Info­blatt Boden­wert­steu­er – bun­des­wei­ter Auf­ruf

Die der Grund­steu­er B (auf Bau­land und bebau­tes Land) zugrun­de­lie­gen­den Ein­heits­wer­te sind ver­al­tet und geben ein ver­zerr­tes Bild wie­der. Der Bun­des­fi­nanz­hof hält die Ein­heits­wer­te nicht mehr für ver­fas­sungs­ge­mäß; das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat ange­kün­digt, sich noch in die­sem Jahr mit den Ver­fas­sungs­be­schwer­den zu den Ein­heits­wer­ten zu befas­sen. Bei einem nega­ti­ven Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts droht ein Ein­nah­me­aus­fall für die Kom­mu­nen. Eine schnel­le und unkom­pli­zier­te Reform der Grund­steu­er ist daher drin­gend not­wen­dig. Das vom Bun­des­rat im Novem­ber 2016 gegen die Stim­men von Bay­ern und Ham­burg ein­ge­brach­te Kos­ten­wert­mo­dell – für des­sen Umset­zung die Finanz­mi­nis­ter der Län­der nach eige­nen Anga­ben rund 10 Jah­re benö­ti­gen – wur­de vom 18. Deut­schen Bun­des­tag nicht mehr behan­delt.
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Alle bis­lang von den Finanz­mi­nis­tern geprüf­ten Model­le ein­schließ­lich des Kos­ten­wert­mo­dells hal­ten an einer Besteue­rung sowohl von Grund und Boden als auch der auf­ste­hen­den Gebäu­de fest („ver­bun­de­ne Bemes­sungs­grund­la­ge“). Der Auf­ruf „Grund­steu­er: Zeit­ge­mäß!“ for­dert hin­ge­gen eine rei­ne Boden(wert)steuer, also auf der Basis einer unver­bun­de­nen Bemes­sungs­grund­la­ge.
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Für eine rei­ne Boden­steu­er spre­chen:
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… ihr rei­ner Fis­kal­cha­rak­ter
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Weil bei einer Boden­wert­steu­er die Boden­wer­te in sämt­li­chen Lagen rela­tiv zuein­an­der gleich belas­tet wer­den, kommt es zu kei­nen allo­ka­ti­ven Ver­zer­run­gen. Eine rei­ne Boden­wert­steu­er ist eine rei­ne Fis­kal­steu­er. Sie nimmt Ver­zer­run­gen der gegen­wär­ti­gen Besteue­rung zurück bzw. hält die­se nicht auf­recht. Wegen ihrer zugleich sti­mu­lie­ren­den Wir­kun­gen (sie­he unten) bezeich­net man sie auch als „super-neu­tra­le“ Steu­er.
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… der deut­lich gerin­ge­re admi­nis­tra­ti­ve Auf­wand
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Bei der rei­nen Boden­steu­er ent­fällt die auf­wän­di­ge und wegen Pau­scha­li­sie­rung unzu­läng­li­che Gebäu­de­be­wer­tung. Benö­tigt wer­den ein­zig die Grund­stücks­grö­ße und die Boden­richt­wer­te, die prak­tisch flä­chen­de­ckend vor­lie­gen.
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… die Inves­ti­ti­ons­freund­lich­keit der Boden­steu­er
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Grund­stücks­ei­gen­tü­mer wer­den bei der Bebau­ung ihres Grund­stücks und bei Sanie­rung oder Aus­bau ihrer Gebäu­de nicht durch eine höhe­re Grund­steu­er belas­tet. Auf bau­rei­fe, aber unbe­bau­te oder unter­ge­nutz­te Grund­stü­cke wür­de ein sanf­ter Inves­ti­ti­ons­druck aus­ge­übt wer­den.
– - – mehr online… und hier: www.grundsteuerreform.net

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