Kategorie: Veränderung

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Umweltorganisation „Sea Sheperd“ im aktiven Einsatz für den Grindwalschutz – Pressemitteilung

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auch hier! Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on „Sea She­perd“ im akti­ven Ein­satz für den Grind­wal­schutz Sea She­pherds schnel­ler Tri­ma­ran, die in Aus­tra­li­en regis­trier­te „Bri­git­te Bar­dot“, traf am 17. Juni für die dies­jäh­ri­ge Grind­wal­schutz­kam­pa­gne Ope­ra­ti­on Slep­pid Grin­di­ni im Hafen von Sund (Kom­mu­ne Tórs­havn) auf den Färö­ern ein. Die „Bri­git­te Bar­dot“ wur­de von neun färöi­schen Poli­zei­be­am­ten emp­fan­gen, die aller­dings nicht an Bord gin­gen. Das Schiff und die Crew wur­den ohne Zwi­schen­fall vom Zoll abge­fer­tigt. Die Crew der „Bri­git­te Bar­dot“ tritt damit ihren Platz an der Sei­te des Sea She­pherd– Land­teams an. Neben des­sen Lei­te­rin Rosie Kun­neke aus Süd­afri­ka gehört dem Land­team auch der schot­ti­sche Schau­spie­ler und Co-Lei­ter der Kam­pa­gne Ross McCall an.…

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Bofinger sollte den Notenbanken maßvoll helfen

Bei­trag von Eck­hard Beh­rens, Hei­del­berg Nun hat sich auch ein bekann­ter deut­scher Öko­nom die For­de­rung zu eigen gemacht, das Bar­geld abzu­schaf­fen. Auch er will damit der Noten­bank mehr Spiel­raum für ihre Geld­po­li­tik ver­schaf­fen. Das ist ein sehr berech­tig­tes Anlie­gen. Es ist rich­tig, das Bar­geld wegen sei­ner Hort­bar­keit ins Auge zu fas­sen. Denn die Mög­lich­keit, Bar­geld fast ver­lust­frei auf­zu­be­wah­ren, hat die soge­nann­te Null­zins­schran­ke für den Leit­zins zur Fol­ge; die Noten­ban­ken kön­nen ihre Leit­zin­sen nicht spür­bar in den nega­ti­ven Raum absen­ken, weil die Ban­ken dann Kre­dit zum Leit­zins auf­neh­men und Bar­geld bun­kern (hor­ten). Aber die For­de­rung, das Bar­geld abzu­schaf­fen, „schüt­tet das Kind…

Foto: © Pat Christ
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Warum sie fliehen müssen – Pat Christ

Es ist nicht mehr ganz so viel wie in den Vor­jah­ren, doch noch immer üppig genug: Über 259 Mil­li­ar­den US-Dol­lar erhiel­ten die Land­wir­te in den 34 OECD-Staa­ten 2013 als „finan­zi­el­le För­de­rung“. Allein der EU-Agrar­haus­halt macht aktu­ell bei­na­he 60 Mil­li­ar­den Euro pro Jahr aus. Die Agrar­sub­ven­tio­nen ent­spre­chen damit rund 40 Pro­zent der jähr­li­chen EU-Aus­ga­ben. Wer das Geld erhält, wird nicht ver­ra­ten. Das hat die Agrar­lob­by erfolg­reich ver­hin­dert. Die Agrar­sub­ven­tio­nen ver­zer­ren den Welt­markt und erzeu­gen in afri­ka­ni­schen Län­dern Armut und Hun­ger. „Die Export­sub­ven­tio­nen drü­cken die Prei­se auf dem Welt­markt. Wäh­rend die Gewin­ne der bezu­schuss­ten Kon­zer­ne stei­gen, wer­den Klein­bau­ern welt­weit durch das Export­dum­ping…

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Damit es keine Verlierer gibt – Gerald Hüther

Spie­len ist nicht Ihr Ding? Und Sie kön­nen sich auch nicht vor­stel­len, dem Ern­st des Lebens spie­le­ri­sch zu begeg­nen? Pri­ma, dann bie­te ich Ihnen mit mei­ner Wei­ma­rer Rede die Mög­lich­keit, Ihre Mei­nung zu ändern. Vier Argu­men­te habe ich dazu nach Wei­mar mit­ge­bracht. Ich bin gespannt, mit wel­chem es mir am bes­ten gelingt, Sie zu über­zeu­gen. Ers­tens machen Sie mit Ihrem Gehirn, wann und wo auch immer Sie es zum Den­ken benut­zen, nichts ande­res als eben in Ihren Gedan­ken alle nur vor­stell­ba­ren Mög­lich­kei­ten zur Lösung eines Pro­blems oder zum Errei­chen eines Ziels oder zur Rea­li­sie­rung einer Absicht – durch­zu­spie­len. Bevor Sie…

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In Gemeinschaft für den Wandel – Leonie Sontheimer

In den Sieb­zi­ger Jah­ren ver­fass­te Micha­el Ende sei­nen berühm­ten Roman über die klei­ne Hel­din Momo. Hin­ter einer Mär­chen-Fas­sa­de birgt die Geschich­te eine tie­fe Beschäf­ti­gung mit dem Finanz­sys­tem und sei­nem Ein­fluss auf mensch­li­ches Ver­hal­ten. In die­sen Mona­ten berei­ten fünf Men­schen einen Doku­men­tar­film vor, der Micha­el Endes Kri­tik an einer wachs­tums­be­ses­se­nen Gesell­schaft auf­greift und die Not­wen­dig­keit für einen Wan­del unse­res Geld­sys­tems ver­deut­li­chen soll. Zu die­sem Wan­del gehört auch die Erpro­bung neu­er For­men der Zusam­men­ar­beit. Mit den Metho­den der Gemein­schafts­bil­dung und des Dra­gon Drea­m­ing geht das Film­team ers­te Schrit­te in eine Post­wachs­tums­ge­sell­schaft. Die meis­ten Fil­me ent­ste­hen so: Ein Autor geht mit einer Dreh­buch-Idee…

© Martin Bangemann 1

Experten entdecken umlaufgesichertes Geld

In der inter­na­tio­na­len Pres­se häu­fen sich die kon­struk­ti­ven Bei­trä­ge zu einer Lösung für die der­zei­ti­gen Tur­bu­len­zen. Robert Skidels­ky emp­fiehlt Sil­vio Gesell und „Gestem­pel­tes Geld“ Der bri­ti­sche Wirt­schafts­his­to­ri­ker und bedeu­ten­de Keynes-Bio­gra­ph hat in einem Bei­trag für das Maga­zin „New Sta­tes­man“ dafür plä­diert hin­sicht­li­ch der Lösun­gen im Fal­le Grie­chen­lands über den Vor­schlag von Sil­vio Gesell nach­zu­den­ken. Wie vie­le Exper­ten kon­sta­tiert Skidels­ky eben­falls, dass Grie­chen­land außer­stan­de sein wird, sei­ne Schul­den zu bedie­nen. Die For­de­rung des sieg­rei­chen Bünd­nis­ses „Syri­za“ mit ihrem Chef Alexis Tsi­pras nach einem Schul­den­er­lass befür­wor­tet er. Gleich­zei­tig erin­nert er Deutsch­land dar­an, dass es nach dem 2. Welt­krieg eben­falls von groß­zü­gi­gen Begüns­ti­gun­gen pro­fi­tier­te.…

fingerschnipp_domino © Martin Bangemann 1

Unvorstellbare Entwicklungen eindrücklich dargestellt

Die Ungleich­ver­tei­lung von Geld­ver­mö­gen ist mitt­ler­wei­le unbe­strit­ten. Was man sich häu­fig über­haupt nicht aus­ma­len kann, ist das tat­säch­li­che Aus­maß. Die Sum­men, mit denen in der Finanz­welt jon­gliert wird, ent­he­ben sich der mensch­li­chen Vor­stel­lungs­kraft. Oder kann sich jemand ernst­haft den Unter­schied von 1.000,-€ im Ver­gleich zu einer Mil­li­ar­de Euro vor­stel­len? Mit Hil­fe von Ana­lo­gi­en mit Grö­ßen, mit denen man schon eine Vor­stel­lung ver­bin­det kann man sich zumin­dest ein klein wenig behel­fen: 1.000 Mil­li­me­ter sind 1 Meter, also etwas mehr als ein aus­ge­streck­ter Arm vor dem Kör­per. 1 Mil­lion Mil­li­me­ter sind 1 Kilo­me­ter, eine Ent­fer­nung für die man zu Fuß bei „nor­ma­lem“…

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Davos 2015

1.700 Flug­be­we­gun­gen von Pri­vat­jets am Flug­ha­fen Zürich brin­gen all­jähr­li­ch rund 3.000 Rei­che und Ein­fluss­rei­che ins mon­dä­ne Davos. Beglei­tet wer­den sie von den Resul­ta­ten des ver­gan­ge­nen Jah­res, aus denen her­vor­geht, wie­viel rei­cher und damit ein­fluss­rei­cher sie selbst gegen­über den ande­ren Mil­li­ar­den von Men­schen gewor­den sind, mit denen sie den Erd­ball tei­len. Auch ihr Ein­fluss auf die Ver­än­de­rung des Welt­kli­mas wird ihnen Jahr für Jahr als Daten über­ge­ben, mit dem Resul­tat, dass wir als Mensch­heit unse­rer eige­nen Aus­lö­schung wie­der einen Schritt näher gekom­men sind. Und ewig grüßt das Mur­mel­tier. Nächs­tes Jahr wird man sich wie­der tref­fen, die Daten wer­den noch dra­ma­ti­sche­re Resul­ta­te…

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Das größte Fest der Menschheit

Ein Gedan­ken­spiel Wie wäre es, wenn wir den nächs­ten Sonn­tag zu einem ganz beson­de­ren, glo­ba­len Fest­tag machen? Wir ver­ein­ba­ren, uns in unse­ren Städ­ten, Dör­fern und direk­ten Nach­bar­schaf­ten für die größ­te Par­ty aller Zei­ten zu tref­fen. Wir fei­ern, musi­zie­ren, sin­gen, tan­zen, lachen, essen, trin­ken, spre­chen mit­ein­an­der und ver­ein­ba­ren welt­weit nur eines:    Ab die­sem Tag wer­den alle Schul­den und Geld­ver­mö­gen gestri­chen. Alles Geld wird wert­los und alle auf Geld bezo­ge­nen Ver­trä­ge wer­den hin­fäl­lig. Was wür­de wohl ab dem dar­auf fol­gen­den Mon­tag gesche­hen?      

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Eurobonds – Saurer Apfel

Rund um die »Euro­bonds« ist es auf­fäl­lig ruhig gewor­den. Die Staats­ver­schul­dun­gen in Euro­pa dürf­ten eher nicht klamm­heim­li­ch zurück­be­zahlt wor­den sein. Die­se Ruhe kurz vor der Bun­des­tags­wahl in Deutsch­land kann nicht ver­wun­dern. Doch kaum jemand zwei­felt dar­an, dass die »Euro­kis­te« spä­tes­tens ab Okto­ber geöff­net wird. Die Wahl­kampf­stra­te­gen trau­en sich auch nicht, das zum The­ma zu machen. Die Par­tei­en könn­ten im Grun­de genom­men nur ver­lie­ren, wenn sie sich damit befass­ten und so beißt der­zeit kei­ner in die­sen sau­ren Apfel Lehnt man die Bonds ab, wie die CDU und die FDP das ver­kün­den, sähe man sich nach der Wahl gezwun­gen, das Wort zu bre­chen. Denn die…

Regionale Vielfalt statt globaler „Drohnen-Ökonomie“ – Andreas Bangemann 0

Regionale Vielfalt statt globaler „Drohnen-Ökonomie“ – Andreas Bangemann

Von 23. bis 26. 5. 2013 wur­de Bri­xen zum Mit­tel­punkt der euro­päi­schen Nach­hal­tig­keits­be­we­gung. Die mit „think more about“ beti­tel­te Ver­an­stal­tungs­rei­he hat den Anspruch, sich um aktu­el­le „Kern­fra­gen“ zu küm­mern. Das deu­tet schon das sym­pa­thi­sche Logo des Kon­gres­ses an. Eine Kugel, aus der ein Seg­ment her­aus­ge­schnit­ten ist und Schich­ten, sowie ein unver­sehr­ter gel­ber Kern zu sehen ist.

Die von rund 400 Gäs­ten besuch­te, abwechs­lungs­rei­che Ver­an­stal­tung eröff­ne­te Gün­ther Rei­fer vom Ter­ra-Insti­tut in Bri­xen. Das Mot­to lau­te­te „Die Kunst der Frei­heit“. Gün­ther Rei­fer beton­te, dass der die­ses Jahr zum drit­ten Mal statt­fin­den­de Kon­gress mehr bewir­ke, als rei­ne Wis­sens­ver­mitt­lung. Immer sei­en die­se Tage Aus­gangs­punkt von viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten und ganz kon­kre­ten Pro­jek­ten gewe­sen. So ent­ste­he als Ergeb­nis ver­gan­ge­ner Kon­gres­se im
Süd­ti­ro­ler Vinsch­gau ein Gemein­woh­lÖko­no­mie-Pro­jekt in Zusam­men­ar­beit mit meh­re­ren Gemein­den. Das Ter­ra-Insti­tut und die Freie Uni­ver­si­tät Bozen beglei­ten die­ses Pro­jekt wis­sen­schaft­li­ch. Unter Lei­tung von Frau Prof. Dr. Susan­ne Elsen ist unter ande­rem auch geplant, bei dem Pro­jekt mit einer regio­na­len Wäh­rung zu arbei­ten.

„Wäre das Wirt­schafts­wachs­tum ein Men­sch…

…säße die­ser wegen schwe­rer sozia­ler und öko­lo­gi­scher Ver­bre­chen im Gefäng­nis.“ Helena Nor­berg-Hod­ge, weit­ge­reis­te Auto­rin und Fil­me­ma­che­rin, sorg­te mit ihrer Keyno­te für einen emo­tio­na­len Auf­takt der „Tage der Nach­hal­tig­keit“. Die Trä­ge­rin des Alter­na­ti­ven Nobel­prei­ses berich­te­te, wie welt­weit immer mehr Men­schen das Wirt­schafts­sys­tem als gegen das Leben gerich­tet wahr­neh­men. Viel­falt, als eine Grund­la­ge allen mensch­li­chen und natür­li­chen Lebens wer­de aus Effi­zi­enz­grün­den zer­stört. Es kom­me zu einer Anpas­sung an ein mono­kul­tu­rel­les Modell, bei dem nur noch Kapi­tal­in­ter­es­sen im Vor­der­grund ste­hen. Glo­ba­le Dere­gu­lie­rung und gleich­zei­tig eine immer stär­ke­re regio­na­le Regu­lie­rungs­wut zer­stö­re loka­le Gemein­schaf­ten und ver­ein­sa­me den ein­zel­nen Men­schen.

Eine – wie sie es nennt – „Droh­nen-Öko­no­mie“ zer­stö­re…

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Raus aus dem Teufelskreis!

Schul­den wer­den mit zusätz­li­chen Schul­den bekämpft. Anti­bio­ti­ka-Resis­ten­zen mit neu­en Super-Anti­bio­ti­kas. Pes­ti­zid­re­sis­tent gewor­de­ne Schäd­lin­ge mit noch wirk­sa­me­ren Pes­ti­zi­den. Krank­hei­ten ver­ur­sa­chen­de Medi­ka­men­te mit bis­her nicht da gewe­se­nen und wir­kungs­vol­le­ren Medi­ka­men­ten gegen die Sym­pto­me der neu auf­tau­chen­den Krank­hei­ten. Die­ser Teu­fels­kreis sorgt zuneh­mend für jenes zählba­re Wirt­schafts­wachs­tum, das Poli­ti­ker nahe­zu aller Par­tei­en nach wie vor ganz oben auf der Agen­da ihrer Zukunfts­po­li­tik ste­hen haben. Auf die­se Dumm­heit mit jeweils stär­ke­ren Anfein­dun­gen und Hass­ti­ra­den zu reagie­ren, ent­sprä­che dem in der Ein­lei­tung im Grun­de als sinn­los dar­ge­stell­tem Prin­zip, Pro­ble­me mit Maß­nah­men zu bekämp­fen, die nur wie­der neue und weit grö­ße­re Pro­ble­me zur Fol­ge haben. Solan­ge wir die in…

„Kunst der Freiheit“ als Motto auf den Tagen der Nachhaltigkeit in Brixen 0

„Kunst der Freiheit“ als Motto auf den Tagen der Nachhaltigkeit in Brixen

Von 23. bis 26. Mai 2013 fin­den in Bri­xen die Tage der Nach­hal­tig­keit statt. Die HUMANE WIRTSCHAFT ist mit einem Info­stand ver­tre­ten. Frei für neue Wege und neu­es Den­ken „Die Kunst der Frei­heit“: um die­ses The­ma dre­hen sich die Tage der Nach­hal­tig­keit „think more about“, die vom 23. bis 26. Mai 2013 im Forum Bri­xen und im Bil­dungs­haus Klos­ter Neu­stift statt­fin­den. Dabei sind über 40 Per­sön­lich­kei­ten aus aller Welt, um neue Ansät­ze für eine zukunfts­fä­hi­ge und inno­va­ti­ve Unter­neh­mens­füh­rung und ein nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zu dis­ku­tie­ren. Ver­an­stal­ter des Kon­gres­ses sind Ter­ra Insti­tu­te und das Bil­dungs­haus Klos­ter Neu­stift in Zusam­men­ar­beit mit den Uni­ver­si­tä­ten…

Neue Euroscheine sollen changieren 0

Neue Euroscheine sollen changieren

Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) will nach und nach die 2002 ein­ge­führ­ten Euro­schei­ne gegen neue aus­tau­schen. Den Anfang macht im Mai 2013 die Fünf-Euro-Note. Ein wesent­li­che Ände­rung der neu­en Schei­ne besteht dar­in, dass sie „chan­gie­ren“ sol­len. Das hört sich inter­es­sant an, beson­ders für Befür­wor­ter einer völ­lig neu­en Geld­ord­nung. Im Wort steckt Wan­del, Ver­än­de­rung, Tau­sch. Natür­li­ch sind wir rea­lis­ti­sch genug und wis­sen, dass sich chan­gie­ren in die­sem Fall auf ein neu­es Sicher­heits­merk­mal bezieht. Die Zahl des Wer­tes der neu­en Schei­ne soll sich durch Ver­än­dern des Blick­win­kels auf den Schein in der Far­be ver­än­dern. Immer schon legt die Zen­tral­bank höchs­ten Wert auf die…

Kalender 1913 von Erich Mühsam 1

Kalender 1913 von Erich Mühsam

Bild wiki­pe­dia: Müh­sam wäh­rend sei­ner Lehr- und Wan­der­jah­re, um 1906   Janu­ar: Der Rei­che klappt den Pelz empor, und mol­lig glüht das Ofen­rohr. Der Arme klebt, daß er nicht frier, sein Fens­ter zu mit Pack­pa­pier. Febru­ar: Im Fasching schaut der rei­che Mann sich gern ein armes Mäd­chen an. Wie zärt­li­ch oft die Lie­be war, wird im Novem­ber offen­bar. März: Im Jah­re acht­und­vier­zig schien die neue Zeit hin­auf­zu­ziehn. Ihr, mei­ne Zeit­ge­nos­sen wißt, daß heut noch nicht mal Vor­märz ist. April: Wer Diplo­ma­te wer­den will, nehm sich ein Mus­ter am April. Aus hei­term Blau bricht der Orkan, und nie­mand hat‚s nach­her getan.…

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Geldsystem: 13 ½ Gründe für eine Erneuerung

“Was bedeu­tet es, wenn die drin­gen­de Auf­ga­be jetzt nicht dar­in besteht, um jeden Preis zu han­deln, son­dern viel­mehr dar­in, Inven­tur zu machen, um unse­re Schwie­rig­kei­ten zu erhellen?”[1] Das Gefühl des Getrie­bens­eins beherrscht mitt­ler­wei­le alle Berei­che des mensch­li­chen Lebens. Die Dra­ma­tik der Ereig­nis­se nimmt zu und mit ihr die Zahl der Rat­schlä­ge von allen Sei­ten, was wohl jetzt als nächs­tes zu tun ist. Poli­ti­ker han­deln sprung­haft und meist “alter­na­tiv­los”. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger  ver­har­ren mit dem Gefühl der Macht­lo­sig­keit in einer lethar­gi­schen Erstar­rung. Sich ganz auf sich selbst kon­zen­trie­rend, die gro­ßen Din­ge teil­nahms­los beob­ach­tend, bewäl­tigt man sei­nen All­tag. Den­no­ch ist die Lage…

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Zuckerbrot Zins ist vergammelt

Und die Peit­sche Infla­ti­on wird von Geis­ter­hand geführt Die Noten­ban­ken haben für die Geld­po­li­tik ein Instru­ment, mit dem sie direk­ten Ein­fluss neh­men kön­nen: die Höhe des „Haupt­re­f­an­zie­rungs­zin­sat­zes“. Das ist der Zins zu dem sich die Geschäfts­ban­ken Geld bei der Zen­tral­bank lei­hen kön­nen. Die Ver­än­de­rung die­ses Zins­sat­zes hat direk­ten Ein­fluss auf die Zins­ent­wick­lung am Geld­markt. Zuletzt hat die EZB den Haupt­re­fi­nan­zie­rungs­zins­satz auf von 1% auf 0,75% gesenkt. His­to­ri­sch nied­ri­ge Anla­ge­zin­sen und zugleich his­to­ri­sch rie­si­ge Geld­ver­mö­gen bestim­men die Sze­ne­rie am Geld­markt. Wer vom Erar­bei­te­ten etwas zurück­le­gen will, hat bei „siche­ren“ Anla­gen mit Ver­lus­ten zu rech­nen, weil die nied­ri­gen Zin­sen von der Infla­ti­on…

Gar nichts gut am Zuckerhut 1

Gar nichts gut am Zuckerhut

Rio20+! Fest­hal­ten am Wachs­tum hat sys­tem­be­ding­te Grün­de, bricht aber allen Umwelt­be­mü­hun­gen das Genick! Rund 50.000 Men­schen rei­sen um die Welt, weil sie sich Gedan­ken um eine „nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung“ machen. Als man sich vor 20 Jah­ren das ers­te Mal in Rio traf, sprach man vom „wich­tigs­ten Mei­len­stein der inter­na­tio­na­len Umwelt­po­li­tik“. 20 Jah­re, geprägt von Absichts­er­klä­run­gen mit heh­ren Zie­len und einem den­no­ch immer grö­ßer wer­den­den Res­sour­cen­ver­brauch mit all sei­nen bedroh­li­chen Fol­gen für Men­sch und Natur. Es scheint als sei der Umwelt am meis­ten gedient, wenn der­lei „Umwelt­gip­fel“ erst gar nicht statt­fin­den und die tau­sen­de Besu­cher bes­ser einen Wald­spa­zier­gang in ihrer Hei­mat mach­ten. Immer­hin: Es…

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes 1

GesellScha(f)ftKunst 2012 – Erreichtes und Geplantes

Im klei­nen Wäld­chen der Sil­vio-Gesell-Tagungs­stät­te in Wup­per­tal ent­puppt sich das im Mai gestar­te­te Kunst­pro­jekt anläss­li­ch des 150. Geburts­ta­ges von Sil­vio Gesell zu einer ver­net­zen­den Kraft. Täg­li­ch besu­chen Inter­es­sier­te das Gelän­de und las­sen sich von dem Gedan­ken inspi­rie­ren, wie eine Wirt­schaft wohl aus­se­hen könn­te, wenn sie wich­ti­ge Ele­men­te von Aus­tausch­pro­zes­sen in der Natur abbil­den wür­de. „Flie­ßen“ und „Wer­den und Ver­gäng­lich­keit“ waren die künst­le­ri­schen Impul­se für die Arbei­ten auf dem Gelän­de. Fast täg­li­ch kom­men neue Kunst­wer­ke hin­zu, denn Kars­ten Behr, der künst­le­ri­sche Lei­ter des Pro­jek­tes, arbei­tet stän­dig in sei­nem „Zau­ber­wald“ und inte­griert mehr und mehr Künst­ler aus der Regi­on. Das idyl­li­sch gele­ge­ne Tagungs­haus ent­puppt sich durch die Akti­on zu einem Hort der Begeg­nung von Krea­ti­ven auf vie­len Gebie­ten.

Die Grenzen des Tellerrands 1

Die Grenzen des Tellerrands

Dr. Tho­mas Gambke, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter für die Grü­nen, der­zeit Mit­glied in der 2011 vom Bun­des­tag ein­ge­setz­ten Enque­te-Kom­mis­si­on „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät – Wege zu nach­hal­ti­gem Wirt­schaf­ten und gesell­schaft­li­chem Fort­schritt in der Sozia­len Markt­wirt­schaft“ hat die rich­ti­ge Ein­stel­lung, um in einer sol­chen Kom­mis­si­on mit­zu­wir­ken und sie zu wahr­li­ch neu­en poli­ti­schen Kon­zep­ten zu füh­ren: Für mich als Natur­wis­sen­schaft­ler ist klar, dass es in einer begrenz­ten Welt kein unbe­grenz­tes Wachs­tum geben kann.  Doch ist er damit in die­sem „Think Tank“ eine – aus Sicht der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger – löb­li­che Aus­nah­me. Ich ver­mu­te Dr. Her­mann Ott von den Grü­nen ist eine wei­te­re. Die Mit­glie­der der Kom­mis­si­on…

Club of Rome prangert das bestehende Geldsystem an 10

Club of Rome prangert das bestehende Geldsystem an

Unter Feder­füh­rung von Ber­nard Lieta­er bringt der Club of Rome die­ser Tage einen Report unter dem Titel „Money and Sustaina­bi­li­ty: the mis­sing Link“ her­aus. Dar­in wer­den die Insta­bi­li­tät und Zer­stö­rung her­vor­ru­fen­den Feh­ler im bestehen­den Geld­sys­tem ein­deu­tig benannt: Die Kre­dit­ver­ga­be-Pra­xis der Geschäfts­ban­ken ver­stärkt die Auf­schwung- und Kri­sen­pha­sen der Wirt­schaft. Der Zin­ses­zins erzwingt Wachs­tum in einer end­li­chen Welt Dau­er­haft posi­ti­ve Zin­sen füh­ren zur Reich­tums­kon­zen­tra­ti­on bei Weni­gen und lässt immer mehr Men­schen ver­ar­men Durch das Geld­sys­tem wer­den sozia­le Errun­gen­schaf­ten – gera­de in den Indus­trie­staa­ten ero­diert. Kürz­li­ch erschie­ne­ne Stu­di­en bele­gen, dass das Geld­sys­tem ego­is­ti­sches Ver­hal­ten beför­dert und Koope­ra­ti­on und Zusam­men­ar­beit behin­dert.   Ein Report, der…

Goldene Zahnräder, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

“Die oberen Plätze zählen…

…denn nur oben geht es noch wei­ter nach oben. Unten fal­len immer mehr her­aus aus der öko­no­mi­schen Glei­chung „Mehr Markt=Mehr Kon­kur­renz= Mehr Wohl­stand““ Bis hier­her ist das ein Zitat aus die­sem aus­ge­zeich­ne­ten Doku­men­tar-Film, der bei Arte lief und von der US-Künst­le­rin Tina Bar­ney berich­tet. Das beson­de­re an Tina Bar­ney und ihrer Foto­gra­fie-Kunst ist ihre Her­kunft. Sie stammt selbst aus der obers­ten Eli­te­klas­se der Welt­stadt des Kapi­tals: New York. Der Film zeigt wie außer­ge­wöhn­li­ch die Arbeit von Tina Bar­ney ist, denn der tie­fe Ein­bli­ck in die Welt der Rei­chen und Schö­nen ist – ohne direkt anzu­kla­gen – eine Art Hil­fe­ruf der…

US-Bank führt „Umlaufsicherung“ auf Giroguthaben ein 0

US-Bank führt „Umlaufsicherung“ auf Giroguthaben ein

Wie die Finan­ci­al Times Deutsch­land (FTD) schreibt, führt einem Bericht des Wall Street Jour­nal (WSJ) zufol­ge die US Bank „Bank of New York Mellon“(BNY) Gebüh­ren für Gut­ha­ben auf den bei ihr geführ­ten Giro­kon­ten ein. Offen­bar haben die Kun­den der Bank 160 Mil­li­ar­den US-Dol­lar auf Giro­kon­ten der Bank „geparkt“, wodurch der Bank einer­seits Kos­ten bei der FDIC (Gesetz­li­che Ein­la­gen­si­che­rung) ent­ste­hen und sie ande­rer­seits auch kei­ne Mög­lich­keit habe, die Beträ­ge für Geschäf­te zu nut­zen, da die Gefahr des jeder­zei­ti­gen Abrufs der Ein­la­gen dro­he. Die Ver­mu­tung, wonach die Ban­ken gene­rell stark an Pro­ble­men der „Fris­ten­trans­for­ma­ti­on“ lei­den, wird zwar nir­gend­wo nach­voll­zieh­bar sta­tis­ti­sch auf­be­rei­tet, aber Berich­te…

Das gibt es nur im Kapitalismus: Die Insolvenz 3

Das gibt es nur im Kapitalismus: Die Insolvenz

Doch war­um fin­det sie gera­de dann kei­ne Anwen­dung, wenn sie drin­gend erfor­der­li­ch wäre? Lang­sam, Lang­sam, wir sind in Grie­chen­land! Wie sym­pa­thi­sch klingt die­ser Satz doch jedem Grie­chen­land-Urlau­ber im Ohr, wenn ein Ein­hei­mi­scher einem lächelnd die Hek­tik des eige­nen Han­delns und Den­kens in die gemäch­li­che Schön­heit Grie­chen­lands über­führt. „Ziga, Ziga“ oder „Avrio“ sind die Voka­beln, die dem gestress­ten Urlau­ber als ers­tes qua­si „infla­tio­när“ begeg­nen. „Lang­sam, Lang­sam“ und „mor­gen“. Die Uhren gehen in Grie­chen­land schon immer anders. Auch die Struk­tu­ren grie­chi­schen Geschäf­te­ma­chens haben eine ganz ande­re Tra­di­ti­on und unter­lie­gen ganz ande­ren – vor allem unge­schrie­be­nen – Geset­zen, als in den nörd­li­che­ren euro­päi­schen Län­dern.…

Daniel Suarez – in vielerlei Hinsicht visionär 2

Daniel Suarez – in vielerlei Hinsicht visionär

Frank Rie­ger, Infor­ma­ti­ker und Spre­cher des Cha­os Com­pu­ter Club inter­viewt in der Sams­tags­aus­ga­be der FAZ den ame­ri­ka­ni­schen Thril­ler-Autor Dani­el Sua­rez. Sein neu­es, ab mor­gen erhält­li­ches Buch heißt „Dar­knet“ und einer der ers­ten Rezen­sen­ten bei Ama­zon schreibt unter ande­rem: „… Ich emp­feh­le die­se Buch nicht nur für Tech­nik-Begeis­ter­te son­dern auch für Jeden, der unser jet­zi­ges Wirt­schafts­sys­tem nicht als „alter­na­tiv­los“ emp­fin­det. “ Das macht das Buch natür­li­ch inter­es­sant und erst Recht die Sät­ze aus dem FAZ-Inter­view, die ich mir erlau­be hier zu zitie­ren: Rie­ger: […] Sehen Sie einen Aus­weg aus die­ser Dehu­ma­ni­sie­rungs­ten­denz, außer den völ­li­gen Zusam­men­bruch unse­rer Zivi­li­sa­ti­on? Gibt es eine ver­nünf­ti­ge Regu­lie­rung, die…

Außerordentliche Nachwuchsforscher 0

Außerordentliche Nachwuchsforscher

Kim­ber­ley Ellis und Rapha­el Mut­ter erstel­len in Tahi­ti eine Mach­bar­keist­stu­die zu Umwelt­fra­gen, die in dem Roman „Das Tahi­ti-Pro­jekt“ auf­ge­wor­fen wur­den. Kim­ber­ley schreibt ihre Erleb­nis­se auf beein­dru­cken­de Art und Wei­se (in Eng­li­sch) im Web­log „Tahi­ti-Virus“. Das ist auch der gleich­na­mi­ge Titel des Nach­fol­ge-Romans von Dirk C. Fleck, dem dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ger des Deut­schen Sci­en­ce-Fic­tion-Prei­ses. Auch Dirk C. Fleck schreibt in das Web­log. Dabei ist unter ande­rem eine Rede ent­stan­den, die man sich so von Poli­ti­kern unse­rer Zeit wün­schen wür­de.

Greg Mankiw schlägt Wellen 0

Greg Mankiw schlägt Wellen

Der Ein­fluss des Har­vard Pro­fes­sors Greg Man­kiw scheint groß genug, um Ein­fluss auf die FED aus­zu­üben. Nach­dem die New York Times Greg Man­kiws Vor­schlag der nega­ti­ven Zin­sen groß auf­ge­macht hat, wird die­ser Vor­schlag mitt­ler­wei­le welt­weit dis­ku­tiert. Man­kiw selbst gibt an, dass sel­ten ein Vor­schlag von ihm zu einer der­ar­ti­gen Wel­le von Kom­men­ta­ren geführt hat. Tobi­as Bay­er schreibt heu­te in der FTD dar­über und erläu­tert anschau­li­ch den Weg, der ein­ge­schla­gen wer­den muss, um auch bei nega­ti­ven Zins­ra­ten noch zu einem ste­ten Geld­um­lauf zu kom­men. Ein­lei­tend schreibt Bay­er gar, dass die FED in einer inter­nen Ana­ly­se einen Zins­satz von minus fünf Pro­zent…

Scherenöffnung 0

Scherenöffnung

In regel­mä­ßi­gen Abstän­den wer­den die Ergeb­nis­se der Sta­tis­ti­ker zur Ver­tei­lung und Ent­wick­lung von Ver­mö­gen und Armut prä­sen­tiert. Seit Jah­ren ist das Ergeb­nis der sich abzeich­nen­den Ent­wick­lung gleich: die Sche­re öff­net sich immer wei­ter. Einem wach­sen­den Heer von Habe­nicht­sen steht eine gerin­ge Zahl von Super­rei­chen gegen­über. Letz­te­re schaf­fen es mit ihren Ver­mö­gens­zu­wäch­sen gar, das durch­schnitt­li­che Gesamt­ver­mö­gen jedes ein­zel­nen in der Bevöl­ke­rung zu stei­gern. Für Jeman­den, der die­se Sta­tis­ti­ken mal so eben über­fliegt ergibt sich das Gesamt­bild einer immer ver­mö­gen­der wer­den­den Gesell­schaft.  Die gro­ßen Medi­en haben zu die­ser Fehl­ein­schät­zung einer gefähr­li­chen gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lung stets ihr Scherf­lein bei­ge­tra­gen, weil sie weder die dahin­ter…