Kategorie: Zahlenspiele

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Sind Sie ein Gewinner im aktuellen Geldsystem?

Der Umver­tei­lungs­ef­fekt durch Zins und Zin­ses­zins ist im ers­ten Moment für vie­le nicht erkenn­bar. Men­schen, die selbst kei­ne Schul­den haben, sehen sich häu­fig außer­halb die­ses Mecha­nis­mus, da sie ja direkt kei­ne Zin­sen bezah­len. Das stimmt so natür­li­ch nicht, denn in allen Prei­sen des täg­li­chen Lebens ste­cken die Zin­sen der ent­spre­chen­den Anbie­ter. Auch der Staat muss sei­ne Steu­ern in einer Höhe fest­set­zen, mit der auch sein eige­ner Schul­den­dienst gewähr­leis­tet bleibt. Die Höhe des Zins­an­teils in den ver­schie­de­nen Prei­sen ist natür­li­ch sehr unter­schied­li­ch und durch­aus nicht unum­strit­ten. Doch Tat­sa­che bleibt: Zin­sen müs­sen erar­bei­tet wer­den Lesen Sie auch: Der Mythos vom „Klei­nen Spa­rer“…

Einkommensgruppen in Deutschland - © Martin Bangemann 0

Einkommen und Einkommensunterschiede – Helmut Creutz

Wie das Jah­res­ein­kom­men des VW-Chefs Win­ter­korn mit rund 17 Mil­lio­nen, hat auch das des BMW-Chefs Reit­ho­fer mit rund 6,2 Mio. kürz­li­ch Schlag­zei­len gemacht. Nicht ohne Grund, denn selbst wenn man die­ses letzt­ge­nann­te Ein­kom­men um den Steu­er-Höchst­be­trag auf 3,4 Mil­lio­nen redu­ziert, liegt es noch beim 86-fachen des ver­füg­ba­ren Ein­kom­mens eines Durch­schnitts-Haus­halts in unse­rem Land, das 2007 bei 40.550 Euro gele­gen hat. Die­ser bereits schwer nach­voll­zieh­ba­re
Unter­schied nimmt jedoch noch erheb­li­ch zu, wenn man – wie Wal­ter Wüllen­we­ber kürz­li­ch im Stern – zum Ver­gleich das Ver­mö­gens­ein­kom­men der Fami­lie Quandt her­an­zieht, die als Haupt­ak­tio­när von BMW im ver­gan­ge­nen Jahr 650 Mil­lio­nen abkas­sier­te und damit das 106-fache des Fir­men­chefs und – eben­falls besteu­ert – mit 370 Mil­lio­nen das 9.140-fache eines Nor­mal­haus­halts erhielt!