ­ten und Regio­nen zu Fuß, aber vor allem Lust auf das Ent­de­cken…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Frie­den unter Vor­be­halt – Edi­to­rial

– – –  Kein Mensch wird auf die Fra­ge: „Willst Du Krieg?“ ernst­haft mit „Ja!“ ant­wor­ten. Nichts­des­to­trotz herrscht an unzäh­li­gen Orten Krieg. In Euro­pa war die Kriegs­ge­fahr seit dem Zwei­ten Welt­krieg nie grö­ßer als der­zeit. In Deutsch­land ist die „Herr­sche­rin“ über den Kriegs­ap­pa­rat eine Frau mit 7 Kin­dern! Sie ent­sen­det Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten – die Kin­der besorg­ter Eltern – in Kri­sen­her­de auf der gan­zen Welt. Sie unter­stützt die Poli­tik der NATO, die sich klamm­heim­lich von einem Ver­tei­di­gungs­bünd­nis zu einer Kriegs­ma­schi­ne ent­wi­ckel­te. Stän­dig droh­te man Russ­land nach dem Zer­fall der Sowjet­re­pu­bli­ken, es nicht wagen zu sol­len, sei­nen mili­tä­ri­schen Ein­fluss auf die Staa­ten in…