Kategorie: Ausgabe 06 – 2011

Leserbriefe – 06/2011 1

Leserbriefe – 06/2011

Ihre Mei­nung ist uns wich­tig. Sen­den Sie uns Ihre Fra­gen, Anre­gun­gen oder per­sön­li­che Mei­nun­gen. Bit­te fas­sen Sie sich kurz, um so wahr­schein­li­cher wird die Ver­öf­fent­li­chung. Die Redak­ti­on behält sich vor, Leser­brie­fe ohne Rück­spra­che zu kür­zen.

Geldbezogene Begriffe, Größen und Kreisläufe – Helmut Creutz 0

Geldbezogene Begriffe, Größen und Kreisläufe – Helmut Creutz

„Bei der übli­chen Berech­nung (der Geld­men­ge) addiert man die Men­ge des Bar­gel­des zu dem, was die Men­schen auf ihren Bank­kon­ten und ihren Spar­bü­chern haben. Dann stellt man fest, dass das immer wei­ter wächst, dass der Reich­tum stän­dig zunimmt. Dabei ver­gisst man, dass Bar­geld und Buch­geld etwas fun­da­men­tal Ver­schie­de­nes sind.“ Dass Begrif­fe das Begrei­fen erleich­tern sol­len, besagt eigent­lich schon ihr Name. Bezo­gen auf das Geld hat man jedoch häu­fig den Ein­druck, dass man die­ses Begrei­fen durch Ver­wir­run­gen der Begrif­fe oft unnö­tig erschwert.
Um die Viel­zahl die­ser Begrif­fe rund ums Geld sowie ihre Zusam­men­set­zun­gen und Grö­ßen anschau­li­cher und unter­scheid­ba­rer zu machen, wer­den sie in der Dar­stel­lung 1 mit ihren Bezeich­nun­gen, Bestand­tei­len und nomi­nel­len Euro­wer­ten ver­gleich­bar neben­ein­an­der gestellt, aus­ge­hend von dem Zah­len­ma­te­ri­al der Bun­des­bank und bezo­gen auf die Jah­res-End­be­stän­de in Deutsch­land 2010.

Grundeinkommen und Neues Geld – Susanne Wiest 0

Grundeinkommen und Neues Geld – Susanne Wiest

Mar­grit Ken­ne­dy hat zu einem Arbeits­tref­fen „Grund­ein­kom­men und neu­es Geld“ im August nach Stey­er­berg ein­ge­la­den. „Den Zusam­men­hang zwi­schen die­sen bei­den The­men sehen wir seit län­ge­rer Zeit, aber noch ent­wi­ckeln wir die Argu­men­te für das eine und das ande­re The­ma getrennt. Dabei könn­ten sehr wahr­schein­lich bei­de davon pro­fi­tie­ren, wenn sie im inhalt­li­chen und zeit­li­chen Zusam­men­hang betrach­tet und mit­ein­an­der ver­knüpft wer­den. Wären sie damit auch bes­ser umzu­set­zen? Die­sen Fra­ge­stel­lun­gen wol­len wir nach­ge­hen.“

„Geld ist die wichtigste Infrastruktur“ – Andreas Bangemann 0

„Geld ist die wichtigste Infrastruktur“ – Andreas Bangemann

Mit einem emo­tio­na­len und fak­ten­rei­chen Vor­trag war Prof. Wolf­gang Ber­ger aus Karls­ru­he einer der Garan­ten für eine ganz außer­ge­wöhn­li­che Ver­an­stal­tung zum The­ma „Gesell­schaft im Wan­del – Wirt­schaft neu defi­niert“. Andre­as Popp, der Kopf hin­ter der „Wis­sens­ma­nu­fak­tur“ im nie­der­säch­si­schen Schwe­rin­gen hat­te gela­den und Pia M. Käst­ner, die Lei­te­rin und Mana­ge­rin des Insti­tuts, hat mit aus­ge­zeich­ne­ter Orga­ni­sa­ti­ons­ar­beit maß­geb­lich zum vol­len Erfolg die­ses für vie­le Teil­neh­mer „unver­gess­li­chen Tages“ bei­ge­tra­gen.

Humane Wirtschaft – Anselm Stieber 0

Humane Wirtschaft – Anselm Stieber

Fra­gen wir heu­te Men­schen auf der Stra­ße nach der Grund­la­ge und den Moti­ven unse­res Wirt­schaf­tens, dann wird in aller Regel die Ant­wort lau­ten, das ist das Kapi­tal. In den Köp­fen der meis­ten unse­rer Zeit­ge­nos­sen ist also das Geld das alles bestim­men­de Ele­ment. Mar­kant und knapp brach­te es unlängst Sam Pal­mis­a­no, CEO der gro­ßen IBM mit sei­ner „Road­map to 2015“ zum Aus­druck: „Earnings to dou­ble“, lau­te­te sei­ne Bot­schaft. Die gesam­te IBM-Mann­schaft welt­weit arbei­tet also für eine Ver­dopp­lung des Geld­ein­kom­mens, der Ren­di­ten der Anteils­eig­ner. Das ist heu­te die Regel. Ist das human?

Der Streit um das Wachstum – Walter Hanschitz-Jandl 0

Der Streit um das Wachstum – Walter Hanschitz-Jandl

Für die einen ist es Bedin­gung für Wohl­stand, für die ande­ren zer­stört es die Umwelt: das Wirt­schafts­wachs­tum. Was haben Wohl­stand und Umwelt­zer­stö­rung tat­säch­lich mit dem Wachs­tum zu tun? Die Ant­wort ist ganz ein­fach, mag aber man­chen ver­blüf­fen: über­haupt nichts.

Irland – eine Insel ohne Banken – Daniela Rom 0

Irland – eine Insel ohne Banken – Daniela Rom

Die Iren kön­nen mit einem Kurio­sum in Sachen Crash und Kri­sen­be­wäl­ti­gung auf­war­ten, als Ban­ken wegen Streiks mona­te­lang geschlos­sen wur­den, spran­gen Pubs und Geschäf­te ein.

Kann es Gutes im Schlechten geben? – Pat Christ 0

Kann es Gutes im Schlechten geben? – Pat Christ

0,05 Pro­zent, soviel sol­len Finanz­ti­tel­händ­ler nach dem Wil­len der Kam­pa­gne „Steu­er gegen Armut“ künf­tig für Trans­ak­tio­nen auf­wen­den. 66.000 Men­schen unter­schrie­ben die Kam­pa­gnen­pe­ti­ti­on inzwi­schen. Bis zu 100.000 Unter­schrif­ten will die Evan­ge­li­sche Lan­des­kir­che Bay­ern für eine wei­te­re Peti­ti­on an den G20- Gip­fel im Novem­ber sam­meln. Viel Power wird also mobi­li­siert. Den­noch bleibt die For­de­rung umstrit­ten: Wie sinn­voll und gut ist eine Steu­er auf finan­zi­el­le Trans­ak­tio­nen, die per se sinn­los und schlecht sind?

Lohn des Wartens – Sylke Schröder 0

Lohn des Wartens – Sylke Schröder

Ange­sichts der zuneh­men­den Öko­no­mi­sie­rung unse­res Lebens kann es der Wirt­schafts­leh­re nicht mehr selbst­ge­nüg­sam – wie bei Dok­tor Hein­rich Faust – um die Erkennt­nis gehen, was die Welt im Inners­ten zusam­men­hält. Sie muss sich nach Zwe­cken rich­ten, die ihr von Regie­run­gen und Kon­zer­nen vor­ge­ge­ben wer­den. Mone­tä­rer Gewinn ist der hei­li­ge Zweck; Wachs­tum das Mit­tel.

Krisen überwinden – Lösungen finden – Kommentar von Wilhelm Schmülling 0

Krisen überwinden – Lösungen finden – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Die Situa­ti­on ist ein­deu­tig: Die Euro-Zone droht zusam­men­zu­bre­chen. Der Bruch wir­belt Staub auf, der aus zer­brö­sel­ten Spar­an­la­gen besteht, sei­en sie direkt ent­stan­den aus pri­va­ten Ein­la­gen auf dem schlich­tem Spar­buch oder indi­rekt über Ver­si­che­run­gen, Akti­en oder Invest­ments. Angst geht um, weil erst jetzt vie­len Spa­rern bewusst wird, dass bei einem Ban­ken-Zusam­men­bruch auch auf die Spar­ein­la­gen zuge­grif­fen wer­den könn­te. Des­halb ist die Poli­tik bemüht, die Ban­ken mit neu­en Regeln zu sta­bi­li­sie­ren; wenn das nicht fruch­tet, auch mit Finanz­sprit­zen aus Steu­er­mit­teln. Ein sol­ches Vor­ge­hen hat bei den Mil­li­ar­den­sum­men Aus­wir­kun­gen auf den Bun­des­haus­halt, was einem Vaban­que­spiel gleicht.

Goldene Zahnräder, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Die Wirkung der Geldumlaufsicherung auf die Zinssätze – Helmut Creutz

In gesät­tig­ten und infla­ti­ons­frei­en Markt­la­gen kann es damit – wie hier dar­ge­stellt – selbst im lang­fris­ti­gen Bereich zu Absen­kun­gen der Gut­ha­ben­zin­sen gegen null kom­men, wäh­rend dies bei den kürz­er­fris­ti­ge Ein­la­gen schon vor­her der Fall ist. Das heißt, die oft hin­ter­frag­te Umlauf­si­che­rung für die Sicht­gut­ha­ben ergibt sich auto­ma­tisch.

EU-Flagge, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Klitzekleiner Geldregen – Pat Christ

Noch ist sie nicht recht­lich fixiert. Doch zwei von drei Hür­den sind inzwi­schen genom­men. Nach­dem sich das Euro­pa­par­la­ment am 8. März die­ses Jah­res für eine Finanz­trans­ak­ti­ons­steu­er aus­ge­spro­chen hat, stimm­te auch die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on Ende Sep­tem­ber der Ein­füh­rung die­ser Steu­er im Jahr 2014 zu. Nun muss noch der Euro­päi­sche Rat ent­schei­den, ob und, wenn ja, in wel­chem Maße er den Finanz­sek­tor an der Bewäl­ti­gung der Kos­ten der glo­ba­len Kri­sen betei­li­gen
will.

Wer die Menschen hasst, wird das Geld lieben – Wolfgang Berger 0

Wer die Menschen hasst, wird das Geld lieben – Wolfgang Berger

Ein Nach­wort auf: „Die Finanz­welt auf der Tita­nic: Tan­zen solan­ge die Musik spielt“
Die Reso­nanz auf sei­nen Tita­nic-Arti­kel in Heft 05/2011 der HUMANEN WIRTSCHAFT (Tan­zen solan­ge die Musik spielt) war so gewal­tig, dass Prof. Dr. Wolf­gang Ber­ger erschro­cken ist. War­um sagt er hier.

Griechenland Paket © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 1

Griechenland braucht Regiogeld – Eckhard Behrens

Ein natio­na­les Zah­lungs­mit­tel par­al­lel zum Euro!?
Grie­chen­land braucht Regio­geld, um die regio­na­le Wirt­schaft zusätz­lich anzu­trei­ben – ohne neue Aus­lands­schul­den und ohne aus­län­di­sche Zuschüs­se. Mehr Umsät­ze durch ein umlauf­ge­si­cher­tes Regio­geld wür­den zu mehr Beschäf­ti­gung, weni­ger Sozi­al­aus­ga­ben und mehr Steu­er­ein­nah­men füh­ren.

Eisschirmchen, © Martin Bangemann, Kontakt über http://bestmoose.de 0

Editorial: Von Schirmchen und Paketen – Andreas Bangemann

Mit dem Euro­päi­schen Sta­bi­li­täts­me­cha­nis­mus (ESM), der zunächst mit rund 700 Mil­li­ar­den Euro aus­ge­stat­tet wur­de, soll die Schul­den­kri­se in Euro­pa beherrscht und den Finanz­märk­ten die Kraft poli­ti­scher Hand­lungs­fä­hig­keit gezeigt wer­den. Direkt kom­men auf jeden Ein­woh­ner in Deutsch­land rund 1.500 € Belas­tung zu. Ein grie­chi­scher Ein­woh­ner hält mit rund 1.100 € zusätz­lich zu bedie­nen­der Staats­schul­den jenen Ret­tungs­schirm, der angeb­lich für ihn auf­ge­spannt wur­de.