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Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Höchstzinsen für Bares – Editorial

Die Lösung der Blo­ckie­rung ist die Lösung. Das sag­te der Volks­wirt­schafts­leh­re-Pro­fes­sor Bernd Senf vor 20 Jah­ren. – – –  „Flie­ßen las­sen“ nann­te er das fun­da­men­ta­le Prin­zip des Natür­li­chen und Leben­di­gen. – – –  Die (be)herrschende Öko­no­mie form­te dem­zu­fol­ge kei­nen Wirt­schafts­or­ga­nis­mus, obwohl die Wirt­schaft dem Leben die­nen soll­te. Das Hor­ten und Zurück-, bzw. Vor­ent­hal­ten ist die gewinn­träch­tigs­te Leit­li­nie. Die Welt­wirt­schaft wird domi­niert von „Stau­damm­be­sit­zern“, die – gedeckt von Recht und Gesetz – die Nut­zung lebens­wich­ti­ger Din­ge blo­ckie­ren kön­nen: Grund und Boden, Erfin­dun­gen, Kunst jeg­li­cher Art und nicht zuletzt Geld. – – –  Geld fließt nur in dem Maße, in dem es die Geld­hal­ter für lukra­tiv erach­ten. Geld, eine…

Das Fotomuseum (FOMU) in Antwerpen
Foto: Andreas Bangemann
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Steuerhafen fern der Küste – Ein Bericht von Andreas Bangemann

pätes­tens seit den „Pana­ma Papers“ sind sie in aller Mun­de. Im Deut­schen die „Steu­er­oa­sen“ oder „-para­die­se“. Im Eng­li­schen hei­ßen sie aus­sa­ge­kräf­ti­ger „Off shore tax havens“. Zu lesen gibt es dar­über mitt­ler­wei­le sehr viel. An Bil­dern man­gelt es. – – –  Das Foto­mu­se­um (FOMU) in Ant­wer­pen wid­me­te die­sem The­ma eine Aus­stel­lung, die bis 9. Okto­ber 2016 zu sehen war. – – –  „Show us the money“ hieß die Samm­lung aus Foto­gra­fi­en, Text­ta­feln und künst­le­ri­schen Umset­zun­gen des The­mas Geld. Hin­ter­her hat­te man das Gefühl geball­te Infor­ma­tio­nen bekom­men zu haben, ohne dass sie beleh­rend wirk­ten. – – –  Wer im Raum, der von Künst­ler Car­los Spot­tor­no erfun­de­nen „WTF-Bank“ wan­delt oder Platz…

Bruce Charles „Bill“ Mollison (* 4. Mai 1928 in Tasmanien, Australien; † 24. September 2016 in Sisters Beach, Tasmanien). 0

Bill Mollison – Nachruf auf einen Freund – Declan Kennedy

Ich traue­re um mei­nen Freund Bill Moll­ison – – –  Einen der bedeu­tends­ten Ansät­ze zur Ver­net­zung öko­lo­gi­scher Maß­nah­men – der vom ein­zel­nen Haus oder klei­ne­ren Sied­lun­gen bis zur Pla­nung gan­zer Regio­nen reicht – lern­ten wir – mei­ne Frau Mar­grit Ken­ne­dy und ich – 1981 ken­nen und brach­ten ihn bereits ein Jahr spä­ter von Aus­tra­li­en nach Euro­pa. Die­ser Ansatz nennt sich „Per­ma­kul­tur“ (etwa „Dau­er-Kul­tur“, aus der Zusam­men­fü­gung der eng­li­schen Worte per­ma­nent agri­cul­tu­re) und über­trägt die Prin­zi­pi­en geschlos­se­ner öko­lo­gi­scher Kreis­läu­fe in der Natur auf die Pla­nung mensch­li­cher Sied­lun­gen. Die Initi­al­zün­dung dazu kam für uns durch Bill Moll­ison, den wir 1981, auf Anre­gung von Rudolf…

ARD-Presseclub 1

Das große Misstrauen – Elmar Klink

weiß die Poli­tik noch, was bei den Bür­gern los ist? The­sen und Gegen­the­sen. – – –  So lau­te­te am Sonn­tag, 11. 9., das inter­es­san­te The­ma des ARD-Pres­se­clubs, der auch die Wir­kung der Par­tei AfD zum Gegen­stand hat­te. Unter der Mode­ra­ti­on der Che­fin vom WDR Fern­se­hen, Sonia Sey­mour Miki­ch, dis­ku­tier­ten renom­mier­te Ver­tre­te­rIn­nen von Die Zeit, Cice­ro und Frei­schaf­fen­de, was an Wahr­neh­mung und Ver­ständ­nis von Poli­ti­ke­rIn­nen der Situa­ti­on im Land viel­leicht nicht mehr stim­men oder sogar fal­sch sein könn­te. Mit Frau Sey­mour-Miki­ch hat man es sicher mit einer Medi­en-Reprä­sen­tan­tin der beson­ne­ne­ren und klü­ge­ren Art zu tun. Nichts­des­to­trotz lie­fer­te die Sen­dung unfrei­wil­lig ein Bei­spiel dafür…

Akademie am Lernort
Foto: T. Adam-Heusler
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Organisationsentwicklung und Human Leadership – Tanja Adam-Heusler

oder „Mit gutem Gefühl schnel­ler gegen die Wand?“ – – –  Von 1974 bis 1989 wur­de uns in Deutsch­land die „Huma­ni­sie­rung des Arbeits­le­bens“ dank staat­li­chen Pro­gramms ver­ord­net. Wei­te­re Pro­gram­me folg­ten. Im Jahr 2007 erhob der Deut­sche Gewerk­schafts­bund erst­mals den „DGB-Index Gute Arbeit“. Dabei teil­te eine 100 Punk­te Ska­la die Arbeit von abhän­gig Beschäf­tig­ten ein in 34 % schlech­te Arbeit, 54 % mit­tel­mä­ßi­ge Arbeit und 12 % gute Arbeit. Die Bewer­tungs­merk­ma­le außer acht las­send: erschre­ckend! 33 Jah­re Huma­ni­sie­rung für die Katz? Was war schief­ge­lau­fen? – – –  „Maß­nah­men der men­schen­ge­rech­ten Gestal­tung der Arbeit“ gehö­ren nach § 2 des deut­schen Arbeits­schutz­ge­set­zes zu den Maß­nah­men des Arbeits­schut­zes. Wie geht es Ihnen, lie­ber…

Barbara Engelhard
© Pat Christ
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Komm und setz dich!*** – Pat Christ

Für­ther Künst­le­rin regt zum Nach­den­ken über die Bedeu­tung öffent­li­cher Räu­me an – – –  Die 80-Jäh­ri­ge aus Mem­min­gen, die zu einem Tref­fen von Fami­li­en­mit­glie­dern aus dem gan­zen deutsch­spra­chi­gen Raum nach Würz­burg fuhr, staun­te nicht schlecht. Über­all auf dem Rat­haus­platz tum­mel­ten sich Stüh­le, Hocker und Bän­ke. „Darf ich Sie fra­gen, was das für eine Bewandt­nis hat?“, spricht sie Bar­ba­ra Engel­hard an. Die Für­ther Künst­le­rin, Urhe­be­rin der Instal­la­ti­on, erklär­te ger­ne, was sie mit ihrem Kunst­werk bezwe­cken woll­te. – – –  „Komm und setz dich!***“ nann­te sich Engel­hards Werk, das der Kunst­ver­ein Würz­burg im Sep­tem­ber prä­sen­tier­te. Im Vor­feld sam­mel­ten Ver­eins­mit­glie­der mit der Künst­le­rin vier Wochen lang Sitz­mö­bel von…

Obstbausiedlung Eden
Foto: Dietrich Heißenbüttel
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Paradies am Abgrund – Dietrich Heißenbüttel

Ber­li­ner Vege­ta­rier grün­de­ten vor 123 Jah­ren die Obst­bau­ko­lo­nie Eden. Nazi­zeit und DDR hat die Sied­lung halb­wegs unkom­pro­mit­tiert über­stan­den. Den Anfang vom Ende brach­ten die Heils­ver­spre­chen des Kapi­ta­lis­mus nach dem Mau­er­fall. Nun ist das Para­dies bedroht. Dabei sind die Impul­se, die von Eden aus­gin­gen, aktu­el­ler denn je. – – –  „Die Pio­nie­re wis­sen immer, war­um sie was machen“, sagt Rai­ner Göd­de, Archi­var und Mit­glied des fünf­köp­fi­gen Vor­stands der Eden-Genos­sen­schaft: „Ihren Kin­dern kön­nen sie das noch erklä­ren. Aber die Enkel und Uren­kel kön­nen nicht so rich­tig ein­schät­zen, in wel­chem Para­dies sie hier leben.“ – – –  Das Para­dies ist die Obst­bau­ko­lo­nie Eden am Ran­de Ora­ni­en­burgs. 18 Vege­ta­rier grün­de­ten…

© Jorma Bork / pixelio.de 625168 0

Geld und (Un)Freiheit – Gero Jenner

Jean-Jac­ques Rous­se­au beant­wor­te­te eine Preis­fra­ge der Aka­de­mie von Dijon mit der uner­war­te­ten The­se, die Zivi­li­sa­ti­on bil­de in Wahr­heit den Anfang aller sozia­len Übel. Wenn Fabi­an Scheid­ler in sei­nem Buch „Das Ende der Mega­ma­schine“ die Rol­le des Gel­d­es beleuch­tet, dann schlägt er in die glei­che Ker­be. Mit der Ein­füh­rung der Geld­wirt­schaft, wel­che dem Staat ein regel­mä­ßi­ges Steu­er­auf­kom­men gewähr­te, hät­te schon die ers­te orga­ni­sier­te Markt­wirt­schaft der Geschich­te, das klas­si­sche Grie­chen­land, den Men­schen die Frei­heit genom­men. Sie sei­en gezwun­gen wor­den, für den Markt zu pro­du­zie­ren, um sich das nöti­ge Geld zu ver­schaf­fen, von dem sie dann den ihnen auf­er­leg­ten Teil an Steu­ern an…

Zwickmühle 0

Negativzinsen – Notenbanken in der Zwickmühle – Eckhard Behrens

Die heu­ti­ge Situa­ti­on ist nicht in Ord­nung. Die Noten­ban­ken ver­zwei­feln, weil sie erst­mals – aber schon all­zu lan­ge – zu wenig Spiel­raum für Leit­zins­sen­kun­gen haben, um die Kon­junk­tur zu för­dern, von der auch die Kre­dit­nach­fra­ge der Unter­neh­men abhängt. Die Ursa­che für die Klem­me, in der die Noten­ban­ken ste­cken, ist das rie­si­ge Ange­bot an Spar­geldern, die in den letz­ten Jahr­zehn­ten gebil­det wur­den. Sie haben die lang­fris­ti­gen Zin­sen nach und nach gedrückt. Sie bil­den die obere Gren­ze des Spiel­raums für Leit­zins­fest­set­zun­gen Die unte­re Schran­ke für aus­rei­chend nega­ti­ve Leit­zin­sen setzt das mit null Pro­zent „ren­tie­ren­de“ Bar­geld. – Das frei­wirt­schaft­li­che Ziel für die gegen­wär­ti­ge…

Wilhelm Schmuelling
Wilhelm Schmuelling
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Welt im Wan­del – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling

Der Kampf ums „Wei­ße Haus“ demons­triert mit den Lügen bei­der Kan­di­da­ten die Wider­lich­keit des Umgangs zwi­schen Poli­ti­kern und Bür­gern. Sprä­che einer die rei­ne Wahr­heit, könn­te er bei der Prä­si­dent­schafts­wahl Traum­er­geb­nis­se erzie­len. Auch wer weni­ger lügt ist nicht her­aus­zu­fin­den, womit Ame­ri­ka­ner die Mög­lich­keit hät­ten, das „klei­ne­re Übel“ zu wäh­len. So wird Demo­kra­tie zu Tode gelo­gen. – – –  Auch in Deutsch­land geht man mit Täu­schun­gen und Lügen vor, was zur Poli­tik­ver­dros­sen­heit führt und die Demo­kra­tie gefähr­det. Ange­sichts des Strei­tes um das soge­nann­te Frei­han­dels­ab­kom­men CETA, das vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nur mit stren­gen Auf­la­gen vor­läu­fig gebil­ligt wur­de, erüb­rigt sich die Beweis­füh­rung über eine Welt im Wan­del.…

Frankfurt Eurotower 0

Die EZB und Silvio Gesell… – Felix Fuders / Dirk Löhr

Die EZB und Sil­vio Gesell – Eine neue Part­ner­schaft? Eine Ein­schät­zung zwei Jah­re nach der bemer­kens­wer­ten Rede Benoît Cœu­rés von Felix Fuders und Dirk Löhr – – –  Ein­lei­tung: Die bemer­kens­wer­te Rede eines EZB-Direk­to­ri­ums­mit­glie­des – – –  Wirft man einen Bli­ck auf die Rede „Life below zero: Learning about nega­ti­ve inte­rest rates“, die von Benoît Cœu­ré, einem Mit­glied des EZB Exe­cu­ti­ve Boards, am 9. 9. 2014 in Frank­furt gehal­ten wur­de, hat man fast den Ein­druck, als ob die EZB nun die Leh­ren deut­sch-argen­ti­ni­schen Kauf­manns Sil­vio Gesell anwen­den woll­te. Wie­der­holt bezog sich Cœu­ré in sei­ner Rede vor der Money Mar­ket Con­tact Group auf Gesell und sag­te,…

Wilhelm Schmuelling
Wilhelm Schmuelling
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Die Frage nach dem Wirt­schafts­sys­tem – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling

– – –  Die Ver­tei­di­ger unse­rer heu­ti­gen Wirt­schafts­ord­nung täu­schen gern mit den Begrif­fen „Markt­wirt­schaft“ oder „Sozia­le Markt­wirt­schaft“ und beschö­ni­gen damit den Kapi­ta­lis­mus, der in der Öffent­lich­keit schon anrü­chig gewor­den ist. Damit die Kapi­ta­lis­mus­geg­ner, deren Ansich­ten hier publi­ziert wer­den, nicht sogleich als Kom­mu­nis­ten dif­fa­miert wer­den, die­nen beson­ders in die­ser Aus­ga­be ganz her­vor­ra­gen­de Bei­trä­ge und Ana­ly­sen zur Erklä­rung eines Wirt­schafts­sys­tems, von dem man eine huma­ne Gesell­schafts­ord­nung unter Bei­be­hal­tung der Markt­wirt­schaft erwar­tet. Uto­pie? Mit­nich­ten! Die Mach­bar­keit wird mit Sta­tis­ti­ken und prä­zi­sen wis­sen­schaft­li­chen Bewei­sen unter­mau­ert. – – –  Doch nicht nur die human­wirt­schaft­li­che Theo­rie ver­ängs­tigt die Prot­ago­nis­ten des Kapi­tals, es ist auch die Rea­li­tät der kapi­ta­lis­ti­sch ver­frem­de­ten Markt­wirt­schaft,…

Ulrich Grober - Der leise Atem der Zukunft 0

Der leise Atem der Zukunft – Eine Buch­re­zen­sion von Andreas Ban­ge­mann

– – –  Ulrich Gro­ber: „Der lei­se Atem der Zukunft“ – Vom Auf­stieg nach­hal­ti­ger Wer­te in Zei­ten der Kri­se. oekom ver­lag Mün­chen, Juli 2016, Paper­back, 320 Sei­ten, € 19,95 ISBN 978–3–86581–807–2 – – – https://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/der-leise-atem-der-zukunft.html – – –  Ulrich Gro­ber ist ein aner­kann­ter Nach­hal­tig­keits­ex­per­te. Sein Buch „Die Ent­de­ckung der Nach­hal­tig­keit“ gilt eben­so als Stan­dard­werk, wie „Vom Wan­dern“. Im vor­lie­gen­den Werk ver­knüpft er sei­ne bei­den Her­zens­the­men auf beson­de­re Wei­se. Der Autor lässt den Leser auf eine erzäh­le­ri­sche Wan­de­rung gehen, die Lust macht. Lust auf das Wan­dern als Frei­zeit­be­tä­ti­gung, Lust auf das Erschlie­ßen von Städ­ten und Regio­nen zu Fuß, aber vor allem Lust auf das Ent­de­cken…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Frie­den unter Vor­be­halt – Edi­to­rial

– – –  Kein Men­sch wird auf die Fra­ge: „Will­st Du Krieg?“ ernst­haft mit „Ja!“ ant­wor­ten. Nichts­des­to­trotz herrscht an unzäh­li­gen Orten Krieg. In Euro­pa war die Kriegs­ge­fahr seit dem Zwei­ten Welt­krieg nie grö­ßer als der­zeit. In Deutsch­land ist die „Herr­sche­rin“ über den Kriegs­ap­pa­rat eine Frau mit 7 Kin­dern! Sie ent­sen­det Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten – die Kin­der besorg­ter Eltern – in Kri­sen­her­de auf der gan­zen Welt. Sie unter­stützt die Poli­tik der NATO, die sich klamm­heim­li­ch von einem Ver­tei­di­gungs­bünd­nis zu einer Kriegs­ma­schine ent­wi­ckel­te. Stän­dig droh­te man Russ­land nach dem Zer­fall der Sowjet­re­pu­bli­ken, es nicht wagen zu sol­len, sei­nen mili­tä­ri­schen Ein­fluss auf die Staa­ten in…

Gesell macht Schule
© Christian Mayer
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Gesell macht Schule – Christian Mayer

– – –  Frei­wirt­schaft­li­che Ide­en im Wirt­schafts­leh­reun­ter­richt – – –  „Herr May­er, kön­nen wir hier­zu noch mehr machen?“ Mit die­ser Fra­ge fing alles an. Kurz nach Weih­nach­ten stand im Wirt­schafts­leh­reun­ter­richt der Klas­se WGE-2 (einer 11ten Klas­se des Wirt­schafts­gym­na­si­ums) das The­ma „Ver­schul­dung pri­va­ter Haus­hal­te“ auf der Tages­ord­nung. Wäh­rend des Unter­richts ent­brann­te eine leb­haf­te Dis­kus­si­on über mög­li­che Grün­de um in die Ver- und Über­schul­dung hin­ein­zu­ge­ra­ten. Das Gespräch ent­wi­ckel­te recht schnell eine eige­ne Dyna­mik, es kamen immer mehr gesell­schafts­po­li­ti­sche Sicht­wei­sen hin­zu und irgend­wie – der genaue Grund lässt sich heu­te nicht mehr reka­pi­tu­lie­ren – kamen auch der Zins und Zin­ses­zins, die Ver­mö­gens­ent­wick­lung in Deutsch­land sowie die Tat­sa­che…

DNA © Martin Bangemann 0

Huma­ne Wirt­schaft, huma­ne Ethik – huma­ne Gene­tik? – Roland Weber

– – – Kri­ti­sche Betrach­tung eines lang­jäh­ri­gen Lesers der HUMANEN WIRTSCHAFT als Grund­la­ge für wei­ter­füh­ren­de Arbei­ten an und in der Zeit­schrift – – – Die Bei­trä­ge in der HUMANEN WIRTSCHAFT spie­geln m. E. oft nicht die Rea­li­tät wie­der, jeden­falls nicht in dem Umfang, in dem sie Wis­sen über wirt­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge schaf­fen müss­ten oder gar Hand­lungs­emp­feh­lun­gen aus­spre­chen könn­ten. Gera­de weil ich oft eine Annä­he­rung an huma­nes Den­ken und das Ana­ly­sie­ren der wirt­schaft­li­chen Abläu­fe und Lebens­be­din­gun­gen und nicht zuletzt Hin­wei­se auf Ände­rungs­er­for­der­nis­se ver­mis­se, mel­de ich mich mit die­sem „un-öko­no­mi­schen“ Bei­trag ein­mal zu Wort. Schon die The­men Geld- und Zins­po­li­tik, wie sie immer…

Kopatz Ökoroutine 0

Das Erfor­der­li­che zur Rou­ti­ne machen – Eine Buch­re­zen­si­on von Andre­as Ban­ge­mann

– – – Micha­el Kopatz: „Öko­rou­ti­ne“ – Damit wir tun, was wir für rich­tig hal­ten. oekom ver­lag Mün­chen, Juli 2016, 416 Sei­ten, € 24,95 ISBN 978–3–86581–806–5 – https://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/oekoroutine.html – – –  Die mensch­li­che Frei­heits­lie­be wehrt sich sofort, wenn von außen Zwang ein­wirkt, der ein­ge­spiel­te Ver­hal­tens­wei­sen ein­schrän­ken oder gar been­den soll. Die ewig unbe­frie­di­gend zu beant­wor­ten­de Fra­ge, ob man Men­schen zu ihrem Glück zwin­gen kann oder es sogar tun muss steht im Raum. Es ist uner­quick­li­ch, sich mit ihr zu befas­sen. Denn im 21. Jahr­hun­dert will nie­mand in einem „Zwangs­re­gime“ leben. – – –  Die Kehr­sei­te der Medail­le: Unbe­küm­mert haben sich die Aller­meis­ten in der west­li­chen,…

Atompilz - © Martin Bangemann 0

Son­nen-Zukunfts-Werk­stät­ten – Elmar Klink

– – – Eine not­wen­di­ge Erin­ne­rung an Robert Jungk (1913–1994) – – – „Am Beginn einer Inno­va­ti­on fin­det man stets klei­ne Grup­pen, eine akti­ve Min­der­heit – selbst wenn sie auf Bedürf­nis­se der Mehr­heit Ant­wor­ten gibt.“ Ser­ge Mosco­vici, Das Zeit­al­ter der Mas­sen. – – – Zum run­den Jah­res­da­tum 2013 gab es bei ins­ge­samt eher ver­hal­te­nem Echo in eini­gen ein­schlä­gi­gen gro­ßen Zei­tun­gen (TAZ, Der Spie­gel, Stern, Die Zeit, Süd­deut­sche) an die Per­son und das Wir­ken des Jour­na­lis­ten, Publi­zis­ten und Zukunfts­wis­sen­schaft­lers Robert Jungk öffent­li­ch erin­nern­de Bei­trä­ge. – – –  Gewür­digt wur­de vor allem der Autor und Zukunfts­for­scher, dem so hell­sich­ti­ge Atom­re­por­ta­gen wie „Hel­ler als tau­send…

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Zeit der Gesin­nungs­schnüff­ler – Gero Jen­ner

– – – Es gibt ver­schie­de­ne Arten ein­an­der zu grü­ßen: Man kann beim Kopf begin­nen und mit Argu­men­ten oder sich gegen­sei­tig beschnüf­feln, wie es unter unse­ren vier­bei­ni­gen Freun­den die Regel ist, näm­li­ch vom Schwan­ze her. – – –  Dann stellt man, noch bevor man über­haupt wis­sen will, was der ande­re zu sagen hat, erst ein­mal fest, ob er links sei oder rechts, ob reli­giös oder ungläu­big, ob hetero oder homo, ob libe­ral oder auto­ri­tär. Hat man die Wit­te­rung auf­ge­nom­men, steht das Urteil schon fest. Man drückt sei­nen Bei­fall durch freu­di­ges Wedeln aus oder lässt dem Beiß­re­flex sei­nen Lauf, denn für den Lin­ken ist…

Wertstoffhof - Foto: © Pat Christ
Foto: © Pat Christ
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Zurück in die Wie­ge – Pat Christ

– – –  „Crad­le-to-Crad­le“ zielt auf eine Pro­duk­ti­on ganz ohne Abfäl­le – – –  In Unter­neh­men Mög­lich­kei­ten aus­zu­lo­ten, Ener­gie ein­zu­spa­ren, ist aktu­ell „in“ – und natür­li­ch durch­aus sinn­voll. Doch eigent­li­ch müss­te ein ande­res The­ma ganz oben auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te ste­hen: Der effi­zi­en­te Umgang mit Roh­stof­fen. Denn vie­le Roh­stof­fe dro­hen, in den kom­men­den Jahr­zehn­ten zu ver­knap­pen oder gar aus­zu­ge­hen, der Pla­net gerät zuneh­mend an sei­ne Gren­ze. „Crad­le-to-Crad­le“ ver­sucht, Lösungs­mög­lich­kei­ten zu fin­den, um Res­sour­cen zu ver­wen­den, ohne sie zu ver­schwen­den. – – –  Der Begriff „Crad­le-to-Crad­le“ heißt über­setzt: „Von der Wie­ge zur Wie­ge“. Dahin­ter ver­steckt sich der Wil­le zur Abkehr vom der­zei­ti­gen „End-of-pipe Den­ken“, das bei der Pro­duk­ti­on…

75th-ranger-regiment 0

Wirt­schaft­li­che Trieb­kräf­te von Rüs­tung und Krieg – Hel­mut Creutz

> – - – Adolf Pas­ter (Grün­der und Ehren­prä­si­dent der HIFA-Aus­tria, „Die Zukunft beginnt jetzt“, in: Der Drit­te Weg 792) – - – Im Febru­ar 2001, als die letz­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen des Jugo­sla­wi­en­kriegs von 1991 bis 2001 befass­te sich Hel­mut Creutz ein­mal mehr mit den wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hän­gen von Krieg und Frie­den. Die­sen Text in gekürz­ter Fas­sung stel­len wir erneut bereit, weil er ange­sichts der der­zei­ti­gen Ent­wick­lun­gen in Syri­en, der Tür­kei, der Ukrai­ne und Russ­land nichts an Aktua­li­tät ein­ge­büßt hat. Immer tie­fer gera­ten wir in die Gefahr, selbst wie­der in Krie­ge hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den, inso­weit man davon nicht sogar heu­te schon spre­chen…

Volksempfänger, Typ VE 301 W (1933) 0

Radio Gaga – Wil­fried Deiß

– – –  Was haben Goo­gle, Face­book, Ama­zon, App­le & Co. mit einem Radio­emp­fän­ger zu tun? – – –  Haben Sie Angst vor einem Radio? Ja gen­au, so ein Old-School tech­ni­sches Gerät, das man zu Hau­se oder im Auto oder drau­ßen ein­fach ein­schal­tet, einen Sen­der aus­wählt und zuhört. Kein Wun­der, dass Sie den Kopf schüt­teln, selbst­ver­ständ­li­ch haben Sie vor einem Radio KEINE Angst, war­um auch. – – –  Nun den­ken Sie mal 80 Jah­re zurück. Damals war Radio High-Tech­nik. Also in etwa das, was heu­te welt­wei­te Daten­net­ze sind. Für Men­schen damals war es erstaun­li­ch bis unglaub­li­ch, aus einem Ding namens Laut­spre­cher eine Stim­me oder Musik aus einer ande­ren…

Amerika
Foto: © Pat Christ
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Mutige Nest­be­schmut­zer – Pat Christ

– – –  Whist­leb­lo­wer decken Sym­pto­ma­ti­sches für unser Wirt­schafts­sys­tem auf – – –  End­li­ch mit der Wahr­heit her­aus­rü­cken. End­li­ch auf­räu­men. End­li­ch laut ver­kün­den, was auf bedrü­cken­de Wei­se schief­läuft. Durch Whist­leb­lo­wing kamen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren meh­re­re Fäl­le von unmo­ra­li­schem, gesell­schafts­schä­di­gen­dem oder öko­lo­gi­sch zer­stö­re­ri­schem Han­deln ans Tages­licht. Den­no­ch wird die Rol­le der „Warn­si­gnal­ge­ber“ ethi­sch kon­tro­vers beur­teilt. – – –  Tho­mas Faust, Wirt­schafts- und Unter­neh­mens­ethi­ker in der öko­no­mi­schen und poli­ti­schen Bil­dung, sagt: „Man­che sti­li­sie­ren den Whist­leb­lo­wer zum mora­li­schen Hel­den, der per­sön­li­che Nach­tei­le in Kauf nimmt, um höher­ran­gi­ge Wer­te zu schüt­zen. Ande­re sehen in ihm den Denun­zi­an­ten, der sich illoyal gegen­über dem Arbeit­ge­ber ver­hält oder ‚Kol­le­gen in die Pfan­ne haut’“.…

Miningfarm in Island 0

Bit­coin – Poten­tial als Zukunfts­wäh­rung – Rico Kol­ler

– – –  Im fol­gen­den Arti­kel wer­den die ursprüng­li­chen Zie­le und Pro­gno­sen von Bit­co­in mit der aktu­el­len Situa­ti­on ver­gli­chen und dar­aus Hypo­the­sen für die Wei­ter­ent­wick­lung von Bit­co­in abge­lei­tet. Des wei­te­ren wird das Poten­ti­al von Bit­co­in basie­rend auf Ana­lo­gi­en zu Alt­co­ins und Kom­ple­men­tär­wäh­run­gen (z. B. WIR), sowie Exper­ten­mei­nun­gen ein­ge­schätzt. – – –  Ursprüng­li­che Pro­gno­sen und Erkennt­nis­se – – –  Ver­gleicht man die im Jahr 2008 vom Grün­der Sato­shi Naka­mo­to gestell­te Pro­gno­se bzgl. Ein­satz­ge­biet des Bit­co­ins, mit dem bis heu­te bekann­ten Nut­zer­ver­hal­ten, ist eine gro­ße Dis­kre­panz aus­zu­ma­chen. Bis heu­te wer­den Bit­co­ins im Wesent­li­chen zum Spa­ren und aus Spe­ku­la­ti­ons­grün­den gekauft. Dies beweist auch die 2012 in Israel erstell­te Stu­die „Quan­ti­ta­ti­ve…

Kapitalismus
Foto: © Pat Christ
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Bil­dungs­ar­beit und Rote Beete – Pat Christ

– – –  Seit fünf Jah­ren gibt es in Leip­zig das Kon­zept­werk Neue Öko­no­mie – – –  Wirt­schaf­ten wir nur oder vor allem, um im inter­na­tio­na­len Wett­kampf bestehen zu kön­nen? Kann das sinn­voll sein? Oder bedeu­tet dies nicht eine gigan­ti­sche Ver­schwen­dung von Res­sour­cen, Ener­gie und Lebens­zeit? Aus die­sen Fra­gen her­aus grün­de­te sich vor fünf Jah­ren in Leip­zig das „Kon­zept­werk Neue Öko­no­mie“. Drei­zehn Men­schen arbei­ten hier mit. Der 32-jäh­ri­ge Chris­to­pher Lau­manns, stu­dier­ter Phi­lo­so­ph und Poli­to­lo­ge, ist einer von ihnen. – – –  Stu­die­ren­de ganz unter­schied­li­cher Cou­leur aus Hei­del­berg bil­de­ten die Keim­zel­le des „Kon­zept­werks“. „Wir woll­ten uns nicht im Arbeits­markt ver­lie­ren“, schil­dert Lau­manns die Anfän­ge. Ein sinn­vol­les Arbei­ten ohne…

Take-Off

Wenn ein Krieg droht… – Kom­men­tar – Wilhelm Schmül­ling

– – –  Wie schnell doch die Zeit ver­geht! Im März-Heft 2014 der HUMANEN WIRTSCHAFT schrieb ich: „Da Deutsch­land kei­ne Fein­de hat, braucht es auch kei­ne Rüs­tung.“ Hat Deutsch­land durch die aktu­el­le Ost-West-Kon­fron­ta­ti­on wie­der einen Feind im Osten? Droht der kal­te Krieg wie­der­auf­zu­le­ben? Kann dar­aus ein hei­ßer Krieg wer­den? Sol­che Ängs­te sind berech­tigt. Also doch rüs­ten? Ganz ent­schie­den sagen wir: Nein! Wir wol­len doch nicht den Zweck­lü­gen bei­der Sei­ten auf­sit­zen. – – –  Wenn wir aber den Krieg als Fort­set­zung der Außen­po­li­tik ableh­nen, dann müs­sen wir das wah­re Ziel jeder Außen­po­li­tik erken­nen, näm­li­ch den Nut­zen für das eige­ne Land auf Kos­ten eines ande­ren zu…

Dirk Löhr 0

Der Zins hängt nicht am Geld allein – Dirk Löhr

– – –  Die Hoff­nun­gen – gera­de im zin­s­kri­ti­schen (v. a. frei­wirt­schaft­li­chen) Spek­trum – sind der­zeit groß. Nicht nur bekann­te Öko­no­men wie Man­kiw, Bui­ter (zusam­men mit Pani­girt­zoglou) und van Sun­tum, son­dern auch auch die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) grei­fen den Gedan­ken eines „Nega­tiv­zin­ses“ auf . Das Sze­na­rio: Wür­de die­se Poli­tik am kur­zen Ende des Geld- und Kapi­tal­mark­tes noch ent­schie­de­ner fort­ge­setzt und wür­de vor allem Bar­geld in die „Nega­tiv­zins­po­li­tik“ ein­be­zo­gen, so könn­te der Zins­satz am „kur­zen Ende“ deut­li­ch nega­tiv wer­den und sich am „lan­gen Ende“ auf die Null­mar­ke zube­we­gen. Die Visi­on von Sil­vio Gesell – so die Hoff­nung – könn­te Wirk­lich­keit wer­den. – – –  Vie­le…

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Fal­sche Wei­chen­stel­lung bei Grund­steu­er­re­form – Dirk Löhr

– – –  Mit ihrem Beschluss vom 3. Juni 2016 för­dern die Finanz­mi­nis­ter der Län­der die Boden­spe­ku­la­ti­on und bestra­fen Bau­wil­li­ge. – Wir wer­ben für eine zeit­ge­mä­ße Grund­steu­er in Form einer rei­nen Boden­steu­er. – – –  Weit­ge­hend an der gro­ßen Öffent­lich­keit vor­bei berät die Finanz­mi­nis­ter­kon­fe­renz seit Jah­ren über eines der wich­tigs­ten Steu­er­re­form­vor­ha­ben: das der Grund­steu­er. Spä­tes­tens seit­dem der Bun­des­fi­nanz­hof 2010 eine all­ge­mei­ne Neu­be­wer­tung des Grund­ver­mö­gens ver­lang­te, weil die zugrun­de geleg­ten Ein­heits­wer­te von 1964 (bzw. 1935 in den neu­en Län­dern) ver­al­tet sind, besteht Hand­lungs­be­darf. Die wach­sen­de Bedeu­tung von Boden­ei­gen­tum bei sin­ken­den Zin­sen macht eine Reform noch dring­li­cher – doch es soll­te zukünf­tig nur der Boden selbst…

Political Map of the USA.E01.2k 0

Prä­si­dent Trump? – Wer­ner Peters

– – –  Es ist an der Zeit, sich in Deutsch­land und Euro­pa an den Gedan­ken zu gewöh­nen, dass man es mög­li­cher­wei­se ab 2017 für vier Jah­re mit einem US-Prä­si­den­ten Donald Trump zu tun haben könn­te. Man soll­te es aber dabei ver­mei­den, von einem Modus des unglaub­li­chen Stau­nens und der über­heb­li­chen Ver­ach­tung für den poli­ti­schen Auf­stieg eines, vor­nehm aus­ge­drückt, Halb­ge­bil­de­ten mit einem manch­mal an einen Clown erin­nern­den Auf­tre­ten nun in halt­lo­se Panik zu ver­fal­len, als sei der Unter­gang der west­li­chen Welt vor­pro­gram­miert. – – –  Zum einen sind die USA mit ihrem Netz­werk von for­ma­len und, viel wir­kungs­vol­ler, infor­mel­len „checks and balan­ces“ ein viel…

Hand greift Weltkugel 0

Ante Por­tas: Radi­kale und Radi­ka­lis­mus! – Gero Jen­ner

– – –  Über­all in Euro­pa vom Süd­en bis in den hohen Nor­den ste­hen sie in den Start­lö­chern, bereit für den poli­ti­schen Umbruch: Frem­den­has­ser, Euro­pa­fein­de. In Öster­reich gelang es bei der jüngs­ten Bun­des­prä­si­den­ten­wahl nur äußer­st knapp – mit einem Stim­men­vor­sprung von weni­ger als einem Pro­zent – die extre­me Rech­te gera­de noch abzu­schmet­tern. – – –  Euro­pa­weit war ein Auf­at­men zu hören, aber ist damit auch nur eines der Pro­ble­me gelöst, wel­che die rechts­ex­tre­me Oppo­si­ti­on über­all im alten Kon­ti­nent so stark wer­den ließ? Natür­li­ch nicht – und des­we­gen ist die­ser Wahl­gang ein unheim­li­ches Mene­te­kel: Sie wer­den beim nächs­ten Mal mit Sicher­heit an die Macht gelan­gen,…