Kategorie: Ausgabe 02 – 2013

Ratschläge eines Gärtners – Stefan Nold 0

Ratschläge eines Gärtners – Stefan Nold

In dem Film von Hal Ash­by „Wel­co­me
Mr. Chan­ce“ spielt Peter Sel­lers einen
Gärt­ner, der weder lesen noch schrei­ben
kann. Durch Zufall wird er für den
ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten zum wich­tigs­ten
Bera­ter. Sei­ne mit tie­fem Ernst
vor­ge­tra­ge­nen Sprü­che wie „Auf den
Früh­ling folgt der Som­mer, dann der
Herbst und der Win­ter“ wer­den all­seits
als Quel­le tie­fer Weis­heit bewun­dert.
Eini­ge von sol­chen Sprü­chen habe ich
auch auf Lager:
Klu­ge Köp­fe sind Kapi­tal
Unser wirt­schaft­li­ches Den­ken klebt
an mate­ri­el­len Din­gen. Was in den Köp­fen
steckt, taucht in kei­ner Bilanz auf.
Nach dem Krieg hat das in den Köp­fen
vor­han­de­ne Know-How den deut­schen
Wirt­schafts­wun­der-Motor ange­trie­ben.
Damals hat­te Por­tu­gal Gold, Deutsch­land
ein kaput­tes Land. Nach unse­rer
Bilan­zie­rungs­me­tho­de hät­te Por­tu­gal
erfolg­rei­cher sein müs­sen, denn wir
bilan­zie­ren nur Gold, Immo­bi­li­en, Kapi­tal.
Dabei ist es das Know-How, das
auf lan­ge Sicht den Unter­schied macht.
Wenn ein Leh­rer für tau­send Euro Unter­richts­ma­te­ri­al
kauft, damit sei­ne Schü­ler
den Stoff durch eige­ne Anschau­ung
ver­ste­hen, dann ist das Ver­brauch und
damit pfui. Er hät­te auch Süßig­kei­ten
kau­fen kön­nen. Wenn man für hun­dert
Mil­lio­nen eine Stra­ße baut, erscheint
sie für exakt die­sen Betrag als Aktiv­pos­ten
in der Bilanz.

Die „Lösung“ der europäischen Krise – Frank Augustin 0

Die „Lösung“ der europäischen Krise – Frank Augustin

Die soge­nann­te Kri­se ist längst zu
Euro­pas Nor­mal­zu­stand gewor­den.
Umso erstaun­li­cher ist es, wie hart­nä­ckig
sich die Vor­stel­lung von einer
„Lösung“ der Kri­se hält. Von einer
„Lösung“ wird heu­te, so scheint es,
immer dann gespro­chen, wenn eine
Bewäl­ti­gung der Pro­ble­me so wahr­schein­lich
ist, wie vom Blitz getrof­fen
zu wer­den. Dass man Umwelt­pro­ble­me
„lösen“ will, ist ja noch irgend­wie
nach­voll­zieh­bar – auch wenn man sich
kaum vor­stel­len kann, wie es gelin­gen
soll, bei­spiels­wei­se den CO2-Aus­stoß
in kur­zer Zeit mas­siv zu redu­zie­ren
oder mal eben die 126.000 Atom­müll-
Behäl­ter aus dem ein­sturz­ge­fähr­de­ten
Salz­berg­werk Asse zu ber­gen. Aber
gut, rein theo­re­tisch ist das viel­leicht
noch mög­lich.

Selbsterhaltungstrieb des Geldes  mit vernichtenden Folgen – Milorad Krstić 0

Selbsterhaltungstrieb des Geldes mit vernichtenden Folgen – Milorad Krstić

Wer­den heu­te gan­ze poli­ti­sche Sys­te­me
vom Geld­sys­tem vor sich her­ge­trie­ben?
Schafft es eine ver­hält­nis­mä­ßig
klei­ne Eli­te, die pri­vi­le­giert ist, Geld­sys­te­me
zu steu­ern, über Hypo­the­ken
und siche­rungs­über­eig­ne­te Güter den
Rest der Welt­be­völ­ke­rung zu unter­jo­chen?
Leben wir in einer Illu­si­on, die
sich „demo­kra­ti­sche Frei­heit“ nennt?
Oder befin­den wir uns in Wahr­heit in
Gefan­gen­schaft der Geld­sys­te­me und
kön­nen, je nach Leis­tungs­fä­hig­keit,
nur über die Grö­ße unse­rer Gefäng­nis­zel­le
mit­be­stim­men?
Im Volks­mund heisst es häu­fig „Das
wür­de ich für kein Geld der Welt tun“
oder „Käuf­lich ist jeder, es ist nur
eine Fra­ge des Prei­ses.“ Sät­ze wie die­se
sind beein­dru­cken­de Bele­ge wie
weit unser Leben vom Geld bestimmt
wird und dass damit (wie selbst­ver­ständ­lich)
auch unse­re Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten
beein­flusst wer­den.

Negativ- bzw. Minuszins – oder  Zinssenkung durch Umlaufsicherung? – Helmut Creutz 0

Negativ- bzw. Minuszins – oder Zinssenkung durch Umlaufsicherung? – Helmut Creutz

Zin­sen im Minus­be­reich, bis­her eher
als ein Unwort gemie­den, hat­te die FAZ
bereits am 18. Dezem­ber 2012 unter
der Über­schrift „Das Gespenst der nega­ti­ven
Leitzinsen“[1] behan­delt. Inzwi­schen
wur­de das The­ma im in wei­te­ren
Zei­tun­gen auf­ge­grif­fen, bis hin zur
„Neu­en Zür­cher Zeitung“[2], in der man
sich auch an die Ide­en Gesells und des­sen
Vor­schlä­ge zu einer Belas­tung der
Bar­geld­hal­tung erin­ner­te.
Wie kam es
zu die­sen Dis­kus­sio­nen?
Aus­lö­ser waren die Über­an­stie­ge der
von der EZB den Ban­ken ein­ge­räum­ten
Geld­mit­tel, die eigent­lich als Sicher­hei­ten
deren Kre­dit­ge­schäf­te bele­ben
soll­ten. Statt­des­sen aber wur­den die­se
von den Ban­ken bei der Zen­tral­bank in
jenen Bestän­den geparkt, die man unter
dem Begriff „Basis­geld“ zusam­men­fasst.
– Die­ses Basis­geld addiert sich
wie­der­um aus dem Bank­no­ten­um­lauf,
den Min­dest­re­ser­ven und jenen so genann­ten
Ein­la­ge­fa­zi­li­tä­ten, auf denen
die Ban­ken – wenn über­haupt – nor­ma­ler­wei­se
nur ganz gerin­ge Über­schüs­se
zwi­schen­par­ken und das meist nur
über Nacht. Die Min­dest­re­ser­ven dage-
1 sie­he: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/
anlei­hen-zin­sen/geld­po­li­tik-das-gespenst-der-nega­ti­ven­leit­zin­sen-
11996945.html
2 Vgl.: http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/
wirt­schafts­nach­rich­ten/ist-der-mone­ta­ris­mus­wi­der­legt-
1.17937413
gen ent­spre­chen den Zwangs­ein­la­gen,
die von allen Ban­ken bei der Zen­tral­bank
gehal­ten wer­den müs­sen.

Risikotauschhandel (SWAP im engeren Sinn) – Erhard Glötzl 0

Risikotauschhandel (SWAP im engeren Sinn) – Erhard Glötzl

Mit Risi­ko­han­del kann nie­mals Wohl­stand geschaf­fen wer­den. Wenn man das Wesen der SWAP-Geschäf­te offen­legt, indem man den Schlei­er der Kom­ple­xi­tät weg­zieht, wird klar: Die Ein­zi­gen, die letzt­lich dabei dau­er­haft gewin­nen, sind die Ban­ken. War­um? – Dar­um:
SWAPS wer­den von Ban­ken zur Absi­che­rung von Risi­ken ange­prie­sen. Tat­säch­lich geht es dabei in
den meis­ten Fäl­len um nichts ande­res als um den Tausch von einem Risi­ko gegen ein ande­res. Weil man das Wesen die­ser Risi­ko­tausch­ge­schäf­te in Form von SWAPS mit Ban­ken viel­fach noch immer nicht ver­steht, glaubt man in Salz­burg so wie in vie­len ande­ren öffent­li­chen Berei­chen, zukünf­ti­ge Finanz­markt­de­sas­ter ver­mei­den zu kön­nen, indem man auf den Finanz­märk­ten nur mehr sol­che Risi­ko­tausch­ge­schäf­te zur Absi­che­rung von bestehen­den Risi­ken abschließt, die mit dem „Grund­ge­schäft“ zu tun haben. Mit die­ser seri­ös klin­gen­den For­mu­lie­rung fällt man aber
nur auf eine Stra­te­gie der Ban­ken hin­ein, die sich durch die­se For­mu­lie­rung wenigs­tens einen Teil ihres ein­träg­li­chen Geschäf­tes mit dem Han­del von Risi­ken erhal­ten wol­len.

Unter Feuer:  Argentinien kämpft  mit den Geiern – Alicia Rivero 0

Unter Feuer: Argentinien kämpft mit den Geiern – Alicia Rivero

Der Kapi­tän des argen­ti­ni­schen Segel­schul­schif­fes „Libertad“ (Frei­heit) muss sehr über­rascht gewe­sen sein als am 2. Okto­ber 2012 ein gha­nai­scher Jus­tiz­be­am­ter mit einem Beschlag­nah­me­be­fehl
an Bord erschien. Am Vor­tag waren sie ja offi­zi­ell von ein­hei­mi­schen Behör­den emp­fan­gen wor­den.
Die Beschlag­nah­me geschah auf Antrag des Geierfonds[1] NML Capi­tal, der zum Kon­zern des USame­ri­ka­ni­schen Spe­ku­lan­ten Paul Sin­ger gehört. NML Capi­tal hat­te auf dem Sekun­där­markt argen­ti­ni­sche Staats­an­lei­hen auf­ge­kauft und dann an kei­ner der bei­den Schul­de­n­um­struk­tu­rie­run­gen teil­ge­nom­men, die das Land nach der Staats­plei­te von 2001 durch­führ­te. An der ers­ten Umschul­dung (2005), die einen beträcht­li­chen Kapi­tal­schnitt bis zu 70 % vor­sah, betei­lig­ten sich 76 % der Gläu­bi­ger.

([1] Gei­er­fonds: hoch­spe­ku­la­ti­ve Invest­ment­fonds (Hedge­fonds), die Wert­pa­pie­re von Unter­neh­men bzw. Staa­ten, meist auf dem Sekun­där­markt weit unter dem ursprüng­li­chen Wert kau­fen, um spä­ter bei einer Restruk­tu­rie­rung den vol­len Wert plus Zins­sät­ze zu erstrei­ten.)

Nehmt uns nicht  die Luft zum  Atmen! – Wilhelm Schmülling 0

Nehmt uns nicht die Luft zum Atmen! – Wilhelm Schmülling

Wer kennt nicht das beglü­cken­de Gefühl des Tief-Ein­at­mens von tau­fri­scher Mor­gen­luft? Man genießt, wie die küh­le Luft die Lun­gen­bläs­chen erreicht, das Blut mit Sauer­stoff auf­ge­la­den und der Stick­stoff aus­ge­at­met wird. Unter den vie­len Kreis­läu­fen, die den Kör­per durch­pul­sen, spürt man den lebens­lan­gen Kreis­lauf des Blu­tes am deut­lichs­ten, ange­sto­ßen vom Ein­at­men der Luft, der Grund­la­ge allen orga­ni­schen Lebens. Ein Wun­der der Natur. Ange­so­gen von Auf­fri­schungs­sucht,
drängt das Blut in die feins­ten Ver­äs­te­lun­gen der Adern, wäh­rend das Herz den Druck und die Steue­rung über­nimmt. Das alles geschieht unbe­wusst; ein noch grö­ße­res Wun­der.

Überflusswirtschaft – warum wird sie nicht gebändigt? – Siegfried Wendt 0

Überflusswirtschaft – warum wird sie nicht gebändigt? – Siegfried Wendt

1. Fol­gen­lo­se Ein­sich­ten
Schon im Jah­re 1958 schrieb der ame­ri­ka­ni­sche Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler John Ken­neth Gal­braith über die Über­fluss­ge­sell­schaft, und im Jah­re 2004, als er schon 96 Jah­re alt war, erschien sein pro­vo­zie­ren­der Text „The Eco­no­mics of Inno­cent Fraud“. Die deut­sche Über­set­zung erschien schon ein Jahr spä­ter unter dem Titel „Die Öko­no­mie des unschul­di­gen Betrugs – vom Rea­li­täts­ver­lust
der heu­ti­gen Wirt­schaft“. Vic­tor Hugo hat ein­mal gesagt: „Es gibt nichts Mäch­ti­ge­res auf der Welt als eine Idee, deren Zeit gekom­men ist.“ Falls Gal­braith die­sen Satz kann­te, hät­te er ihn ver­mut­lich durch die fol­gen­de Fest­stel­lung ergänzt: Wer jedoch die Idee schon hat, wenn ihre Zeit noch nicht gekom­men ist, braucht viel Trost, um nicht an sei­ner Ohn­macht zu ver­zwei­feln. Denn sei­ne Kern­the­se, dass eine Man­gel­wirt­schaft mit der Zeit zwangs­läu­fig zu einer Über­fluss­wirt­schaft wird, die zu schlim­men Zustän­den führt, wenn sie nicht recht­zei­tig gebän­digt wird, hat bis heu­te kei­ne prak­ti­schen Fol­gen gehabt und wird von der Mehr­heit der Volks­wirt­schaft­ler tot­ge­schwie­gen. Mit dem vor­lie­gen­den Auf­satz soll die­ses Tot­schwei­gen erschwert wer­den – gemäß dem Satz: „Alles ist schon ein­mal gesagt wor­den, aber da nie­mand zuhört, muß man es immer von neu­em sagen.“[1]
([1] André Gide, franz. Schrift­stel­ler , (* 1869, † 1951))

Vor dem dritten Staatsbankrott? – Marc Hansmann 0

Vor dem dritten Staatsbankrott? – Marc Hansmann

Eine Pri­vat­per­son, ein Unter­neh­men oder eine Gebiets­kör­per­schaft nimmt Kre­di­te mit dem Ziel auf, zusätz­li­che Hand­lungs­spiel­räu­me zu gewin­nen. Kon­sum- und Inves­ti­ti­ons­aus­ga­ben kön­nen durch Schul­den­auf­nah­me frü­her getä­tigt und müs­sen nicht erst ange­spart wer­den. Dafür ist ein Preis in Form von Zin­sen an die Bank zu zah­len. Selbst­ver­ständ­lich muss der Kre­dit auch getilgt wer­den. Doch Staat und Kom­mu­nen zah­len fak­tisch ihre Schul­den nicht zurück. Nicht zufäl­lig wird immer nur von der Ent­wick­lung der (Net­to-) Neu­ver­schul­dung gespro­chen, die sich aus der Brut­to­kre­dit­auf­nah­me abzüg­lich der Til­gung errech­net. Der Ein­zel­kre­dit muss natür­lich auch von der öffent­li­chen Hand zurück­ge­zahlt wer­den, aber im Ergeb­nis wird nur umge­schul­det. Die Kre­dit­auf­nah­me in Höhe der Til­gung gilt als gesetzt.

Vom Geld und anderen Gemeingütern – Pat Christ 0

Vom Geld und anderen Gemeingütern – Pat Christ

„Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand“ nennt sich ein Ver­ein, der für die Bewah­rung und Demo­kra­ti­sie­rung aller öffent­li­chen Insti­tu­tio­nen und für die gesell­schaft­li­che Ver­fü­gung über die natur­ge­ge­be­nen Gemein­gü­ter ein­tritt. Was­ser, Bil­dung, Mobi­li­tät, Ener­gie und vie­les ande­re sol­len wie­der demo­kra­tisch kon­trol­liert wer­den. Das ers­te Pro­jekt 2011 war die Kam­pa­gne „Wollt-ihr­wis­sen“ zum Was­ser-Volks­ent­scheid in Ber­lin. Dabei ging es um die Offen­le­gung von PPP-Geheim­ver­trä­gen. Zahl­rei­che GiB-Akti­vis­tIn­nen bekämp­fen vor Ort in ihren Städ­ten und Gemein­den Pri­va­ti­sie­rungs­be­stre­bun­gen. Hier­zu gehö­ren attac-Grup­pen, loka­le Zusam­men­schlüs­se gegen Public Pri­va­te Part­nership (PPP) und gegen die Bahn­pri­va­ti­sie­rung, sowie loka­le Anti­pri­va­ti­sie­rungs­bünd­nis­se. Der Ver­ein selbst ist orga­ni­sa­to­risch und poli­tisch unab­hän­gig.

Die Kraft im Verborgenen – Andreas Bangemann 0

Die Kraft im Verborgenen – Andreas Bangemann

Wup­per­tal im Janu­ar 2012. Ein Künst­ler trat auf die Büh­ne und sag­te: „Ich weiß, dass Sie die Din­ge mögen, die Sie bereits ken­nen – aus die­sem Grund behal­ten wir ja auch die Poli­ti­ker, die da sind und schau­en die Fern­seh­sen­der, die wir haben und wir sagen: ‚Hal­lo, immer das Glei­che, wie gut!‘ … und hier ist noch etwas, was Sie ken­nen: …“ Die Band begann zu spie­len und Arthur Brown, „The God of Hell­fire“, wie er seit den 70er Jah­ren von sei­nen Fans genannt wird, sang das Lied „Don’t let me be misun­ders­tood“. Das geschah in einem Musik-Club in Wup­per­tal. Da war Arthur Brown bereits in sei­nem 70. Lebens­jahr. Es schien para­dox. Einer­seits waren sei­ne Sät­ze eine indi­rek­te Ver­höh­nung sei­nes Publi­kums, denen er damit ja zu ver­ste­hen gab, sie sei­en, wie alle ande­ren Leu­te auf sei­nen nicht enden wol­len­den Tou­ren durch die Clubs die­ser Welt. Offen­bar erleb­te er, dass die Leu­te immer die glei­chen Lie­der von ihm hören wol­len. Ande­rer­seits zele­brier­te er selbst die glei­che Exzen­trik, die er schon über 40 Jah­re zuvor und bis heu­te auf die Büh­ne brach­te, in dem er sich voll­kom­men mas­kiert und mit sei­ner ein­ma­li­gen Stim­me, so vie­le Okta­ven singt, wie es wohl kaum ein ande­rer außer ihm schafft.
„Ich bin nur eine arme See­le mit guten Absich­ten,
Oh Gott, mach, dass man mich nicht miss­ver­steht!“
(Über­set­zung des Refrains von „Don’t let me be misun­ders­tood“)

Reich & Arm © Pat Christ
Foto: © Pat Christ
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Warum die Politik Armut will – Pat Christ

„Logik der Öko­no­mie – Kri­se der Arbeit“ heißt ein Taschen­buch aus dem Jahr 2001, das Franz Seg­bers zusam­men mit Uwe Becker und Micha­el Wie­de­mey­er ver­öf­fent­licht hat­te. Fünf Jah­re spä­ter erschien gemein­sam mit Jür­gen Klu­te „Gute Arbeit ver­langt ihren gerech­ten Lohn.“ Aktu­ell lässt der Theo­lo­ge wie­der mit einem bri­san­ten The­ma auf­hor­chen: „Reich­tum ist gewollt – Armut auch!“ Vor allem mit Stu­die­ren­den dis­ku­tiert Seg­bers dar­über, wel­che Ursa­chen die neue Armut im rei­chen Land Deutsch­land hat. Wachs­tumsideo­lo­gie und unge­zü­gel­ter Fort­schritts­glau­be haben offen­sicht­lich nicht erfüllt, was sie seit jeher ver­spre­chen: Dass es allen Men­schen bes­ser gehen wird, wenn wir nur mehr und immer mehr pro­du­zie­ren. Im Gegen­teil, so Seg­bers: „In Deutsch­land war die Armut prak­tisch bekämpft. Sie war ledig­lich ein Phä­no­men von Rand­grup­pen.“ Vor allem Alters­ar­mut war lan­ge Zeit kein bri­san­tes Pro­blem. Jetzt ist die­se Pro­ble­ma­tik zurück­ge­kehrt.
Was kein Zufall ist. Deutsch­lands Poli­ti­ker ver­zö­ger­ten und ver­lang­sam­ten den sozi­al­po­li­ti­schen Fort­schritt, der sich seit dem 2. Welt­krieg ent­wi­ckelt hat­te, nicht nur, son­dern dräng­ten ihn gera­de­zu zurück. Obwohl die Wirt­schaft in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ste­tig wuchs, kam es plötz­lich wie­der dazu, dass heu­te vie­le Men­schen nach dem Ren­ten­ein­tritt nicht mehr genug Geld zur Ver­fü­gung haben, um ihren Lebens­stan­dard zu hal­ten. Sie müs­sen in schlech­te Woh­nun­gen zie­hen und sich von dem ernäh­ren, was die Tafel­lä­den bie­ten.

Schulden machen, um Zinsen bezahlen zu können – Helmut Creutz 0

Schulden machen, um Zinsen bezahlen zu können – Helmut Creutz

Wie der Staat durch Schul­den­auf­nah­me die Sche­re zwi­schen Arm und Reich immer wei­ter öff­net.

In der Dar­stell­lung sind sowohl die jähr­li­chen Neu­kre­dit­auf­nah­men der Öffent­li­chen Haus­hal­te in Deutsch­land (gel­be Säu­len) als auch die jähr­li­chen Zins­zah­lun­gen in Mrd. Euro (dunk­le Kur­ve) wie­der­ge­ge­ben, zusätz­lich im unte­ren sepa­ra­ten Teil außer­dem die durch­schnitt­li­chen Ertrags-Zins­sät­ze der Ban­ken (= Zins­er­trä­ge in Pro­zent der durch­schnitt­li­chen Bilanz­sum­me). Wie aus dem Ver­gleich mit die­sen Zins­kur­ven deut­lich wird, stie­gen in Fol­ge der Hoch­zins­pha­sen 1974, -82
und -93 jeweils sowohl die Zins­zah­lun­gen als auch die Neu­kre­dit­auf­nah­men des Staa­tes deut­lich an.

Was wäre wenn…? – Anselm Stieber 0

Was wäre wenn…? – Anselm Stieber

Der moder­ne Mensch glaubt an Zah­len, an Sta­tis­ti­ken, an Trends, auch wenn sie falsch sind. Zah­len sug­ge­rie­ren ihm Exakt­heit und damit Sicher­heit. Eine Bin­dung an Zah­len, die ande­re Wer­te­de­fi­ni­tio­nen aus­schließt, ist nicht nur eine
men­ta­le Krank­heit, die sich zur glo­ba­len Seu­che ent­wi­ckelt hat. Die extre­me Fokus­sie­rung unse­res Den­kens auf Zah­len hat eine fata­le Wir­kung: Sie zer­stört unse­re Kul­tur, auch die poli­ti­sche und die wirt­schaft­li­che Kul­tur. Kei­ne Ent­schei­dung, sei sie poli­ti­scher oder wirt­schaft­li­cher, kul­tu­rel­ler oder sozia­ler Natur, wird ohne eine zah­len­mä­ßi­ge Begrün­dung getrof­fen. In der Regel sind es Zah­len zu Kos­ten, also Geld­be­trä­ge. Geld ist aber ein Mit­tel, kein Zweck.

034⁄043"> Darstellung Nr. 034/043 © Helmut Creutz 1

034⁄043">Erläuterungen von Helmut Creutz zur seiner Darstellung Nr. 034043

In der Dar­stel­lung wer­den, bezo­gen auf den Zeit­raum 1950 bis 2010 und den deut­schen Wirt­schafts­raum, den Ent­wick­lun­gen der Geld­ver­mö­gen im obe­ren Teil der Gra­fik die der Ver­schul­dun­gen im unte­ren Teil gegen­über gestellt.
Wie aus den ein­ge­tra­ge­nen nomi­nel­len Mil­li­ar­den­be­trä­gen her­vor­geht, nah­men bei­de Grö­ßen in den 60 Jah­ren auf etwa das 220- bzw. 260-fache zu. Umge­rech­net in Pro­zen­ten des BIP, also gemes­sen an der Wirt­schafts­leis­tung stie­gen sie auf gut
das Fünf­fa­che und erreich­ten 2010, mit Grö­ßen von 320% bzw. 305% des BIP, mehr als das Drei­fa­che der Wirt­schafts­leis­tung! – Die zusätz­lich ein­ge­tra­ge­nen lang­fris­ti­gen Trend­li­ni­en las­sen die Über­ent­wick­lun­gen der Grö­ßen durch den Bör­sen­boom um 2000 eben­so erken­nen wie den nach­fol­gen­den Ein­bruch durch die Finanz­markt-Kri­sen.

Anschnitt (Komp. Martin Bangemann) Original © BirgitH / pixelio 1

Darf’s etwas mehr oder weniger Europa sein? – Johannes Heinrichs

Die aktu­el­le Fra­ge­stel­lung Gleich, ob man die gän­gi­gen Zei­tun­gen liest oder zusam­men­fas­send deren „Pres­se­stim­men“ hört, ob man sich auf Bücher wie das jüngst erschie­ne­ne „Für Euro­pa“ von Dani­el Cohn-Ben­dit und Guy Ver­hof­stadt ein­lässt, ob man poli­ti­sche Bil­dungs­häu­ser, und nicht allein die der Grü­nen besucht, stets schallt einem der Refrain ent­ge­gen: Wir brau­chen mehr Euro­pa. Die Zeit der Natio­nal­staa­ten ist vor­bei. Finanz­mi­nis­ter Schäub­le will eben­falls „mehr Euro­pa“ in Gestalt eines euro­päi­schen Kom­mis­sars, der künf­tig die Haus­hal­te der Mit­glieds­län­der auf ihre Ver­ein­bar­keit mit dem Lis­sa­bon-Ver­trag und den letz­ten Reso­lu­tio­nen mit den rät­sel­haf­ten, nicht gera­de all­ge­mein ver­ständ­li­chen Namen ESF (Euro­päi­scher Sozi­al­fonds) und ESMF (Gesetz zur finan­zi­el­len Betei­li­gung am Euro­päi­schen Sta­bi­li­täts­me­cha­nis­mus)
über­wacht. Stimmt die Rich­tung? Ist sie gar alter­na­tiv­los? Oder haben die Euro-Skep­ti­ker Recht, die in Euro­pa einen bevöl­ke­rungs- und demo­kra­tiefrem­den Moloch, unter der Fuch­tel der inter­na­tio­na­len Hoch­fi­nanz her­an­wach­sen sehen? Haben
fer­ner die Recht, die ein „Euro­pa der Regio­nen“ for­dern, sei­en es die sepa­ra­tis­ti­schen Bestre­bun­gen der Schot­ten, der Kata­la­nen, der Bas­ken, der Fla­men, gar der Bay­ern, sei­en es die­je­ni­gen, die dar­über­hin­aus eine rigo­ro­se Regio­na­li­sie­rung
der Natio­nal­staa­ten anstre­ben – im Sin­ne einer neu­en Klein­staa­te­rei, die in Mit­tel­eu­ro­pa noch gar nicht so lan­ge über­wun­den ist?

Vielfalt © joakant / pixelio.de 0

Die Macht der Vielfalt – Roland Spinola

9. Juli 2008: 250 Men­schen kom­men mit dem Schre­cken davon, als der ICE 518 bei der Aus­fahrt aus dem Köl­ner Haupt­bahn­hof ent­gleist: Der Zug vom Typ ICE-3 fuhr mit Schritt­ge­schwin­dig­keit, als eine Ach­se brach. Seit­dem hat die Bahn alle Ach­sen
des Typs ICE-3 zehn­mal häu­fi­ger unter­sucht als vor­her. Anstatt alle drei Mona­te wur­den die Prü­fun­gen alle drei Wochen durch­ge­führt. Elf neue Ultra­schall­an­la­gen wur­den gekauft und über hun­dert zusätz­li­che Mit­ar­bei­ter geschult. Die­ser erheb­li­che Mehr­auf­wand hat den Bahn­ver­kehr auf den Schnell­stre­cken behin­dert. Stel­len Sie sich für einen Augen­blick
vor, die Bahn hät­te nur einen ein­zi­gen ICE Typ, des­sen hun­der­te Exem­pla­re den gesam­ten ICE-Ver­kehr abwi­ckeln. Zwei­fel­los auf den ers­ten Blick sehr effi­zi­ent: Ein­heit­li­che Ersatz- und Zube­hör­tei­le, ver­ein­fach­te Schu­lung, effi­zi­en­te War­tung. Es sind eine Rei­he von Vor­tei­len denk­bar, die zu erheb­li­chen Kos­ten­ein­spa­run­gen füh­ren kön­nen.

„Lasst uns nicht ohne Alternativen sein… – Wilhelm Schmülling 0

„Lasst uns nicht ohne Alternativen sein… – Wilhelm Schmülling

Nichts kann bes­ser die Auf­ga­be der Zeit­schrift HUMANE WIRTSCHAFT beschrei­ben, als die­ses Zitat von Hen­ry Kis­sin­ger, das wir in einer Wer­bung für Ger­trud Höh­lers Buch „Die Patin“ fin­den. Ange­sichts der täg­li­chen Mel­dun­gen – nicht nur über die Finanz­kri­se – auch über mili­tä­ri­sche Kon­flik­te, ins­be­son­de­re im Nahen Osten, zwei­felt kaum noch jemand, dass wir uns wirk­lich in einer sehr schwe­ren Kri­se befin­den. Offen­sicht­lich trau­en vie­le Bür­ger nicht mehr dem ein­zi­gen Kri­sen-Aus­weg „Wachs­tum“, der von Poli­ti­kern – nicht nur aus dem Regie­rungs­la­ger – gebets­müh­len­ar­tig wie­der­holt wird.

Sparkuh © Uschi Dreiucker / pixelio.de 0

Ketzerische Gedanken zum Thema Zins und Tilgung – Siegfried Wendt

1. Hin­ter­grund der Über­le­gun­gen:
In mei­ner Kind­heit war es für mich selbst­ver­ständ­lich, am Welt­spar­tag mei­ne Spar­büch­se zusam­men mit mei­nem Spar­buch zur Spar­kas­se zu tra­gen, wo der Mann hin­term Schal­ter den Inhalt der Büch­se zähl­te und den Betrag im Spar­buch ein­trug. Sehr gestaunt habe ich, als mir mei­ne Eltern sag­ten, dass das Geld auf dem Spar­buch auto­ma­tisch mehr wird, weil die Spar­kas­se
mir den sog. Zins gut­schreibt. Über den Zin­ses­zins habe ich mich dann jedoch nicht mehr gewun­dert, denn dass der Zins­be­trag, über den ich gestaunt hat­te, zu dem zu ver­zin­sen­den Spar­gut­ha­ben hin­zu­ad­diert wird und im nächs­ten Jahr mit­ver­zinst wird, erschien mir selbst­ver­ständ­lich. Im Mathe­ma­tik­un­ter­richt des Gym­na­si­ums rech­ne­ten wir dann aus, wel­ches Gut­ha­ben aus einem Cent ent­stün­de, wenn die­ser im Jah­re Null, also vor unge­fähr 2000 Jah­ren, zu 4% mit Zin­ses­zins ange­legt wor­den wäre. Man erhält das Ergeb­nis nach der For­mel 0,01*(1+0,04)^2000 €.
Dies ist ein Ver­mö­gen, das dem Wert meh­re­rer Erd­ku­geln aus purem Gold ent­spricht. Obwohl die Absur­di­tät die­ses
rech­ne­risch kor­rek­ten Ergeb­nis­ses offen­sicht­lich ist, sah unser Leh­rer kei­nen Anlass, auf die gesell­schaft­li­chen
Pro­ble­me, die mit dem Zin­ses­zins ver­bun­den sind, ein­zu­ge­hen. Seit dem dama­li­gen Mathe­ma­tik­un­ter­richt sind inzwi­schen eini­ge Jahr­zehn­te ver­gan­gen, in denen ich weder auf Schrif­ten noch auf Per­so­nen gesto­ßen bin, die mich ver­an­lasst hät­ten, über die Pro­ble­ma­tik des Zins­we­sens nach­zu­den­ken. Dies hat sich erst in letz­ter Zeit geän­dert.

Dominoeffekt © Martin Bangemann 0

Das EURO-Desaster – Matthias Elbers

Die Euro­kri­se ist mehr als eine blo­ße Staats­schul­den­kri­se. Es han­delt sich um eine umfas­sen­de Struk­tur­kri­se der Gemeinschaftswährung. Die Poli­ti­ker blen­den die­se Tat­sa­che beharr­lich aus. An der Wäh­rungs­uni­on soll unver­än­dert fest­ge­hal­ten wer­den – kos­te es, was es wol­le. Die­ser Auf­satz zeigt eine von meh­re­ren Ursa­chen der Euro­kri­se auf.[1] Soll­te die Poli­tik mit ihren ver­fehl­ten Ret­tungs­ma­nö­vern fort­fah­ren, dro­hen nicht nur finan­zi­el­le, son­dern auch mas­si­ve poli­ti­sche Ver­wer­fun­gen. Die Euro­kri­se hat das Zeug, die Fun­da­men­te, auf denen unser Gemein­we­sen ruht, zu zer­stö­ren. Die Lage ist ernst: Demo­kra­tie, Recht­staat, Frie­den und wirt­schaft­li­ches Wohl­erge­hen sind in Gefahr.

[1] Es han­delt sich um einen Aus­zug des Auf­sat­zes „Das Euro-Desas­ter – Wie ver­blen­de­te Poli­ti­ker Euro­pa rui­nie­ren und unse­re Demo­kra­tie zer­stö­ren“, wel­chen der Autor auf sei­ner Web­sei­te: www.matthiaselbers.de in vol­ler Län­ge bereit gestellt hat.

Systemfehler © Gerd Altmann / pixelio
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Geld gerechter einrichten – Peter Knauer

Geld ist eine genia­le Erfin­dung. Es ersetzt einen schwie­ri­gen Tausch zwi­schen Ware und Ware durch zwei ein­fa­che Tau­sche: Ware oder Dienst­leis­tung gegen Geld und dann Geld gegen Ware oder Dienst­leis­tung. Zum Bei­spiel ist es schwie­rig für einen Rosen­züch­ter, sei­ne Rosen gegen ein neu­es Auto ein­zu­tau­schen. Die Auto­fa­brik braucht kei­ne Rosen. Oder jemand hat eine Kuh anzu­bie­ten und braucht ein Mes­ser. Wie soll ein sol­cher Tausch zustan­de kom­men? Der Unter­schied zwi­schen dem Wert des Ange­bots und dem Wert der nach­ge­frag­ten Ware ist zu groß. Und selbst wenn die zu tau­schen­den Waren ein­an­der
im Wert ent­spre­chen, ist es noch immer schwie­rig, den Tausch­part­ner auch tat­säch­lich zu fin­den: Hung­ri­ger Schnei­der sucht frie­ren­den Bäcker. Wann friert ein Bäcker?

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Einfach komplex – Andreas Bangemann

Neu­lich habe ich mir über­legt, was wohl wäre, wenn ich mir vor­näh­me, eine Pam­pel­mu­se von einer Anhö­he nahe unse­rem Haus zu wer­fen. Mir war schnell klar, dass alles, was ich pla­nen könn­te, der Ort mei­nes Abwur­fes, der unge­fäh­re Zeit­punkt und viel­leicht noch die Rich­tung wäre, in die ich wer­fen wür­de. Wie genau die Bahn mei­ner Süd­frucht ver­lau­fen wür­de, wüss­te ich so wenig, wie den genau­en Ort, wo sie auf den Boden auf­schlü­ge. Selbst bes­te mathe­ma­ti­sche und phy­si­ka­li­sche Kennt­nis­se wür­den mir nichts hel­fen, denn noch unzäh­li­ge Fak­to­ren, die alle zu berück­sich­ti­gen für einen Men­schen unmög­lich erschei­nen, spie­len wäh­rend und nach mei­nem Abwurf eine Rol­le. Mei­ne Ver­fas­sung am Abwurf­tag, die Stär­ke und Prä­zi­si­on mei­nes Wur­fes, die Wind­ver­hält­nis­se oder mög­li­che uner­war­te­te Vor­komm­nis­se. Ich könn­te einen zufäl­lig vor­bei­flie­gen­den Vogel tref­fen. Oder ein sel­te­nes Insekt, das in der Luft oder am Boden dem nach­gin­ge, wozu die Natur es antrie­be. Ich könn­te auch den zar­ten Wuchs eines jun­gen Bäum­chens tref­fen. Eines, wel­ches womög­lich das Ers­te eines Wal­des sein könn­te, der an genau die­ser Stel­le 50 Jah­re spä­ter für eine Viel­zahl von Pflan­zen und Tie­re die Hei­mat bil­den wür­de.