Kategorie: Archiv 2014

(c) Martin Bangemann 0

Inclusive Capitalism – Wie sich der Finanzsektor die Welt unterwirft – Wolfgang Berger

1914 am Vor­abend des 1. Welt­kriegs ent­sprach die Ver­tei­lung der Geld­ver­mö­gen unge­fähr der von 2014: 10 % der Bevöl­ke­rung war im Besitz von 90 % der Geld­ver­mö­gen. Ins­ge­samt waren sie sie­ben mal so hoch, wie die Wirt­schafts­leis­tung eines Jah­res. 2010 lag die­ser Fak­tor bei 5,5 %, Ten­denz wei­ter anstei­gend. [ermit­tel­te Tho­mas Piket­ty in sei­nem Buch „Kapi­tal des 21. Jahr­hun­derts“] Roger Mar­tin du Gard, Autor des Wer­kes „Die Thi­baults“ lässt sei­nen Hel­den zum 1. Welt­krieg sagen: „Nie zuvor ist die Mensch­heit so tief ernied­rigt, ihre Intel­li­genz so rück­sichts­los unter­drückt wor­den“. Der Schwei­zer Pro­fes­sor Marc Ches­ney zeigt auf, wie das Demo­kra­tie­ver­sa­gen nach dem 1.…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

TTIP und TiSA – Boulevard Potemkin – Editorial

Klein­stadt pflas­tert Zebra­strei­fen mit Car­ra­ra-Mar­mor! Sport­hal­len, Bäder und öffent­li­che Ein­rich­tun­gen auf Groß­stadt­ni­veau! Unvor­stell­bar? Ich hat­te das Glück in einer sol­chen Gemein­de auf­wach­sen und zur Schu­le gehen zu dür­fen. Das schwä­bi­sche Sin­del­fin­gen in den 1970ern. Dort ist das welt­weit größ­te Werk der Daim­ler AG ange­sie­delt. Umge­rech­net 140 Mil­lio­nen Euro betru­gen 1972 die jähr­li­chen Gewer­be­steu­er­ein­nah­men der Stadt. Es wur­de gebaut „auf Teu­fel komm raus“. Ver­ei­ne wur­den mit Sport­stät­ten und Bade­zen­tren ver­wöhnt, weil die Gemein­de förm­li­ch im Geld­schwamm. In den 80er-Jah­ren begann die Wen­de, nicht nur für Sin­del­fin­gen. Heu­te, 40 Jah­re spä­ter, muss die Stadt mit rund 55 Mil­lio­nen Euro Steu­er­ein­nah­men aus­kom­men. Daim­ler…

0

Willkommen in der Plutokratie – Norbert Rost

30 Mil­lio­nen Dol­lar Kopf­geld darf Jose­ph Resch von der Wif­ka Kapi­tal­dienst­leis­tun­gen GmbH für den­je­ni­gen aus­lo­ben, der ihm sagt, wer das malay­si­sche Flug­zeug MH17 über der Ukrai­ne abge­schos­sen hat. Die Geld­ge­ber sind unbe­kannt. Berich­ten darf dar­über zuer­st: Die deut­sche Wirt­schafts­zei­tung „Capi­tal“. Nun ja: Bei der Sum­me ist das nur kon­se­quent. Ver­wun­der­li­ch ist aller­dings: Wo sind wir hin­ge­ra­ten? Kopf­geld­jä­ger! Das erin­nert irgend­wie an Star Wars oder Wing Com­man­der: Pri­va­teer, aber doch nicht an das rea­le Leben, oder? Man fragt sich unwill­kür­li­ch, ob die Staats­ge­walt schon so fra­gil ist, dass kei­ne Poli­zei mehr in der Lage ist, sol­ch einen kriegs­ent­schei­den­den Kri­mi­nal­fall auf­zu­klä­ren, ohne…

0

Meinung als Ware – Buchbesprechung von Andreas Bangemann

Man ahn­te es. Ein­deu­ti­ger belegt als in die­sem Buch wur­de es sel­ten. Wo wirt­schaft­li­che Inter­es­sen domi­nie­ren, wird mit allen Mit­teln ver­sucht, das Urteil von Poli­tik und Kon­su­men­ten zu beein­flus­sen. „Genießt das Leben“, „Wir wol­len Euer Bes­tes“, „Kauft unse­re Pro­duk­te!“, lau­ten die unter­schwel­li­gen Bot­schaf­ten, für die Mas­sen der Men­schen, die dem Rau­chen ver­fal­len sind. Die Tabak­in­dus­trie kämpft seit jeher um ihr Image. Im unter­neh­me­ri­schen Umfeld des blau­en Duns­tes trifft man dar­um auf die größ­te Erfah­rung im Umgang mit einer kri­ti­schen Öffent­lich­keit. Die Metho­de, die bis zum heu­ti­gen Tage erfolg­reich ange­wen­det wird, lau­tet „Pro­duk­ti­on und Ver­mark­tung von Zwei­fel“. Wis­sen­schaft­li­ch erar­bei­te­ten Erkennt­nis­sen, bei­spiels­wei­se…

Das internationale Bündnis „Stop TTIP“ will vor dem vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die EU-Kommission vorgehen. Die hatte eine Registrierung der EBI im September aus formalen Gründen abgelehnt. Foto: Pat Christ
Foto: © Pat Christ
0

Trojanisches Pferd TTIP – Pat Christ

Künf­tig soll er supra­na­tio­nal orga­ni­siert wer­den, der Han­del von Waren und Dienst­leis­tun­gen. TTIP heißt das Stich­wort, das seit Mona­ten durch die Medi­en geis­tert. Die Ängs­te sind groß. TTIP, wird ver­mu­tet, treibt einen auf Aus­beu­tung und absur­des Wachs­tum gerich­te­ten Wirt­schafts­pro­zess wei­ter vor­an. Bemer­kens­wert: Der Wider­stand hier­ge­gen führt eine Viel­zahl von Akteu­ren zusam­men. „Unser Bünd­nis gegen TTIP besteht aus mitt­ler­wei­le 80 Orga­ni­sa­tio­nen“, sagt der Ber­li­ner Akti­vist Jür­gen Mai­er. Rei­ne Raff- und Macht­gier steckt hin­ter TTIP, ver­mu­ten die Geg­ner. Sie­ger wer­den wie­der ein­mal Groß­kon­zer­ne und deren Anteils­eig­ner sein. Sie brau­chen immer neue Mög­lich­kei­ten, ihre Gewin­ne zu maxi­mie­ren. Vor allem durch Dere­gu­lie­run­gen und die…

http://shop.humane-wirtschaft.de/Mariana_Mazzucato_Kapital_des_Staates 0

Das Kapital des Staates – Buchrezension von Robert Heinemann

Mari­a­na Maz­zu­ca­to „Das Kapi­tal des Staa­tes – Eine ande­re Geschich­te von Inno­va­ti­on und Wachs­tum“, Ver­lag Ant­je Kunst­mann, Mün­chen, 1. Aufl. (Aug. 2014), gebun­den, 304 Sei­ten, 22,95 €, ISBN 978–3-95614–000-6 Die Auto­rin Mari­a­na Maz­zu­ca­to lehrt als RM Phil­lips Pro­fes­sor in Sci­en­ce and Tech­no­lo­gy Poli­cy an der Uni­ver­si­tät Sus­s­ex und ist Gast­pro­fes­so­rin der Open Uni­ver­si­ty. Sie berät die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on zu Fra­gen wirt­schaft­li­chen Wachs­tums und ist im Vor­stand des renom­mier­ten bri­ti­schen Umwelt-Thinktanks Green Alli­an­ce. In ihrem aktu­el­len Buch weist sie auf eine bis­lang wenig beach­te­te Funk­ti­on des Staa­tes als Unter­neh­mer hin. Am Bei­spiel USA wird gezeigt, dass Inno­va­tio­nen und die mit ihnen…

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:ALLAIS_PN_Maurice-24x30-2001b.jpg 0

Über verdiente und unverdiente Einkommen – Maurice Allais

Mau­rice Allais (1911–2010) wur­de 1988 „für sei­ne bahn­bre­chen­den Bei­trä­ge zur Theo­rie der Märk­te und der effi­zi­en­ten Nut­zung von Res­sour­cen“ mit dem Wirt­schafts­no­bel­preis aus­ge­zeich­net., Foto: (CC-BY-3.0) Stu­dio Har­court, Paris, Quel­le: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:ALLAIS_PN_Maurice-24x30-2001b.jpg „Wir müs­sen die Ver­tei­lung der Ein­kom­men über­den­ken nicht nach ihrer abso­lu­ten Höhe für jeden Ein­zel­nen, son­dern nach ihrer Natur.“ „Der Rück­schritt des öko­no­mi­schen Den­kens Über das abso­lut fun­da­men­ta­le Pro­blem der Ver­tei­lung der Ein­kom­men in einer Märk­te­wirt­schaft (Allais legt Wert auf den Plu­ral, WH) mit pri­va­tem Eigen­tum, gibt es zwei­fel­los einen Rück­schritt im öko­no­mi­schen Den­ken der letz­ten drei­ßig Jah­re im Ver­gleich zum frü­he­ren Den­ken. Die Auto­ren des 19. und der ers­ten…

The Money Boy © Martin Bangemann 0

Korrupte Weltgesundheitsorganisation – Dirk Löhr

Manch­mal ist die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (World Health Orga­ni­sa­ti­on, WHO) schnell. Sehr schnell. Zu schnell. Da wird in Win­des­ei­le eine eigent­li­ch gut beherrsch­ba­re Schwei­ne­grip­pe zur glo­ba­len Pan­de­mie der höchs­ten Warn­stu­fe aus­ge­ru­fen. Wie gut, wenn dann ein Phar­ma­kon­zern Gla­xoS­mith­Kli­ne den pas­sen­den Impf­stoff gera­de im Schrank hat, der dann von den Regie­run­gen die­ser Welt in Mas­sen gekauft wird. Gekauft wur­den offen­bar auch die zustän­di­gen „Wis­sen­schaft­ler“ der WHO – aber von der Phar­ma­in­dus­trie (vgl. Bri­seno 2009). Die Pflicht­bei­trä­ge der Staa­ten rei­chen für eine ange­mes­se­ne Finan­zie­rung der WHO hin­ten und vor­ne nicht aus. Daher wur­de der Phar­ma­in­dus­trie eine Public Pri­va­te Health-Part­ner­schaft ange­bo­ten, die die­se mit Freu­den…

leserbriefe 0

Leser­briefe 06/2014

Zu Hel­mut Creutz’ Bei­trag: „Das Geld für die Zin­sen fehlt in der Wirt­schaft“ HUMANE WIRTSCHAFT 05/2014 Es ist gut, dass sich Hel­mut Creutz die­ses The­mas ange­nom­men hat, da es doch ein wich­ti­ges Kapi­tel von Wachs­tums­zwang und Zins­wir­kung dar­stellt. Das Bei­spiel mit den Metall­stü­cken auf einer Insel ist natür­li­ch sehr platt und betrifft vor­der­grün­dig nur Bar­geld. Die­ses Bar­geld wur­de aber – und das ist der ent­schei­den­de Punkt – gegen eine Schuld­ver­schrei­bung an die Bewoh­ner aus­ge­ge­ben. Der „Frem­de“ wird jedoch kei­nes­falls am Ende des Jah­res alles Geld ein­zie­hen und den­je­ni­gen, der die tat­säch­li­ch feh­len­den Zin­sen nicht zurück­zah­len kann, in den Schul­den­turm wer­fen…

0

Vor­be­rei­tung auf die „Stunde null“ – Sieg­fried Wendt

1. Die aktu­el­le Situa­ti­on Die meis­ten Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler plä­die­ren zur­zeit noch für das Bei­be­hal­ten der aktu­el­len Wirt­schafts­ord­nung, wobei zwei unter­schied­li­che Begrün­dun­gen vor­ge­bracht wer­den. Ent­we­der wird behaup­tet, die jetzt noch vor­han­de­nen Übel wür­den im Lau­fe der Wei­ter­ent­wick­lung die­ser Wirt­schafts­ord­nung ver­schwin­den, oder aber es wird die Mei­nung ver­tre­ten, man müs­se die Übel hin­neh­men, denn sie könn­ten nur ver­mie­den wer­den, indem man zu einer deut­li­ch schlech­te­ren Wirt­schafts­ord­nung über­geht, näm­li­ch zur Plan­wirt­schaft à la DDR. Dane­ben gibt es aber Kri­ti­ker, zu denen auch ich gehö­re, die behaup­ten, die Auf­recht­erhal­tung der aktu­el­len Wirt­schafts­ord­nung lie­ge nur im Inter­es­se einer klei­nen Min­der­heit und es gebe durch­aus eine Alter­na­ti­ve,…

Europarlament 0

Die Per­spek­tiv­lo­sig­keit euro­päi­scher Wirt­schafts­po­li­tik – Edo­ardo Beretta

Kein Öko­nom, Poli­ti­ker, euro­päi­scher Bür­ger, nicht ein­mal die Exper­ten in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka – den Wäh­rungs­kon­kur­ren­ten des geld­ver­ein­ten Euro­pas –, hät­ten vor der Ein­füh­rung des Euro in 2002 das Aus­maß der ent­stan­de­nen Wirt­schafts­di­lem­ma­ta erwä­gen kön­nen. Unreife(re) Mit­glieds­län­der der Euro­päi­schen Wäh­rungs­uni­on (EWU) stürz­ten Euro­pa gleich nach Aus­bruch der glo­ba­len Wirt­schafts- und Finanz­kri­se im Jah­re 2007 in die Schul­den­kri­se. Es mag har­sch klin­gen, aber der Euro (und damit sei­ne Wäh­rungs­leid­ge­nos­sen) haben sich selbst – im Vor­feld sta­tu­ta­ri­sch, im Nach­hin­ein prak­ti­sch – ins Aus kata­pul­tiert. Der hin­ter der Euro­wäh­rung ste­hen­de Gedan­ke ist für­wahr revo­lu­tio­när und bleibt trotz teil­wei­se ähn­li­cher his­to­ri­scher Vor­er­fah­run­gen…

Überwachung 0

„Wis­sen und Gewis­sen – Kom­men­tar von Tris­tan Abrom­eit

„Wis­sen und Gewis­sen – Im Schat­ten­reich der Über­wa­chung“ — Ein Kom­men­tar von Tris­tan Abrom­eit ange­regt durch die Rede von Ili­ja Tro­ja­now in HUMANE WIRTSCHAFT 05/2014 — Wir geben uns leicht der Illu­si­on hin, wonach wir in einer Demo­kra­tie vor den Mecha­nis­men der Unter­drü­ckung, wie sie in Dik­ta­tu­ren prak­ti­ziert wur­den und wer­den, geschützt sind. Wenigs­tens seit den Ent­hül­lun­gen des ehe­ma­li­gen Agen­ten Edward Snow­den, der für den US-Ame­ri­ka­ni­schen Geheim­dienst CIA, NSA und DIA gear­bei­tet hat, soll­ten wir wach gewor­den sein. Aber wir Deut­schen soll­ten nicht nur mit dem Zei­ge­fin­ger in Rich­tung Wes­ten zei­gen, son­dern uns sel­ber an die Nase fas­sen. Als die…

Soli­da­ri­sches Spa­ren und Lei­hen … – Hans-Jörg Schlichte 0

Soli­da­ri­sches Spa­ren und Lei­hen … – Hans-Jörg Schlichte

Das Pro­jekt „Soli­da­ri­sches Spa­ren und Lei­hen“ als Bei­spiel einer Mikro­fi­nan­zie­rung — Geld bestimmt stän­dig unse­ren All­tag. Immer mehr Men­schen haben das Gefühl, einer umfas­sen­den Öko­no­mi­sie­rung und Mone­ta­ri­sie­rung aus­ge­setzt zu sein, die alle Berei­che des Lebens beein­flusst. Was aber macht Geld eigent­li­ch mit uns? Zunächst ist fest­zu­hal­ten, dass Geld ein umfas­sen­des arbeits­tei­li­ges Wirt­schaf­ten erst ermög­licht. Gewöhn­li­ch erhal­ten wir Geld, indem wir eine Leis­tung erbrin­gen. Zu einer ande­ren Zeit und einem ande­ren Ort kön­nen wir dann die­ses Geld in eine für uns gewünsch­te und pas­sen­de Leis­tung tau­schen. Dies wird manch­mal die Trans­port­funk­ti­on des Gel­d­es genannt. Inso­fern ver­bin­det Geld. — ABER! Geld grenzt auch…

Klimaschutz
Foto: © Pat Christ
0

Wo nicht nur die Ren­dite zählt – Pat Christ

Bei imug gibt es Nach­hal­tig­keits­ra­tings zu über 3.200 inter­na­tio­na­len Kon­zer­nen — Hier gibt es mit Tom­my Pie­mon­te einen Volks­wirt, der Bank­an­lei­hen hin­sicht­li­ch ihrer Nach­hal­tig­keit bewer­tet. Umwelt­öko­no­min Imke Mahl­mann beschäf­tigt sich mit der sozi­al-öko­lo­gi­schen Ein­schät­zung von Akti­en­ge­sell­schaf­ten der Auto­mo­bil-, Che­mie- sowie Gesund­heits­bran­che. Spe­zi­al­ge­biet von Sil­ke Strem­lau, Gesell­schaf­te­rin bei der imug Bera­tungs­ge­sell­schaft mit Sitz in Han­no­ver, ist die sozi­al-öko­lo­gi­sche Unter­neh­mens­be­wer­tung für Nach­hal­tig­keits­fonds. — Die evan­ge­li­sche Kre­dit­ge­nos­sen­schaft Kas­sel eG, die Ethik­Bank und GLS-Bank, die Green­peace Umwelt­stif­tung und die Umwelt­bank AG, dies alles sind Kun­den der Gesell­schaft, die seit 1997 Nach­hal­tig­keits­be­wer­tun­gen anbie­tet. Sowohl Unter­neh­men als auch Anlei­hen, Staats­an­lei­hen und Emit­ten­ten fest­ver­zins­li­cher Wert­pa­pie­re wer­den auf…

Jürgen Roth - Der stille Putsch 0

Der stille Putsch – Buch­re­zen­sion von Claus-Dieter Stille

Wie eine gehei­me Eli­te aus Wirt­schaft und Poli­tik sich Euro­pa und unser Land unter den Nagel reißt — Buch­re­zen­si­on von Claus-Die­t­er Stil­le — Dröh­nen­de Pan­zer roll­ten. Stra­te­gi­sch wich­ti­ge Objek­te wur­den besetzt. So gin­gen Put­sche gewöhn­li­ch von­stat­ten. Jür­gen Roth: „Heu­te geschieht der Umsturz geräuschlos.“ — Spä­tes­tens die Finanz­kri­se hät­te doch ein Alarm­si­gnal aus­lö­sen müs­sen. Dafür, dass etwas gründ­li­ch fal­sch läuft. Nicht nur in Euro­pa – vor­nehm­li­ch in den Kri­sen­län­dern Grie­chen­land, Por­tu­gal, Spa­ni­en und Ita­li­en –, son­dern auch im von vie­len Medi­en und Poli­ti­kern so hoch gelob­ten Deutsch­land. — Im Wür­ge­griff der „Dik­ta­tur des Finanz­ka­pi­ta­lis­mus“ — Ist denn nie­man­dem auf­ge­fal­len, dass es…

© Friedrich Hechelmann - www.hechelmann.de 0

Ein Märchen wird erwachsen – Leonie Sontheimer

Ein Mär­chen wird erwach­sen – Leo­nie Sont­hei­mer Vor vier­zig Jah­ren schrieb Micha­el Ende eine Geschich­te, wel­che die kri­sen­haf­te Situa­ti­on unse­rer heu­ti­gen Wachs­tums­ge­sell­schaft erschre­ckend prä­zi­se wie­der­gibt. „MOMO“ ist mehr als ein Mär­chen über die Zeit. Wir kön­nen die Geschich­te auch als meta­pho­ri­sche Erzäh­lung über das herr­schen­de Finanz­sys­tem ver­ste­hen. Ein Film­team möch­te die klei­ne Hel­din und ihre beson­de­ren Fähig­kei­ten in Erin­ne­rung rufen und Gedan­ken über zukunfts­fä­hi­ge Geld­sys­te­me erwe­cken. „Es gibt ein gro­ßes und doch ganz all­täg­li­ches Geheim­nis. Alle Men­schen haben dar­an Teil, alle ken­nen es, aber die wenigs­ten den­ken je dar­über nach. Die meis­ten Leu­te neh­men es ein­fach so hin und wun­dern…

adACTA © 2014 Martin Bangemann 0

Nach ACTA und TTIP: Hello TiSA! – Dirk Löhr

Bekannt­li­ch wur­de ACTA auf­grund der inter­na­tio­na­len Kri­tik gestoppt. Das euro­päi­sch-ame­ri­ka­ni­sche Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP steht aus ähn­li­chen Grün­den auf der Kip­pe. Der neu­es­te Anlauf fir­miert unter dem Namen „TiSA“ („Tra­de in Ser­vice Agree­ment“). Hier­bei han­delt es sich um einen von den USA, der EU und 21 klei­ne­ren Län­dern ver­han­del­ten Ver­trag. Das Ziel besteht in der Besei­ti­gung von Han­dels­hemm­nis­sen im öffent­li­chen Dienst­leis­tungs­sek­tor. Hier­durch, so die offi­zi­el­le Hoff­nung, sol­len sich neue Markt­chan­cen eröff­nen. Nicht anders als bei ACTA und TTIP fin­den die Gesprä­che im Gehei­men statt – offen­bar bereits seit mehr als einem Jahr. Wie­der ein­mal ist die Mit­spra­che der inter­es­sier­ten und betrof­fe­nen Öffent­lich­keit…

Buchvorstellungen 06/2014 0

Buchvorstellungen 06/2014

Link zu Micha­el Belei­tes’ Buch in unse­rem Shop Link zu Jochen Hörischs Buch in unse­rem Shop Link zu Mar­kus Püh­rin­gers Buch in unse­rem Shop Link zu Ger­hard Senfts Buch in unse­rem Shop Buch­vor­stel­lun­gen­Mi­cha­el Belei­tes: „Umwelt­re­so­nanz – Grund­zü­ge einer orga­nis­mi­schen Bio­lo­gie“, Teles­ma-Ver­lag, Treu­en­briet­zen, 2014. 688 Sei­ten, ca. 400 Abbil­dun­gen, 39,80 €, ISBN 978–3-941094–13-0Jochen Höri­sch: „Man muss dran glau­ben – Die Theo­lo­gie der Märk­te“, Wil­helm Fink Ver­lag, Mün­chen, (März 2013), Klap­pen­bro­schur, 132 Sei­ten, 17,90 €, ISBN 978–3-770554–83-6 Mar­kus Püh­rin­ger: „Im Bann des Gel­d­es – Eine Anlei­tung zur Über­win­dung des Kapi­ta­lis­mus.“, pla­net-Ver­lag, Wien, 1. Auf­la­ge 2013, Paper­back, 378 Sei­ten, 18,00 €, ISBN 978–3-902555–40-3…

moneyrun2 © Martin Bangemann 0

Dem Geld Beine machen – Redaktion

Wir set­zen uns für eine Geld- und Boden­re­form ein, die Sil­vio Gesell als ers­ter beschrie­ben hat und die bis heu­te von vie­len Auto­ren, Den­kern und einer Viel­zahl akti­ver Orga­ni­sa­tio­nen wei­ter getra­gen und ent­wi­ckelt wird. Ein wich­ti­ges Instru­ment der Geld­re­form ist die Liqui­di­täts­ab­ga­be, die der Umlauf­si­che­rung des Gel­d­es die­nen soll. Durch die Liqui­di­täts­ab­ga­be wird Geld erst zu „flie­ßen­dem“ Geld und ent­fal­tet sei­ne vie­len Vor­tei­le gegen­über dem bekann­ten Geld, das bereits so vie­le Nach­tei­le offen­bart. Des­halb sind hier ein­mal in über­sicht­li­cher Form die Fol­gen einer Liqui­di­täts­ab­ga­be für Wirt­schaft und Gesell­schaft beschrie­ben. Eine Liqui­di­täts­ab­ga­be auf das Geld: • macht Geld zum neu­tra­len Tausch­ver­mitt­ler. •…

„The Taste of Life“ 0

„The Taste of Life“ – Roland Pfaus

Vie­le den­ken, dass indus­tri­el­le Land­wirt­schaft, Mas­sen­tier­hal­tung, gie­ri­ge Ban­ken und Kon­zer­ne nicht mehr zu stop­pen sind, weil sie ein­fach zu mäch­tig sind. Aber das stimmt nicht. Denn es gibt einen Weg. In dem Doku­men­tar­film „The Tas­te of Life“ wol­len wir von Men­schen erzäh­len, die damit auf­ge­hört haben, sich über Ban­ken, Kon­zer­ne oder Poli­ti­ker auf­zu­re­gen – so berech­tigt das auch sein mag. Sie haben erkannt, dass wir dafür auch gar kei­ne Zeit mehr haben, weil wir son­st auf eine wirt­schaft­li­che und öko­lo­gi­sche Kata­stro­phe zu rasen. Des­halb haben sie ein­fach damit begon­nen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu neh­men. Und haben damit…

Leserbriefe 05/2014 0

Leserbriefe 05/2014

Boden­re­for­me­ri­sches Klein­od im Tes­sin Seit ewi­gen Zei­ten bin ich abon­niert, inspi­riert und begeis­tert von Eurer Arbeit. Ich betreue im Tes­sin ein Gelän­de, wo Men­sch ein­fach und güns­tig Feri­en machen kann. Es han­delt sich um ein Gelän­de, das Kind der Schwei­zer Frei­wirt­schafts-Sze­ne ist, in Stif­tungs­for­mat, damit mit dem Grund und Boden nicht spe­ku­liert wer­den kann: http://meraggia.ch Seit 20 Jah­ren, mei­nem Arbeits­be­ginn hier, beschäf­tigt mich das Geld-Sys­tem, so logi­sch sind die Feh­ler, so unglaub­li­ch, wie wenig auf den Punkt geschaut wird mit kon­struk­ti­ven statt urtei­len­den Schlüsse(l)n. Als Deut­sch-Schwei­zer wuss­te ich nicht, was für tol­le Früch­te in der ita­lie­ni­schen Schweiz wach­sen, aber nicht…

Die Sprache der Blaumeisen – Johannes Heimrath, Lara Mallien 0

Die Sprache der Blaumeisen – Johannes Heimrath, Lara Mallien

Micha­el Belei­tes hat es gewagt, die kata­stro­pha­len Fol­gen des Uran­berg­baus in der DDR öffent­li­ch zu machen: 1988 erschien sei­ne im Unter­grund her­ge­stell­te Doku­men­ta­ti­on »Pech­blen­de«. Nach der Wen­de publi­zier­te er über die Zwangs­kol­lek­ti­vie­rung der Bau­ern in der DDR, deren Fol­gen sich bis heu­te fatal aus­wir­ken. Zehn Jah­re lang war er Säch­si­scher Landes­beauftragter für die Sta­si-Unter­la­gen. Heu­te lebt er auf sei­nem öko­lo­gi­schen Gärt­ner­hof in Blan­ken­stein bei Dres­den und forscht zu einer orga­nis­mi­schen Bio­lo­gie. „Die hohen Rufe über uns in den Bäu­men – das sind die Kern­bei­ßer“, erklärt Micha­el Belei­tes, als er uns am Ende unse­res Rund­gangs den stei­len Tal­hang des klei­nen Flüss­chens…

Ökonomie und Gottesglaube. – Christian Mayer 0

Ökonomie und Gottesglaube. – Christian Mayer

Öko­no­mie und Got­tes­glau­be. Eine Liai­son zwi­schen Teu­fel und Weih­was­ser? – Chris­ti­an May­er – „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will, und stets das Gute schafft.“ Wie­viel doch in Mephis­tos Satz aus Goe­thes Faust steckt, beweist sich die­ser Tage an der Rea­li­tät. Die­ses Wech­sel­spiel – das nicht zuletzt auf Hegel zurück­geht –, dass näm­li­ch das Eine stets das Ande­re mit sich bringt, hat die Wirt­schafts­welt erreicht. Wur­de vor dem gro­ßen Crash 2008 das Hohe­lied des frei­en unab­hän­gi­gen Mark­tes gera­de­zu besun­gen, folgt aus dem dama­li­gen Extrem nun ein ande­res, ent­ge­gen­ge­setz­tes. Zumin­dest mit Bli­ck auf den Sach­bü­cher­markt. Seit…

„Das Geld für die Zinsen fehlt in der Wirtschaft!“ – Helmut Creutz 0

„Das Geld für die Zinsen fehlt in der Wirtschaft!“ – Helmut Creutz

Ähn­li­ch wie das Unge­heu­er von Loch Ness, taucht auch die­se Ver­mu­tung in den Dis­kus­sio­nen übers Geld immer wie­der ein­mal auf. Begrün­det wird sie meist damit, dass ja die Schuld­ner nur die Kre­dit­sum­me gelie­hen und damit kein Geld zur Ver­fü­gung haben, um dar­über hin­aus auch noch Zin­sen zu zah­len. Selbst von Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern wird das manch­mal mit dem Bei­spiel einer Insel ver­mit­telt, auf der es bis­her nur einen Güter­aus­tau­sch gab, bis ein Frem­der erschien und den Bewoh­nern eine bestimm­te Men­ge an Metall­stü­cken als Zah­lungs­mit­tel zur Ver­fü­gung stell­te. – Denn die­se Geschich­te hat­te den Haken, dass der Frem­de die­se aus­ge­lie­he­nen Zah­lungs­mit­tel nach einem…

Dem Problem näher als der Lösung – Jens Brehl im Interview mit Dr. Uwe Krüger 0

Dem Problem näher als der Lösung – Jens Brehl im Interview mit Dr. Uwe Krüger

Wäh­rend in den Medi­en Skan­da­le und Kri­sen an pro­mi­nen­ten Stel­len und zu den bes­ten Sen­de­zei­ten prä­sen­tiert wer­den, man­gelt es meist an Lösungs­vor­schlä­gen. Hart­nä­ckig hält sich der Glau­bens­satz, nur schlech­te Nach­rich­ten sei­en gute Nach­rich­ten. Dem wider­spricht Dr. Uwe Krü­ger, der an der Uni­ver­si­tät Leip­zig Jour­na­lis­tik lehrt. Er pro­mo­vier­te zum The­ma „Netz­wer­ke deut­scher Jour­na­lis­mus-Eli­ten in Poli­tik und Wirt­schaft“ und setzt sich dar­über hin­aus für einen lösungs­ori­en­tier­ten Jour­na­lis­mus ein. „Was ist lösungs­ori­en­tier­ter Jour­na­lis­mus und was kann er leis­ten?“ „Wer den gan­zen Tag nur mit Pro­ble­men kon­fron­tiert ist, sieht bald nur noch schwarz. Der lösungs­ori­en­tier­te Jour­na­lis­mus hat daher sozia­le und öko­lo­gi­sche Inno­va­tio­nen der Zivil­ge­sell­schaft im…

Eine Welt ohne Krieg ist möglich – Ein Kommentar von Wilhelm Schmülling 1

Eine Welt ohne Krieg ist möglich – Ein Kommentar von Wilhelm Schmülling

Eine Welt ohne Krieg ist mög­li­ch – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling – Wer sich nach Frie­den sehnt, berei­te den Krieg vor. Fla­vi­us Vege­ti­us: „Qui desi­de­rat pacem, pra­epa­ret bel­lum.” Seit mehr als 2000 Jah­ren hat die Welt nach die­sem Mot­to gehan­delt. Und was wur­de erreicht? Taci­tus: „Soli­tu­di­nem faci­unt, pacem apel­lant.“ Sie schaf­fen eine Wüs­te und nen­nen das Frie­den. Nach dem mör­de­ri­schen Zwei­ten Welt­krieg war es klar: „Nie wie­der Krieg“. Die Welt war geret­tet. Wir brauch­ten uns nicht für einen neu­en Krieg vor­zu­be­rei­ten – glaub­ten wir. Für eine andau­ern­de fried­li­che Welt waren die Vor­aus­set­zun­gen gut. Das Wort von Taci­tus wur­de nicht…

Wissen und Gewissen – Im Schattenreich der Überwachung – Ilija Trojanow 0

Wissen und Gewissen – Im Schattenreich der Überwachung – Ilija Trojanow

Als ich klein war, wur­de unse­re klei­ne Woh­nung in Sofia ver­wanzt. Im Rah­men einer groß­an­ge­leg­ten tech­ni­schen Akti­on. Der Lei­ter der 3. Unter­ab­tei­lung der II. Abtei­lung der VI. Haupt­ab­tei­lung der bul­ga­ri­schen Staats­si­cher­heit (DeSe), ein Offi­zier namens Pan­te­leew, hat­te vor­ge­schla­gen, eine Rei­he von Mikro­fo­nen in unse­rer Woh­nung zu instal­lie­ren, um die ope­ra­ti­ve Ermitt­lung gegen das ver­däch­ti­ge Objekt G.K.G. (mein Onkel) zu unter­stüt­zen. Die Umset­zung erfolg­te an einem son­ni­gen Früh­lings­tag. Zu die­sem Zweck muss­ten alle Bewoh­ner aus dem Haus ent­fernt wer­den. Der Chef mei­nes Onkels wur­de ange­wie­sen, die­sen auf Dienst­rei­se zu schi­cken (ein Agent hat­te zu über­prü­fen, ob er in den Zug stieg,…

Neue Schriftenreihe zu Alternativer Ökonomie – Rezension von Günther Moewes 0

Neue Schriftenreihe zu Alternativer Ökonomie – Rezension von Günther Moewes

Schrift über „Piket­tys Kri­sen­ka­pi­ta­lis­mus“ Unter der Über­schrift „Öko­no­mi­sches Alpha­be­ti­sie­rungs­pro­gramm“ hat der rüh­ri­ge klei­ne pad-Ver­lag aus Berg­ka­men eine Rei­he von bis­her 15 Titeln her­aus­ge­bracht, in der u. a. auch zwei frü­he­re Auf­sät­ze aus der „Huma­nen Wirt­schaft“ und ein (stark erwei­ter­ter) aus der „Zeit­schrift für Sozi­al­öko­no­mie“ erschie­nen sind. Ziel der Anfang 2012 begon­ne­nen Rei­he ist es, Alter­na­ti­ven zur gän­gi­gen neo­li­be­ra­len Main­stream-Öko­no­mie zu erläu­tern. Ganz im Sin­ne der For­de­rung des im Mai 2014 in den Medi­en ver­brei­te­ten „Inter­na­tio­na­len Mani­fests für eine plu­ra­le­re Öko­no­mie“ von Wirt­schafts­stu­den­ten aus 21 Län­dern. Und weil die Schrif­ten­rei­he sich nicht an rei­che Neo­li­be­ra­le wen­det, sind die anspruchs­vol­len, aber all­ge­mein­ver­ständ­li­chen…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Nicht fassbarer Überfluss – Editorial

oder: war­um viel nie genug ist. Seit Wochen beob­ach­te ich die Rot­bu­che neben unse­rer Ter­ras­se. Sie trägt die­ses Jahr zahl­lo­se Früch­te. Es müs­sen eini­ge Tau­send der drei­kan­ti­gen Nüs­se sein, noch ein­ge­packt in eine höl­zer­ne, durch wei­che Sta­cheln leicht pik­sen­de Hül­le. Jede ein­zel­ne Buch­ecker hat das Poten­ti­al, zu einem pracht­vol­len bis zu 40 Meter hohen Baum zu wer­den. Was für eine ver­schwen­de­ri­sche Fül­le die Natur doch pro­du­ziert! Die Eich­hörn­chen freut der üppig gedeck­te Tisch beson­ders. Ihr Lieb­lings­ge­richt wird als Win­ter­vor­rat an unzähl­ba­ren Stel­len ver­gra­ben. Zwei Drit­tel der Vor­rats­kam­mern fin­det die­ser lie­bens­wer­te Wald­be­woh­ner nie wie­der. Wel­che Ver­schwen­dung! Über­fluss, der zum Segen der…

© Erich Westendarp / pixelio.de 0

Deutsche Bahn AG: Unternehmen Zukunft oder Auslaufmodell auf dem Abstellgleis? – Dirk Löhr

Ist die – 1994 vom dama­li­gen Kanz­ler Kohl initi­ier­te Bahn­re­form ein nach­hal­ti­ges und zukunfts­fä­hi­ges Modell? Kann die not­wen­di­ge Ver­kehrs­wen­de weg vom moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr hier­mit bewäl­tigt wer­den? 20 Jah­re Bahn­re­form geben Anlass zu einer Bestands­auf­nah­me. Fehl­ge­lei­te­te Unter­neh­mens­po­li­tik: Der Tanz um das gol­de­ne Kalb der betriebs­wirt­schaft­li­chen Effi­zi­enz 20 Jah­re Bahn­re­form – und noch sind die Pri­va­ti­sie­rungs­an­stren­gun­gen nicht am Ziel. Noch ist die Deut­sche Bahn AG (DB AG) zu 100 % in der Hand des Bun­des. Aller­dings hät­te sie nie und nim­mer eine Chan­ce, den „Duck-Test“ zu bestehen: „If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck, then…