Das Geld vom Kopf auf die Füße gestellt – Daniela Saleth

Ste­fan Mekif­fer: „War­um eigent­lich genug Geld für alle da ist“ – - – Buch­re­zen­si­on von Danie­la Saleth – - –
War­um gibt es so viel Armut neben so viel Reich­tum? War­um wir­ken vie­le Men­schen, als hät­ten sie stän­dig Angst? War­um wird uns allen die Zeit immer knap­per? Und was hat Geld mit all­dem zu tun? Auf den Spu­ren solch gro­ßer Fra­gen ent­larvt Ste­fan Mekif­fer erfolg­reich auf nur 304 Sei­ten die kom­ple­xen Zusam­men­hän­ge zwi­schen unse­rem herr­schen­den Wirt­schafts­sys­tem und der Beschaf­fen­heit der heu­ti­gen Welt. Und fin­det dabei muti­ge Lösun­gen!
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„War­um eigent­lich genug Geld für alle da ist“ ent­stand aus der Moti­va­ti­on her­aus, das Buch zu schrei­ben, das der jun­ge Öko­nom und Phi­lo­soph, Jahr­gang 88, zu Beginn sei­nes Wirt­schafts­stu­di­ums ger­ne selbst gele­sen hät­te. Von den mathe­ma­ti­schen Dog­men, der nor­ma­ti­ven Leh­re und den vie­len For­meln sei­nes Faches ent­täuscht, mach­te er sich am Ende des­sel­bi­gen also selbst auf die Suche und ging ins Zwie­ge­spräch mit den gro­ßen Den­kern und Refor­mern der Mensch­heit: Von Aris­to­te­les, Peri­kles und Pla­ton über Gesell, Smith und Keynes zu Eisen­stein, Rif­kin und Paech (letz­te­rer war übri­gens begeis­ter­ter Betreu­er die­ser aka­de­mi­schen Arbeit) – selbst vor Bud­dha und dem Koran mach­te er nicht Halt! Mekif­fer such­te und hör­te nicht auf zu fin­den; das Ergeb­nis sei­ner Arbeit ist ein über­schau­ba­res und kla­res Mosa­ik aus Infor­ma­tio­nen, das einen Über­blick über unse­ren Jetzt-Zustand gewährt, wie wir dort­hin gekom­men sind und wie um Him­mels Wil­len wir da wie­der raus­kom­men – wenn wir es nur wol­len! Denn, so die Über­zeu­gung Mekif­fers, in jedem ein­zel­nen von uns liegt die Kraft zu einem gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Wan­del. Wie? Dafür lie­fert der jun­ge Autor und Akti­vist zahl­rei­che Anre­gun­gen.
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Den Lesern der HUMANEN WIRTSCHAFT wer­den vie­le die­ser Lösungs­an­sät­ze nicht fremd vor­kom­men, im Gegen­teil: Mekif­fer schlägt ein Drei-Schrit­te-Pro­gramm aus Frei­geld, Bedin­gungs­lo­sem Grund­ein­kom­men und res­sour­cen­ge­deck­ter Wäh­rung vor und begeis­tert für Wald­gärt­nern, Schenk­wirt­schaft, Nach­bar­schafts­hil­fe, regio­na­les Wirt­schaf­ten und Pil­ze (ja, Pil­ze!). An den Homo Oeco­no­mi­c­us und Dar­wins ewi­gen Wett­streit glaubt er ent­spre­chend nicht und belegt statt­des­sen anhand vie­ler Bei­spie­le, inwie­fern Koope­ra­ti­on und Reso­nanz die wah­ren Stär­ken eines gesun­den Orga­nis­mus sind und wie man die­se Prin­zi­pi­en auf die Wirt­schaft über­tra­gen kann.

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