Kategorie: Ausgabe 02 – 2011

Leserbriefe – 02/2011 0

Leserbriefe – 02/2011

Wie kom­men wir aus der Kri­se des Geldsystems?
Seit zwei Jah­ren lese ich, ange­regt durch die Ver­öf­fent­li­chun­gen von Mar­grit Ken­ne­dy und Bernd Senf, die HUMANE WIRTSCHAFT. Ich hat­te mir erhofft, dass Ihre Zeit­schrift rea­lis­ti­sche Vor­schlä­ge unter­brei­tet, wie wir aus der Kri­se des Geld­sys­tems kommen.

Thomas Seltmann 0

Die ökonomische Logik des Wirtschaftswachstums – Thomas Seltmann

Der Deut­sche Bun­des­tag hat kürz­lich eine Enquete-Kom­mis­si­on „Wirt­schafts­wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät“ ein­ge­setzt. Neben einem neu­en Wohl­stands­in­di­ka­tor als Alter­na­ti­ve zum klas­si­schen Brut­to­in­lands­pro­dukt soll die Kom­mis­si­on auch grund­le­gen­de Fra­gen von Not­wen­dig­keit und Nach­hal­tig­keit wirt­schaft­li­chen Wachs­tums erör­tern. Tho­mas Selt­mann hat zur inhalt­li­chen Beglei­tung und Bera­tung der Kom­mis­si­on eine „Wis­sen­schaft­li­che Arbeits­grup­pe nach­hal­ti­ges Geld­sys­tem“ gegrün­det und kom­men­tiert in die­sem Bei­trag die Aus­gangs­fra­ge. Die Arbeits­grup­pe ist offen für inhalt­li­che Bei­trä­ge und für eine kom­pe­ten­te und kon­ti­nu­ier­li­che Arbeit noch auf Unter­stüt­zung auch finan­zi­el­ler Art angewiesen.

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Wie Zerstörung von Sachkapital dem Finanzsystem in die Hände spielt – Felix Fuders

Am 27. Febru­ar 2010 beb­te die Erde in Chi­le drei Minu­ten lang mit der Stär­ke von 8,8 auf der Rich­ter-Ska­la und ver­wüs­te­te gan­ze Land­stri­che. Das Beben war über eine Län­ge von 2000 Kilo­me­tern zu spü­ren. Am schlimms­ten betrof­fen war die Regi­on um die Küs­ten­stadt Con­cep­ción. Gebäu­de, die das Beben über­stan­den hat­ten, wur­den durch den nach­fol­gen­den Tsu­na­mi weg­ge­schwemmt. Obwohl wie durch ein Wun­der nur 500 Men­schen ums Leben kamen, hat das fünft­stärks­te jemals regis­trier­te Erd­be­ben gemes­sen in US-Dol­lars Schä­den in Mil­li­ar­den­hö­he hin­ter­las­sen. Den­noch gibt es auch Gewin­ner des Erd­be­bens: Die Finanz­wirt­schaft. War­um dies so ist, soll im Fol­gen­den erklärt werden.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:ALLAIS_PN_Maurice-24x30-2001b.jpg 0

Nobelpreis für Geld- und Bodenreformer Maurice Allais – Walter Hanschitz-Jandl

Im Jahr 1988 erhielt der Fran­zo­se Mau­rice Allais den Wirt­schafts-Nobel­preis. In sei­nem preis­ge­krön­ten Werk „Wirt­schaft und Zins“ tritt Allais für eine Geld- und Boden­re­form ein, wie sie auch von Sil­vio Gesell und der Frei­wirt­schafts­be­we­gung gefor­dert wird. Am 9. Okto­ber 2010 starb er im Alter von 99 Jahren.

Räderwerk © Pat Christ
Foto: © Pat Christ
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Rekommunalisierung – Die Chancen stehen einmalig gut – Pat Christ

Immer mehr Bür­ger set­zen sich für den Rück­kauf pri­va­ti­sier­ter Dienst­leis­tun­gen ein. Bevor Güter der Daseins­vor­sor­ge im ver­meint­li­chen „Räder­werk der Frei­heit“ voll­ends zer­rie­ben wer­den, for­dern Bür­ger sie zurück in öffent­li­cher Hand.

Wilhelm Schmülling 0

Sind erfolgreiche Revolutionäre auch erfolgreich beim Aufbau demokratischer Strukturen? – Wilhelm Schmülling

Weit­ab vom Gesche­hen erle­ben wir zur­zeit den Über­gang eines auto­ri­tä­ren Regimes zur Demo­kra­tie. Aus dem Cha­os der Revo­lu­ti­on for­miert sich zunächst eine vom Mili­tär gesteuerte
Regie­rung, von der man nicht weiß, wer mehr die Geschi­cke Ägyp­tens bestimmt, das Mili­tär oder die amtie­ren­de Regierung.

Geldwäsche © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Geld kann mehr – Norbert Rost

Der Schwer­punkt die­ser Zeit­schrift namens „HUMANE WIRTSCHAFT“ liegt unüber­seh­bar auf dem Geld. Sie kon­zen­triert sich dar­auf, die ver­ti­ka­len Ver­tei­lungs­me­cha­nis­men des Gel­des zu kri­ti­sie­ren: Die Ver­tei­lung von unten nach oben, von Arm zu Reich. Die­se Ana­ly­se geht ein­her mit einer Art Sta­bi­li­täts­kri­tik und führt zu der Erkennt­nis: Unser heu­ti­ges Geld ist sys­tem-imma­nent instabil.

Die­se Erkennt­nis­se sind wich­tig, doch sie soll­ten erwei­tert wer­den. Um dem Zei­tungs­ti­tel gerech­ter zu wer­den, soll­ten wei­te­re Aspek­te in den Fokus rücken. Nicht, um das Haupt­the­ma zu ver­drän­gen, son­dern um die Her­aus­for­de­run­gen auf dem Weg zu einer „huma­nen Wirt­schaft“ deut­li­cher zu machen. Denn Wirt­schaft ist mehr als Geld.

Privates Geldvermögen:  Steigt … und steigt … und … – Fred Schmid 1

Privates Geldvermögen: Steigt … und steigt … und … – Fred Schmid

Nach Anga­ben von Alli­anz Glo­bal Investors
stieg das pri­va­te Geld­ver­mö­gen in
Deutsch­land im ver­gan­ge­nen Jahr auf eine
Höhe wie nie zuvor, auf fast fünf Bil­lio­nen Euro.
Genau: 4.880.000.000.000 Euro.

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Stabiles Geld muss neutral sein – Klaus Willemsen

Nie zuvor gab es so viel Wohl­stand zu ver­tei­len; und den­noch hat das Gros der Men­schen immer weni­ger Spiel­raum, die­sen Reich­tum für ein Leben in Sicher­heit und Har­mo­nie zu nut­zen. Der gren­zen­lo­se Reich­tum Eini­ger geht immer zu Las­ten der Frei­heit aller Übri­gen. Dies gilt für den Wunsch der All­ge­mein­heit, die Erde vor Raub­bau und Kon­ta­mi­nie­rung zu bewah­ren, glei­cher­ma­ßen wie für den Umstand, dass Men­schen trotz flei­ßi­ger und guter Arbeit der Zugang zu Bil­dung, Gesund­heit und krea­ti­ver Frei­zeit ver­wehrt bleibt. Nie zuvor gab es so viel Wohl­stand zu ver­tei­len. Den­noch ver­ur­sa­chen Wirt­schafts­kri­sen zuneh­mend Angst, Ver­un­si­che­rung und Not. Die bekann­ten Lösungs­vor­schlä­ge sind vol­ler Wider­sprü­che. Immer mehr Men­schen wer­den arbeits- bezie­hungs­wei­se erwerbs­los, wäh­rend ande­re zu immer län­ge­ren Arbeits­zei­ten gezwun­gen werden.

Drucktehlerfeufel

Drucktehlerfeufel

Immer wie­der schlei­chen sie sich ein, die­se oft durch „Kopie­ren & Ein­fü­gen“ oder ein­fach durch fal­sche Ein­ga­be ent­stan­de­nen Feh­ler­teu­fel. Man­che sind ja ganz put­zig, aber ande­re kön­nen schon teil­wei­se für gro­ße Ver­wir­rung sor­gen. In unse­rer aktu­el­len Aus­ga­be ist einer auf­ge­taucht den wir hier kor­ri­gie­ren möch­ten: Die Tele­fon­num­mer des Herrn Klaus…

Geldbaum © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Vollgeld – von „Allzweckwaffen“ und „blinden Flecken“ (Teil 2) – Dirk Löhr

Zwei­ter und letz­ter Teil des Bei­tra­ges von Dirk Löhr über den Ver­such einer Klä­rung der Kon­tro­ver­se zwi­schen Hel­mut Creutz und den Auto­ren der „Mon­eta­ti­ve“. Dabei ging es ein­mal mehr um das The­ma „Geld­schöp­fung“.

Fünf vor Zwölf © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 2

Sind erfolgreiche Revolutionäre auch erfolgreich beim Aufbau demokratischer Strukturen? – Kommentar von Wilhelm Schmülling

Weit­ab vom Gesche­hen erle­ben wir zur­zeit den Über­gang eines auto­ri­tä­ren Regimes zur Demo­kra­tie. Aus dem Cha­os der Revo­lu­ti­on for­miert sich zunächst eine vom Mili­tär gesteu­er­te Regie­rung, von der man nicht weiß, wer mehr die Geschi­cke Ägyp­tens bestimmt, das Mili­tär oder die amtie­ren­de Regierung.

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Editorial: Keine Freiheit ohne soziale Gerechtigkeit – Andreas Bangemann

Wenn die­ser Tage von den Ereig­nis­sen in Ägyp­ten und den ara­bi­schen Län­dern die Rede ist, dann steht in ers­ter Linie immer das Stre­ben der Bevöl­ke­rung nach Frei­heit und Demo­kra­tie im Lich­te der Bericht­erstat­tun­gen. In Neben­sät­zen und Rand­be­mer­kun­gen wird die schrei­en­de Unge­rech­tig­keit erwähnt, unter der die Men­schen zu lei­den und zu leben haben.