Kategorie: Eckhard Behrens

Zwickmühle 0

Negativzinsen – Notenbanken in der Zwickmühle – Eckhard Behrens

Die heu­ti­ge Situa­ti­on ist nicht in Ord­nung. Die Noten­ban­ken ver­zwei­feln, weil sie erst­mals – aber schon all­zu lan­ge – zu wenig Spiel­raum für Leit­zins­sen­kun­gen haben, um die Kon­junk­tur zu för­dern, von der auch die Kre­dit­nach­fra­ge der Unter­neh­men abhängt. Die Ursa­che für die Klem­me, in der die Noten­ban­ken ste­cken, ist das rie­si­ge Ange­bot an Spar­geldern, die in den letz­ten Jahr­zehn­ten gebil­det wur­den. Sie haben die lang­fris­ti­gen Zin­sen nach und nach gedrückt. Sie bil­den die obere Gren­ze des Spiel­raums für Leit­zins­fest­set­zun­gen Die unte­re Schran­ke für aus­rei­chend nega­ti­ve Leit­zin­sen setzt das mit null Pro­zent „ren­tie­ren­de“ Bar­geld. – Das frei­wirt­schaft­li­che Ziel für die gegen­wär­ti­ge…

(c) Martin Bangemann 0

Geld als wirkungsvolles Tauschmittel – Eckhard Behrens

Neue Prio­ri­tä­ten im Span­nungs­feld der Funk­tio­nen des Gel­d­es Die drei Funk­tio­nen des Gel­d­es als Wert­mes­ser, als Tausch­mit­tel und als Wert­auf­be­wah­rungs­mit­tel stüt­zen sich alle gegen­sei­tig, sind aber doch nicht alle unter­ein­an­der ganz wider­spruchs­frei. Wir müs­sen sehr gen­au hin­schau­en. Der Umstand, dass ein bestimm­tes Geld­stück nicht gleich­zei­tig als Tausch­mit­tel und als Wert­auf­be­wah­rungs­mit­tel ver­wen­det wer­den kann, bringt Schwan­kun­gen in den Geld­kreis­lauf. Das Geld, das zur Wert­auf­be­wah­rung ver­wen­det wird, steht aktu­ell als Tausch­mit­tel nicht zur Ver­fü­gung. Es wird auch nicht ver­lie­hen oder ver­schenkt. Es wird ein­fach irgend­wo geparkt und ver­min­dert den Geld­kreis­lauf. Wenn die Men­ge des jeweils gepark­ten Gel­d­es immer kon­stant wäre, hät­te die…

0

Negative Zinsen – Angriff auf das Sparen? – Eckhard Behrens

Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) arbei­tet mit drei Zins­sät­zen, die zuein­an­der im Zeit­ver­lauf wech­seln­de Abstän­de haben. Der mitt­le­re ist als der Leit­zins bekannt und neu­er­dings nomi­nal kaum noch über null Pro­zent, näm­li­ch seit Sep­tem­ber 2014 gen­au 0,05 %. Er wur­de von der EZB schritt­wei­se gesenkt, um die Kon­junk­tur zu för­dern. Weil jedoch die Infla­ti­ons­ra­ten noch stär­ker san­ken, ist die­ser wich­tigs­te Zins real gestie­gen. Rein sprach­li­ch ist die Bewe­gung nega­ti­ver Real­zin­sen schwer zu fas­sen, weil sie aus den ihrer­seits beweg­li­chen Nomi­nal­zin­sen und Infla­ti­ons­ra­ten errech­net wer­den muss. Sie stei­gen, wenn sie weni­ger nega­tiv wer­den, wenn also die Zahl hin­ter dem Minus­zei­chen klei­ner wird, der…

Wachstum im Euro-Raum durch Geldpoltik 0

Wachstum im Euro-Raum durch Geldpoltik

EU-Streit über Spar­kurs: Wie Bar­ro­so sich kurz eine eige­ne Mei­nung erlaub­te http://tinyurl.com/cv73g37 Dazu 2 EB-Leser­kom­men­ta­re vom 24.02.2013 gegen 02:00 Uhr:  Wachs­tum ist ohne Staats­aus­ga­ben mög­li­ch Bar­ro­so hat rich­tig fest­ge­stellt, dass die Rezes­si­on im Euro-Raum uner­träg­li­ch für die Bür­ger ist. Auch Deutsch­land beginnt dar­un­ter zu lei­den und auch bei uns ist die Abwahl der Bun­des­re­gie­rung des­we­gen nicht mehr undenk­bar, obwohl die Oppo­si­ti­on kei­ne öko­no­mi­sch über­zeu­gen­de Alter­na­ti­ve bie­tet. Aber dana­ch wird nicht gefragt wer­den. Der Unmut ent­schei­det und sucht sich und fin­det eine „Alter­na­ti­ve für Deutsch­land“!!! – Lei­der wird in der Debat­te sel­ten beach­tet, dass Wachs­tum auf zwei­er­lei beru­hen kann: 1. auf guten Struk­tur­re­for­men,…

Wachstum im Euro-Raum durch Geldpoltik 0

Wachstum im Euro-Raum durch Geldpoltik

EU-Streit über Spar­kurs: Wie Bar­ro­so sich kurz eine eige­ne Mei­nung erlaub­te Kom­men­tar: Wachs­tum ist ohne Staats­aus­ga­ben mög­li­ch Bar­ro­so hat rich­tig fest­ge­stellt, dass die Rezes­si­on im Euro-Raum uner­träg­li­ch für die Bür­ger ist. Auch Deutsch­land beginnt dar­un­ter zu lei­den und auch bei uns ist die Abwahl der Bun­des­re­gie­rung des­we­gen nicht mehr undenk­bar, obwohl die Oppo­si­ti­on kei­ne öko­no­mi­sch über­zeu­gen­de Alter­na­ti­ve bie­tet. Aber dana­ch wird nicht gefragt wer­den. Der Unmut ent­schei­det und sucht sich und fin­det eine „Alter­na­ti­ve für Deutsch­land“!!! – Lei­der wird in der Debat­te sel­ten beach­tet, dass Wachs­tum auf zwei­er­lei beru­hen kann: 1. auf guten Struk­tur­re­for­men, die immer emp­feh­lens­wert sind, die sich aber…

Die „Lebensleistungsrente“ ist eine Wohlverhaltensrente 1

Die „Lebensleistungsrente“ ist eine Wohlverhaltensrente

Nach­fol­gend fin­den Sie mei­nen Leser­brief zum FAZ-Wirt­schafts­leit­ar­ti­kel vom 06.11.2012 – Sei­te 11. Sie fin­den den FAZ-Leit­ar­ti­kel im Inter­net unter: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/rentenpolitik-lohn-fuer-lebensleistung-11950966.html In der SffO-Tagung am kom­men­den Wochen­en­de in Bad Boll Gene­ra­ti­ons­ver­trag und Grund­ein­kom­men Ergän­zung oder Wider­spruch? wol­len wir die­sen Fra­gen auf den Grund gehen. Sie fin­den das Pro­gramm unter http://www.sffo.de/sffo/sffo_20121110_Gen-Vertrag_fly.pdf Offen­sicht­li­ch sucht die Poli­tik Vor­wän­de, um von der Bedürf­tig­keits­prü­fung, die mit der tra­di­tio­nel­len Grund­si­che­rung ver­bun­den ist, wenigs­tens in Teil­be­rei­chen weg­zu­kom­men. Wir wol­len uns um mehr Klar­heit bemü­hen und hof­fen auf leb­haf­te Dis­kus­sio­nen mit vie­len Tagungs­teil­neh­mern – auch zum The­ma Armut im Alter, das im kom­men­den Bun­des­tags­wahl­kampf eine bedeu­ten­de Rol­le spie­len wird.  —–Ursprüng­li­che Nach­richt—–…

Vereinigte Staaten von Europa? 2

Vereinigte Staaten von Europa?

Unter der Über­schrift „Ent­we­der – oder“ hat Mark Schie­ritz in DIE ZEIT vom 31.08.2012 auf Sei­te 3 sau­ber dar­ge­legt, dass eine fal­sche Alter­na­ti­ve dis­ku­tiert wird. Und er lenkt den Bli­ck auf Kon­struk­ti­ons­feh­ler der Wäh­rungs­uni­on, die zum Teil schon beho­ben sind. Dafür gebührt ihm gro­ße Aner­ken­nung. Wer ihm folgt, kann end­li­ch wie­der Hoff­nung schöp­fen, dass die aktu­el­len Pro­ble­me in abseh­ba­rer Zeit – ent­ge­gen der ver­brei­te­ten, poli­ti­sch gefähr­li­chen Stim­mungs­la­ge – doch lös­bar sind.  Dazu muss aber auch noch die Angst der Poli­ti­ker und der Bevöl­ke­rung vor Staats- und vor Ban­ken­plei­ten über­wun­den wer­den. Bei­de sind heu­te nur des­halb ein Hor­ror­trip, weil sach­ge­rech­te Insol­venz­ver­fah­ren feh­len.…

Das Bailout-Verbot ist in den Euro-Verträgen unvollkommen geregelt 2

Das Bailout-Verbot ist in den Euro-Verträgen unvollkommen geregelt

Charles B. Blan­kart hat in der FAZ vom 13. August 2012 mit dem Titel „Die Euro-Zau­ber­lehr­lin­ge“ einen ord­nungs­po­li­ti­sch aus­ge­zeich­ne­ten Bei­trag geschrie­ben, an den man gut anknüp­fen kann. Sie fin­den sei­nen Bei­trag unter http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-die-euro-zauberlehrlinge-11853410.html oder kurz: http://tinyurl.com/c8vznyc Ich gehe nur auf die feh­len­de Insol­venz­ord­nung ein und ver­brei­te mich nicht zu den wei­te­ren Schrit­ten des SffO-Posi­ti­ons­pa­piers zur Grie­chen­land­kri­se, weil das den Rah­men spren­gen wür­de; sie­he dazu http://www.sffo.de/SFFO_Hellas_3-fach_aus-der-Krise.pdf . Dass in letz­ter Zeit so vie­le lesens­wer­te Bei­trä­ge – ins­be­son­de­re zu ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­gen – erschei­nen, lässt hof­fen, dass es doch bald einen Durch­bruch geben wird zu trag­fä­hi­gen Zukunfts­per­spek­ti­ven für den Euro-Raum. Vor­er­st domi­nie­ren die Feh­ler­ana­ly­sen.…

Geldpolitik mit „Allradantrieb“ – Ein Kommentar zu Trichets Erläuterungen 0

Geldpolitik mit „Allradantrieb“ – Ein Kommentar zu Trichets Erläuterungen

In der Finan­ci­al Times Deutsch­land hat Tri­chet sein Ver­ständ­nis der außer­ge­wöhn­li­chen Maß­nah­men der Noten­ban­ken dar­ge­legt und dazu Stel­lung genom­men, in wel­chem Ver­hält­nis sie zur übli­chen Zins­po­li­tik ste­hen und in wel­cher Rei­hen­fol­ge vom nor­ma­len auf „All­rad­an­trieb“ und umge­kehrt umzu­schal­ten sei. Ein lesens­wer­ter Kom­men­tar mit der Über­schrift „Das Recht der Noten­ban­ken auf Außer­ge­wöhn­li­ches“ Er hebt mit Recht her­vor, dass die außer­ge­wöhn­li­chen Instru­men­te nicht nur eine Fort­set­zung der Stan­dard­geld­po­li­tik mit ande­ren Mit­teln sei­en. Des­halb gebe es auch kei­ne zwin­gen­de Rei­hen­fol­ge für den Ein­satz der Stan­dard­geld­po­li­tik und der außer­ge­wöhn­li­chen Instru­men­te sowie für ihren Rück­zug. Damit erklärt sich, war­um die EZB unter Tri­chet die Zins­sen­kun­gen…

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip 0

Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip

Nicht nur nach der Grö­ße der Bank im euro­päi­schen Maß­stab, son­dern auch im Ver­hält­nis zum Geschäfts­feld und zur Grö­ße und Leis­tungs­fä­hig­keit des Sitz­lan­des.

Griechenland Paket © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 4

Angebliche „Geburtsfehler“ des Euro

Der „Geburts­feh­ler“ des Euro und ord­nungs­po­li­ti­sche Alter­na­ti­ven Eck­hard Beh­rens Prof. Bie­den­kopf hat in einem Gast­kom­men­tar „Unser euro­päi­scher Auf­trag“ im Han­dels­blatt vom Frei­tag, den 06. Juli 2012, auf Sei­te 80 zur aktu­el­len euro­pa­po­li­ti­schen Ent­wick­lung Stel­lung genom­men und den weit ver­brei­te­ten Zen­tra­li­sie­rungs­vor­schlä­gen einen wei­te­ren hin­zu­ge­fügt. Sein klar auf­ge­bau­ter Gast­kom­men­tar macht es leicht, in einem sehr wesent­li­chen Punkt zu wider­spre­chen. Der Euro hat einen „Geburts­feh­ler“, aber einen ande­ren als vie­le mei­nen. Es fehlt nicht ein euro­päi­scher Finanz­mi­nis­ter oder eine eigen­stän­di­ge Finanz­agen­tur, die die Haus­halts­sou­ve­rä­ni­tät der Mit­glied­staa­ten stän­dig ein­schrän­ken, son­dern es fehlt eine euro­pa­recht­li­che Rege­lung der Staa­ten­in­sol­venz. – Dar­über hin­aus brau­chen wir eine euro­pa­recht­li­ch…

Ökonomen streiten über Bankenunion 0

Ökonomen streiten über Bankenunion

Von Eck­hard Beh­rens Wir haben im Euro-Wäh­rungs­raum sowohl Staats­schul­den­kri­sen als auch Ban­ken­kri­sen. Sie hän­gen zum Teil mit­ein­an­der zusam­men, weil Ban­ken Staats­pa­pie­re hal­ten und Ban­ken­kri­sen, die auf ande­ren Grün­den beru­hen, wie z.B. auf der Immo­bi­li­en­kri­se in Spa­ni­en, die Staa­ten zur Reka­pi­ta­li­sie­rung der Ban­ken nöti­gen, wozu sie gro­ße neue Schul­den machen. Zur Bewäl­ti­gung der Ban­ken­kri­sen, die die Kräf­te der natio­na­len Staa­ten über­schrei­ten, wird eine gemein­sa­me euro­päi­sche Poli­tik gefor­dert unter dem Stich­wort „Ban­ken­uni­on“. Nun end­li­ch beginnt eine offe­ne Kon­tro­ver­se unter den aner­kann­ten Öko­no­men über die Euro-Schul­den­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung. Die Not­wen­dig­keit einer „Ban­ken­uni­on“ ist dabei einer der aktu­el­len Streit­ge­gen­stän­de, bei der tra­di­tio­nel­le Kampf­li­ni­en zwi­schen den Öko­no­men…

Polens Notenbankchef sieht griechische Regionalgeld-Lösung als „innovativ“ an 1

Polens Notenbankchef sieht griechische Regionalgeld-Lösung als „innovativ“ an

In der Finan­ci­al Times Deutsch­land vom 28.3.2012 bringt Marek Bel­ka jenen Mut auf, den er selbst in der Dis­kus­si­on um die bes­ten Lösun­gen der Euro-Kri­se nur ein­zel­nen Wirt­schafts­pro­fes­so­ren attes­tiert. Er sieht zur Stär­kung der grie­chi­schen Wirt­schaft und deren gerin­ge­re Leis­tungs­fä­hig­keit eine zwei­tes, lan­des­in­ter­nes Zah­lungs­mit­tel als eine mög­li­che und gang­ba­re Lösung an. Gute Erfah­run­gen und ein ent­spre­chen­des Know­How, haben die Initia­to­ren und Vor­den­ker des deut­schen Regio­wäh­rungs­pro­jek­tes „Chiem­gau­er“ bereits im Febru­ar dazu ver­an­lasst, die­sen Vor­schlag tief­ge­hend als Lösung dar­zu­le­gen. Auch Eck­hard Beh­rens für das Bad Bol­ler „Semi­n­ar für frei­heit­li­che Ord­nung“ hat­te einen in die­se Rich­tung gehen­den Vor­schlag aus­ge­ar­bei­tet. Um so erfreu­li­cher, dass…

Griechenland Paket © Martin Bangemann, Kontakt: bestmoose.de 1

Griechenland braucht Regiogeld – Eckhard Behrens

Ein natio­na­les Zah­lungs­mit­tel par­al­lel zum Euro!?
Grie­chen­land braucht Regio­geld, um die regio­na­le Wirt­schaft zusätz­li­ch anzu­trei­ben – ohne neue Aus­lands­schul­den und ohne aus­län­di­sche Zuschüs­se. Mehr Umsät­ze durch ein umlauf­ge­si­cher­tes Regio­geld wür­den zu mehr Beschäf­ti­gung, weni­ger Sozi­al­aus­ga­ben und mehr Steu­er­ein­nah­men füh­ren.