Kategorie: Griechenland-Krise

Namhafte Experten ermahnen EU-Politik 1

Namhafte Experten ermahnen EU-Politik

Spar­dik­ta­te a la Grie­chen­land stür­zen Men­schen in Armut und Ver­zweif­lung. So klar das auf der Hand liegt, so unklar bleibt, war­um es so lan­ge dau­ert bis die EU-Poli­tik, allen vor­an die der deut­schen Kanz­le­rin, das bemerkt.  Mitt­ler­wei­le rücken selbst … Gepos­ted von Huma­ne Wirt­schaft am  Diens­tag, 7. Juli 2015 – Link zum kom­plet­ten Bei­trag

Dominoeffekt © Martin Bangemann 1

Griechenland – Lösungsansatz jenseits gegenseitiger Schuldzuweisung

Wer die Grie­chen­land-Vor­schlä­ge des „Semi­n­ar für frei­heit­li­che Ord­nung“ liest, ver­steht bes­ser, war­um die Euro­län­der und Grie­chen­land in die aus­weg­lo­se Situa­ti­on gera­ten sind, in der nun wie­der pau­sen­los Kon­fe­ren­zen statt­fin­den müs­sen. Es war ein Feh­ler der Euro­län­der, nur auf Struk­tur­re­for­men zu set­zen, die Grie­chen­land zwei­fel­los drin­gend nötig hat. Sie hat­ten aber von Anfang an nur Aus­sicht auf erfolg­rei­che Ein­füh­rung und Umset­zung, wenn zuvor sowohl die Über­schul­dung des Staats­haus­halts durch eine gere­gel­te Insol­venz als auch die Arbeits­lo­sig­keit durch geld­po­li­ti­sche Inno­va­tio­nen abge­baut wor­den wären. Poli­ti­sch scheint es in den aktu­el­len hek­ti­schen Kon­fe­ren­zen wegen anhal­ten­den Ide­en­man­gels nur noch dar­um zu gehen, wer am Schluss…

© Martin Bangemann 1

Experten entdecken umlaufgesichertes Geld

In der inter­na­tio­na­len Pres­se häu­fen sich die kon­struk­ti­ven Bei­trä­ge zu einer Lösung für die der­zei­ti­gen Tur­bu­len­zen. Robert Skidels­ky emp­fiehlt Sil­vio Gesell und „Gestem­pel­tes Geld“ Der bri­ti­sche Wirt­schafts­his­to­ri­ker und bedeu­ten­de Keynes-Bio­gra­ph hat in einem Bei­trag für das Maga­zin „New Sta­tes­man“ dafür plä­diert hin­sicht­li­ch der Lösun­gen im Fal­le Grie­chen­lands über den Vor­schlag von Sil­vio Gesell nach­zu­den­ken. Wie vie­le Exper­ten kon­sta­tiert Skidels­ky eben­falls, dass Grie­chen­land außer­stan­de sein wird, sei­ne Schul­den zu bedie­nen. Die For­de­rung des sieg­rei­chen Bünd­nis­ses „Syri­za“ mit ihrem Chef Alexis Tsi­pras nach einem Schul­den­er­lass befür­wor­tet er. Gleich­zei­tig erin­nert er Deutsch­land dar­an, dass es nach dem 2. Welt­krieg eben­falls von groß­zü­gi­gen Begüns­ti­gun­gen pro­fi­tier­te.…

Widersprüchliche EZB-Politik 1

Widersprüchliche EZB-Politik

In der Süd­deut­schen Zei­tung hat Claus Hul­ver­scheidt am 04. Mai unter der Über­schrift „Spa­ren, aber nicht totspa­ren“ der Bun­des­re­gie­rung gera­ten, die Bereit­schaft der EU-Kom­mis­si­on, Frank­reich mehr Zeit für das Errei­chen des Defi­zit­ziels zu gewäh­ren, zu tole­rie­ren. Im Inter­net habe ich die­sen Kom­men­tar lei­der nicht gefun­den. Zu dem Kom­men­tar habe ich fol­gen­den Leser­brief geschrie­ben: Ihr Rat an Frau Mer­kel, sie sol­le Frank­reich erlau­ben, das Spa­ren auf­zu­schie­ben, um Wachs­tum zu ermög­li­chen, ist fal­sch. Der Aus­gleich des Staats­haus­halts wird erschwert, wenn mit dem Spa­ren nicht sofort begon­nen wird. Die Zins­las­ten stei­gen wei­ter und wei­ter. Aber Sie haben Recht, wenn Sie beto­nen, dass ohne…

Vereinigte Staaten von Europa? 2

Vereinigte Staaten von Europa?

Unter der Über­schrift „Ent­we­der – oder“ hat Mark Schie­ritz in DIE ZEIT vom 31.08.2012 auf Sei­te 3 sau­ber dar­ge­legt, dass eine fal­sche Alter­na­ti­ve dis­ku­tiert wird. Und er lenkt den Bli­ck auf Kon­struk­ti­ons­feh­ler der Wäh­rungs­uni­on, die zum Teil schon beho­ben sind. Dafür gebührt ihm gro­ße Aner­ken­nung. Wer ihm folgt, kann end­li­ch wie­der Hoff­nung schöp­fen, dass die aktu­el­len Pro­ble­me in abseh­ba­rer Zeit – ent­ge­gen der ver­brei­te­ten, poli­ti­sch gefähr­li­chen Stim­mungs­la­ge – doch lös­bar sind.  Dazu muss aber auch noch die Angst der Poli­ti­ker und der Bevöl­ke­rung vor Staats- und vor Ban­ken­plei­ten über­wun­den wer­den. Bei­de sind heu­te nur des­halb ein Hor­ror­trip, weil sach­ge­rech­te Insol­venz­ver­fah­ren feh­len.…

Das Bailout-Verbot ist in den Euro-Verträgen unvollkommen geregelt 2

Das Bailout-Verbot ist in den Euro-Verträgen unvollkommen geregelt

Charles B. Blan­kart hat in der FAZ vom 13. August 2012 mit dem Titel „Die Euro-Zau­ber­lehr­lin­ge“ einen ord­nungs­po­li­ti­sch aus­ge­zeich­ne­ten Bei­trag geschrie­ben, an den man gut anknüp­fen kann. Sie fin­den sei­nen Bei­trag unter http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-die-euro-zauberlehrlinge-11853410.html oder kurz: http://tinyurl.com/c8vznyc Ich gehe nur auf die feh­len­de Insol­venz­ord­nung ein und ver­brei­te mich nicht zu den wei­te­ren Schrit­ten des SffO-Posi­ti­ons­pa­piers zur Grie­chen­land­kri­se, weil das den Rah­men spren­gen wür­de; sie­he dazu http://www.sffo.de/SFFO_Hellas_3-fach_aus-der-Krise.pdf . Dass in letz­ter Zeit so vie­le lesens­wer­te Bei­trä­ge – ins­be­son­de­re zu ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­gen – erschei­nen, lässt hof­fen, dass es doch bald einen Durch­bruch geben wird zu trag­fä­hi­gen Zukunfts­per­spek­ti­ven für den Euro-Raum. Vor­er­st domi­nie­ren die Feh­ler­ana­ly­sen.…

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Ein Schuldschein zum Nachdenken

Nahe­zu alle Wirt­schafts-Print­me­di­en und vie­le Radio­sen­der beschäf­tig­ten sich heu­te mit einem rund 450 Jah­re alten Schuld­schein über 400 Gul­den, den die Stadt Mit­ten­wal­de in Bran­den­burg gegen die Stadt Ber­lin gel­tend macht. Bis­her ist es aber in kei­nem Fall der Bericht­erstat­tung über ein unter­halt­sa­mes Fül­len des Som­mer­lochs hin­aus­ge­gan­gen. Dabei böte die Sache reich­li­ch Stoff zum Nach­den­ken. Das gelie­he­ne Geld war laut Urkun­de mit 6% zu ver­zin­sen und ist wohl nie zurück­ge­zahlt wor­den, denn son­st wäre der Schuld­schein ver­nich­tet wor­den. Alle Bericht­erstat­ter erfreu­en sich an der Berech­nung der fäl­li­gen Zin­sen. Rund 110 Mil­lio­nen Euro wäre allei­ne die Zin­sen ohne die Berech­nung von Zin­ses­zin­sen.…

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip 0

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip

Nicht nur nach der Grö­ße der Bank im euro­päi­schen Maß­stab, son­dern auch im Ver­hält­nis zum Geschäfts­feld und zur Grö­ße und Leis­tungs­fä­hig­keit des Sitz­lan­des.

Ökonomen streiten über Bankenunion 0

Ökonomen streiten über Bankenunion

Von Eck­hard Beh­rens Wir haben im Euro-Wäh­rungs­raum sowohl Staats­schul­den­kri­sen als auch Ban­ken­kri­sen. Sie hän­gen zum Teil mit­ein­an­der zusam­men, weil Ban­ken Staats­pa­pie­re hal­ten und Ban­ken­kri­sen, die auf ande­ren Grün­den beru­hen, wie z.B. auf der Immo­bi­li­en­kri­se in Spa­ni­en, die Staa­ten zur Reka­pi­ta­li­sie­rung der Ban­ken nöti­gen, wozu sie gro­ße neue Schul­den machen. Zur Bewäl­ti­gung der Ban­ken­kri­sen, die die Kräf­te der natio­na­len Staa­ten über­schrei­ten, wird eine gemein­sa­me euro­päi­sche Poli­tik gefor­dert unter dem Stich­wort „Ban­ken­uni­on“. Nun end­li­ch beginnt eine offe­ne Kon­tro­ver­se unter den aner­kann­ten Öko­no­men über die Euro-Schul­den­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung. Die Not­wen­dig­keit einer „Ban­ken­uni­on“ ist dabei einer der aktu­el­len Streit­ge­gen­stän­de, bei der tra­di­tio­nel­le Kampf­li­ni­en zwi­schen den Öko­no­men…

Onkel Dagobert und die World Economics Association 0

Onkel Dagobert und die World Economics Association

2011 gegrün­det sieht sich die WEA (World Eco­no­mics Asso­cia­ti­on) als Think Tank für eine zukunfts­fä­hi­ge Wirt­schafts­wis­sen­schaft und die eige­ne Arbeit als Angriff auf das Esta­blish­ment. In den regel­mä­ßi­gen Aus­ga­ben ihrer „Real-world eco­no­mics reviews“ wird deut­li­ch, dass die gro­ße Zahl an Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern, die sich in der WEA ver­ei­nen, hin­sicht­li­ch vie­ler Punk­te von den bis heu­te gelehr­ten, ver­meint­li­ch eher­nen Geset­zen der „Schul­buch-Öko­no­mie“ Abstand neh­men, in ihrem „real-World-Den­ken“ aber wohl noch nicht bei einem hart­nä­cki­gen Hin­ter­fra­gen des Geld­sys­tems selbst ange­kom­men sind. Immer­hin das Bei­sein von Wis­sen­schaft­lern, wie dem Aus­tra­lier Ste­ve Keen, der auch schon in der HUMANEN WIRTSCHAFT eine Rol­le spiel­te, macht Hoff­nung. Die…

Polens Notenbankchef sieht griechische Regionalgeld-Lösung als „innovativ“ an 1

Polens Notenbankchef sieht griechische Regionalgeld-Lösung als „innovativ“ an

In der Finan­ci­al Times Deutsch­land vom 28.3.2012 bringt Marek Bel­ka jenen Mut auf, den er selbst in der Dis­kus­si­on um die bes­ten Lösun­gen der Euro-Kri­se nur ein­zel­nen Wirt­schafts­pro­fes­so­ren attes­tiert. Er sieht zur Stär­kung der grie­chi­schen Wirt­schaft und deren gerin­ge­re Leis­tungs­fä­hig­keit eine zwei­tes, lan­des­in­ter­nes Zah­lungs­mit­tel als eine mög­li­che und gang­ba­re Lösung an. Gute Erfah­run­gen und ein ent­spre­chen­des Know­How, haben die Initia­to­ren und Vor­den­ker des deut­schen Regio­wäh­rungs­pro­jek­tes „Chiem­gau­er“ bereits im Febru­ar dazu ver­an­lasst, die­sen Vor­schlag tief­ge­hend als Lösung dar­zu­le­gen. Auch Eck­hard Beh­rens für das Bad Bol­ler „Semi­n­ar für frei­heit­li­che Ord­nung“ hat­te einen in die­se Rich­tung gehen­den Vor­schlag aus­ge­ar­bei­tet. Um so erfreu­li­cher, dass…

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Vom Regiogeld zum nationalen Parallelgeld – Dr. med. Gerhardus Lang

Tagungs­be­richt des Semi­nars für Frei­heit­li­che Ord­nung Bad Boll
Vom 19. – 20. 11. 2011 fand eine Tagung des Semi­nars für frei­heit­li­che Ord­nung in Bad Boll zum The­ma „Vom Regio­geld zum natio­na­len Par­al­lel­geld“ statt. Es ging um die Fra­ge, ob Grie­chen­land ohne einen Aus­tritt aus der Euro-Gemein­schaft aus sei­ner Not-Situa­ti­on geholt wer­den kann oder nicht. Die Ergeb­nis­se sind über­aus beacht­li­ch.

Griechenland Paket © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 1

Griechenland braucht Regiogeld – Eckhard Behrens

Ein natio­na­les Zah­lungs­mit­tel par­al­lel zum Euro!?
Grie­chen­land braucht Regio­geld, um die regio­na­le Wirt­schaft zusätz­li­ch anzu­trei­ben – ohne neue Aus­lands­schul­den und ohne aus­län­di­sche Zuschüs­se. Mehr Umsät­ze durch ein umlauf­ge­si­cher­tes Regio­geld wür­den zu mehr Beschäf­ti­gung, weni­ger Sozi­al­aus­ga­ben und mehr Steu­er­ein­nah­men füh­ren.

Manche reden auch Klartext… 0

Manche reden auch Klartext…

… doch wird es zu sel­ten wahr­ge­nom­men, bzw. führt nur zu beschei­de­nen Reak­tio­nen bei den eigent­li­ch Betrof­fe­nen: Uns allen Der Moni­tor bringt es mit dem nach­fol­gen­den Bei­trag auf den Punkt. Es wird über­deut­li­ch, dass das „Auf-Zeit-spie­len“ der Poli­tik den Steu­er­zah­lern einen immen­sen Scha­den zufügt. Statt

Das gibt es nur im Kapitalismus: Die Insolvenz 3

Das gibt es nur im Kapitalismus: Die Insolvenz

Doch war­um fin­det sie gera­de dann kei­ne Anwen­dung, wenn sie drin­gend erfor­der­li­ch wäre? Lang­sam, Lang­sam, wir sind in Grie­chen­land! Wie sym­pa­thi­sch klingt die­ser Satz doch jedem Grie­chen­land-Urlau­ber im Ohr, wenn ein Ein­hei­mi­scher einem lächelnd die Hek­tik des eige­nen Han­delns und Den­kens in die gemäch­li­che Schön­heit Grie­chen­lands über­führt. „Ziga, Ziga“ oder „Avrio“ sind die Voka­beln, die dem gestress­ten Urlau­ber als ers­tes qua­si „infla­tio­när“ begeg­nen. „Lang­sam, Lang­sam“ und „mor­gen“. Die Uhren gehen in Grie­chen­land schon immer anders. Auch die Struk­tu­ren grie­chi­schen Geschäf­te­ma­chens haben eine ganz ande­re Tra­di­ti­on und unter­lie­gen ganz ande­ren – vor allem unge­schrie­be­nen – Geset­zen, als in den nörd­li­che­ren euro­päi­schen Län­dern.…

Iren sind menschlich 0

Iren sind menschlich

Nach unzäh­li­gen Ban­ken, dem Staat Grie­chen­land ist es nun Irland, das in die Zah­lungs­un­fä­hig­keit schliddert. Ein­mal mehr kann ein Schuld­ner sei­nen Ver­pflich­tun­gen nicht mehr nach­kom­men und wird durch Steu­er­zah­ler ersetzt. Schlap­pe 200 € von jedem Bür­ger der Euro­päi­schen Uni­on – vom Neu­ge­bo­re­nen bis zum Greis – flie­ßen… ja wohin flie­ßen sie denn eigent­li­ch?  Dahin, wo die Mil­li­ar­den auch bei allen ande­ren Ret­tungs­schir­men und -pake­ten geflos­sen sind: Zunächst zu den Ban­ken und von dort zu den Geld­an­le­gern, die sich gemäß die­sem Ver­tei­lungs­mus­ter die „Beu­te“ tei­len:   Die Geld­ver­mö­gen der reichs­ten 20 % der Bevöl­ke­rung wer­den mit den Steu­er­mil­li­ar­den geret­tet! Unter die­sen…

Geordnete Insolvenz – Wie Europa krisensicher werden kann 0

Geordnete Insolvenz – Wie Europa krisensicher werden kann

Vor­schlä­ge gibt es dazu reich­li­ch. Sno­wer for­dert bei­spiels­wei­se eine Schul­den­kom­mis­si­on, die auf euro­päi­scher Ebe­ne dar­über wacht, dass die natio­na­len Regie­run­gen ihre Kon­so­li­die­rungs­zie­le ein­hal­ten. Tho­mas May­er, der Chef­volks­wirt der Deut­schen Bank, for­dert gar ein euro­päi­sches Pen­dant zum IWF: „Die EU muss einen Euro­päi­schen Wäh­rungs­fonds EWF schaf­fen – mit dem man Kri­sen mana­gen und eine mög­li­che staat­li­che Insol­venz geord­net abwi­ckeln kann.„Er soll die finanz­po­li­ti­sche Sta­bi­li­tät der Euro-Staa­ten über­wa­chen und ange­schla­ge­nen Län­dern im Not­fall finan­zi­ell hel­fen kön­nen – die dafür im Gegen­zug har­te Spar­be­din­gun­gen erfül­len müss­ten. Die Kri­tik an dem Modell: Er könn­te Euro-Staa­ten ver­füh­ren, unso­li­de zu wirt­schaf­ten – im Not­fall hilft ja…

Heute Griechenland, morgen wir « Hinter den Schlagzeilen 0

Heute Griechenland, morgen wir « Hinter den Schlagzeilen

Nun hat es also auch eine „klas­si­sche“ euro­päi­sche Nati­on getrof­fen. Und weder die Schweiz noch die rei­chen EU-Staa­ten soll­ten sich der Illu­si­on hin­ge­ben, sie wür­den für immer von einer Ent­wick­lung wie in Grie­chen­land ver­schont blei­ben. Grie­chen­land ist ein Bild des­sen, was ihnen in der Zukunft wider­fah­ren könn­te. Staats­bank­rot­te sind die natür­li­che Fol­ge einer Ent­wick­lung, die über Jahr­zehn­te zu beob­ach­ten war und die in der Natur des Zins­sys­tems ange­legt ist. „Wir haben ver­sucht, auf der Schuss­fahrt zu wen­den“ sang Her­bert Grö­ne­mey­er über den Krebs­tod sei­ner Frau. Der Zins ist der Krebs des Finanz­sys­tems. Alle Anstren­gun­gen, die Staats­ver­schul­dung abzu­bau­en oder auch nur…

Der europäische Gedanke in höchster Gefahr 0

Der europäische Gedanke in höchster Gefahr

Wann pur­zeln die Pfun­de? Bild © 2010, Mar­tin Ban­ge­mann Wor­in besteht also unse­re Chan­ce? Zunächst müs­sen wir im Sys­tem blei­ben und die Insol­venz als ein aktiv ein­ge­setz­tes Mit­tel (PDF) klug anwen­den. Die EU kann als Insol­venz­ver­wal­ter ein­ge­setzt wer­den und – wie das auch Wirt­schafts­le­ben tag­täg­li­ch geschieht – alles dar­an set­zen, Grie­chen­land zu ret­ten. Die Gläu­bi­ger wer­den – wie bei jeder Insol­venz – auf gro­ße Tei­le ihrer Ansprü­che ver­zich­ten müs­sen. Um den schüt­zens­wer­ten „klei­nen Spa­rer“ nicht in einen Topf mit den Super­rei­chen die­ser Welt zu wer­fen, kann im Rah­men des Insol­venz­ver­fah­rens eine sozia­le Kom­po­nen­te zum Tra­gen kom­men, die vor­sieht, dass Geld­ver­mö­gen…

Wann ist ein Staat pleite? 0

Wann ist ein Staat pleite?

Ein Land ist dann plei­te, wenn es kei­nen Kre­dit mehr bekommt. Wann bekommt es kei­nen Kre­dit mehr? Wenn kein Ver­trau­en in die Rück­zah­lung des­sel­ben besteht. Das Pro­blem an der simp­len Glei­chung: Am Kapi­tal­markt herr­schen ande­re Bedin­gun­gen als in der ratio­na­len Phy­sik. Je mehr Anle­ger glau­ben, dass ein Land Pro­ble­me hat, sei­ne Schul­den zurück­zu­zah­len, desto höhe­re Zin­sen muss das Land bie­ten; und je höher die Zin­sen, desto wahr­schein­li­cher ist es, dass das Land die Schul­den nie wird zurück­zah­len kön­nen. Des­halb ist Ver­trau­en das aller­höchs­te Gut im Kapi­ta­lis­mus. via berlinonline.de Sehr lesens­wer­ter Bei­trag von Robert von Heu­sin­ger in der Ber­li­ner Zei­tung. Die…