Bundestagswahl 2017 – Eine Analyse

Trans­for­ma­ti­on von Wirt­schaft und Gesell­schaft – Sind Wei­chen­stel­lun­gen erkenn­bar? Was steht in den Par­tei­pro­gram­men? Eine Ana­ly­se von Andre­as Ban­ge­mann
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Alle vier Jah­re stel­len die Wahl­be­rech­tig­ten in Deutsch­land ihren Bun­des­tag zusam­men und sor­gen für die Poli­tik der Zukunft. In ers­ter Linie geschieht das über die Wahl der zuge­las­se­nen Par­tei­en. Mit der soge­nann­ten Zweit­stim­me wählt man eine Par­tei und ent­schei­det damit maß­geb­lich über die Sitz­ver­tei­lung im Deut­schen Bun­des­tag. In der Erst­stim­me per­so­na­li­siert man sei­ne Wahl mit einer Kan­di­da­tin, bzw. einem Kan­di­da­ten aus dem Wahl­kreis, in dem man wohnt. Dabei könn­ten es theo­re­tisch par­tei­lo­se Kan­di­da­ten schaf­fen, die meis­ten Stim­men zu errei­chen und den Ein­zug in den Bun­des­tag schaf­fen. Doch das gelang in der Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nur drei Bewer­bern bei der ers­ten Wahl im Jah­re 1949. Seit­her ent­stamm­ten alle Erst­stim­men­ge­win­ner von einer Par­tei, die durch die Zweit­stim­me im Bun­des­tag ver­tre­ten war.
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Eine Sperr­klau­sel, die soge­nann­te 5%-Hürde, erschwert klei­nen und neu gegrün­de­ten Par­tei­en den Ein­zug in den Bun­des­tag. Ein­zel­per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen for­dern seit lan­gem eine Refor­mie­rung des Wahl­rechts, sowie eine Stär­kung der Chan­cen von Volks­ent­schei­dun­gen, um Volks­ver­tre­tun­gen dyna­mi­scher und plu­ra­lis­ti­scher zu gestal­ten und der zuneh­men­den Poli­tik­ver­dros­sen­heit ent­ge­gen­zu­wir­ken. Das wie­der­um schei­tert regel­mä­ßig an den gewähl­ten Par­tei­en und den dar­aus ent­ste­hen­den Macht­kon­stel­la­tio­nen. Gemäß Arti­kel 21 des Grund­ge­set­zes der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land wir­ken Par­tei­en bei der poli­ti­schen Wil­lens­bil­dung des Vol­kes mit. Bei der Bun­des­tags­wahl 2013 blie­ben rund 7 Mil­lio­nen der abge­ge­be­nen Stim­men (16%) für Par­tei­en, die die 5%-Hürde nicht über­wan­den, ohne Ein­fluss auf die Zutei­lung der Man­da­te. Eben­falls ohne Rele­vanz für die Zusam­men­set­zung des Abge­ord­ne­ten­hau­ses und der nächs­ten Regie­rung sind prin­zi­pi­ell die Stim­men der Nicht­wäh­ler. Vor­aus­sicht­lich wer­den von den 61,5 Mil­lio­nen Wahl­be­rech­tig­ten 30 %, somit knapp 20 Mil­lio­nen Men­schen, nicht zur Wahl gehen.
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