Kategorie: Dirk Löhr

Frankfurt Eurotower 0

Die EZB und Silvio Gesell… – Felix Fuders / Dirk Löhr

Die EZB und Sil­vio Gesell – Eine neue Part­ner­schaft? Eine Ein­schät­zung zwei Jah­re nach der bemer­kens­wer­ten Rede Benoît Cœu­rés von Felix Fuders und Dirk Löhr – – –  Ein­lei­tung: Die bemer­kens­wer­te Rede eines EZB-Direk­to­ri­ums­mit­glie­des – – –  Wirft man einen Bli­ck auf die Rede „Life below zero: Learning about nega­ti­ve inte­rest rates“, die von Benoît Cœu­ré, einem Mit­glied des EZB Exe­cu­ti­ve Boards, am 9. 9. 2014 in Frank­furt gehal­ten wur­de, hat man fast den Ein­druck, als ob die EZB nun die Leh­ren deut­sch-argen­ti­ni­schen Kauf­manns Sil­vio Gesell anwen­den woll­te. Wie­der­holt bezog sich Cœu­ré in sei­ner Rede vor der Money Mar­ket Con­tact Group auf Gesell und sag­te,…

Dirk Löhr 0

Der Zins hängt nicht am Geld allein – Dirk Löhr

– – –  Die Hoff­nun­gen – gera­de im zin­s­kri­ti­schen (v. a. frei­wirt­schaft­li­chen) Spek­trum – sind der­zeit groß. Nicht nur bekann­te Öko­no­men wie Man­kiw, Bui­ter (zusam­men mit Pani­girt­zoglou) und van Sun­tum, son­dern auch auch die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) grei­fen den Gedan­ken eines „Nega­tiv­zin­ses“ auf . Das Sze­na­rio: Wür­de die­se Poli­tik am kur­zen Ende des Geld- und Kapi­tal­mark­tes noch ent­schie­de­ner fort­ge­setzt und wür­de vor allem Bar­geld in die „Nega­tiv­zins­po­li­tik“ ein­be­zo­gen, so könn­te der Zins­satz am „kur­zen Ende“ deut­li­ch nega­tiv wer­den und sich am „lan­gen Ende“ auf die Null­mar­ke zube­we­gen. Die Visi­on von Sil­vio Gesell – so die Hoff­nung – könn­te Wirk­lich­keit wer­den. – – –  Vie­le…

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Fal­sche Wei­chen­stel­lung bei Grund­steu­er­re­form – Dirk Löhr

– – –  Mit ihrem Beschluss vom 3. Juni 2016 för­dern die Finanz­mi­nis­ter der Län­der die Boden­spe­ku­la­ti­on und bestra­fen Bau­wil­li­ge. – Wir wer­ben für eine zeit­ge­mä­ße Grund­steu­er in Form einer rei­nen Boden­steu­er. – – –  Weit­ge­hend an der gro­ßen Öffent­lich­keit vor­bei berät die Finanz­mi­nis­ter­kon­fe­renz seit Jah­ren über eines der wich­tigs­ten Steu­er­re­form­vor­ha­ben: das der Grund­steu­er. Spä­tes­tens seit­dem der Bun­des­fi­nanz­hof 2010 eine all­ge­mei­ne Neu­be­wer­tung des Grund­ver­mö­gens ver­lang­te, weil die zugrun­de geleg­ten Ein­heits­wer­te von 1964 (bzw. 1935 in den neu­en Län­dern) ver­al­tet sind, besteht Hand­lungs­be­darf. Die wach­sen­de Bedeu­tung von Boden­ei­gen­tum bei sin­ken­den Zin­sen macht eine Reform noch dring­li­cher – doch es soll­te zukünf­tig nur der Boden selbst…

Kapitalrendite
Grafik: Norbert Olah
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Gol­dene Regeln – gol­dene Zei­ten – Olah, Huth & Löhr

Gol­dene Regeln – gol­dene Zei­ten – Nor­bert Olah, Tho­mas Huth & Dirk Löhr – – –  Mit einer opti­ma­len Staats­fi­nan­zie­rung aus Boden­ren­ten (und Geld­nut­zungs­ge­büh­ren) ver­wan­deln sich Staats­ver­schul­dung, Steu­er­hin­ter­zie­hung, Steu­er­flucht, Schwarz­ar­beit und Arbeits­lo­sig­keit in über­flüs­si­ge Schein­pro­ble­me. Ein fri­scher Bli­ck auf die volks­wirt­schaft­li­che Gesamt­rech­nung durch die Bril­le der gol­de­nen Regeln der Kapi­ta­lak­ku­mu­la­ti­on und der Staats­fi­nan­zie­rung zeigt, dass die­se Sicht­wei­se rea­lis­ti­sch und der Lösungs­weg gang­bar ist. Die Ein­kom­men­steu­er kann durch eine Boden­wert­steu­er abge­löst wer­den. Die Arbeit wird nicht mehr künst­li­ch ver­teu­ert und Voll­be­schäf­ti­gung wird bezahl­bar. – – –  Das ord­nungs­po­li­ti­sche Cre­do – – –  Unter dem Begriff Boden­ren­te wer­den hier alle öko­no­mi­schen Ren­ten zusam­men­ge­fasst, die nicht den bei­den Pro­duk­ti­ons­fak­to­ren Arbeit…

Gleichgewicht? 0

Finanzausgleich und Grundsteuer – Dirk Löhr

Wann wächst zusam­men, was zusam­men­ge­hört? Im Blog­bei­trag vom 26. August (FINANZAUSGLEICH – QUOD LICET IOVI, NON LICET BOVI) wur­de die Belas­tung beschrie­ben, die gera­de kreis­freie Städ­te und Stadt­staa­ten mit ihren zen­tral­ört­li­chen Funk­tio­nen zu tra­gen haben. Hier­mit sind hohe Infra­struk­tur-Fix­kos­ten ver­bun­den, die aber der­zeit zu einem erheb­li­chen Teil als exter­ne Effek­te („Spill­overs“) v. a. den Kom­mu­n­en im „Speck­gür­tel“ der gro­ßen Städ­te zugu­te­kom­men. Die Stadt­staa­ten und kreis­frei­en Städ­te haben zwar einen ent­spre­chend hohen Fix­kos­ten­ap­pa­rat aus den zen­tral­ört­li­chen Ein­rich­tun­gen am Bein, kön­nen die­sen aber nicht ange­mes­sen finan­zie­ren. Leis­tungs­an­ge­bot und Finanz­aus­stat­tung sind ent­kop­pelt. Die Fol­ge ist eine ent­spre­chend hohe Ver­schul­dung. Abbil­dung 1 illus­triert exem­pla­ri­sch…

Geldschöpfung 598077_original_R_K_B_by_Jorma Bork_pixelio.de 0

Geldschöpfung und kein Ende – Dirk Löhr

Robin­son und die Eich­hörn­chen – Um die Geld­schöp­fungs­de­bat­te habe ich bewusst immer einen gro­ßen Bogen gemacht – die Chan­ce, sich einen Shits­torm ein­zu­fan­gen und arbeits­un­fä­hig zu wer­den, ist kaum irgend­wo grö­ßer als damit. Doch sei ‚s drum. Ich sehe mich genö­tigt, das The­ma auf­zu­grei­fen. Denn man­che Befür­wor­ter der „auto­no­men Geld­schöp­fung“ der Geschäfts­ban­ken gehen so weit zu behaup­ten, Kre­di­te könn­ten ver­ge­ben wer­den, ohne dass zuvor Erspar­nis­se gebil­det wor­den wären. Dies wür­de bedeu­ten, dass das auf die Phy­sio­kra­ten zurück­ge­hen­de und von Gesell und Keynes auf­ge­grif­fe­ne volks­wirt­schaft­li­che Kreis­lauf­den­ken obso­let wäre. Mei­nes Erach­tens ist das star­ker Tobak, der zustan­de kommt, weil die real­wirt­schaft­li­che „Par­al­lel­welt“…