Kategorie: Helmut Creutz

Bei­trä­ge von Hel­mut Creutz oder über sei­ne Arbeit

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Wirt­schaft­li­che Trieb­kräf­te von Rüs­tung und Krieg – Hel­mut Creutz

> – - – Adolf Pas­ter (Grün­der und Ehren­prä­si­dent der HIFA-Aus­tria, „Die Zukunft beginnt jetzt“, in: Der Drit­te Weg 792) – - – Im Febru­ar 2001, als die letz­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen des Jugo­sla­wi­en­kriegs von 1991 bis 2001 befass­te sich Hel­mut Creutz ein­mal mehr mit den wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hän­gen von Krieg und Frieden.…

Helmut Creutz 2013
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Nega­tiv­zin­sen erfor­dern eine Geld­um­lauf­si­che­rung – Hel­mut Creutz

In den Medi­en erreg­ten bereits vor Jah­ren die radi­ka­len Leit­zins-Absen­­kun­­gen auf und unter Null, vor allem der japa­ni­schen Zen­tral­bank, Auf­se­hen in der Welt, neu­er­dings auch die in Schwe­den oder der Schweiz. Doch seit Dezem­ber 2015 hat auch die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) die­se Null­gren­ze erreicht, wie aus der Dar­stel­lung 1 ersichtlich.…

Helmut Creutz 2013
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Ver­mö­gens­kon­zen­tra­tion – Wel­che Rolle spie­len die Geschäfts­ban­ken? – Hel­mut Creutz

„Fros­ti gegen das alte Geld“ — Unter die­sem Titel erschien am 22. Okto­ber 2015 in der Tages­zei­tung „Die Zeit“ ein über zwei Sei­ten ver­teil­ter Arti­kel von Mark Schie­r­itz. Dar­in hieß es u. a.: — „Ein islän­di­scher Poli­ti­ker will den Ban­ken die Macht über die Wäh­rung neh­men – und fin­det Fans in der…

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Warum die Preise nicht mit den Zinsen sinken – Helmut Creutz

„Wenn im Durch­schnitt aller Prei­se ein Drit­tel Zin­sen ste­cken, war­um sin­ken die­se denn jetzt nicht?“ – Hel­mut Creutz – Ange­sichts der deut­lich abge­senk­ten und – in Son­der­fäl­len – sogar ins Minus gehen­den Leit­zin­sen der Zen­tral­ban­ken, ist die­se Fra­ge durch­aus nahe lie­gend! – Doch wäh­rend es sich bei die­sen Leit­zin­sen nur…

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Vom Hochzins bis zum Null- und Negativzins – Helmut Creutz

Vom Hoch­zins bis zum Null- und Nega­tiv­zins Ursa­chen und Fol­gen der Zins­satz-Ver­än­de­run­gen sowie deren Aus­wir­kun­gen in der Wirt­schaft Hel­mut Creutz Das The­ma Zin­sen und des­sen Ver­än­de­run­gen hat in den letz­ten Mona­ten die Gemü­ter mehr beschäf­tigt, als in den gan­zen vor­aus­ge­hen­den Jahr­zehn­ten. Das vor allem bedingt durch die unge­wohn­te Vor­stel­lung eines…

„Das Geld für die Zinsen fehlt in der Wirtschaft!“ – Helmut Creutz 0

„Das Geld für die Zinsen fehlt in der Wirtschaft!“ – Helmut Creutz

Ähn­lich wie das Unge­heu­er von Loch Ness, taucht auch die­se Ver­mu­tung in den Dis­kus­sio­nen übers Geld immer wie­der ein­mal auf. Begrün­det wird sie meist damit, dass ja die Schuld­ner nur die Kre­dit­sum­me gelie­hen und damit kein Geld zur Ver­fü­gung haben, um dar­über hin­aus auch noch Zin­sen zu zah­len. Selbst von…

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Was ist los mit unserem Geld – Helmut Creutz

Was ist los mit unse­rem Geld, dem neu­tra­len Ver­mitt­ler, Zah­lungs- und Schmier­mit­tel in der Wirt­schaft? Auch wenn es inzwi­schen ver­schie­de­ne Theo­ri­en gibt, dürf­te Geld aus dem Bedürf­nis ent­stan­den sein, Leis­tun­gen gegen­ein­an­der zu tau­schen. Wäh­rend die anfangs dazu benutz­ten Zwi­schen­tausch­mit­tel – ob Tee­zie­gel, Salz­bar­ren, Getrei­de oder Kakao­boh­nen – selbst noch nutzbare…

EZB senkt Leitzinsen und führt erstmals „Strafzinsen“ ein 0

EZB senkt Leitzinsen und führt erstmals „Strafzinsen“ ein

Gera­de wird gemel­det, dass die EZB es getan hat. Der Leit­zins wur­de auf 0,15% gesenkt. Und für über Nacht gepark­te Gel­der von Geschäfts­ban­ken bei der Zen­tral­bank wird ein Minus­zins von 0,1 % fäl­lig. Das Gan­ze hat nichts mit grund­sätz­li­chen Ein­sich­ten zu tun, son­dern ist eine Ver­zweif­lungs­tat. Mit ihr erhofft man sich…

Erinnerungen an Margrit Kennedy – Helmut Creutz 0

Erinnerungen an Margrit Kennedy – Helmut Creutz

Erin­ne­run­gen
an mei­ne ersten
Kon­tak­te mit
den monetären
Realitäten –
und der Rolle
Mar­grit Kennedys
in diesem
Lebensabschnitt.
Der viel zu frü­he Tod von Mar­grit Kennedy
hat bei mir vie­le Erinnerungen
wach­ge­ru­fen. Vor allem bezo­gen auf
mei­ne ers­ten Schrit­te in Sachen Zins
und Frei­wirt­schaft und damit jenem
völ­lig unge­plan­ten Lebensabschnitt,
der für mich, Ende der 1970er Jahre,
durch einen Zufall begann und wenige
Jah­re spä­ter, durch die Begegnung
mit Mar­grit, äußerst wich­ti­ge Mut machende
Impul­se erhal­ten hat.
Wie schon häu­fi­ger berichtet,
wur­de ich Ende 1977, durch
die Zuschrift eines Lesers meines
Schul­ta­ge­buchs „Haken krümmt
man bei­zei­ten“, mit die­sen geldbezogenen
Begrif­fen und The­men bekannt.
Jenes Buches, das vor allem durch die
Fern­seh-Vor­stel­lung in „Titel, Thesen,
Tem­pe­ra­men­te“ als Buch des Monats
vie­le Reak­tio­nen in der Öffentlichkeit
aus­lös­te, dar­un­ter auch die­se Zuschrift
von Wal­ter Michel aus Ber­lin, die mein
Leben ver­än­dern sollte.
Wie sich spä­ter her­aus­stell­te, handelte
es sich um einen selbst­stän­di­gen Handwerksmeister,
der nach dem Krieg in der
DDR annahm, für das The­ma Freiwirtschaft
und Gesell wie­der öffent­lich eintreten
zu kön­nen. Er hat­te sich jedoch
geirrt und wur­de wegen sei­ner Veröffentlichungen
von der damals noch vorherrschenden
sowje­ti­schen Besatzungsmacht
ver­haf­tet, erst zum Tode verurteilt
und dann zu lebens­läng­li­cher Haft in der
berüch­tig­ten Fes­tung Baut­zen „begna­digt“,
einer Stra­fe, von der er mehr als
zehn Jah­re absit­zen musste.
Was Wal­ter Michel mir schrieb, war für
mich anfangs völ­lig unver­ständ­lich. Weder
den Namen Sil­vio Gesell noch den
Begriff „Frei­wirt­schaft“ (der mich immer
an eine som­mer­li­che Gartenwirtschaft
erin­ner­te!) hat­te ich je gehört. Und das
Glei­che galt auch für das beigelegte
klei­ne Buch eines Hans Kühn, „5000
Jah­re Kapi­ta­lis­mus“, dem dann jedoch –
wenn auch sti­lis­tisch etwas aufgemotzt
– eini­ge kon­kre­te­re Anga­ben und Zahlen
zu ent­neh­men waren die mich neugierig
mach­ten. Das beson­ders im Hinblick
auf die Aus­wir­kun­gen exponentiell
wir­ken­der Abläu­fe, mit denen er den
Zin­ses­zins-Effekt beschrieb – einer Problematik,
die mir dadurch zum ersten
Mal deut­lich wur­de und für die ich vielleicht
auch nur des­halb offen war, weil
sich mir damals, Ende der 1970er Jahre
und ange­sichts der all­ge­mei­nen Wachstumseuphorie,
schon die Fra­ge aufgedrängt
hat­te, wie lan­ge das eigentlich
noch wei­ter gehen soll­te. Doch diese
von Hans Kühn gemach­ten Ausführungen
muss­te ich jedoch vor einer Antwort
an Wal­ter Michel unbe­dingt überprüfen.
Das betraf vor allem die Gegensätzlichkeiten
von linea­rem und exponentiellem
Wachs­tum und deren Vergleiche
mit den natür­li­chen Wachstumsabläufen.
Bei denen die zeit­li­chen Abstände
zwi­schen den Ver­dopp­lun­gen bekanntlich
immer grö­ßer und schließ­lich „unend­lich“
wer­den, wie wir aus unserer
eige­nen Ent­wick­lung ab 18-
20 Jahren
wis­sen. Im Gegen­satz dazu, nahm ein
expo­nen­ti­el­les Wachs­tum, mit gleich
blei­bend lan­gen Verdopplungs-Schritten,
stän­dig schnel­ler zu – wie bei den
Geld­an­la­gen durch Zins und Zinseszins
der Fall. Eine Ent­wick­lung, die –
das hat­te ich nach der Schrift von Hans
Kühn ver­in­ner­licht – förm­lich zu Explosionen
füh­ren musste!
Erfah­run­gen zu den Zinsauswirkungen
in der Praxis
Zin­sen waren mir – damals bereits 55
Jah­re alt – bis dahin immer nur als eine
schö­ne Ange­le­gen­heit bekannt, über
deren Gut­schrift auf dem Sparbuch
man sich am Jah­res­an­fang immer freute.
Und bezo­gen auf die Hypotheken,
die ich für Bau­wer­ke lau­fend aufnehmen
muss­te, blieb der Mix von Zinsen
und Til­gung in der Mie­te als Summe
häu­fig gleich. „Bewei­se“ für die zinsbedingten
Wachs­tums-Wir­kun­gen in unserem
nor­ma­len Leben und vor allem
deren Bri­sanz, ent­deck­te ich dann erst
im Zusam­men­hang mit gra­fi­schen Aufzeichnungen
von Mietberechnungen
und deren Bestandteil-Verschiebungen
im Lau­fe der Jah­re und Jahrzehnte.
Obwohl die­se Berech­nun­gen bei den
Woh­nungs­bau­fi­nan­zie­run­gen eine
der Vor­aus­set­zun­gen für die staatlichen
zins­güns­ti­gen Zuschüs­se waren
und man sie im Vor­hin­ein nachweisen
muss­te, waren mir die­se Wechselwirkungen
nie auf­ge­fal­len. Und wirklich
über­zeu­gend wur­den sie für mich erst
dann, als ich sie bei­spiel­haft nebeneinander
in Gra­fi­ken umsetz­te. Das
vor allem bezo­gen auf jene Vorgänge
im Geld- und Kre­dit­be­reich, die mir
bis­lang als pro­blem­los erschie­nen waren:
Wenn man zu viel Geld in der Tasche
hat­te und vor­erst nicht brauchte,
zahl­te man es eben bei den Banken
ein, die es dann zwi­schen­zeit­lich weiter
ver­lie­hen. Und dass man dafür einen
– meist nur rela­tiv gerin­gen – Zins
erhielt, war eine klei­ne Beloh­nung für
die­se Erspar­nis­bil­dung, die dann der
Kre­dit­neh­mer sei­ner­seits jeweils an
die Bank zu zah­len hatte.

Helmut Creutz 2013
Foto: Privat
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Problemfeld Inflation – Helmut Creutz

„Infla­ti­on ist nicht nur Betrug am Spa­rer, nicht nur die unso­zi­als­te Form der Umver­tei­lung, son­dern auch die Erwerbs­lo­sig­keit von mor­gen. Längst ist wider­legt, dass fünf Pro­zent Infla­ti­on leich­ter zu ertra­gen sei­en als fünf Pro­zent Arbeits­lo­sig­keit; viel­mehr sind null Pro­zent Infla­ti­on die vor­züg­lichs­te Vor­aus­set­zung für null Pro­zent Erwerbs­lo­se. Der Glau­be, Voll­be­schäf­ti­gung las­se sich mit ‚ein biss­chen Preis­stei­ge­rung‘ erkau­fen, muss­te welt­weit teu­er bezahlt wer­den.“ Peter Gil­lies, 1987

Das schrieb Peter Gil­lies, Chef­re­dak­teur der deut­schen Tages­zei­tung DIE WELT, im Jah­re 1987, als die Infla­ti­on – zum drit­ten Mal in der Nach­kriegs­zeit – wie­der zu einem stei­len Anstieg ansetz­te. Und zwar bezo­gen auf eine Aus­sa­ge des dama­li­gen Bun­des­kanz­lers Hel­mut Schmidt, der bereits in den 1970er Jah­ren ein­mal die Ansicht ver­tre­ten hat­te, dass „fünf Pro­zent Infla­ti­on bes­ser sind als fünf Pro­zent Arbeitslosigkeit!“ –

Wie frag­wür­dig die­se Auf­fas­sung jedoch war, geht aus der Dar­stel­lung 1 her­vor, die jenen Zeit­raum zwi­schen 1965 und 2005 erfasst, in dem die Infla­ti­ons­sät­ze drei Mal Höchst­stän­de erreich­ten. Erkenn­bar wer­den dar­aus auch die jewei­li­gen Fol­gen: Anstie­ge der Zins­sät­ze und – mit etwa zwei­jäh­ri­ger Ver­zö­ge­rung – die der Arbeits­lo­sig­keit sowie der zusätz­lich ein­ge­tra­ge­nen Firmenpleiten.

Die­se Aus­wir­kun­gen in der Real­wirt­schaft wer­den noch deut­li­cher, wenn man – wie in der Gra­fik gesche­hen – die Infla­ti­ons- und Zins­kur­ven ein­mal um zwei Jah­re nach rechts ver­schiebt und damit die zeit­li­chen Ver­zö­ge­run­gen zwischen
bei­den Vor­gän­gen neu­tra­li­siert. Nun mag die Infla­ti­on in unse­ren Tagen und ange­sichts der heu­ti­gen Raten von inzwi­schen etwa zwei Pro­zent, gar kein gro­ßes The­ma mehr sein. Aber denkt man an die Mas­sen von Bar­geld, die heu­te in der Welt vor­han­den aber nicht im Umlauf sind, kann sich das sehr schnell ver­än­dern! Des­halb ist es auch in unse­ren Tagen sinn­voll, sich nicht nur an jene Hyper­in­fla­ti­on der Zwan­zi­ger Jah­re zu erin­nern, son­dern sich auch mit jenen Ent­wick­lun­gen aus unse­rer Wirt­schafts­epo­che zu befas­sen, die – bezo­gen auf die letz­ten Jahr­zehn­te – aus der Dar­stel­lung 1 hervorgehen.

Infla­tio­nen als Ursa­chen der Kon­junk­tur­schwan­kun­gen Wie die­se Dar­stel­lung ver­mit­telt, war die Ursa­che des stän­di­gen Auf und Ab in unse­rer jüngs­ten Ver­gan­gen­heit im ers­ten Schritt die Schwan­kun­gen der Infla­ti­ons­sät­ze, denen dann im Gleich­schritt jeweils die der Gut­ha­ben- und Kre­dit­zin­sen folg­ten. Auf­ge­schla­gen wird bei die­sen Kre­dit­zin­sen dann noch
jene Mar­ge, mit der die Ban­ken ihre eige­nen Kos­ten absi­chern, vor allem für Per­so­nal und Risi­ko. Und natür­lich – wie bei jedem Unter­neh­men – auch noch der betriebs­not­wen­di­ge Gewinn, der allei­ne schon zur Bedie­nung des Eigen­ka­pi­tals erfor­der­lich ist. Aus der Dar­stel­lung 1 geht vor allem aber auch der lang­fris­ti­ge Anstieg des Arbeitslosensockels
her­vor, auf den sich die infla­ti­ons­be­ding­ten aktu­el­len Schü­be jeweils auf­sat­teln. Wie­der­ge­ge­ben ist die­se Arbeits­lo­sig­keit jeweils in Pro­zen­ten der Erwerbs­tä­ti­gen, als so genann­te „Arbeits­lo­sen­quo­te“, deren Sockel – wie
ersicht­lich – von etwa einem Pro­zent Anfang der 1970er Jah­re bis 2005 auf fast zehn Pro­zent ange­stie­gen ist. Die über der Arbeits­lo­sen­quo­te ein­ge­tra­ge­ne zusätz­li­che Kur­ve der Insol­ven­zen, also der Fir­men­schlie­ßun­gen, folgt – wie ersicht­lich – mit ihren Schwan­kun­gen eben­falls den Ent­wick­lun­gen von Infla­ti­on und Zin­sen, ver­stärkt sogar ab 1990.

Und was sind die Ursa­chen der Inflation?

Grafik Nr. 30 - Helmut Creutz 0

Minuszinsen – eine Lösung unserer Probleme? – Helmut Creutz

Wor­um geht es? Dass die ent­schei­den­den Vor­aus­set­zun­gen für eine dau­er­haf­te Absen­kung der Zin­sen nur über die Zen­tral­ban­ken und deren Leit­zin­sen erreich­bar sind, dürf­te weit­ge­hend Zustim­mung fin­den. Dabei geht es vor allem um jenen Haupt­re­fi­nan­zie­rungs­satz, zu dem die Ban­ken bei der Zen­tral­bank Geld aus­lei­hen kön­nen, was in nor­ma­len Zei­ten über­wie­gend nur jeweils für eine Woche der Fall ist. Der dar­über lie­gen­de „Spit­zen­re­fi­nan­zie­rungs­satz“ bie­tet den Ban­ken die Mög­lich­keit, bei Bedarf noch zusätz­li­ches Geld zu erhal­ten, wäh­rend der unte­re Ein­la­ge­satz den Ban­ken ermög­licht, übri­ges Geld bei der Zen­tral­bank zu nied­ri­ge­ren Zin­sen zu par­ken, was meist nur über Nacht geschieht.

Wie aus der Dar­stel­lung her­vor­geht, wur­den die bei­den letzt­ge­nann­ten Zins­sät­ze, trotz aller Auf- und Abstie­ge, in der Ver­gan­gen­heit immer mit einem Pro­zent­punkt Abstand zum Haupt­re­fi­nan­zie­rungs­satz fest­ge­setzt. Im Zuge der mehr­fa­chen Abstie­ge des Haupt­sat­zes 2008/09, redu­zier­te man jedoch die­sen Abstand, „Leit­zins­kor­ri­dor“ genannt, auf drei­vier­tel Pro­zent, wahr­schein­lich um bei dem unte­ren Ein­la­ge­satz nicht mit der Null­li­nie in Berüh­rung zu kom­men! Doch als man im Juli 2012 den Leit­zins­kor­ri­dor sogar auf ein hal­bes Pro­zent absenk­te, war die­ses Tabu gebro­chen: Es gab zum ers­ten Mal bei der Bun­des­bank, bzw. der EZB, einen Null-Zins­satz! Doch bei der nach­fol­gen­den Haupt­satz-Absen­kung im Mai 2013 auf ein hal­bes Pro­zent, ver­mied man den nun eigent­lich anste­hen­den Durch­bruch in den Minus­be­reich erneut durch eine Redu­zie­rung der Zins­satz-Abstän­de, dies­mal auf ein hal­bes Pro­zent! – Das heißt, der Vor­teil, der den Ban­ken beim „Par­ken“ von Über­schüs­sen ein­ge­räumt wird und ursprüng­lich bei einem Pro­zent lag, ist über drei Vier­tel nun auf ein hal­bes Pro­zent­ge­schmol­zen! – Dass mit sol­chen nied­ri­gen Zins­sät­zen und vor allem Zins­satz-Abstän­den auch die Steue­rungs­mög­lich­kei­ten der Zen­tral­ban­ken schwin­den, dürf­te ein­leuch­ten. Des­halb wären, zumin­dest bei den Ein­la­ge­sät­zen, Zins­sät­ze unter Null längst überfällig.

Zum 90. Geburtstag von Helmut Creutz – versch. Gratulanten 0

Zum 90. Geburtstag von Helmut Creutz – versch. Gratulanten

Für Hel­mut Creutz ans ande­re Ende der Welt

Um Hel­mut ken­nen­zu­ler­nen, muss­te ich einen ziem­li­chen Umweg in Kauf neh­men. 17.717 Kilo­me­ter, um genau zu sein. Von mei­nem Stu­di­en­ort Leip­zig aus hat­te es mich im Jahr 2000 nach Neu­see­land ver­schla­gen. Dort woll­te ich wäh­rend eines Urlaubs­se­mes­ters mein Eng­lisch ver­bes­sern. Und ich war auf der Suche nach neu­en Ideen…

Helmut Creutz 2013
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Helmut Creutz – Die andere Sicht auf die Dinge

„Was ist das über­haupt für eine Wis­sen­schaft, in der man – abge­se­hen von weni­gen Aus­nah­men – die ent­schei­den­den Ursa­chen unse­rer wesent­li­chen Mise­ren und Zwän­ge nicht wahr­nimmt und uns damit ohne gang­ba­re Aus­we­ge in die Zukunft ent­lässt?“  Offen­bar muss man außer­halb des Wis­sen­schafts­be­trie­bes der Schul­öko­no­mie ste­hen, um sei­nen Blick für Zusammenhänge…

Helmut Creutz 2013
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Sommertagung in Wuppertal 13. und 14. Juli 2013

Welch schö­ner Anlass: Hel­mut Creutz fei­ert am 8. Juli sei­nen 90. Geburts­tag. Kurz dar­auf, am 13. und 14. 7. wer­den er und vie­le ande­re auf unse­rer dies­jäh­ri­gen Som­mer­ta­gung anwe­send sein. Das Pro­gramm fin­den Sie hier als PDF-Datei. Anmel­dun­gen sind mit die­sem For­mu­lar mög­lich. (Auf die blaue Schrift klicken)

Negativ- bzw. Minuszins – oder  Zinssenkung durch Umlaufsicherung? – Helmut Creutz 0

Negativ- bzw. Minuszins – oder Zinssenkung durch Umlaufsicherung? – Helmut Creutz

Zin­sen im Minus­be­reich, bis­her eher
als ein Unwort gemie­den, hat­te die FAZ
bereits am 18. Dezem­ber 2012 unter
der Über­schrift „Das Gespenst der negativen
Leitzinsen“[1] behan­delt. Inzwischen
wur­de das The­ma im in weiteren
Zei­tun­gen auf­ge­grif­fen, bis hin zur
„Neu­en Zür­cher Zeitung“[2], in der man
sich auch an die Ide­en Gesells und dessen
Vor­schlä­ge zu einer Belas­tung der
Bar­geld­hal­tung erinnerte.
Wie kam es
zu die­sen Diskussionen?
Aus­lö­ser waren die Über­an­stie­ge der
von der EZB den Ban­ken eingeräumten
Geld­mit­tel, die eigent­lich als Sicherheiten
deren Kre­dit­ge­schäf­te beleben
soll­ten. Statt­des­sen aber wur­den diese
von den Ban­ken bei der Zen­tral­bank in
jenen Bestän­den geparkt, die man unter
dem Begriff „Basis­geld“ zusammenfasst.
– Die­ses Basis­geld addiert sich
wie­der­um aus dem Banknotenumlauf,
den Min­dest­re­ser­ven und jenen so genannten
Ein­la­ge­fa­zi­li­tä­ten, auf denen
die Ban­ken – wenn über­haupt – normalerweise
nur ganz gerin­ge Überschüsse
zwi­schen­par­ken und das meist nur
über Nacht. Die Min­dest­re­ser­ven dage-
1 sie­he: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/
anlei­hen-zin­sen/geld­po­li­tik-das-gespenst-der-nega­ti­ven­leit­zin­sen-
11996945.html
2 Vgl.: http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/
wirt­schafts­nach­rich­ten/ist-der-mone­ta­ris­mus­wi­der­legt-
1.17937413
gen ent­spre­chen den Zwangseinlagen,
die von allen Ban­ken bei der Zentralbank
gehal­ten wer­den müssen.

Schulden machen, um Zinsen bezahlen zu können – Helmut Creutz 0

Schulden machen, um Zinsen bezahlen zu können – Helmut Creutz

Wie der Staat durch Schul­den­auf­nah­me die Sche­re zwi­schen Arm und Reich immer wei­ter öffnet.

In der Dar­stell­lung sind sowohl die jähr­li­chen Neu­kre­dit­auf­nah­men der Öffent­li­chen Haus­hal­te in Deutsch­land (gel­be Säu­len) als auch die jähr­li­chen Zins­zah­lun­gen in Mrd. Euro (dunk­le Kur­ve) wie­der­ge­ge­ben, zusätz­lich im unte­ren sepa­ra­ten Teil außer­dem die durch­schnitt­li­chen Ertrags-Zins­sät­ze der Ban­ken (= Zins­er­trä­ge in Pro­zent der durch­schnitt­li­chen Bilanz­sum­me). Wie aus dem Ver­gleich mit die­sen Zins­kur­ven deut­lich wird, stie­gen in Fol­ge der Hoch­zins­pha­sen 1974, -82
und -93 jeweils sowohl die Zins­zah­lun­gen als auch die Neu­kre­dit­auf­nah­men des Staa­tes deut­lich an.

034⁄043"> Darstellung Nr. 034/043 © Helmut Creutz 1

034⁄043">Erläuterungen von Helmut Creutz zur seiner Darstellung Nr. 034043

In der Dar­stel­lung wer­den, bezo­gen auf den Zeit­raum 1950 bis 2010 und den deut­schen Wirt­schafts­raum, den Ent­wick­lun­gen der Geld­ver­mö­gen im obe­ren Teil der Gra­fik die der Ver­schul­dun­gen im unte­ren Teil gegen­über gestellt.
Wie aus den ein­ge­tra­ge­nen nomi­nel­len Mil­li­ar­den­be­trä­gen her­vor­geht, nah­men bei­de Grö­ßen in den 60 Jah­ren auf etwa das 220- bzw. 260-fache zu. Umge­rech­net in Pro­zen­ten des BIP, also gemes­sen an der Wirt­schafts­leis­tung stie­gen sie auf gut
das Fünf­fa­che und erreich­ten 2010, mit Grö­ßen von 320% bzw. 305% des BIP, mehr als das Drei­fa­che der Wirt­schafts­leis­tung! – Die zusätz­lich ein­ge­tra­ge­nen lang­fris­ti­gen Trend­li­ni­en las­sen die Über­ent­wick­lun­gen der Grö­ßen durch den Bör­sen­boom um 2000 eben­so erken­nen wie den nach­fol­gen­den Ein­bruch durch die Finanzmarkt-Krisen.

Hot Euro, © Martin Bangemann, bestmoose.de 2

Vollgeld… – Helmut Creutz

Ein Bei­trag zur Lösung unse­rer Geld­pro­ble­me oder zur wei­te­ren Ver­wir­rung? – Ver­such einer Klärung
„Mit der Ein­füh­rung des Voll­gel­des wäre … mit einem Schlag die Euro­kri­se been­det. Die bestehen­den Staats­schul­den aller Euro­län­der wären kein Pro­blem mehr und die Finanz­märk­te wären froh, wenn sie über­haupt noch Staats­an­lei­hen zum Kauf fin­den. Die Euro­staa­ten könn­ten sich ent­spannt auf die Ein­hal­tung des Fis­kal­pak­tes und der Schul­den­brem­se und den Aus­gleich der Han­dels­de­fi­zi­te kon­zen­trie­ren, so dass kei­ne neu­en lang­fris­ti­gen Staats­schul­den mehr ent­ste­hen.“ [Aus einem Papier des Ver­eins „ Initia­ti­ve Mon­eta­ti­ve“ von Tho­mas Mayer]

Von Geld, Geldmengen und Geldillusionen – Helmut Creutz 0

Von Geld, Geldmengen und Geldillusionen – Helmut Creutz

„Der Versuch, die Geldmenge zu definieren, treibt akribische Experten an den Rand der Verzweiflung. Denn es gibt keine klare Trennungslinie im Kaleidoskop der Anlagen, die es ermöglichen würde, genau den Punkt festzulegen, an dem sich Geld von anderen Anlagen scheidet.“[1]
„Die genaue Definition >der Geldmenge< ist ebenso eine Frage des Geschmacks wie der wissenschaftlichen Notwendigkeit. Neben M1 und M2 haben die Ökonomen mehr als ein Dutzend Geldmengenkonzepte definiert: M3, M1a, M1b!“[2] [1] Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar 1992 [2] Paul A. Samuelson, in seinem weltweit verbreiteten Lehrbuch „Volkswirtschaftslehre“

Helmut Creutz Vortrag auf DVD 0

Helmut Creutz DVD „Meine zehn wichtigsten Grafiken“

Der Vor­trag von Hel­mut Creutz in der Sil­vio-Gesell-Tagunggs­stät­te bald auf DVD.

Ver­zö­ge­run­gen schei­nen in die­sem Jahr nicht nur in der Poli­tik an der Tages­ord­nung zu sein. Wir haben im Lau­fe der Pro­duk­ti­on des Hel­mut-Creutz-Vide­os fest­stel­len müs­sen, dass zur opti­ma­len Umset­zung doch erheb­lich mehr Auf­wand erfor­der­lich war und immer noch ist. Die­se „Mehr­ar­beit“ wird in einem her­vor­ra­gen­den Pro­dukt enden, hat aber lei­der eine Ver­zö­ge­rung der Aus­lie­fe­rung des Vide­os zur Fol­ge. Die qua­li­ta­ti­ve Auf­wer­tung die­ses her­vor­ra­gen­den Vor­tra­ges unse­res Freun­des Hel­mut Creutz ist die War­te­zeit aber sicher wert.

Das vor­aus­sicht­li­che Aus­lie­fe­rungs­da­tum von Anfang August muss aber lei­der nun doch um 6 Wochen nach hin­ten ver­scho­ben wer­den, also auf die zwei­te Septemberwoche.

Reichtum und Reichtumsexplosion – Helmut Creutz 0

Reichtum und Reichtumsexplosion – Helmut Creutz

Auch wenn der Begriff „Reich­tum“ viel­fach ver­wen­det wird – vom Arten­reich­tum in der Natur bis hin zum Reich­tum wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se – , wird er auf Anhieb meist mit Geld ver­knüpft! Eben­falls, wenn man unter die­sem Begriff den Reich­tum aller Güter aus­drückt, d. h. die wirt­schaft­lich ein­ge­setz­ten Sach­wer­te mit den Geld­erspar­nis­sen, unter dem Begriff „Ver­mö­gen“ zusam­men­fasst. Und die­ser Reich­tum und des­sen zuneh­men­de Kon­zen­tra­ti­on machen vor allem Schlag­zei­len, wenn vom „Mana­ger-Maga­zin“, alle paar Jah­re, die „300 reichs­ten Deut­schen“ auf­ge­lis­tet werden!

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Wie konnte YouTube so lange ohne humane Wirtschaft auskommen?

Der You­Tu­be-Kanal der HUMANEN WIRTSCHAFT star­tet mit einem kur­zen Aus­schnitt des Vor­tra­ges von Hel­mut Creutz in der Sil­vio-Gesell-Tagungg­s­­stät­­te. Der gesam­te Vor­trag wird dem­nächst als DVD ver­füg­bar sein und auch in vie­len For­ma­ten zum Down­load bereit­ge­stellt wer­den. Besu­chen Sie unse­ren You­Tube Kanal HIER

Einkommensgruppen in Deutschland - © Martin Bangemann 0

Einkommen und Einkommensunterschiede – Helmut Creutz

Wie das Jah­res­ein­kom­men des VW-Chefs Win­ter­korn mit rund 17 Mil­lio­nen, hat auch das des BMW-Chefs Reit­ho­fer mit rund 6,2 Mio. kürz­lich Schlag­zei­len gemacht. Nicht ohne Grund, denn selbst wenn man die­ses letzt­ge­nann­te Ein­kom­men um den Steu­er-Höchst­be­trag auf 3,4 Mil­lio­nen redu­ziert, liegt es noch beim 86-fachen des ver­füg­ba­ren Ein­kom­mens eines Durch­schnitts-Haus­halts in unse­rem Land, das 2007 bei 40.550 Euro gele­gen hat. Die­ser bereits schwer nachvollziehbare
Unter­schied nimmt jedoch noch erheb­lich zu, wenn man – wie Wal­ter Wüllen­we­ber kürz­lich im Stern – zum Ver­gleich das Ver­mö­gens­ein­kom­men der Fami­lie Quandt her­an­zieht, die als Haupt­ak­tio­när von BMW im ver­gan­ge­nen Jahr 650 Mil­lio­nen abkas­sier­te und damit das 106-fache des Fir­men­chefs und – eben­falls besteu­ert – mit 370 Mil­lio­nen das 9.140-fache eines Nor­mal­haus­halts erhielt!

Helmut Creutz - Das Geldsyndrom 2012

Das Geldsyndrom 2012

JETZT AB LAGER LIEFERBAR. Das Buch steht nun zum Ver­sand bereit. Die aktua­li­sier­te Neu­aus­ga­be des „Geld­syn­droms“ von Hel­mut Creutz liegt vor. Hel­mut Creutz gebührt das Ver­dienst, eine außer­ge­wöhn­li­che Daten­samm­lung ange­legt und visua­li­siert zu haben. Erst durch die­se Arbeit ist es mög­lich, die Aus­wir­kun­gen unse­res Geld­sys­tems auf Wirt­schaft und Gesell­schaft in…

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Die „Schuldenbremse“ – Ein Patentrezept? – Helmut Creutz

Mit der Ver­ab­schie­dung eines Ret­tungs-Ver­suchs über eine Schul­den­brem­se beweist die Poli­tik nur ihre Unwis­sen­heit über die Vor­gän­ge im Geld­be­reich! – Schon jeder Auto­fah­rer weiß, dass man zur Abbrem­sung eines Fahr­zeugs zuerst ein­mal den Fuß vom Gas­pe­dal neh­men muss. Bezieht man das auf jene Schul­den­brem­se, die man in Deutsch­land bereits ver­bind­lich ver­ab­schie­det hat und den ande­ren Euro-Län­dern noch ver­pas­sen möch­te, dann gilt genau das Glei­che: Auch hier muss man zuerst ein­mal „das Gas wegnehmen“…
das heißt, jene Vor­gän­ge redu­zie­ren, die in unseren
heu­ti­gen Volks­wirt­schaf­ten den Staa­ten nicht nur die
Auf­nah­me immer höhe­rer Schul­den ermög­li­chen, sondern
die­se gera­de­zu erzwingen:

Geldschöpfungen der Banken – Realität oder Theorie? – Helmut Creutz 9

Geldschöpfungen der Banken – Realität oder Theorie? – Helmut Creutz

„Der Ver­such, die Geld­men­ge zu defi­nie­ren, treibt akri­bi­sche Exper­ten an den Rand der Ver­zweif­lung. Denn es gibt kei­ne kla­re Tren­nungs­li­nie im Kalei­do­skop der Anla­gen, die es ermög­li­chen wür­de, genau den Punkt fest­zu­le­gen, an dem sich Geld von ande­ren Anla­gen schei­det. Die genaue Defi­ni­ti­on „der“ Geld­men­ge ist eben­so eine Fra­ge des Geschmacks wie der wis­sen­schaft­li­chen Not­wen­dig­keit… Nur das Wäh­rungs­sys­tem hat mehr Men­schen um den
Ver­stand gebracht als die Liebe“.

Bereits die­ses Ein­gangs­zi­tat aus einem welt­weit ver­brei­te­ten füh­ren­den Lehr­buch der Wirtschaftswissenschaften
zeigt, in wel­chem Grad der Ver­wir­rung sich die Wirt­schafts­wis­sen­schaft in Sachen Geld, Geld­men­ge und damit auch der Geld­schöp­fung seit Jahr­zehn­ten befin­det. Doch statt end­lich „den Punkt fest­zu­le­gen, an dem sich Geld von ande­ren Anla­gen schei­det“, wer­den wir mit stän­dig neu­en und oft aben­teu­er­li­cher Ver­knüp­fun­gen der Ban­ken­tä­tig­keit mit Geld­schöp­fun­gen ver­sorgt und die Ver­wir­run­gen wei­ter vari­iert! Dar­um hier ein Ver­such zur Klärung.

Geldbezogene Begriffe, Größen und Kreisläufe – Helmut Creutz 0

Geldbezogene Begriffe, Größen und Kreisläufe – Helmut Creutz

„Bei der übli­chen Berech­nung (der Geld­men­ge) addiert man die Men­ge des Bar­gel­des zu dem, was die Men­schen auf ihren Bank­kon­ten und ihren Spar­bü­chern haben. Dann stellt man fest, dass das immer wei­ter wächst, dass der Reich­tum stän­dig zunimmt. Dabei ver­gisst man, dass Bar­geld und Buch­geld etwas fun­da­men­tal Ver­schie­de­nes sind.“ Dass Begrif­fe das Begrei­fen erleich­tern sol­len, besagt eigent­lich schon ihr Name. Bezo­gen auf das Geld hat man jedoch häu­fig den Ein­druck, dass man die­ses Begrei­fen durch Ver­wir­run­gen der Begrif­fe oft unnö­tig erschwert.
Um die Viel­zahl die­ser Begrif­fe rund ums Geld sowie ihre Zusam­men­set­zun­gen und Grö­ßen anschau­li­cher und unter­scheid­ba­rer zu machen, wer­den sie in der Dar­stel­lung 1 mit ihren Bezeich­nun­gen, Bestand­tei­len und nomi­nel­len Euro­wer­ten ver­gleich­bar neben­ein­an­der gestellt, aus­ge­hend von dem Zah­len­ma­te­ri­al der Bun­des­bank und bezo­gen auf die Jah­res-End­be­stän­de in Deutsch­land 2010.

Goldene Zahnräder, © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 0

Die Wirkung der Geldumlaufsicherung auf die Zinssätze – Helmut Creutz

In gesät­tig­ten und infla­ti­ons­frei­en Markt­la­gen kann es damit – wie hier dar­ge­stellt – selbst im lang­fris­ti­gen Bereich zu Absen­kun­gen der Gut­ha­ben­zin­sen gegen null kom­men, wäh­rend dies bei den kürz­er­fris­ti­ge Ein­la­gen schon vor­her der Fall ist. Das heißt, die oft hin­ter­frag­te Umlauf­si­che­rung für die Sicht­gut­ha­ben ergibt sich automatisch.

Geld – Geldbegriffe – Geldpolitik: Ein Klärungsversuch – Helmut Creutz 0

Geld – Geldbegriffe – Geldpolitik: Ein Klärungsversuch – Helmut Creutz

„Eine kri­sen­freie Wirt­schaft, die uns Wohl­stand und Tausch­ge­rech­tig­keit sichern kann, ist nur mög­lich, wenn wir auch die Irr­tü­mer klä­ren, die sich um die Begrif­fe auf­ge­baut haben, vor allem bezo­gen auf Bar­geld und Giral­geld.“ [Zitat aus: Rein­hold Schulz, „Men­schen­recht oder Unter­gang“ – Moor­burg-Ver­lag, Han­no­ver 1985]

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Wachstum, Wachstum.…über alles! – Helmut Creutz

Bei dem Begriff „Wachs­tum“ hat man frü­her an die Vor­gän­ge in der Natur gedacht. Heu­te steht er in aller Welt für jene Aus­wei­tun­gen im wirt­schaft­li­chen Bereich, die mit jenen in der Natur nichts mehr zu tun haben und sie sogar zuneh­mend gefähr­den. Die fast täg­li­chen Kata­stro­phen-Mel­dun­gen aus aller Welt sind ein Beweis dafür!