Kategorie: Finanzmarktkrise

Es arbeitet noch immer: das Geld 0

Es arbeitet noch immer: das Geld

Seit 2008 ist die Welt in Finanz­fra­gen wach­ge­rüt­telt. Bis dahin Ahnungs­lo­se, in Finanz­fach­krei­sen eben­so wie unter „Nor­ma­len“, haben erken­nen müs­sen, dass in unse­rem Geld­sys­tem so man­ches im Argen liegt. Die per­sön­li­chen Schuld­zu­wei­sun­gen an die Gie­ri­gen und Macht­hung­ri­gen über­wie­gen bis heu­te die ana­ly­ti­schen Beschrei­bun­gen des Gesche­hens, das offen­bar zu kei­nem Ende kom­men will. Schien es eine zeit­lang so, als keh­re in den mit Geld­an­la­gen befass­ten Dienst­leis­tern Demut und Ein­sicht in die Zusam­men­hän­ge ein, so ist man den­no­ch zum Tages­ge­schäft zurück­ge­kehrt, schlim­mer noch: Man arbei­tet mit den glei­chen Mit­teln, wie eh und je. Der wohl größ­te Unsinn, den die Finanz­bran­che bis heu­te hart­nä­ckig…

Betrüger ahmen das herrschende Geldsystem nach 0

Betrüger ahmen das herrschende Geldsystem nach

Ser­gej Mav­ro­di fühlt sich im Recht und durch die Abläu­fe im bestehen­den Geld­sys­tem bestä­tigt. Was er mit sei­nem Schnee­balls­sys­tem für Finanz­an­la­gen macht, sieht er iden­ti­sch im Gro­ßen, ins­be­son­de­re im Vor­ge­hen der Noten­ban­ken, ablau­fen. Er sieht nicht ein, war­um sein Sys­tem wider­recht­li­ch sein soll, wenn um uns her­um alles gen­au so abläuft.  Spä­tes­tens, wenn man Betrü­gern nicht mehr in der Sache wider­spre­chen kann, wird es Zeit über die Feh­ler nach­zu­den­ken. Zwar lau­fen die „pri­va­ten“ Schnee­ball­sys­te­me zeit­li­ch viel schnel­ler ab, da sie mit Ver­zin­sun­gen von bis zu 100% arbei­ten, aber das Grund­prin­zip ist gleich. Bei­de Sys­te­me bre­chen an der Unbe­zahl­bar­keit der Schul­den…

Onkel Dagobert und die World Economics Association 0

Onkel Dagobert und die World Economics Association

2011 gegrün­det sieht sich die WEA (World Eco­no­mics Asso­cia­ti­on) als Think Tank für eine zukunfts­fä­hi­ge Wirt­schafts­wis­sen­schaft und die eige­ne Arbeit als Angriff auf das Esta­blish­ment. In den regel­mä­ßi­gen Aus­ga­ben ihrer „Real-world eco­no­mics reviews“ wird deut­li­ch, dass die gro­ße Zahl an Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern, die sich in der WEA ver­ei­nen, hin­sicht­li­ch vie­ler Punk­te von den bis heu­te gelehr­ten, ver­meint­li­ch eher­nen Geset­zen der „Schul­buch-Öko­no­mie“ Abstand neh­men, in ihrem „real-World-Den­ken“ aber wohl noch nicht bei einem hart­nä­cki­gen Hin­ter­fra­gen des Geld­sys­tems selbst ange­kom­men sind. Immer­hin das Bei­sein von Wis­sen­schaft­lern, wie dem Aus­tra­lier Ste­ve Keen, der auch schon in der HUMANEN WIRTSCHAFT eine Rol­le spiel­te, macht Hoff­nung. Die…

Hollande ärgert Merkel  – Bürger wissen Abhilfe 0

Hollande ärgert Merkel – Bürger wissen Abhilfe

Der Wahl­er­folg von Hol­lan­des Sozia­lis­ten ist Zünd­stoff für die Gazet­ten heu­te. Wenn man sich ange­wöhnt im Inter­net neben den eigent­li­chen Bei­trä­gen auch die Kom­men­ta­re der Leser zu beach­ten, fin­det man so man­che Per­le: Zitat aus dem Kom­men­tar­be­reich der Süd­deut­schen: Gegen Kri­sen gibt es eine alte Idee, näm­li­ch eine alter­na­ti­ve, regio­nal begrenz­te Zweit­wäh­rung, die schnell ver­fällt und somit schnell wie­der aus­ge­ge­ben wird.  Wenn regio­na­le staat­li­che Instan­zen die­se aus­zah­len anstatt der gemein­sa­men Wäh­rung, hat das gleich meh­re­re Effek­te. Der Anreiz, es schnell und inner­halb der Regi­on aus­zu­ge­ben erhöht die Nach­fra­ge nach regio­na­len Pro­duk­ten. In Kri­sen­zei­ten, in denen z.B. hohe Infla­ti­on oder Defla­ti­on ein…

Club of Rome prangert das bestehende Geldsystem an 10

Club of Rome prangert das bestehende Geldsystem an

Unter Feder­füh­rung von Ber­nard Lieta­er bringt der Club of Rome die­ser Tage einen Report unter dem Titel „Money and Sustaina­bi­li­ty: the mis­sing Link“ her­aus. Dar­in wer­den die Insta­bi­li­tät und Zer­stö­rung her­vor­ru­fen­den Feh­ler im bestehen­den Geld­sys­tem ein­deu­tig benannt: Die Kre­dit­ver­ga­be-Pra­xis der Geschäfts­ban­ken ver­stärkt die Auf­schwung- und Kri­sen­pha­sen der Wirt­schaft. Der Zin­ses­zins erzwingt Wachs­tum in einer end­li­chen Welt Dau­er­haft posi­ti­ve Zin­sen füh­ren zur Reich­tums­kon­zen­tra­ti­on bei Weni­gen und lässt immer mehr Men­schen ver­ar­men Durch das Geld­sys­tem wer­den sozia­le Errun­gen­schaf­ten – gera­de in den Indus­trie­staa­ten ero­diert. Kürz­li­ch erschie­ne­ne Stu­di­en bele­gen, dass das Geld­sys­tem ego­is­ti­sches Ver­hal­ten beför­dert und Koope­ra­ti­on und Zusam­men­ar­beit behin­dert.   Ein Report, der…

Italien: Wer das gesetzliche Zahlungsmittel benutzt gilt als Steuerhinterzieher 3

Italien: Wer das gesetzliche Zahlungsmittel benutzt gilt als Steuerhinterzieher

In ihrer Ver­zweif­lung grei­fen die Volks­ver­tre­ter Euro­pas zu immer bür­ger­feind­li­che­ren Mit­teln. Wir lau­fen auf den Zusam­men­bruch des euro­päi­schen Wäh­rungs­sys­tems zu. Eines Sys­tem, das die Poli­ti­ker ein­ge­führt und ganz offen­sicht­li­ch fal­sch kon­zi­piert haben. Es wur­den Feh­ler bei der Beur­tei­lung der Wirt­schafts­kraft der ein­zel­ner Län­der gemacht und vor allem wur­de das „Fun­da­ment“ des Geld­sys­tems als ein sta­bi­les ange­se­hen. Die inne­re Logik der bestehen­den Geld­sys­te­me kennt von jeher Zins und Zin­ses­zins, jenen mit mathe­ma­ti­scher Genau­ig­keit zu expo­nen­ti­el­lem Wachs­tum zwin­gen­den Mecha­nis­mus, den es eigent­li­ch zu über­win­den gilt, wenn man etwas sta­bi­les und nach­hal­ti­ges schaf­fen will. Statt sich grund­le­gen­de Gedan­ken über das Fun­da­ment und die zukünf­ti­ge…

Schulden-Verschiebebahnhof Spanien 3

Schulden-Verschiebebahnhof Spanien

Auf rund 100 Mil­li­ar­den Euro wird der Bedarf für die Ret­tung der spa­ni­schen Ban­ken taxiert. Die ange­dach­ten 3% Zin­sen für die­ses „Paket“ wer­den in Spa­ni­en begrüßt: „Der spa­ni­sche Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Fer­nan­do Jimé­nez Lator­re beton­te, ein Zins­satz von 3,0 Pro­zent und eine Lauf­zeit von 15 Jah­ren wären «sehr attrak­ti­ve Bedin­gun­gen»“. Frank­fur­ter Rund­schau Der Schul­den­berg euro­päi­scher Ban­ken wird mit der Zeit immer grö­ßer und die poli­ti­schen Maß­nah­men des Ver­schie­bens die­ser Schul­den immer unsin­ni­ger. Bei­spiel Ita­li­en. Ita­li­en ist mit 22% bei den spa­ni­schen Ret­tungs­maß­nah­men in der Pflicht. die durch­schnitt­li­chen Zin­sen für der­art lang­fris­ti­ge Kre­di­te sind für Ita­li­en rund 6%. Ita­li­en leiht sich also Geld…

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Lust auf neues Geld – ein Kurzbericht

2.000 Men­schen erleb­ten einen Tag voll Infor­ma­ti­on, Emo­ti­on, Unter­hal­tung und Spaß Leip­zig, 9. 6. 2012. Es war bis zuletzt schwer ein­zu­schät­zen, wie vie­le Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wohl den Weg zu „Lust auf neu­es Geld“ fin­den wer­den, denn kurz vor Ver­an­stal­tungs­be­ginn gab es noch vie­le Kurz­ent­schlos­se­ne, die sich auf den Weg nach Leip­zig gemacht haben. Selbst am spä­ten Nach­mit­tag zum letz­ten Pro­gramm­punkt des Tages, kamen noch Gäs­te hin­zu. Um kurz nach 11 Uhr war es abseh­bar: Rund 2.000 Men­schen füll­ten die Rän­ge. Damit ist die Ver­an­stal­tung die größ­te mit dem Schwer­punkt­the­ma „Geld­re­form“, die es in der Nach­kriegs­zeit gege­ben hat. Das „Flie­ßen­de Geld“ präg­te…

Polens Notenbankchef sieht griechische Regionalgeld-Lösung als „innovativ“ an 1

Polens Notenbankchef sieht griechische Regionalgeld-Lösung als „innovativ“ an

In der Finan­ci­al Times Deutsch­land vom 28.3.2012 bringt Marek Bel­ka jenen Mut auf, den er selbst in der Dis­kus­si­on um die bes­ten Lösun­gen der Euro-Kri­se nur ein­zel­nen Wirt­schafts­pro­fes­so­ren attes­tiert. Er sieht zur Stär­kung der grie­chi­schen Wirt­schaft und deren gerin­ge­re Leis­tungs­fä­hig­keit eine zwei­tes, lan­des­in­ter­nes Zah­lungs­mit­tel als eine mög­li­che und gang­ba­re Lösung an. Gute Erfah­run­gen und ein ent­spre­chen­des Know­How, haben die Initia­to­ren und Vor­den­ker des deut­schen Regio­wäh­rungs­pro­jek­tes „Chiem­gau­er“ bereits im Febru­ar dazu ver­an­lasst, die­sen Vor­schlag tief­ge­hend als Lösung dar­zu­le­gen. Auch Eck­hard Beh­rens für das Bad Bol­ler „Semi­n­ar für frei­heit­li­che Ord­nung“ hat­te einen in die­se Rich­tung gehen­den Vor­schlag aus­ge­ar­bei­tet. Um so erfreu­li­cher, dass…

Alarmierende Reichtumsentwicklung 1

Alarmierende Reichtumsentwicklung

Ste­ven Ratt­ner kom­men­tiert in der New York Times eine aktu­el­le Stu­die der Öko­no­men Tho­mas Piket­ty und Emma­nu­el Saez, wonach die aktu­el­le Ent­wick­lung von Reich­tum in den USA alar­mie­rend sei. Dem­nach lan­det der Zuwachs der Ein­kom­men 2010 in Höhe von 288 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu 93% bei den 1% Top­ver­die­nern des Lan­des. Selbst inner­halb die­ser 1% Top­ver­die­ner gibt es ekla­tan­te Unter­schie­de, denn die obers­ten 0,1 ver­ei­nen allei­ne 37% die­ses Zuwach­ses auf sich. Die dana­ch fol­gen­den 0,9% erzie­len 56% des Zuwach­ses und die 99% am unte­ren Ende die ver­blei­ben­den 7%. In dem Kom­men­tar geht Ratt­ner lei­der nur in Bezug auf die Steu­er­sät­ze auf die unter­schied­li­chen…

Klare Worte des Sparkassen-Präsidenten 4

Klare Worte des Sparkassen-Präsidenten

Hein­rich Haa­sis ist der Prä­si­dent des Deut­schen Spar­kas­sen- und Giro­ver­ban­des. In sei­ner Rede zur Bilanz­pres­se­kon­fe­renz 2012 redet er Klar­text, im Hin­bli­ck auf die jüngs­ten „Geld­flu­tun­gen“ durch die EZB, aber auch für das Stamm­buch jener, die sich so inten­siv um die ver­meint­li­che „Geld­schöp­fung aus dem Nichts“ von Geschäfts­ban­ken den Kopf zer­bre­chen: „Bei den Kun­den­ein­la­gen konn­ten die Spar­kas­sen 2011 um 2,0 % auf 783,4 Mrd. EUR zule­gen. Ins­ge­samt leg­ten die Kun­den wei­te­re 15,6 Mrd. Euro in Form von Spar- und ande­ren Ein­la­gen bei Spar­kas­sen an. Das nied­ri­ge Zins­ni­veau ver­an­lass­te die Kun­den auch wei­ter­hin, sehr liqui­de zu blei­ben. So stie­gen die Ter­min­gel­der um…

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Über Verantwortung in der Krise – Bernhard von Czettritz

In den ver­gan­ge­nen Mona­ten hat sich die Lage an den Welt­fi­nanz­märk­ten zuneh­mend desta­bi­li­siert.
Obwohl die deut­sche Export­wirt­schaft bis­lang von der Kri­se pro­fi­tiert hat, bricht auch hier­zu­lan­de
lang­sam Kri­sen­stim­mung aus. Glo­bal ist die Sta­bi­li­tät vie­ler Volks­wirt­schaf­ten durch die Finanz­kri­se
stark gefähr­det.

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Dilettantismus oder Komplizenschaft? – Professor Günther Moewes

Was uns als „Euro­kri­se“, „Finanz­kri­se“ oder „Schul­den­kri­se“ prä­sen­tiert wird, ist in Wirk­lich­keit eine „Ver­tei­lungs­kri­se“. Aus­lö­ser sind in ers­ter Linie die immer gewal­ti­ge­ren pri­va­ten Geld­ver­mö­gens­über­schüs­se von einem Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung. Die­se „Refeu­da­li­sie­rung“ ist ein typi­sches Spät­zei­ten­phä­no­men, unaus­weich­li­che Fol­ge eines Mecha­nis­mus, der bereits vor Jahr­hun­der­ten instal­liert wur­de. Euro­kri­se, Ban­ken­kri­se, Schul­den­kri­se sind nicht Pri­mär­ur­sa­chen,
son­dern bereits Sekun­dä­rer­eig­nis­se. Sie haben die Kri­se nicht ver­ur­sacht, aller­dings dras­ti­sch beschleu­nigt. Fast alle von den Regie­run­gen ergrif­fe­nen Maß­nah­men, egal ob „Ret­tungs­schir­me“ oder „Ret­tungs­flu­tun­gen“, haben stets eins gemein­sam: Sie ver­grö­ßern die Umver­tei­lung von unten nach oben, von den Bevöl­ke­run­gen an die Finan­zo­lig­ar­chen. Dilet­tan­tis­mus oder Metho­de?

Deutscher Yale-Professor Pogge bleibt im Denkgefängnis stecken 0

Deutscher Yale-Professor Pogge bleibt im Denkgefängnis stecken

Es ist ein­fach nur scha­de, dass Yale-Pro­fes­so­ren (das hier ist ein Deut­scher) bei Fra­gen der Gerech­tig­keit, nicht in der Lage zu sein schei­nen, den Sprung in das Sys­tem­den­ken zu voll­zie­hen. Wie funk­tio­niert das Sys­tem? Wie ver­än­de­re ich es? Im Grun­de zwei leich­te Fra­gen. Doch was macht ein Yale-Pro­fes­sor? Er phi­lo­so­phiert über die Steuer­hö­he, der es zur Rück­ver­tei­lung bedarf, damit die durch einen Sys­tem­feh­ler erst ent­stan­de­nen Ein­kom­men wie­der weg­ge­nom­men wer­den. Unglaub­li­ch, aber Zitat: „Stan­dard: Wie kommt es, dass auch in den USA die Rei­chen immer rei­cher wer­den? Pog­ge: Das liegt in ers­ter Linie dar­an, dass die Rei­chen in den USA extrem nied­ri­ge…

Ungezügelter Irrsinn bei US-Immobilienfinanzierungen 0

Ungezügelter Irrsinn bei US-Immobilienfinanzierungen

“Fred­die Mac wet­tet gegen die eige­nen Kun­den” Es mutet wie ein Trep­pen­witz an, ist aber für die aktu­ell Betrof­fe­nen bit­te­rer Ern­st. Nach­dem vor 2008 der US-Immo­bi­li­en­markt von all­zu lascher Hand­ha­bung bei der Aus­rei­chung von Immo­bi­li­en­kre­di­ten geprägt war, schlug die­ses Pen­del nach 2008 in die ande­re Rich­tung aus. Mit fata­len Fol­gen, wie sich immer öfter zeigt. Das staats­ei­ge­ne Hypo­the­ken-Unter­neh­men “Fred­die Mac” wur­de 2009 durch mas­si­ves Ein­grei­fen vor allem der FED vor dem Zusam­men­bruch geret­tet. Fred­die Mac nahm die für sie vor­ge­se­he­ne Auf­ga­be, “die Chan­cen für Wohn­ei­gen­tum aller Ame­ri­ka­ner zu ver­bes­sern”, so ern­st, dass sie offen­bar alle in Euro­pa und Deutsch­land bekann­ten “Sicher­heits­maß­nah­men”…

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„Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise durch eine Geldreform“

Das ist das The­ma der „Mün­de­ner Gesprä­che“ von 16. bis 18. März 2012 in der Rein­hards­wald­schu­le in Ful­da­tal (Sim­mers­hau­sen). Gleich zwei Jubi­lä­en wer­den dabei gefei­ert. Es han­delt sich näm­li­ch um die 50. Mün­de­ner Gesprä­che und Anlass ist der 150. Geburts­tag des Sozi­al­re­for­mers Sil­vio Gesell, der auf den 17. März fällt. Sein Haupt­werk „Die Natür­li­che Wirt­schafts­ord­nung“ ent­hält einen bis heu­te nicht geho­be­nen „Schatz“ und äußer­st wert­vol­le Lösungs­vor­schlä­ge für die Kri­se, in der wir mit­ten­drin ste­cken. Ent­spre­chend span­nend und zeit­ge­mäß besetzt ist die­se Tagung. Das Pro­gramm als PDF.

Ein Herz aus Stein 0

Sehnsucht nach „der“ Volkspartei?

Wäh­rend über die Par­tei­ta­ge der „Eta­blier­ten“ nüch­tern und meist ergeb­nis­ori­en­tiert berich­tet wird, reizt der Bun­des­par­tei­tag der Pira­ten­par­tei die gro­ßen Medi­en zu flan­kie­ren­den Maß­nah­men, wel­che die der­zeit erfolg­reichs­te „Split­ter­par­tei“ in ein eher schlech­tes Licht rücken. Die „Tages­schau“ bringt dabei die eher unbe­kann­te Poli­to­lo­gin Kat­ja Kull­mann in Posi­ti­on, um Äuße­run­gen, wie „Ich wür­de mir wün­schen, dass wie­der sozia­le Stand­punk­te bezo­gen wer­den“ oder „Ich wün­sche mir gro­ße, star­ke, ver­läss­li­che Par­tei­en. Eigent­li­ch wün­sche ich mir sogar die Rück­kehr der Volks­par­tei statt lau­ter klei­ner Kli­en­tel-Par­tei­en.“ als Gegen­po­si­ti­on zu den poli­ti­schen Empor­kömm­lin­gen auf­zu­bau­en, denen man eher Neo­li­be­ra­lis­mus unter­stellt, als ein sozia­les Gewis­sen. Den Beweis lie­fert Frau…

Neue Wogen, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Was sind Schulden?

Die­se Fra­ge ist eigent­li­ch ein wun­der­ba­rer Ansatz, um den Din­gen auf die Spur zu kom­men, die uns ganz aktu­ell aus der Bahn zu wer­fen schei­nen. Pro­fes­sor Micha­el Hud­son von der Uni­ver­si­tät von Mis­sou­ri ist die­ser Fra­ge am 2.12.2012 im Feuil­le­ton der FAZ nach­ge­gan­gen und lie­fert einen sehr lesens­wer­ten Bei­trag ab. Er erzählt eine wun­der­ba­re, erhel­len­de Geschich­te von Schul­den. Den­no­ch, am Ende bleibt der fade Geschmack, dass Schul­den per se etwas Schlech­tes sind, die ent­we­der erst gar nicht ent­ste­hen oder regel­mä­ßig erlas­sen wer­den soll­ten. Letz­te­res ist unter Umstän­den ein, wenn auch nicht neu­er, aber den­no­ch guter Gedan­ke. Ers­te­res zwei­fel­haft, da es auch…

EU-Flagge, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Klitzekleiner Geldregen – Pat Christ

Noch ist sie nicht recht­li­ch fixiert. Doch zwei von drei Hür­den sind inzwi­schen genom­men. Nach­dem sich das Euro­pa­par­la­ment am 8. März die­ses Jah­res für eine Finanz­trans­ak­ti­ons­steu­er aus­ge­spro­chen hat, stimm­te auch die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on Ende Sep­tem­ber der Ein­füh­rung die­ser Steu­er im Jahr 2014 zu. Nun muss noch der Euro­päi­sche Rat ent­schei­den, ob und, wenn ja, in wel­chem Maße er den Finanz­sek­tor an der Bewäl­ti­gung der Kos­ten der glo­ba­len Kri­sen betei­li­gen
will.

Wer die Menschen hasst, wird das Geld lieben – Wolfgang Berger 0

Wer die Menschen hasst, wird das Geld lieben – Wolfgang Berger

Ein Nach­wort auf: „Die Finanz­welt auf der Tita­nic: Tan­zen solan­ge die Musik spielt“
Die Reso­nanz auf sei­nen Tita­nic-Arti­kel in Heft 05/2011 der HUMANEN WIRTSCHAFT (Tan­zen solan­ge die Musik spielt) war so gewal­tig, dass Prof. Dr. Wolf­gang Ber­ger erschro­cken ist. War­um sagt er hier.

Erste Konservative schütten das Kind mit dem Bade aus 5

Erste Konservative schütten das Kind mit dem Bade aus

Anders las­sen sich die lau­ter wer­den­den Äuße­run­gen von als kon­ser­va­tiv bekann­ten Medi­en und Poli­ti­kern kaum inter­pre­tie­ren. Die Ereig­nis­se in Eng­land haben eine scho­ckie­ren­de Bru­ta­li­tät und kom­men hier­zu­lan­de offen­bar so man­chem schon viel zu nahe. Grie­chen­land wähn­te man da wei­ter weg und deren Pro­ble­me sah man als eher haus­ge­macht an. Doch mit dem spür­ba­rer wer­den­den Gefühl von Gewalt auf der Stra­ße, wächst die Unru­he, ob denn die jah­re­lang ver­folg­te Poli­tik, die dem Neo­li­be­ra­lis­mus den Weg gebahnt hat, eigent­li­ch rich­tig war. Wenn der Her­aus­ge­ber der FAZ, Frank Schirr­ma­cher, unter der Über­schrift „Ich begin­ne zu glau­ben, dass die Lin­ke recht hat“ zu Wort…

Goldene Zahnräder, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

“Die oberen Plätze zählen…

…denn nur oben geht es noch wei­ter nach oben. Unten fal­len immer mehr her­aus aus der öko­no­mi­schen Glei­chung „Mehr Markt=Mehr Kon­kur­renz= Mehr Wohl­stand““ Bis hier­her ist das ein Zitat aus die­sem aus­ge­zeich­ne­ten Doku­men­tar-Film, der bei Arte lief und von der US-Künst­le­rin Tina Bar­ney berich­tet. Das beson­de­re an Tina Bar­ney und ihrer Foto­gra­fie-Kunst ist ihre Her­kunft. Sie stammt selbst aus der obers­ten Eli­te­klas­se der Welt­stadt des Kapi­tals: New York. Der Film zeigt wie außer­ge­wöhn­li­ch die Arbeit von Tina Bar­ney ist, denn der tie­fe Ein­bli­ck in die Welt der Rei­chen und Schö­nen ist – ohne direkt anzu­kla­gen – eine Art Hil­fe­ruf der…

US-Bank führt „Umlaufsicherung“ auf Giroguthaben ein 0

US-Bank führt „Umlaufsicherung“ auf Giroguthaben ein

Wie die Finan­ci­al Times Deutsch­land (FTD) schreibt, führt einem Bericht des Wall Street Jour­nal (WSJ) zufol­ge die US Bank „Bank of New York Mellon“(BNY) Gebüh­ren für Gut­ha­ben auf den bei ihr geführ­ten Giro­kon­ten ein. Offen­bar haben die Kun­den der Bank 160 Mil­li­ar­den US-Dol­lar auf Giro­kon­ten der Bank „geparkt“, wodurch der Bank einer­seits Kos­ten bei der FDIC (Gesetz­li­che Ein­la­gen­si­che­rung) ent­ste­hen und sie ande­rer­seits auch kei­ne Mög­lich­keit habe, die Beträ­ge für Geschäf­te zu nut­zen, da die Gefahr des jeder­zei­ti­gen Abrufs der Ein­la­gen dro­he. Die Ver­mu­tung, wonach die Ban­ken gene­rell stark an Pro­ble­men der „Fris­ten­trans­for­ma­ti­on“ lei­den, wird zwar nir­gend­wo nach­voll­zieh­bar sta­tis­ti­sch auf­be­rei­tet, aber Berich­te…

Digitale Bargeld-Anarchisten 1

Digitale Bargeld-Anarchisten

Digi­ta­le Bar­geld-Anar­chis­ten Andre­as Ban­ge­mann Ein digi­ta­les Wäh­rungs­pro­jekt heizt Dis­kus­sio­nen im Inter­net an: Bit­co­in. Der Name ist Pro­gramm. Das Zah­lungs­mit­tel, “die Mün­ze” (engl.: Coin), besteht aus Com­pu­ter­bits, digi­ta­lem Code. Dabei gibt ist bei die­ser digi­ta­len Ver­si­on von Geld, im Gegen­satz zu einer Mün­ze, nichts was sich grei­fen lie­ße. Gen­au genom­men gibt es das Bit­co­in gar nicht, denn es exis­tiert nur rein rech­ne­ri­sch. Es han­delt sich um die Sum­me eines Ursprungs­codes und aller damit getä­tig­ten Trans­ak­tio­nen. Das hört sich im ers­ten Moment kom­pli­zier­ter an, als es ist. Sieht man von der mate­ri­el­len Stoff­lo­sig­keit ab, ist Bit­co­in in sei­nen wesent­li­chen Merk­ma­len dem uns…

Manche reden auch Klartext… 0

Manche reden auch Klartext…

… doch wird es zu sel­ten wahr­ge­nom­men, bzw. führt nur zu beschei­de­nen Reak­tio­nen bei den eigent­li­ch Betrof­fe­nen: Uns allen Der Moni­tor bringt es mit dem nach­fol­gen­den Bei­trag auf den Punkt. Es wird über­deut­li­ch, dass das „Auf-Zeit-spie­len“ der Poli­tik den Steu­er­zah­lern einen immen­sen Scha­den zufügt. Statt

Das gibt es nur im Kapitalismus: Die Insolvenz 3

Das gibt es nur im Kapitalismus: Die Insolvenz

Doch war­um fin­det sie gera­de dann kei­ne Anwen­dung, wenn sie drin­gend erfor­der­li­ch wäre? Lang­sam, Lang­sam, wir sind in Grie­chen­land! Wie sym­pa­thi­sch klingt die­ser Satz doch jedem Grie­chen­land-Urlau­ber im Ohr, wenn ein Ein­hei­mi­scher einem lächelnd die Hek­tik des eige­nen Han­delns und Den­kens in die gemäch­li­che Schön­heit Grie­chen­lands über­führt. „Ziga, Ziga“ oder „Avrio“ sind die Voka­beln, die dem gestress­ten Urlau­ber als ers­tes qua­si „infla­tio­när“ begeg­nen. „Lang­sam, Lang­sam“ und „mor­gen“. Die Uhren gehen in Grie­chen­land schon immer anders. Auch die Struk­tu­ren grie­chi­schen Geschäf­te­ma­chens haben eine ganz ande­re Tra­di­ti­on und unter­lie­gen ganz ande­ren – vor allem unge­schrie­be­nen – Geset­zen, als in den nörd­li­che­ren euro­päi­schen Län­dern.…

Enquete-Kommission Wachstum soll Arbeit aufnehmen 2

Enquete-Kommission Wachstum soll Arbeit aufnehmen

Auf Betrei­ben aller Bun­des­tags­frak­tio­nen wird sich laut Druck­sa­che 173853 des Deut­schen Bun­des­tags (PDF) unver­züg­li­ch eine Enque­te-Kom­mis­si­on kon­sti­tu­ie­ren, die den Titel trägt „Wachs­tum, Wohl­stand, Lebens­qua­li­tät – Wege zu nach­hal­ti­gem Wirt­schaf­ten und gesell­schaft­li­chem Fort­schritt in der Sozia­len Markt­wirt­schaft“. Die Komms­si­on soll vor Ablauf der Legis­la­tur­pe­ri­ode über ihre Arbeits­er­geb­nis­se berich­ten. Die­ser Bericht wird dann einer brei­ten Öffent­lich­keit zugäng­li­ch gemacht. Das könn­te eine span­nen­de Kom­mis­si­on wer­den, denn das The­ma bie­tet eini­gen Zünd­stoff, schließ­li­ch geht es beim Wachs­tum in der poli­ti­schen Dis­kus­si­on stets um die zu gerin­ge Geschwin­dig­keit des­sel­ben. Maß­nah­men zur Wachs­tums­be­schleu­ni­gung ste­hen hoch im Kurs. Und jetzt müs­sen sich die glei­chen Poli­ti­ker um „nach­hal­tig­hes Wirt­schaf­ten“…

Medien werden mutiger – Insolvenz für Banken und Staaten 0

Medien werden mutiger – Insolvenz für Banken und Staaten

Zitat aus dem Han­dels­blatt: „Kei­nen Satz hört man in Ber­lin der­zeit so häu­fig wie die­sen: „Wir dür­fen uns in der Euro-Kri­se nicht län­ger von den Märk­ten trei­ben las­sen.“ Was Ent­schlos­sen­heit zei­gen soll, ist doch nur ein trau­ri­ger Witz. Denn die Poli­tik stol­pert wei­ter hin­ter den Märk­ten her, sieht zu, wie ein Euro-Land nach dem ande­ren brand­ge­ro­det wird. Noch nie seit Aus­bruch der Kri­se waren wir dem Desas­ter, dem Zer­fall der Wäh­rungs­uni­on, so nahe wie jetzt: Weil nicht mehr klar ist, ob die finan­zi­el­len Mit­tel und der poli­ti­sche Wil­le aus­rei­chen, um auch gro­ße Staa­ten wie Spa­ni­en und Ita­li­en zu stüt­zen.“ via Blick­punkt…

Iren sind menschlich 0

Iren sind menschlich

Nach unzäh­li­gen Ban­ken, dem Staat Grie­chen­land ist es nun Irland, das in die Zah­lungs­un­fä­hig­keit schliddert. Ein­mal mehr kann ein Schuld­ner sei­nen Ver­pflich­tun­gen nicht mehr nach­kom­men und wird durch Steu­er­zah­ler ersetzt. Schlap­pe 200 € von jedem Bür­ger der Euro­päi­schen Uni­on – vom Neu­ge­bo­re­nen bis zum Greis – flie­ßen… ja wohin flie­ßen sie denn eigent­li­ch?  Dahin, wo die Mil­li­ar­den auch bei allen ande­ren Ret­tungs­schir­men und –pake­ten geflos­sen sind: Zunächst zu den Ban­ken und von dort zu den Geld­an­le­gern, die sich gemäß die­sem Ver­tei­lungs­mus­ter die „Beu­te“ tei­len:   Die Geld­ver­mö­gen der reichs­ten 20 % der Bevöl­ke­rung wer­den mit den Steu­er­mil­li­ar­den geret­tet! Unter die­sen…

Ungleichgewicht: Das neue Einmaleins 0

Ungleichgewicht: Das neue Einmaleins

Eine sys­te­mi­sche Dia­gno­se die­ses Kom­ple­xes ist dage­gen nicht ganz so ein­fach. Sie betrach­tet nicht nur, was beim Staats­haus­halt unterm Strich steht, son­dern ana­ly­siert auch, wie sich die Sal­den von Pri­vat­haus­hal­ten, Unter­neh­men und Staat zuein­an­der ver­hal­ten. Denn in jedem Wirt­schafts­sys­tem kann ein Akteur nur so viel Geld schul­den, wie der ande­re spart und dann ver­leiht: Die Sum­me aller Über­schüs­se und Defi­zi­te ist Null. via freitag.de Was kann dar­aus fol­gen, wenn es um die Lösung des Pro­blems der Über­schul­dung geht? Doch nur, dass wir uns Gedan­ken um die Redu­zie­rung der Geld­ver­mö­gen machen müs­sen. Eine zurück­ge­hen­de Ver­schul­dung gibt es nur um den Preis…