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1 Antwort

  1. Roland Weber sagt:

    Mit Inter­es­se habe ich zur Kennt­nis genom­men, dass die „Huma­ne Wirt­schaft“ mit ihren Arti­keln erkenn­bar dazu über­geht, „Geld und Zin­sen“ nicht nur als abs­trak­te Sys­tem­fra­gen, son­dern als kon­kre­te Aus­wir­kun­gen auf das sozia­le Leben zu begrei­fen. Es ist auch uner­heb­lich, ob man den Kapi­ta­lis­mus mit einem Casi­no, mit Pokern oder mit dem Blut­kreis­lauf ver­gleicht, wie dies im Arti­kel „Ent­we­der Kapi­ta­lis­mus oder Sozia­lis­mus“ dar­ge­stellt wird. Natür­lich muss man die Pho­bie ver­ste­hen, die der real exis­tie­ren­de Sozia­lis­mus aus­ge­löst hat, aber merk­wür­di­ger­wei­se genießt der Kapi­ta­lis­mus trotz unüber­seh­bar desas­trö­ser Ein­flüs­se ein immer noch höhe­res Anse­hen. Es ist wohl in der Tat das Absur­des­te, sich nun an Begriff­lich­kei­ten fest­bei­ßen zu wol­len. Viel wich­ti­ger wäre es ein­mal zu defi­nie­ren, wel­chen Stel­len­wert wir der Geld­wirt­schaft ein­räu­men. Und dazu wäre bei eini­gen Bei­trä­gen sicher­lich noch etwas zu sagen oder zu ergän­zen. Wie­so nimmt man die „Wachs­tums­theo­rie“ nicht ein­mal schär­fer ins Visier? Ich neh­me an, dass die meis­ten Leser auch damit ein­ver­stan­den wären, wenn sich ihr Lebens­stan­dard ein­fach so hal­ten wür­de, wie er gera­de ist. Und ich neh­me auch an, dass in die­sem Sys­tem durch­aus noch Luft, sprich genug Geld vor­han­den ist, um im sozia­len Bereich dann den­noch Ver­bes­se­run­gen zu erzie­len. Dass wir – und damit mei­ne ich vor allem die „Finanz­ex­per­ten“ – das alles nicht gezielt hin­ter­fra­gen, das ist das eigent­li­che Übel. Mit der Beschrei­bung der Zustän­de ist wenig gewon­nen, es kommt dar­auf an, Kon­se­quen­zen zu zie­hen. Wie reich müs­sen Rei­che noch wer­den, damit ein Auf­schrei erfolgt? Dass die Rei­chen in die­sem Sys­tem stets exor­bi­tant rei­cher und die Armen stets ärmer wer­den, ist nicht nur inhu­man und ver­rät letzt­lich alle Wer­te, für die Men­schen angeb­lich ein­tre­ten, son­dern schafft aus­schließ­lich sozia­len Spreng­stoff, der dann irgend­wann ein­mal nicht mehr zu „hän­deln“ ist. Sind die Men­schen für die Finanz­wirt­schaft und eini­ge Sys­tem­ge­win­ner oder die Finanz­wirt­schaft für alle Men­schen da?

    Roland Weber
    Mannheim

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